Zitat von kuddel7591:"Rache ist eine Handlung, die den Ausgleich von zuvor angeblich oder tatsächlich erlittenem Unrecht bewirken soll. Von ihrer Intention her ist sie eine Zufügung von Schaden [...]
Ich habe ein wenig darüber nachgedacht, was Du da zitiert hast (danke dafür).
Wenn jemand einem anderen Menschen konkreten Schaden zufügt, kann man das anzeigen. Sofern sich vor Gericht nachweisen läßt, daß ein Gesetz gebrochen wurde, wird das Urteil eine Strafe beinhalten, die im dafür vorgesehen Rahmen liegt. Allerdings ist die
Intention dieser
Urteilsstrafe eine andere als bei der Rache:
Es geht
nicht darum, dem Verurteilten einen Schaden zuzufügen, sondern ihn zum Schadensersatz zu
veranlassen (sofern möglich) und ihn zu Reue und Einsicht zu
bewegen. Selbst langjährige Gefängnisstrafen dienen grundsätzlich der
Resozialisierung, wie immer das in der Praxis konkret ausschauen mag (angeblich werden manche erst im Knast so richtig kriminell).
Rache hingegen ist durch und durch
destruktiv: Nicht immer kommt sie heimtückisch daher, aber
stets ist es ihre
Intention, Schaden anzurichten, um es jemand "mal so richtig zu geben". Sie will keine Entschuldigung mehr hören und ihr ist es letzlich auch egal, ob derjenige, an dem sie sich austobt, daraus etwas lernt oder nicht. Rache ist die Inkarnation nihilistischer Zerstörungswut, die sich ungehemmt Bahn gebrochen hat.
Meines Erachtens offenbaren Menschen wie die US-Ehefrau im Eröffnungsbeitrag, oder Kerstin Lamparter vor allem eines: Daß man sich besser von ihnen fernhalten sollte - und zwar nicht nur in Sachen Partnerwahl, sondern generell. Auf mich wirken solche Meschen irrational, unberechenbar, gefühlslastig und vor allem vermisse ich den Mut und die Größe zur Selbstreflexion.
Über die Ehe der US-Annoncenschalterin wissen wir nichts Näheres. Aber was Frau Lamparter betrifft, so muß sie sich schon fragen lassen, was
sie eigentlich
geritten hat, sich a) auf einen verheirateten Mann mit drei Kindern
überhaupt einzulassen und b) über Monate hinweg
dabei mitzumachen, daß er seiner Familie (vermeintlich) noch
exakt solange eine Schmierenkomödie vorspielt, bis es politisch opportun erscheint, die Affairenkatze aus dem Ehesack zu lassen und auf den Trümmern dieser Familie in ein neues Leben zu starten.
Angesichts von soviel Perfidität empfand ich ihre ganze Medienaktion als geradezu perv., in all ihrer
Selbstgerechtigkeit. Die "Rache" von Frau Lamparter ist auch deshalb unter aller Sau, weil sie neben Bondes,
auch das Leben seiner völlig
unbeteiligten Familie beeinträchtigt hat; Menschen also, bei denen
sie sich eigentlich in aller Form zu entschuldigen
hätte - sofern die sie überhaupt eines Blickes würdigen würden.