@ Sabine
alternativlos war, was du mit deinem Mann zusammen entschieden habt - oder meinst du etwa,
du hättest nicht AUCH im Namen deines Mannes gehandelt, wie er in deinem Namen gehandelt hat... und wie ihr vor allem Entscheidungen getroffen habt. Sicher waren das keine alleinigen Entscheidungen, da ihr beide im Sinne der Familie entschieden habt.
Wie das zustande kam - notgedrungen! Es macht keinen Sinn zu spekulieren, womit dein Handeln und das deines Mannes "auf den Weg" gebracht wurde, welche "Vorläufer" es gab. Es war eine Notwendigkeit,, zu AGIEREN....und "hätte, könnte, würde, wäre" nutzt nichts, warum DEIN "agieren" zustande kam. Sei stolz auf dich...bei allem, was an Scherbenhaufen bleibt. Du hast mit deinem Mann den Scherbenhaufen zu begrenzen versucht.
Auch euer Sohn hat sich eingebracht...und das gilt es zu respektieren - auch wenn nicht alles in deinem Sinn/in sinn deines Mannes verlief. Wie soll ein Sohn Objektivität wahren - das geht nicht. Seine Schwester war involviert, die er zu schützen, aber auch nicht einschränken wollte, indem er ggf. mehr in deine Richtung agiert hätte. Seine Nichte war involviert....und wie sein Draht zum "Schrauber" ist, wirst du auch berücksichtigen müssen. War der Sohn ggf. auf einen Kompromiss aus...das deutet sich an. Dass der Kompromiss ggf. mehr zu deinen Lasten gegangen wäre...wer weiß es! Sei froh, dass sich der Sohn überhaupt als "Diplomat" eingesetzt hat, war er doch immer wieder "Übermittler"/Vermittler, wenn ich das richtig wahrgenommen habe.
Wachsen in Krisen, wachsen durch Krisen - anschaulicher geht es gar nicht, als das, was du beschreibst in Bezug auf deine Ehe. So bitter das klingt, dass sich deine Tochter zu etwas entschieden hat, was Arges vermuten lässt - alles Andere als die Krise irgendwie zu beenden, fordert Tribut, hat seinen Preis, was wofür "eingelöst" wird? Du weißt ganz sicher, was ich meine.
Deine Wut....
Zitat:(...) Das dieser Typ an uns scheitern soll. Wir die ersten waren, die ihm die Stirn boten und ihm seine Grenzen aufzeigten.
...klingt durch! Wut rauszulassen, Ärger Luft zu machen, Angst in Worte zu fassen...alles okay!
Zeitweise ist das okay. Der "Typ" wird nicht scheitern. Der wird seinen Weg nicht verändern wollen, weil er nicht anders kann. Er wird auf seine Weise SEINS machen....nur auf einem anderen "Feld"!
Dass ihm die Stirn geboten wurde, ihm seine Grenze aufgezeigt wurden....das ja, das gilt es anzuerkennen. Mit seiner "Strategie" ist er gescheitert.... übrigens mit ihm eure Tochter.
Es nutzt nichts, Wut, Ärger, Hass zu hegen, weil du sonst nicht loslassen kannst, was du loslassen willst. Ja... auch ein stückweit die Tochter loszulassen, wird nicht zu umgehen sein. Sie wird immer deine Tochter bleiben....du ihre Mutter - nur die Vorzeichen haben sich verändert. Das Enkelkind wird "deines" bleiben.... und du wirst dem Kind alles zukommen lassen wollen, was eine Oma und auch ein Opa einem Enkelkind zukommen lassen kann.
Nicht du allein hast etwas zu bewältigen - dein Mann auch, eure Kinder auch! Jeder wird das auf
eigene Art und Weise machen.... stillschweigend, oder mit "Brimborium". Nichts mehr zur Krise zu sagen, kann ein weg sein... immer mal wieder den IST-Zustand anzusprechen, auch. Das Feeling ändert sich immer wieder.....und nicht darüber zu sprechen, alles mit sich selbst auszumachen - dafür bist du nicht der Typ ...

"Wie geht es dir?" zu fragen in der Hoffnung, eine ehrliche Antwort zu bekommen...wie wäre das? Nichts zu sagen...das käme eher einem "Aussitzen" der Situation gleich... nach meinem dafürhalten! Wahrnehmung der Anderen - die wird dir zeigen, ob "alles in Ordnung" ist...oder?
Krisen-Bewältigung! Kein Drama daraus machen, aber auch nicht übergehen. Neue (Familien)-Zeitrechnung? Warum nicht. Es wird nichts mehr so, wie es war....sei dir sicher. Es wird anders, was nicht nachteilig sein muss....
Zäsur - für die Familie! Der festere Zusammenschluss kam zustande durch eine Zäsur. "Familie" wird immer wieder auf eine Probe gestellt - egal mit welchem Ausgang. Ja...es gilt dabei auch, sich gegen etwas auszusprechen, damit eine Familie nicht in die Luft fliegt (symbolisch)! Sich nach einer Zäsur (wieder) aufeinander verlassen können, zu spüren, was "durch dick und dünn" wirklich bedeutet, ist hilfreich....auch wenn dem Schmerzhaftes vorherging.