Zitat von Pitje:ermutlich von selbst erlebten. Natürlich macht es auch nichts besser, wenn ich mir das fehlende woanders Suche.
Da beißt einen das Gewissen.
Entschuldige, was meinst Du damit genau? Verstehe ich Dich richtig, dass Du ein schlechtes Gewissen hast, wenn Du ausbrichst, weil Du meinst Du tust etwas, was Du nicht tun solltest, weil es Deinen Mann verletzt oder Deine Familie verrät? Genau genommen geht das nicht, weil Du formal getrennt von Deinem Mann bist. Wenn Dein Gefühl Dir hier vielleicht etwas anderes spiegelt, dann ist es möglicherweise so, dass Eure Ehe WG für Dich eventuell nicht das richtige ist, da in einem solchen Konstrukt natürlich sehr viel Familie und Paarartiges gelebt wird und dann natürlich Verbindlichkeiten entstehen, die gefühlsmässig klar eingeordnet werden müssen. Das meinte ich vorhin mit Beziehung gestalten und das ihre beide weder Du noch dein Mann nicht 100 %ig hinter diesem Agreement steht.
Natürlich kann man das beenden indem einer von Euch räumlich das weite sucht, so wie viele hier das vorschlagen und das wäre letzten Endes auch mein Rat. Unter Umständen geht aber auch eine Ehe WG. Nur dann mit klaren Regeln und geklärter Beziehung. Dafür müsst ihr dann richtig, richtig gute Freunde werden. Das ist richtig Arbeit und braucht viel Überzeugung, das das richtig und gut ist, vor allem auch gegen äussere Widerstände.
Man kann übrigens auch trotzdem noch eine tolle Mama sein, auch wenn man nicht jeden Tag mit seinem Kind zusammenlebt. Und man kann trotzdem eine super Beziehung zum Kind haben. Meine Tochter hat sich mitten in der Pubertät überlegt, jetzt für einige Zeit beim Vater zu wohnen. Ich habe sie gelassen. Wir sind trotzdem ein ganz tolles Team, was viel zusammen erlebt und richtig gut zusammen hält. Das Loslassen gehört zum Leben dazu und betrifft eben auch unsere Kinder. Auch da haben wir keinen Besitzanspruch. Und ich kann Dir sagen, auch wenn mir der Gedanke dass meine Tochter nicht mehr bei mir lebt unvorstellbar erschien und richtig Angst gemacht hat, das Leben ging weiter und wir haben es geschafft, dass alle, die es betroffen hat, gut damit zurecht gekommen sind. War aber auch Arbeit und gar nicht wenig. Unsere Tochter hat dabei immer im Mittelpunkt unseres Interesse gestanden.