Zitat von nalea:@c.
Eine fundierte akademische Ausbildung ist nicht einfach wegzuwischen, nur weil man an einem Besuchstag der Uni als Besucherin einen schlechten Eindruck erhalten hat. - Ich würde mich jetzt auch fragen, ob du völlig unvoreingenommen dort erschienen bist?
Selbstverständlich nicht. Und in vielen Dingen ist ein gutes Studium oder Ausbildung definitiv von Vorteil bzw. notwendig.
Aber ich würde hier Unterschiede in der Größe ganzer Galaxien zwischen studierten Ärzten, Piloten, ausgebildeten Polizisten, Feuerwehrmännern, Klemptnern, Elektrikern, Lehrern etc und Juristen sehen.
Je höher das Studium gehangen wird um so höher sind meine Ansprüche und Erwartungen. Und ich habe von diesem Rechtssystem und seiner Mitarbeiter die Erwartung, dass sie ihren Job einwandfrei, nach Recht und Gesetz, sorgfältig und ehrlich ausüben.
Diese Erwartung wurde nicht nur nicht erfüllt, sondern ich habe gesehen was da abgeht - und hier nicht nur im Scheidungsverfahren, wo ich persönlich involviert war, auch in anderen Verfahren, die nichts mit Familienrecht zu tun haben.
Und wenn das unsere dritte Gewalt sein soll, die unser System, unsere Demokratie und unsere Freiheit schützen soll, dann gute Nacht.
So schwer sind unsere Gesetze und auch die Verfassung nicht, warum wird es nicht konsequent zur Anwendung gebracht?
Und hier nehme ich keine Instanz aus.
Ich kann mich noch an den Artikel erinnern, wo der EUGH Microsoft auf mehrere hundert Millionen Euro Schadenersatz verknackt hat, weil sie angeblich verhindert haben, dass sich die Bürger alternative Webbrowser als den Internet Explorer installieren.
Nichts dagegen sich Geld von Konzernen zu holen, aber das? Das war lächerlich. Ich bin ITler und arbeite mit diesen Systemen und im gleichen Jahr des Urteils hat der Firefox einen Marktanteil von mehr als 35 % gehabt.
Ich habe es auch mit Lizenzrecht zu tun, wo es auch sehr oft heißt, dass Konzerne keine Gerichtsverfahren wollen, weil dort eben nicht immer nach Gesetzeslage entschieden wird.
Mein Besuch an der Uni an sich war unvoreingenommen, weil es mir nicht darum ging studieren zu wollen. Ich habe zwar Abi, aber nie das Bedürfnis gehabt weiterhin Theorie zu lernen. Und in der IT braucht man kein Studium, das Wissen eignet man sich unterwegs an. Niemand lernt IT, das kann man nicht lernen wie das Bäckerhandwerk oder Elektriker.
Und was ich an der Uni sah, hat mir gezeigt, dass es richtig war. Das sind alles keine Übermenschen und Deutschland setzt sehr auf Masse statt Klasse. Ich habe mich immer gefragt warum das Bundesland Bayern Probleme mit dem Anerkennen des 12 jährigen Abis hatte und auch Abchlüsse anderer Bundesländer nicht akzeptiert hat.
Dann kam ich nach Hamburg und habe gelernt, wie man hier sein Abi machen kann und dann habe ich es verstanden, warum sich manche Bundesländer schwer damit tun, die Bildungsabschlüsse Ihrer Nachbarn zu akzeptieren.
Es kommt eben immer mehr auf den Menschen als Individuum an und immer weniger auf die Titel, die er so bei sich führt und wenn mir dann einer voller Stolz erzählt er hätte studiert...dann fällt mir immer der eine Werbespruch ein "Ach sie haben studiert? Na dann muss ich es Ihnen nochmal erklären."
Natürlich trifft das nicht auf alle zu, vermutlich eher auf wenige aber unter den Juristen auf erstaunlich viele. Aber wie gesagt, es kann auch sein, dass es weniger Inkompetenz als Ignoranz ist.
Hätte der geg. Anwalt weiter gemacht und ich glaube er hat gesehen, worauf es hinausläuft, hätte ich seine Zulassung gefordert und er hätte eine Strafanzeige wegen Beihilfe zum Betrug bekommen.
Ist halt dumm, wenn man Sachen behauptet, die das Gegenüber mit empirischen Beweisen widerlegen kann.
Ich glaube er hat aber gesehen wohin es ging und nur darum hat er sich auf mein Angebot, es zu beenden, eingelassen, denn für meine Ex-Frau hat er nicht wirklich viel rausgeholt. Da wäre das doppelte bis dreifache drin gewesen.
Mir ist klar, dass gerade die Frauen, wenn ich fordere, dass Entfremderinnen das Sorgerecht verlieren sollten, da auf die Palme gehen. Wobei ich mich dann immer frage, ob sich diese Foristen da angesprochen fühlen. Ich rede ja nur von kriminellen Männern und Frauen, die versuchen Kinder als Waffensystem zu missbrauchen nicht von Frauen oder Männern in Gänze.
Ich würde auch jeden AG wegen Verstoß gegen das GG aburteilen, wenn er Frauen schlechter bezahlt, bloß weil sie Frauen sind. Aber gegen das hätten die Protagonisten hier vermutlich nichts einzuwenden.
Ich mag eben keine Heuchlerei. Entweder wir leben in einem Rechtsstaat, dann halten wir uns bitte alle an alle Gesetze und nicht nur an die, die wir gerade gut finden oder wir leben in Anarchie. Das Herauspicken von Rechten unter Missachtung der Pflichten beim Wissen, das es eh keine Konsequenzen gibt verachte ich.
Ich habe auch Mist gebaut im Leben, wer macht das nicht. Aber ich habe die Konsequenzen auch immer akzeptiert und nicht versucht andere vorzuschieben oder mit Lug und Betrug voran zu kommen.