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Schattenmann und Schattenfrau

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Hallo liebes Forum,
ich habe das Forum schon ein bisschen durchgeschaut und möchte nun meine Geschichte erzählen. Ich hoffe, es ist OK, wenn ich hier so einen langen Beitrag einstelle!
Seit ca. 3 bis 4 Jahren hat sich unser S.leben und die Zärtlichkeit immer mehr verabschiedet. Ich bin jemand, der das aber benötigt um glücklich zu sein und es gehört für mich zu einer Beziehung. Meine Frau kommt da scheinbar ganz gut ohne klar. Ich habe das schon sehr oft zum Thema gemacht, aber sie sagt, dass sei wohl der Streß und sie müsse den Kopf frei haben und sich entspannen können und wenn die Kinder im Haus seien, gehe es auch nicht. Nach dieser Definition würde es im Jahr quasi eh nur 3 bis 4 Termine geben, die passen würden, dann müsste aber auch die Laune stimmen. Aber die war auch nicht mehr so häufig gut. In meinem Empfinden, führten wir nach und nach nur noch eine Zweckgemeinschaft ohne körperliche Nähe, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit für den anderen, mit dem Ziel die Kinder in einem familieren Umfeld aufzuziehen. Nur wir stritten immer öfter über teils belanglose Sachen und ihre Unzufreidenheit wuchs immer mehr und sie zog sich dadurch immer mehr zurück.

Im Karneval 2013 lernte ich eine Frau ( S. ) kennen, mit der ich mich den ganzen Abend unterhalten habe und wir uns nach einiger Zeit auch geküsst haben. Wir haben dann noch im Nachhinein ein paar Wochen lockeren Kontakt gehabt, aber uns dann aus den Augen verloren. Ich muss dazu sagen, dass ich in der ganzen Zeit, in der ich mit meiner Frau zusammen war, nie mit einer anderen Frau geschlafen habe oder ein Verhältnis hatte. Das einzige was ich mir vorwerfen lassen kann, ist dass ich mich zu Altweiber schon mal mit der einen oder anderen Frau geküsst habe.
Das war jetzt die Einleitung, jetzt zum Problem
Im November letzten Jahres (wir hatten in 2015 nur einmal recht unbefriedigenden S., in 2014 war es gefühlt auch nicht viel öfter) habe ich für mich entschlossen, diesen Zustand der Zweck Wohngemeinschaft nicht bis zum Auszug der Kinder, also mindestens noch 10 Jahre mitzumachen. Meine Frau und ich haben uns im Streit auch schon gegenseitig gesagt, dass wir schon längst nicht mehr zusammen wären, wenn wir keine Kinder hätten, wir haben uns entliebt, das ist glaube ich, wirklich der richtige Begriff dafür.
Ich wusste nur nicht, wie ich das machen sollte. Klar, sagen jetzt einige von euch, das ist sehr egoistisch, sorge lieber dafür, dass es Deinen Kindern gutgeht. Das ist grundsätzlich auch OK, nur in dem Umfeld Zuhause, welches jetzt da war, konnte es den Kindern auch nicht gut gehen. Wir stritten uns immer häufiger und waren unzufrieden, hinzu kam, dass ich durch die Auflösung meiner Firma auch kein Gehalt mehr bekam, was jetzt nicht problematisch war, da immer noch genug da war, nur halt merklich weniger.
Die Unzufriedenheit, vor allem bei meiner Frau stieg immer mehr. Ich bin an sich ein positiver und recht optimistischer Typ und deshalb sah ich das nicht so weltuntergangsmäßig wie meine Frau.

Am 04.02. war wieder Altweiber und ich traf S., nach 3 Jahren wieder. Sie sprach mich an und wir standen nach 10 Minuten schon wieder küssend in der Ecke. Es hat uns beide erwischt wie ein Blitz, wir fühlten eine Vertrautheit, die nicht zu fassen ist. Wir blieben den ganzen Abend zusammen und waren im siebten Himmel. Am Montag darauf schrieb ich ihr per E-Mail, die ich noch von vor drei Jahren hatte, meine Empfindung über unser Wiedersehen des Abends. Sie hat mir geschrieben, dass sie genauso fühle und wir haben uns dann zum Kaffee verabredet.

Zu S., sie ist 49 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Mädchen 11 und 13 Jahre alt, hat mit Ihrem Mann einen zuverlässigen, liebenden Familienvater zu Hause, dessen Hauptidee die perfekte Familie ist, den sie aber nicht mehr liebt und seit Jahren weder kuschelt, Zärtlichkeiten austauscht noch mit ihm schläft. Der große Unterschied zu mir und meiner Frau ist, dass sich sich trotzdem gut vertragen und keinen Streß haben, weil ihm die Nähe scheinbar nicht fehlt. Zudem verdient er sehr gut, S. selber arbeitet auch, also Geldproblem sind überhaupt nicht vorhanden, die Absicherung ist perfekt.

Sofort bei unsere ersten Verabredung waren wir wieder voll im Verliebtheitsmodus und hielten von da an stetigen Kontakt per Whatsapp und Telefon und zwar mehrmals täglich auch gerne mal über eine Stunde telefonisch. Ihr Mann war dreimal die Woche abends nicht Zuhause, sodass wir abend häufig telefonierten. Länger als mal zwischendurch eine Stunde im Cafe treffen, konnten wir uns wegen der Kinder nur tagsüber und das auch nur Montags und Freitags, weil S. die anderen Tage arbeitete. Aber das richteten wir uns dann auch recht schnell so ein, so haben wir uns in der Regel dreimal die Woche getroffen. Zu Anfang waren unsere Treffen noch sehr zaghaft, wir küssten uns, unterhielten uns stundenlang und küssten uns:-) Das war unsere Lieblingsbeschäftigung, wir vermissten beide so die Nähe und das kuscheln. Nach und nach wurde es vertrauter, wir trafen uns in meiner Firma, in der ich mittlerweile alleine war, weil ich die Mitarbeiter entlassen hatte, und wir somit ungestört sein konnten. Es wurde immer intensiver, körperlich und auch emotional, wir suchte uns Orte im Wald, im Auto auf Parkplätzen an denen wir S. hatten und zu guter Letzt mieteten wir uns auch Tageszimmer in einem Hotel. Wir waren glücklich, verliebt wie die Teenager gutgelaunt und ausgeglichen,quasi der Idealzustand, wenn wir zusammen waren. Wenn da nicht das schlechte Gewissen von S. gewesen wäre. S. ist nach eigenen Aussagen, ein Kopfmensch, und hat an dieser Situation von Anfang an Probleme gehabt, wenn sie wieder alleine zu Hause war.
Ich entfernte mich mit dieser Affäre immer mehr von meiner Frau und teilte ihr im Februar schon mit, dass ich mich von ihr trennen werde, aber wir versuchen sollten, dass wir noch einige Zeit gesittet zusammenleben sollten, bis zumindest unsere jüngere Tochter sich in der weitergehenden Schule eingerichtet hat, was Sommer 2017 bedeutet.
S. hat wie jetzt beschreiben werde, schon zweimal vorher versucht die Affäre zu beenden, da ihr unsere Affäre auch körperlich zusetzte, ich setzte hier mal ein paar Originaltexte ein, die es vielleicht besser erklären:
S. hat mir telefonisch unter weinen erklärt, dass sie so nicht weitermachen kann:
"Sorry und ich wollte dich heute Mittag nicht so überfallen damit. Ich kann dich soooo gut verstehen da es mir ähnlich geht und ich bereits nach dem Telefonat das Gefühl hatte etwas ganz Besonderes zu verlieren. Du fehlst mir aber ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Ich kann meine Familie nicht verlassen und für ständige Lügen und versteckspielchen fehlt mir die Kraft und wohl auch der Mut."
Ich habe ihr dann einen, wie sie fand sehr ehrlichen und auch rührenden Brief geschrieben worauf sie dann antwortete:
"Lieber S.... vielleicht hast du recht und das mit uns ist noch nicht zu Ende. Für mich gibt es aber zur Zeit nur diesen einen Weg. Ich werde Deinen Rat befolgen, mir Zeit lassen und in mich gehen und zur Zeit ist da nichts als ein großes schwarzes Loch und die Gewissheit etwas ganz besonders Kostbares verloren zu haben. Vielleicht bereue ich diesen Schritt irgendwann unendlich aber jetzt kann ich nicht anders. Ich möchte dass du weißt, wie gern ich dich habe und was für ein toller Mann du bist. Dieses ewige hin und her der letzten Tage und Wochen sind nicht gut für Dich, auch wenn Du das im Moment anders siehst. Es tut mir so unendlich leid, Dir so wehzutun und meine größte Sorge gilt Dir. Wenn ich etwas tun kann, um Dir zu helfen sag es mir bitte. Deine S. "


S.
"Hallo lieber S.... ich kann das alles verstehen, was Du schreibst und ich danke Dir dafür. Ich glaube aber dass meine Situation so ganz anders ist. Mein schlechtes Gewissen macht mir so unglaublich zu schaffen da ich glaube, dass mir das mit Dir nicht zusteht. Ich betrüge meinen Mann und ich lüge meine Familie an und genieße die Zeit mit Dir. Das ist mein großes Problem. Es ist weder fair Dir noch meiner Familie gegenüber. Egal was ich tue - es ist immer schlecht für einen von euch und damit kann ich so schlecht umgehen. Und in bestimmten Momenten (wie gestern) wird mir das so extrem bewusst und macht mich einfach traurig und hilflos
Lieber S.... du weißt dass ich Dir für die Zukunft nichts versprechen kann. Ich denke ganz viel an Dich bzw. an uns und Du bist ständig präsent. Ich kann es überhaupt nicht haben, wenn wir keinen Kontakt haben aber ich kann es auch verstehen, wenn Du das so nicht ertragen kannst. Es geht überhaupt nicht nur um mich und meine Gesundheit sondern auch um Dich! Ich möchte natürlich dass es Dir gut geht oder zumindest ok aber ich weiß nicht wie ich das leisten soll. Es gibt einfach keine Lösung zur Zeit und vielleicht sollten wir aufhören eine zu suchen sondern es so wie es ist zu akzeptieren. Lieber S... ich stelle die aktuelle Situation immer wieder in Frage aber das hat gar nichts mit dir zu tun. Meine Gefühle für Dich stehen nicht zur Diskussion sondern die Umstände. Es gibt Tage, da geht es mir einfach nicht gut damit und heute ist so ein Tag. In der Woche, wenn ich viel mit dir spreche ist es einfach und alles so leicht und dann auf einmal kommt so ein Punkt wo das kippt und ich bin machtlos dagegen. Ich bin seit einigen Tagen sehr nervös und frage mich, wie lange das gut gehen kann. Ich möchte mit Dir in Kontakt bleiben wie auch immer Deine S."

Nach dem zweiten Versuch, die Affäre zu beenden!
"Hallo meine liebe S.
gestern ging das alles noch einigermaßen, da habe ich das wohl noch nicht richtig realisiert und war durch das Karatetraining abgelenkt.
Heute kam es aber mit aller Wucht, ich bin sehr traurig und bekomme gerade nichts auf die Reihe, ich sitze mittlerweile seit über zwei Stunden im Büro und denke und schreibe."
"Ich habe leider auch keinen Lösungsansatz für dieses Dilemma. Ich von meiner Seite bin bereit und auch willens, meine Frau zu betrügen und das ohne dass ich ein schlechtes Gewissen habe, aber das kann ich natürlich nicht von Dir verlangen. Und da Dir die Situation ja auch an die Gesundheit geht, bleibt uns also nichts anderes übrig, als uns zu trennen. Aber das kann es doch nicht sein, ich liebe dich und ich weiß und spüre, dass Du mich auch liebst.
Aber da wird Dich, im Gegesatz zu mir, Dein Mutterinstinkt wohl leiten und die Vernunft den Vorrang behalten. Was grundsätzlich natürlich auch richtig ist, dass die Kinder in gesicherten Verhältnissen und möglichst mit beiden Elternteilen aufwachsen, was bei euch ja auch möglich ist, weil ihr euch nicht ständig beharkt. Das allerdings auf Kosten unserer Liebe, aber das ist das, was Du für dich entscheiden musst bzw. endschieden hast. Ich weiß, das ist jetzt gemein und da spielt natürlich meine Enttäuschung eine Rolle, weil ich mir das natürlich anders wünschen würde."

"Ich für meinen Teil werde das meinen Kindern leider nicht bieten können, das halte ich nicht durch und ich glaube auch, dass das den Kinder auch nicht besser bekommen würde, wenn wir mit Gewalt versuchen das durchzuziehen, diese ständigen Streitereien zermürben das ganze Familienleben.
Mir war vor uns ja schon klar gewesen, dass das mit A. vorbei ist, aber seitdem wir uns näher kennen ist mir noch bewußter geworden, dass ich das nicht mehr lange so weitermachen kann und will. Das ist jetzt nicht Deine Schuld, sondern eher die neue Sicht, die Du mir durch Deine Liebe gegeben hast, dass es auch in unserem Alter bzw. nach solch einer langen Beziehung möglich ist, wieder zu lieben und das Leben wieder positiv zu gestalten.
Ich fühle mich nicht mehr wohl zu Hause, habe den Eindruck, dass ich selbst nur die räumliche Nähe von A. überhaupt nicht mehr haben kann. Kannst Du das verstehen, egal was sie sagt, es nervt mich. Ich werde sehen, dass ich schnell eine neue Anstellung finde, die zu mir passt, möglich auch noch Spaß macht und in die ich mich stürzen kann. Das ist natürlich ein bisschen Wunschdenken, aber so bin ich ja auch in der Regel, positiv gestimmt:-)
Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen, dass Du diese, wahrscheinlich psychsomatische Störung deines Körpers, die ja scheinbar durch mich bzw. durch unsere Beziehung und der daraus resultierenden Situation ausgelöst wurde, wieder loswirst und es Dir besser gehen wird."
Die Beziehung ging dann weiter.

Dann kam der 30.05.2016, wir hatten uns vormittags im Hotel getroffen und nach ca. zwei unserer geplanten vier gemeinsamen Stunden klingelte das Handy von S. und ihr Mann war dran. Klar hätte Sie das Handy ausmachen können, nur sie war offiziell ja zu Hause und ihr Mann hat sie Zuhause nicht erreicht, also musste sie rangehen. Vielleicht wäre es etwas anders verlaufen, wenn sie später zurück gerufen hätte, aber so war es halt nicht. Die Situation hat dazu geführt, dass sie direkt im Hotel gesagt hat, dass sie das nicht so weitermachen kann. Wir haben die folgenden zwei Stunden im Hotel eingekuschelt mit weinen und gemeinsamer Trauer verbracht, es war schrecklich!

Das ist jetzt sechs Wochen her, sie hat sich entschieden, für Ihre Familie, also gegen mich.
Wir haben allerdings noch bis Freitag letzter Woche, den 08.07. weiterhin Kontakt gehalten, was mir aber immer schwerer fiel, weil S. scheinbar besser damit zurechtkam als ich. Das liegt aber natürlich auch daran, dass sie keib schlechtes Gewissen mehr hatte.
Mir ging es die ersten 4 Wochen richtig dreckig, allerdings durch den Kontakt mit S. konnte ich mir das immer wieder schönreden.
Allerdings war ich in der Zeit auch wohl immer noch so darauf aus, viel Kontakt zu haben, dass S. irgendwann auf meine Frage, ob ich zu viel Zeit einfordere folgendes antwortete.
"Lieber S... , ich bin sehr hin- und hergerissen, wie ich mich jetzt verhalten soll. Ich werde dir jetzt erstmal Deine Fragen beantworten. Ja, mir wird das zuviel, ich habe unsere Telefonate am Abend auch sehr genossen und sie als Bereicherung empfunden. Diese Telefonate haben aber unter ganz anderen Vorraussetzungen stattgefunden und die Leichtigkeit ist nicht mehr da. Ich habe gestern gewußt, dass du einen Anruf von mir erwartest und es nicht verstehen wirst, wenn ich das nicht möchte. Ich versuche dir zu erklären, warum das so ist. Mein Alltag ist von morgens bis abends sehr durchgetaktet. Im Gegensatz zu Euch bin ich für meine Kinder immer zuständig da JP nicht da ist. Wenn die Kinder in der Schule sind bin ich entweder im Büro oder unterwegs. Ich habe gefühlt kein bißchen Zeit für mich und abends genieße ich mal die Stunde, in der ich alleine auf dem Sofa sitze und nicht kommunizieren möchte oder muss. Ich möchte nicht noch das Gefühl haben, dass Du meinen Anruf jetzt erwartest und dann ggf. enttäuscht oder genervt bist wenn er dann nicht kommt. Und das ist meiner Meinung nach so. Ich habe immer das Gefühl, dass das was ich Dir gebe an Zeit, Gefühlen oder Erklärungen nicht ausreicht. Du überforderst mich damit und ich kann das, was Du von mir erwartest nicht mehr leisten. Ich kann auch das Band, welches uns verbindet, nicht so eng weiterführen, wie wir das bis zu unserer Trennung gemacht haben. Das passt nicht zusammen. Die Gründe für die Trennung werde ich jetzt nicht noch einmal aufführen. S..., so leid es mir auch tut, ich kann und werde ich meine Entscheidung nicht rückgängig machen. Du solltest für Dich entscheiden, ob Du mit mir in Kontakt bleiben möchtest. Wenn Dir das nicht ausreicht, sollten wir es beenden und wenn es Dir immer wieder weh tut, wenn Du merkst dass es mir ernst ist mit der Entscheidung, dann erst recht. Nichts liegt mir ferner, als Dich zu verletzen aber im Moment habe ich keine andere Lösung parat."

OK, das war eine notwendige Ansage für mich, die ich dann am Montag, also vorgestern zum Anlass nahm, den Kontakt von mir aus einzustellen. Wir hatten am Wochenende eh schon vereinbart nicht zu schreiben und übermorgen am Freitag fährt sie 2 Wochen in Urlaub, wo sie mir auch nicht schreiben kann (will), denke ich mal. Hier unsere letzten beiden Schreiben:
Von mir:
"Ich denke, dass wir die letzten drei kontaktfreien Tage dazu nutzen sollten um die Kommunikation jetzt komplett einzustellen. Ab Ende der Woche wirst Du dich ja eh zwei Wochen lang nicht melden und deshalb sollten wir da schon jetzt mit anfangen bzw. das fortführen.
Wenn Du das möchtest, kann ich Dich gerne über wichtige Änderungen(Job, Trennung von A., neue Wohnung) in meinen Leben informieren und auch Du kannst dich gerne bei mir melden, wenn Du das Bedürfnis hast mal wieder mit mir zu sprechen oder Du irgendwelche Probleme hast, nur ich denke, dass die Tagesgeschehnisse, wie Du selber schon mal geschrieben hast, nicht mehr so relevant sind für den anderen.
Irgendwie hören sich die letzten Sätze so hart und herzlos an, was natürlich nicht so gemeint ist, nur ich weiß nicht wie ich es besser formulieren könnte.
Bitte glaube mir, es fällt mir unendlich schwer Dir das jetzt zu schreiben, aber es ist wahrscheinlich die einzige Lösung. Meine Gefühle zu Dir muss ich Dir nicht nochmal darlegen, daher weißt Du, dass es nicht daran liegt bzw. eigentlich genau daran:-)
Ich muss von Dir loskommen und das geht wohl nur so. Ich hoffe, dass Du mich verstehst und das so mitträgst.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Liebe Grüße S....
PS. Die Rückmeldung dauerte auch deshalb so lange, weil ich mit mir hadere und dieses hier eigentlich gar nicht will aber es wohl sein muss."
von S.
Lieber S.... ich kann Deine Entscheidung verstehen und ich trage sie selbstverständlich mit. Ich verstehe Deine Beweggründe und stelle Deine Gefühle nicht in Frage. Ich hoffe, dass unser Kontaktabbruch dazu führt, dass es Dir in absehbarer Zeit besser geht und Dein Leben mit allem was dazu gehört wieder bergauf geht. Ich wünsche es mir von Herzen. Alles Gute für Dich S.

Tja, und jetzt stehe ich da, habe totalen Frust, verstehe nicht wirklich warum wir nicht zusammen sind, weil wir uns ja eigentlich lieben, aber nicht zusammen sein können.
Vielleicht male ich mir aber auch ein Szenario zurecht, was einfach nicht so ist. Schließlich hat sie sich gegen mich entschieden und das wird sie auch nicht mehr ändern. Mir geht es zwar nicht gut, aber schon nicht mehr so besch....en wie vor sechs Wochen.
Ich denke mal, dass ich nicht versuchen sollte, da in irgendeiner Art und Weise noch Einfluss auf Ihre Entscheidung zu nehmen, sondern einfach (leicht gesagt, ich denke ständig an sie) die Zeit arbeiten lasse. Oder?

Schreibt mir mal bitte eure Meinung dazu, falls es überhaupt jemand geschafft hat bis hier zu lesen )

13.07.2016 15:34 • x 1 #1


Sarina80


Diese Frau wird nicht dein Ausweg sein und dich nach der Trennung auch nicht gut betten. Es tut mir leid, dass ich dir das sagen muss. Sie ist nicht bereit ihre Komfortzone Ehe mit allen Vorzügen aufzugeben. Defizite hat sie mit einer "leichten" Affäre mit dir kompensiert. Dass du jetzt verbindlicher wirst, macht ihr Angst, denn das möchte sie gar nicht. Sie möchte ihre Ehe plus ein wenig Schmetterlinge nebenbei. Der Schmetterling soll aber bitte im besten Fall gebunden sein, dass er nicht zum Rosenkavalier mutiert, der vor ihr auf die Knie fällt.
Du fühlst dich von deiner Frau nicht gehalten, geliebt und getragen. Abgesehen vom fehlenden S. mit ihr, sieht man das auch an deiner Wahrnehmung wie sie mit deiner beruflichen Krise umgegangen ist, beziehungsweise mit deinen artikulierten Bedürfnissen.
Deine Affäre wird dich auch nicht tragen.
Und jetzt kommt der ganz harte Weg. Du musst bildlich "springen" ohne Netz und doppelten Boden. Du musst nun zwei Trennungen emotional vollziehen. Von deiner Frau und deiner Affäre. So kannst du nicht zurück, zu keinem von beiden, ohne vor dir selbst dein Gesicht zu verlieren.

13.07.2016 16:06 • x 5 #2



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Hallo Sarina,
danke für Deine Antwort. Dass meine Affäre so berechnend ist, glaube ich nicht. Ich denke, dass sie es von Anfang an eigentlich nicht wollte, aber ihr es so gut gefallen hat und das einfach mal laufen gelassen hat. Sie hat mir immer gesagt, dass Sie ihre Familie nicht verlässt, also ganz legitim. Das war nur meine Hoffnung, aber ganz im Ernst, wer wäre denn so neben der Spur, aus der wie Du sagst Komfortzone Ehe rauszuspringen, wenn ihn eine Partnerschaft mit einem zur Zeit Arbeitslosen Mann, der sich in Trennung befindet, erwartet. So realistisch bin ich aber schon:-)
Das mit meiner Frau ist wohl so, aber das belastet mich nicht, nur das mit den Kindern.

13.07.2016 17:16 • x 1 #3


Sarina80


Das hat nichts mit Berechnung zu tun.Das unterstelle ich deiner Affäre nicht. Viele Prozesse laufen unterbewusst ab. Fakt ist, dass sie ihre Ehe nicht beenden möchte. Fakt ist somit auch, dass sie dir als Partnerin nicht zur Verfügung steht.
Natürlich ist die Situation für sie schwierig und äußert sich gesundheitlich. Aber im Fazit hat sie sich entschieden: gegen dich.
Ich befürchte nur, dass sie dich bei der Stange halten wird, was Erfolg haben wird.
Steige komplett aus. Alles oder nichts. Wenn ich Unrecht habe, trennt sie sich und kommt zu dir. Solange du bei Fuß stehst, muss sie gar nichts ändern.

13.07.2016 17:27 • x 2 #4


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Genau das ist ja auch mein Anliegen an das Forum, meine jetzige Entscheidung, den Kontakt abzubrechen, habe ich ja schon getroffen, auch wenn es erst zwei Tage her ist. Ich fühle mich schlecht dabei, ich vermisse sie nach wie vor und würde, wenn Sie mir eine Whatapp schicken würde, was sie zwar nicht tun wird, in der steht, ich vermisse Dich, sofort wieder auf der Matte stehen, das stimmt leider
Wenn das nicht so wäre, bräuchte ich keinen Beistand sondern wäre drüber hinweg!

13.07.2016 17:50 • x 2 #5


Sarina80


Ich leiste dir Beistand und bin da. Ich verstehe, dass du leidest.
Aber trotzdem ermuntere ich dich genau hinzusehen.

13.07.2016 17:58 • x 1 #6


Eisbrecherin

Eisbrecherin


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Es gibt viele Frauen die fremdgehen und sich dann so verlieben, dass sie auf alles verzichten – ein tolles Haus, sorgenloses Leben und manche sogar auf ihre Kinder

Es ist im Grunde egal ob deine Affäre nicht verliebt genug ist, berechnend ist oder wegen Kindern so handelt- Fakt ist : sie möchte für dich NICHTS aufgeben

Ich kann verstehen, dass du hier nichts Negatives lesen möchtest und es dir gut tun würde wenn man dir hier etwas Hoffnung geben könnte, aber ich bin auch der Meinung, dass es besser ist ein Schlussstrich zu ziehen.

13.07.2016 18:24 • x 4 #7


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Ob negativ oder nicht, darum geht es mir nicht, ich möchte was realistisches hören und das ist es ja wohl.
Und im Zweifel schreibe ich ihr noch, weil ich sie glaube zu lieben, den Bonus"wegen der Kinder" zu.
Ich denke aber, dass die Frauen, die wegen der Liebe auf alles verzichten, entweder schon sehr leiden in der bestehenden Beziehung oder mehr emotional- statt kopfgesteuert sind, da gibt es mit Sicherheit große Unterschiede.
Aber ich denke auch, dass sie einen Grund hat bei der Familie zu bleiben, die sie nach eigenen Aussagen ja auch nicht beabsichtigt zu verlassen. Ergo, nicht mehr melden! Vom Kopf her klar, vom Herzen nicht:)

13.07.2016 18:38 • x 1 #8


FiestaPBS


Ich habe zu fast 100% den selben Mist an der Backe
Wir müssen loslassen ,leider obwohl wir uns sehr lieben

m/48j

13.07.2016 18:44 • x 1 #9


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Den Frauen fällt das scheinbar leichter, oder täusche ich mich da. Oder ist das das gleiche wie mit dem Männerschnupfen?

13.07.2016 18:52 • x 1 #10


jousila


Hatte den gleichen Gang, beide verheiratet und Kinder. Sie verließ sogar ihre Ehe und ich blieb in meiner Ehe. Mir wurde mit der Zeit klar, dass es nur das heimliche war. Mir wurde klar, AF wollte mich plötzlich ganz. Ich zog mich zurück und sie kan immer und immer wieder. Kann man mit 50 nocheinmal von vorne beginnen.
Nee ich liebe meine Frau und das Umfekd. Wir haben uns soviel aufgebaut. Einzigstes Problem was nach dem Schlussstrich mit der AF kam, meine Frau fängt das spinnen an. Jetzt kämpfe ich und bereue meine Taten.
Schwer zur Zeit. Sie verzeiht es mir nicht. Sie leidet und ich mit.
Die Kacke is am Dampfen.

13.07.2016 19:04 • #11


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Das hört sich auch nicht viel besser an, nur andere Vorzeichen und eine (zu)späte Einsicht Deinerseits.
Und ob man mit 50 nochmal von vorne anfangen kann, natürlich, ich hätte auch in meiner jetzigen Ehe bleiben (jetzt allerdings nicht mehr, weil ich meiner Frau schon gesagt habe, dass ich mich trennen werde) können und die Jahre abreißen, ohne Freude, ohne Liebe, Zärtlichkeit, Vertrautheit, Interesse des Partners, aber das will ich nicht.

13.07.2016 19:14 • #12


Gracia


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Tja

Dann sind wir Leidensgeschwister .

Meine Situation ist die gleiche .

Der Kontakt zu meinem EX AM besteht nicht mehr , aber schon etwas länger als bei dir .

Allerdings hab ich meinem EM noch nicht gesagt ,daß ich mich trennen möchte . Ich bin --- noch immer , trotz der langen Zeit ---- in Schockstarre und habe Mühe , mich aufs Wesentliche zu konzentrieren . Eine Trennung in die Wege zu leiten würde ich gar nicht schaffen .

Da bist du also schon viel weiter . Gratulation dazu .

Wie lange dein Leiden bzgl deiner Affäre dauern wird , da wage ich keine Prognose . Ich leide exakt ein Jahr , und wir hatten bis zum Jahreswechsel noch Telefon kontakt , danach noch seltenes schreiben bis kurz vor Ostern . Seitdem kein Kontakt mehr . Ich kann aber nicht behaupten ,daß es mir dadurch besser geht , aber das ist sicher bei jedem anders .....


Die Zeit heilt alle Wunden ? Ich hab diese Zeit noch nicht gefunden .

LG

13.07.2016 20:17 • #13


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@garcia
Habt ihr Kinder? Weil das ja eigentlich das Problem ist, zumindest bei mir. Ich würde sonst schon länger getrennt sein. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man solch eine Beziehung nicht wegen des Alters der Kinder aufrechterhalten sollte. Was glaubst Du, was die Kinder dazu sagen würden, wenn man sich direkt nach dem Auszug der Kinder trennen würde und sie in den Jahren davor die lieblose Atmosphäre wohl sehr bewußt wahrgenommen haben, für sowas hat meine große Tochter (11 Jahre) auch schon eine Antenne und hat mir immer wieder gesagt ich solle mich nicht mit Mama streiten sonst trennt ihr euch irgendwann, das ist schon krass, das vom eigenen Kind zu hören.

13.07.2016 20:27 • #14


Gracia


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Wir haben 3 Kinder . Der jüngste ist 14 .

Ja das ist krass.

Was die Kinder dazu sagen würden weiss ich nicht . Ich hatte mir damals vorgestellt ,daß ich die Situation zu Hause schon irgendwie aushalten kann . Die Affäre, aus der mehr wurde, kam erst später .

13.07.2016 21:02 • #15



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