Zitat von SchnauzeVoll: Und auch wenn es viele hier nicht glauben: Ich würde mir nach einer Trennung starke Sorgen machen, dass sie das verkraftet, ich fürchte eher nicht.
Fahren wir also erneut eine Runde Karussell:
Es ist ja ein bißchen Zeit vergangen, bist Du vielleicht inzwischen etwas bereiter, Dich mit dem Gedanken zu beschäftigen, daß was Du beschreibst (hübsche Wortwahl die du hast), eine Vermutung ist und keine Tatsache?
Wenn Du morgen einen Unfall hast, dann ist Deine Frau eben auch gezwungen, sich aus der Krankheitskomfortzone zu bewegen.
Also noch einmal, daß was Du beschreibst ist eine Vermutung, es ist keine Tatsache. Viele Therapeuten sind übrigens der Meinung, daß genau diese Vermutungen häufig zu Stillstand in der Entwicklung führen, weil persönlich Überzeugtheit, wie eine Situation ausgehen wird, einen daran hindert, sicher überhaupt in die Situation zu begeben.
Auch die zweite Anmerkung, die ich habe, ist keine unbekannte: Die Idee, daß es nur Ehe so wie jetzt oder absolute Trennung und ein nie wiedersehen oder ein nicht füreinander dasein gibt, ist auch wieder so ein Tunnelblickgedanke. Natürlich macht man sich immer um den anderen auch noch Sorgen und Verbundenheit ist etwas, was sich nur sehr, sehr langsam löst und im Übrigen von Euch beiden bestimmt wird.
Man kann sich auch erst mal nur räumlich trennen, man muß sich überhaupt nicht scheiden lassen etc. Du bist auch nicht allein verantwortlich für Deine Frau.
Die Hürden, die Du ja nun seit Monaten beschreibst, sind Deine Vorstellung von der Situation und sehr klar ist inzwischen, wenn Du dich nicht bewegst, sie wird es nicht tun.
Ich sehe bei Dir inzwischen ein paar Fortschritte, finde es aber nicht nur Schade sonder auch bedenklich, daß Deine Therapie nunmehr beendet ist.
Denn wie Du sagst,
Zitat von SchnauzeVoll: wenn ich dennoch unglücklich bin, was der Fall ist.
Da ist echt noch ganz schön Luft nach oben.