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Schwankende Gefühle meinerseits

S
Zitat von Arnika:
Sei etwas geduldig mit dir selbst, bis das Gift von toxischen Beziehungen wieder raus aus deinem System ist.


Du hast meinen Thread ja gelesen und dort geantwortet. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken sie ist meine Ex.

Das Problem in toxischen Beziehungen ist, das z.T. tiefe Blockaden aufgebaut werden. Blockaden die oftmals zum Selbstschutz dienen. Gefühle werden unterdrückt, auch wenn sie da sind. Der Bauch sagt ja, der Kopf sagt nein.

#61


M
Zitat von Schranzi386:
Du hast meinen Thread ja gelesen und dort geantwortet. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken sie ist meine Ex. Das Problem in toxischen Beziehungen ist, das z.T. tiefe Blockaden aufgebaut werden. Blockaden die oftmals zum Selbstschutz dienen. Gefühle werden unterdrückt, auch wenn sie da sind. Der Bauch ...

Jein.

In toxischen Beziehungen ob als Kind oder Erwachsener durchläuft man ein "Training" der Gefühlsabspaltung, der Abspaltung der eigenen Grenzen und ein Training des "Übersehens" von Dingen/Warnzeichen die relevant wären bezüglich der eigenen Sicherheit und Integrität.

Anders als einige andere hier würde ich der TE daher dringend raten, ihre Gefühlslage bezüglich des Mannes (und diese ist schwanked!) wahr und ernst zu nehmen! Und damit will ich absolut nicht sagen dass er toxisch ist.
Aber ich möchte sagen, dass sie sich ernst nehmen soll.

Meiner Erfahrung nach dienen die Erklärungen/Label "Bindungsangst" oder "Verlustangst" auch häufig dem Gegenpart dazu, sich selbst einzureden dass viel LIebe da sei, aber nur "blockiert" sei.
Ich glaube nicht dran. Echte Liebe ist nicht blockiert. Also nicht die Liebe selbst.

Wenn jemand aber IN SICH blockiert und abgespalten ist durch Erfahrungen verliert er den Kontakt zu seiner Inneren Stimme, dem klaren inneren Willen und dem inneren Instinkt.
Und weiss vielleicht nicht was er will. Nimmt sich selbst nicht ernst. Nimmt irgendwen oder irgendwas um nicht alleine zu sein etc pp.

Was mich angeht hab ich mich bereits im bindungssicheren und im bindungsängstlichen Pol befunden.
Es hing von meinem Gegenüber ab. Was ich rückblickend als "Bindungsangst" gedeutet hab, war meist einfach ein Partner, der mir entweder nicht gut getan hat oder nicht wirklich was zu geben hatte.

Von aussen lässt sich das kaum trennen. Also fehlende Passung und "Bindungsangst".
Und ich erlebe dass gerade Menschen die zurückgewiesen werden oft dem Gegenüber ungefragt Bindungsangst unterstellen, wo vielleicht einfach Gefühle und Wohlgefühl und Passung gefehlt hat. Diese Deutung verleiht einem halt die Illusion der Macht, weil Bindungsangst vielleicht geheilt werden könnte und die "Störung" beim anderen verortet, während die Erkenntnis, dass man dem anderen vielleicht einfach nicht besonders wichtig oder wertvoll war, deutlich schmerzhafter wäre.

Am Ende kann die TE das nur im Prozess selbst herausfinden.
Und versuchen, ALLE die Stimmen in ihrem inneren ernst zu nehmen und hinzuhorchen was sie ihr sagen wollen.

Auch ein traumatisiertes System lehnt in der Regel nicht jemandem ab, der dem System gut tut.
Ist meine Erfahrung.

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PapaEmeritus
Zitat von merretich:
Meiner Erfahrung nach dienen die Erklärungen/Label "Bindungsangst" oder "Verlustangst" auch häufig dem Gegenpart dazu, sich selbst einzureden dass viel LIebe da sei, aber nur "blockiert" sei.
Ich glaube nicht dran. Echte Liebe ist nicht blockiert. Also nicht die Liebe selbst.


Das sehe ich ähnlich. Für mich sind das oft Stellvertretererklärungen. Viele sind einfach nicht interessiert, andere einfach Alöcher.

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