Vienne,
ich möchte dir gerne meine Rückmeldung zu einer Scheidungsfolgevereinbarung geben.
Eine Scheidungsfolgevereinbarung hat nichts, aber auch gar nichts mit "Vorsicht" zu tun.
Diese dient nämlich dazu SÄMTLICHE Vermögensfragen (Immobilien, Bargeld, Aktion, usw.) eindeutig zu klären und das Vermögen aufzuteilen. Dazu ist es eben erforderlich eine 100%ige Übersicht darüber zu haben. Bis jetzt gehe ich mal davon aus, dass du die bis jetzt leider nicht vollständig hast.
Auch Versorgungsfragen werden bzw. können in einer solchen geklärt werden, sei es ob du auf Versorgung verzichten möchtest, oder sei es das dein Mann dich über den gesetzlichen Regelungen hinaus besser stellen möchte.
Das betrifft dann ebenso auch entsprechende Fragen bezüglich Unterhaltszahlungen (Höhe und Dauer), Hausrat, als wie auch schon angesprochen eventuell das Umgangsrecht mit dem Nachwuchs.
Wenn dir persönlich noch etwas wichtig ist, dann lässt sich auch das darin regeln.
Weshalb schreibe ich das?
Zitat von Vienne: Ich muss allerdings vorsichtig da rangehen, denn ich möchte meinen Mann da einerseits nicht verschrecken und die neue Gesprächsbasis stören und ihm das Gefühl vermitteln, dass ich von einer Trennung in jedem Fall ausginge, andererseits halte ich eine Trennungsfolgevereinbarung für sinnvoll und notwendig, da ich eigentlich schon eher von einer Trennung ausgehe.
Wenn du JETZT eine solche Vereinbarung haben möchtest, hat das wie ich schon geschrieben habe nichts mit Vorsicht zu tun.
Dein Mann müsste schon recht dumm sein, um nicht zu verstehen wohin die Reise eindeutig geht. Das ist für mich klar!
Ob sich deshalb die Großwetterlage bei euch in Richtung Sturm dreht, kann ich nicht beurteilen, aber sei darauf vorbereitet, dass dein Mann nicht mitspielt. Eine solche Vereinbarung ist vollkommen freiwillig, aber ich kann sehr gut verstehen, dass du eine solche als gut, sinnvoll und notwendig ansiehst. Er muss sie aber nicht unterschreiben. Auch er kann sich einen Anwalt nehmen, der ihn berät bestimmte Dinge so nicht zu regeln usw.
Ich würde mir den Zeitpunkt das mit deinem Mann zu besprechen sehr gut überlegen. Was gewinnst/verlierst du es sofort zu machen und wie sieht es aus, wenn du euer Wochenende abwartest?
Du wirst es am besten wissen, aber ich würde einen Zeitpunkt wählen, an dem ihr ein gemeinsames Verständnis davon habt wie es bei euch weitergeht. Alles andere führt bei dem anderen ansonsten immer für Verunsicherung, verbunden mit der Frage "Warum will sie das denn jetzt?", oder "Was, sie war schon beim Anwalt" , oder.......
Ich glaube nicht das das dein Ziel ist.
Ich gebe aber allen recht die schreiben, dass wenn du eine solche Vereinbarung hast, du der kommenden Scheidung gelassen entgegen sehen kannst. Ich denke das ist unbestritten. War bei mir ebenso.
So, ich mach jetzt mal bubu.
Der Rheinländer