Zitat von _Tara_:Sie hat ihren Ehemann mit dieser Anzeige öffentlich als Fremdgeher angeprangert.
Und meines Erachtens war das auch die Intention hinter dieser Aktion: Beide zu ächten.
In meinem Eröffnungsbeitrag hatte ich die Nachnamen der beiden Angeprangerten abgekürzt; wer dem Link zum Originalartikel folgt, wird sie aber in voller Länge sehen können. Man darf also getrost davon ausgehen, daß das gesamte soziale Netzwerk der beiden von dieser Annonce potentiell erreicht werden konnte.
In den USA geht man mit Geliebten generell nicht sehr zimperlich um - die Aktion der Ehefrau hier ist noch vergleichsweise harmlos. Kurz bevor ich gestern Beitrag #1 postete, war ich auch über eine US-Site gestolpert, auf der Betrogene die Affairenfrau öffentlich anprangern - mit Klarnamen
und Bild:
http://www.ShesAHomewrecker.comErstaunlicherweise richtet sich die Wut hier
ausschließlich gegen die Geliebte und
nicht gegen den eigentlichen Betrüger, also den eigenen Partner. Ich mußte unwillkürlich an Hexenverfolgung denken, als ich die Seite erstmals aufrief. Zum Glück folgt Deutschland hier einem völlig anderen Ansatz:
https://www.telemedicus.info/article/22 ... platz.htmlZitat:Bringen wird es der Frau natürlich auf lange Sicht nix.
Da wir hier ein völlig anderes soziales Klima haben, fallen die Reaktionen auf die Annonce oder auch auf die "Homewrecker"-Site in diesem Trennungsforum vermutlich ganz anders aus, als hätte ich meine Fragen in einem US-Forum gestellt:
"Und jetzt? Wie ging es nach dieser Anzeige weiter? War die Annonce ihr Geld wert?"Der Ächtungseffekt infolge so einer Aktion dürfte in den USA größer sein als hierzulande, zumal die öffentliche Meinung sich auch deutlich weniger am denunziatorischen Gedanken dahinter stört. Insofern "lohnt" sich die Investition der gehörten Ehefrau dort mehr als in einem europäischen Medium, wo man eher mitleidig mit den Achseln zuckt, um dann gelangweilt weiterzublättern.
Zitat:Ich hoffe, dass das Schalten dieser Anzeige der Frau zumindest ein kurzes Gefühl von Genugtuung gegeben hat.
Glücklich gemacht hat es sie sicher nicht, aber der Wechsel von der
passiven Rolle einer Betrogenen, die wie das Kaninchen auf die in den Bau eingedrungene Schlange starren muß, die erst den Partner und dann ihre Familie gefressen hat, zur
aktiven Rolle einer öffentlichen Anklägerin - zumal in dieser
süffisanten Form und
eingebettet in ein soziales Klima, das ihr diese offen zugesteht - dürfte ihr gutgetan haben. Vermutlich sogar länger als nur für den Moment.