@Nachtlicht
Vielen Dank für deine Sichtweise.
Tja, die Möglichkeit, dass es so ist, muss ich natürlich in Betracht ziehen. Ich kann mir nur halt nicht vorstellen, dass er es nicht offen und klipp und klar sagen würde, wenn er keine Chance für uns sehen würde.
Ich habe ihn als ehrlich und konsequent kennen gelernt, es passt irgendwie nicht zu ihm, so ein Abschied auf Raten. Ich glaube, er würde mir freundlich, aber bestimmt sagen, dass ich mir keine Hoffnung machen soll. Aber ja, ich kann mich auch täuschen. Ich kann ihn ja nur danach beurteilen, wie unser Kennenlernen bisher verlaufen ist und was ich aus Erzählungen von seiner Ex weiß.
Naja, was solls..ich weiß es doch auch nicht. Irgendwie muss ich jetzt damit klar kommen, dass es so ist, wie es ist.
Dass mich die Sache so mitnimmt, liegt vielleicht weniger daran, dass ich unsterblich in ihn verliebt wäre und ohne ihn nicht leben könnte. Von Liebe will ich hier auch gar nicht reden, davon bin ich auch nie ausgegangen, dafür ist es viel zu früh. Mich quält, dass ich die "Beziehung" unnötigerweise verbockt habe und gar nicht die Chance hatte, heraus zu finden, ob das mit uns was Festes geworden wäre. Es lief doch prima zwischen uns, er hat mir immer wieder gesagt und auch gezeigt, was er für mich empfindet. Er war die treibende Kraft, es miteinander zu probieren, hat wirklich viel versucht, um mein Vertrauen zu gewinnen. Aber entweder war es zu viel, so dass ich mich überfordert gefühlt habe, und zum Schluss "zu wenig", so dass ich Angst bekommen habe, ihn zu verlieren. Leider muss ich zugeben, dass er die letzten Wochen ziemlich viel schlucken musste, was mein Verhalten betrifft. Es war ja keine einmalige Aktion von mir; ich habe ihm schon arg zugesetzt. Mich quält, dass es ganz allein meine Schuld ist und dass ich an dem Tag, als er die Beziehung beendet hat, noch einen drauf gesetzt habe anstatt jetzt Ruhe zu geben. Insgeheim wusste ich, was ich damit anrichten würde und habe es trotzdem getan. Ich habe mich nicht unter Kontrolle und das setzt mir zu. Dass ich immer wieder Mist baue. Dass ich weiß, was ich anrichte und wie es ausgeht und ich es trotzdem mache.
Im Übrigen hat er sich nicht wortlos aus dem Staub gemacht. Wir hatten ja noch weiterhin Kontakt, der auch von ihm ausging. Mittags hatte er mich ja auch noch angeschrieben, nur von dem Treffen hat er kein Wort gesagt. Ich werde da aber auch nicht weiter nachhaken, warum.
Zitat von Senta55:
Stop, Stop Stop mal bitte.
Du bezeichnest dich als, "nicht normal?
Und da soll er von dir begeistert sein,? Soll auf dich bauen wollen, sich mit dir verbinden wollen?
Mit seinen Vorerfahrungen?
Das kannst du natürlich knicken.
Er will eine reife, starke Frau die an sich selbst glaubt, und nicht emotional in ihren "Kinderschuhen" stecken blieb.
Die daran glaubt, was man ihr früher mal eingetrichtert hat. Und er soll sie trösten.
Du musst reifen meine Liebe.
Und er vielleicht auch.
Danke für deine Antwort, Senta.
Ja, ich fühle mich eben auch nicht "normal"
Ich will ja auch nicht so sein, wie ich bin. Und ich schaffe es trotz Therapie auch nicht, mich zu ändern. Vielleicht gebe ich mir einfach nicht genug Mühe. Ich weiß es nicht.
Es stimmt schon, dass ich wohl erwartet habe, dass er als Therapeut fungiert. Mir ist auch klar, dass das nicht wirklich funktionieren kann. Ich muss das Problem selber lösen - der Partner kann unterstützen, aber nicht die Heilung übernehmen. Das muss von mir selbst kommen..
Und das mit dem 6. Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Nicht er ist danach auf Abstand gegangen, sondern ich. Weil ich gemerkt habe, dass ich es jetzt nicht mehr entspannt laufen lassen kann. Ich war ab da total verkrampft.
Ich werde versuchen, einfach etwas Ruhe einkehren zu lassen und mich um mich selbst zu kümmern, unabhängig davon, ob das mit uns noch mal was wird oder nicht. Das muss mir egal werden. Es darf nicht ständig in meinen Hinterkopf sein.