Sieh an, dieser Thread kommt wie gerufen
Brauche ein Gegengewicht zu den "schönen Momenten", die er mir am Sonntag in Briefform lang und breit aufgezählt hat und die sich leider wieder in mein Herz gegraben haben (vielen Dank auch, du Ego)
Also, ich leg mal los:
1. Er hat keinen Finger im Haushalt gerührt. Absolut NIX (ok, gut, er hat die Decken auf der Couch gefaltet, immer fair bleiben

). Wenn ich nach einem 8-Stunden-Tag von der Arbeit kam und dann auch noch Abendessen einkaufen war, hatte er es meistens nicht mal geschafft, die f***ing Spülmaschine auszuräumen. Blieb also auch an mir hängen. Wenn ich deswegen mal was gesagt habe, hieß es: "Du stresst mich immer so in meiner Freizeit!" Ja klar, aber
meine Freizeit hab ich ja liebend gern mit Hausarbeit verbracht
2. Ich war so oft sein Mülleimer. Immer wenn er genervt von der Arbeit war, durfte ich mir anhören, wie Schei**e alle Menschen sind und dass er eh der Einzige ist, der weiß, was wirkliche Arbeit bedeutet. Wenn ich ihm helfen wollte, war er absolut beratungsresistent. Aber seine Schimpftiraden durfte ich mir trotzdem reinziehen.
3. Die Gespräche die wir hatten waren oft so unglaublich langweilig. Er konnte ewig darüber reden, welche virtuellen Dinge er sich für seine virtuelle Welt gekauft hat, oder welches Level er gerade erreicht hat. Null tiefgründig. Zum weglaufen.
4. Er hat wirklich jedes Problem lieber unter den Teppich gekehrt, als es zu lösen. War ihm alles immer zu anstrengend. Wenn sich dann einiges angestaut hatte, wurde er ganz ätzend zu mir und meinte nur "an einer Beziehung muss man nicht arbeiten, entweder es funktioniert oder es funktioniert eben nicht". Wie oft habe ich diesen blöden Satz gehört
5. Er hat mir für fast alles die Verantwortung gegeben. Sogar während der Trennung. Obwohl er Schluss gemacht hat, musste
ich den Cut machen. Nicht nur einmal.
6. Anstatt mit mir zu reden, hat er sich anderswo "Leichtigkeit" und Egopolitur gesucht, mich zwei Monate lang angelogen und sich hinter meinem Rücken mit einer anderen getroffen. Während ich nichts ahnend zu Hause im Bett lag und ihm grenzenlos vertraute, hat er mit einer anderen rumgemacht. Als er es mir "gebeichtet" hat, meinte er, er habe auf den richtigen Zeitpunkt gewartet. Der "richtige" Zeitpunkt war mein erster Urlaubstag, "weil ich ja so die Möglichkeit hätte von ihm weg zu gehen und woanders zu schlafen, wenn ich ihn grad nicht sehen will".
