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Schwankungen und Distanzierung des Partners normal?

blumenfrau


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Ich hatte auch eine Beziehung zu so einem Mann. In den ersten Monaten war er noch zugewandt und wollte täglich Kontakt. Später wirkte er immer stimmungsschwankender.
Seine vorherigen Beziehungen waren on/off oder Fernbeziehungen.
Ich passte mich seinen Autonomiebedürfnissen mit der Zeit an, aber diese waren schon sehr ausgeprägt. Er war aber eh jemand, der am liebsten für sich war und auch sonst kaum Leute traf. Und wenn, dann beruhte es nicht auf seine Initiative.

Tägliches Schreiben finde ich selbst nervig, aber er hat - außer in der Anfangszeit - so gut wie gar nicht geschrieben. Und wenn, dann nichts persönliches. Nur kurze Infos wie: ich hab das Auto dort geparkt (er lieh sich öfter meinen Wagen).

Zufriedener wirkte er, als sich unsere Treffen irgendwann auf einmal alle 14 Tage einpendelten (er wohnt in der selben Straße wie ich) und wir keine emotionalen Themen mehr besprachen. Erst da reagierte er nicht mehr genervt, schlecht gelaunt, verbal aggressiv auf mich. Er meckerte zwar noch über Gott und die Welt, wenn er einen schlechten Tag hatte, aber ich war nicht mehr der Fußabtreter.

Solche Männer sind vielleicht ganz abwechslungsreich (da nicht beständig in ihren Launen) und für etwas Lockeres gut, aber nichts für eine stabile, gesunde Beziehung. Und auf gar keinen Fall mit so jemanden zusammenziehen!

In einer funktionierenden, erwachsenen Beziehung erwarte ich von meinem Partner, dass er nicht launisch ist und seine Impulse und Emotionen regulieren kann.

10.04.2020 16:14 • x 4 #91


Plentysweet

Plentysweet


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Zitat von blumenfrau:
In einer funktionierenden, erwachsenen Beziehung erwarte ich von meinem Partner, dass er nicht launisch ist und seine Impulse und Emotionen regulieren kann.

Träum weiter. Solche Typen sind so rar und wenn es sie gibt, sind sie vergeben.

10.04.2020 16:23 • #92



Schwankungen und Distanzierung des Partners normal?

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blumenfrau


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Zitat von Plentysweet:
Träum weiter. Solche Typen sind so rar und wenn es sie gibt, sind sie vergeben.


Dann hatte ich bisher Glück. Bis auf diesen Partner waren meine Männer alle nicht launisch, sondern ausgeglichen. Dass jemand mal zurückgezogener und ruhiger wirkt, finde ich ok. Aber Stimmungsschwankungen wie es die TE beschreibt, finde ich dauerhaft nicht akzeptabel.

10.04.2020 16:47 • #93


Shakur

Shakur


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Liebe TE

Auch ich habe nicht seit Tag 1. mit meinem Mann zusammengewohnt. Auch wir mussten uns zuerst kennenlernen, hatten mal Zeiten, in denen wir uns regelmässig sahen, dann wieder Zeiten, in denen wir uns weniger sahen und hörten. Eine ganz normale Beziehung eben .

Dein Partner mag es vielleicht nicht, dass du gleich verunsichert bist, wenn er sich mal nicht meldet. Und glaube mir, sowas spürt er, auch wenn ihr eine Fernbeziehung habt. Und glaube mir auch, dass seine Liebe und die Verbundenheit so schwinden. Seine Antworten sind vielleicht manchmal genau deshalb so kurz, neutral und lieblos. Vielleicht hat er keine Zeit und/oder keine Lust zu schreiben, weiss aber, dass er schreiben muss, sonst trifft dich das. Und es steht jedem zu, mal keine Lust zu haben. Wir sind nun mal Menschen und nicht immer gleich gut drauf. Abgesehen davon soll man keine Beziehung auf Verpflichtungen aufbauen. Du willst bestimmt, dass er sich meldet, weil er will und nicht, weil er muss. Das hast du nicht nötig

Ich meine damit nicht, dass du das Problem in der Beziehung bist, finde es aber auch nicht richtig, ihn als einen toxischen Partner abzustempeln, dafür haben wir zu wenig Infos.

Sprich ihn doch darauf an. Frage ihn, warum er manchmal so und manchmal so ist. Woran es liegt. Und dann, lass ihn mal ankommen. Melde dich mal nicht, sei mal nicht verfügbar. Egal was du tust, tu es in deinem Sinne, für dich selbst.

Und sollte es dich weiterhin so sehr beschäftigen, dann passt es einfach nicht. Dann ist die Beziehung ungesund für dich, an ihm liegen muss es aber nicht. Dann musst du für dich deine Konsequenzen ziehen.

10.04.2020 17:13 • x 2 #94


Kaylee34


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Zitat von Shakur:
Liebe TE Auch ich habe nicht seit Tag 1. mit meinem Mann zusammengewohnt. Auch wir mussten uns zuerst kennenlernen, hatten mal Zeiten, in denen wir uns regelmässig sahen, dann wieder Zeiten, in denen wir uns weniger sahen und hörten.


Wenn jemand komplett seine Ruhe will, finde ich das verständlich.

Aber (mal rein hypothetisch) käme es dir nicht komisch vor, wenn dein Mann keine Lust auf Kontakt mit dir gehabt hätte, mit anderen Freunden aber schon?

Dann geht es nämlich nicht um Ruhe generell, sondern um Ruhe vor einem bestimmten Menschen.

10.04.2020 17:21 • #95


Shakur

Shakur


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Zitat von Kaylee34:
Aber (mal rein hypothetisch) käme es dir nicht komisch vor, wenn dein Mann keine Lust auf Kontakt mit dir gehabt hätte, mit anderen Freunden aber schon?


Das gibt es bis heute. Ich denke nur nicht, dass er keine Lust auf mich hat, sondern, dass er gerade mehr Lust auf seine Freunde hat. Und das steht ihm zu. Mir übrigens auch.

10.04.2020 17:29 • x 1 #96


Plentysweet

Plentysweet


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Zitat von Shakur:
Und es steht jedem zu, mal keine Lust zu haben.

Zitat von Shakur:
Abgesehen davon soll man keine Beziehung auf Verpflichtungen aufbauen.

Zitat von Shakur:
Ich meine damit nicht, dass du das Problem in der Beziehung bist, finde es aber auch nicht richtig, ihn als einen toxischen Partner abzustempeln

Zitat von Shakur:
Melde dich mal nicht, sei mal nicht verfügbar.

Zitat von Shakur:
Egal was du tust, tu es in deinem Sinne, für dich selbst.

Zitat von Shakur:
Und sollte es dich weiterhin so sehr beschäftigen, dann passt es einfach nicht. Dann ist die Beziehung ungesund für dich, an ihm liegen muss es aber nicht

Du sprichst mir mit Deinen ganzen Posts so aus der Seele . Und genau so ist es. Manchmal passt es einfach nicht und es ist noch nicht einmal einer schuld daran.

@Kaylee34
kennst Du die Hemschemeier Videos über Kompatibilität und seine Ansicht über die minus- und plus Pole? Das kann sehr lohnend sein anzuschauen .

10.04.2020 18:24 • x 1 #97


Perzet


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Zitat von Kaylee34:
. Wenn ich wüsste, dass er immer so ist - dass er also auch bei anderen Frauen, die er liebte oder die er toll findet

- mal nicht antwortet
- mal gereizt und genervt ist
- mal distanzierter und unpersönlicher ist

.... dann würde ich bei solchem Verhalten nicht denken, dass er nur bei mir so ist, weil er mich nicht so richtig liebt. Ich würde es dann wie gesagt weniger persönlich auf mich bezogen sehen, weniger an seinen Gefühlen für mch zweifeln.


Liebe Kaylee,
ich denke, diese, deine Antwort schreit regelrecht nach Hilfe - Hilfe für dich, deine grundlegende Unsicherheit in Bezug auf dich, auf deinen Wert, auf dein "Recht auf geliebt sein".

Du bist bereit, dich selber aufzugeben, willst alles ertragen, alles erdulden, alles mit dir machen lassen, also alles richtig machen, damit du "liebe"ns"wert" bist?

In Konsequenz weiter gedacht bedeutet deine obige Antwort, daß du zeitlebens unsicher bleiben wirst. Denn jegliche Veränderung seinerseits - in seinem Antwortverhalten, in seiner Zeit für dich, in seinem Verhalten, Arbeit, Krankheit, etc - alles, alles kommt unter die Lupe, ob es an dir lag daß er sich gerade so oder so verhält.

Das kann es doch nicht sein!

Trenne sein Verhalten total von deinem Wert, von deinen Gefühlen bzgl des Lebens und dir.
Du bist wertvoll und wichtig, egal wie er hin und herschwingt. Das sind s e i n e Baustellen.
Du zerrst seine Baustellen aber auf deinen Grund und machst sie zur Bedingung für dein Glück, für dein Wohlergehen, für deinen Selbstwert.

Das geht auf Dauer nicht gut.

Statt dir über ihn Gedanken zu machen solltest du dir Gedanken machen, warum du dermaßen auf ihn fixiert bist und sein Verhalten einen dermaßen großen Wert für dich darstellen.
Warum kannst du nicht ebenfalls entsprechende Kommentare abgeben?
Warum machst du dich klein vor ihm?
Was hindert dich, aufrecht und klar mit ihm zu kommunizieren?

Das sind Fragen, um die du dich kümmern solltest. Denn dich nimmst du den Rest deines Lebens mit,egal mit wem du es ansonsten zu tun hast.

10.04.2020 18:45 • x 5 #98


Shakur

Shakur


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Zitat von Plentysweet:
kennst Du die Hemschemeier Videos über Kompatibilität und seine Ansicht über die minus- und plus Pole? Das kann sehr lohnend sein anzuschauen .


Kann ich ebenfalls nur weiterempfehlen

10.04.2020 18:54 • x 1 #99


Senta55

Senta55


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Zitat von Shakur:
Liebe TE Auch ich habe nicht seit Tag 1. mit meinem Mann zusammengewohnt. Auch wir mussten uns zuerst kennenlernen, hatten mal Zeiten, in denen wir uns regelmässig sahen, dann wieder Zeiten, in denen wir uns weniger sahen und hörten. Eine ganz normale Beziehung eben . Dein Partner mag es vielleicht nicht, dass du gleich verunsichert bist, wenn er sich mal nicht meldet. Und glaube mir, sowas spürt er, auch wenn ihr eine Fernbeziehung habt. Und glaube mir auch, dass seine Liebe und die Verbundenheit so schwinden. Seine Antworten sind vielleicht manchmal genau deshalb so kurz, neutral und lieblos. ...

Sehr guter wertvollen Beitrag. Danke!

10.04.2020 22:08 • x 1 #100


Raida

Raida


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Zitat von Kaylee34:
Wenn das zu seiner Persönlichkeit gehört und er bei anderen auch so ist, dann würde es mich weniger bis kaum stören.

Zitat von Kaylee34:
Was mich hält, sind die guten Zeiten und Seiten.

Zitat von Kaylee34:
Ich hoffe jedes Mal, dass er dann immer so ist, dass es anhält

Zitat von Kaylee34:
Ich kann diese gute Seite nicht loslassen, es fällt mir unheimlich schwer, denn offensichtlich gibt es diese Seite ja

Zitat von Kaylee34:
Und diese gute Seite ist wirklich schön

Zitat von Kaylee34:
Man bemüht sich also, strengt sich an diese "gute Seite" wieder hervorzubringen.


Dazu sind die Videos "lebensrettend"

Zitat von Plentysweet:
kennst Du die Hemschemeier Videos über Kompatibilität und seine Ansicht über die minus- und plus Pole? Das kann sehr lohnend sein anzuschauen


Zitat von Perzet:
Denn dich nimmst du den Rest deines Lebens mit,

10.04.2020 22:13 • #101


Begonie


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Liebe Kaylee,

ob er bei früheren Beziehungen auch so war oder nicht, ist für DICH unerheblich. Aber Du kannst davon ausgehen, dass er da auch so war, denn es sind Verhaltensweisen, die er schon lange praktiziert. Also wird er bei der Ex. auch nicht zugewandter und zuverlässiger gewesen sein. Die Ex. kannst Du nicht fragen, aber selbst wenn, würdest Du Dich bei ihrer Darstellung dieser so wundervollen Beziehung vielleicht fragen, ob die beiden von derselben Beziehung sprechen.
Was mit der Ex. war, ist egal. Aber es hat nicht funktioniert und das hat seine Gründe. Er spricht so positiv von ihr, was ihn vielleicht ehrt, aber Dich nur weiter verunsichert. Wäre es so toll gewesen, wären sie zusammen.
Und Du kennst nur seine Berichterstattung und nicht ihre.

Ob das in seinem Wesen liegt, wie er sich verhält? Natürlich, wo auch sonst? Er beherrscht die Spielregeln einer Beziehung nicht und das wird sich auch nicht ändern, denn er denkt gar nicht so weit. Du bist in den Zeiten, in denen er auf Tauchstation ist, womöglich sogar vergessen.
Und wenn es in seinem Wesen liegt, umso schlimmer, denn dann wird sich das auch nicht ändern.

Es liegt nicht an Dir, denn er funktioniert in Beziehungen nicht so wie man es erwarten könnte. Aber jeder, der in einem ungesunden Machtgefälle lebt, sucht die Schuld bei sich. Wenn ich so und so wäre, dann ...
Wenn ich doch nur besser damit umgehen könnte! Wenn ich mir nicht alles so zu Herzen nehmen würde!

Das kannst Du Dir hundert Mal sagen, Du kannst Dir auch einreden, dass Dir das alles ja überhaupt nichts ausmacht, es tut trotzdem weh. Und das ist das Problem. Du kannst nicht sagen, ach Gottchen, hat er wieder mal eine "Freiheitsphase", na, die sitze ich aus, mir doch egal.Weil es Dir eben doch Kummer bereitet.

Und darum geht es doch. Dir geht es nicht gut damit, Du kannst nicht lässig und souverän damit umgehen, weil Du innerlich verunsichert bist. Und das bist Du, weil er in seinem Verhalten ungleichmäßig ist.
Diese innere Verunsicherung bei Dir ist aber auch sein Werk. Sie ist vielleicht Teil Deines Wesens, aber er verstärkt sie noch.

Ich vermisse bei Dir den Blick auf Dich selbst. Du kreist ständig nur um den Vollkoffer anstatt Dir einzugestehen, dass das nicht die Art Beziehung ist, mit der DU glücklich bist. Stattdessen übst Du Dich im Leiden. Leiden ist leichter als lösen, daher wählte ich das damals auch. Ich hielt alles aus, sogar eine Verabredung mit einer anderen Frau hinter meinem Rücken, die er als bedeutungslos abtat. Diese Frau hatte aber klar erkennbar Absichten und ich wusste um seinen Drang nach Bestätigung.
Ihr schickte er von einer Dienstreise aus eine Mail, ich wurde mit einer SMS abgespeist.

Das alles nahm ich hin, wollte ich quasi vergessen, aber es verstärkte meine Unsicherheit und mein Misstrauen nur. Ich tat mir selbst damit weh und leugnete es vor mir selbst. Denn es war einfacher so als klare Kante zu zeigen und zu gehen, um den letzten Rest Würde zu bewahren.

Das ist das Wesen einer toxischen Beziehung. Die Unfähigkeit, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und einzufordern, aber eine grenzenlose Nachsicht und grenzenloses Verständnis für ihn und seine kleinen Fehlerchen. Toxische Beziehungen sind immer im Ungleichgewicht, einer oben, der andere unten und wehe, das Kräfteverhältnis vertauscht sich. Dann kann das ganz schnell das Ende bedeuten, da der Mächtigere nicht damit umgehen kann, wenn seine Position gefährdet ist und verschoben wird.

Und aus toxischen Beziehungen löst man sich nur sehr, sehr schwer, wenn überhaupt, weil da ja wieder die anderen Momente und Phasen sind, die ja soo unglaublich schön und wertvoll sind. Auch dahinter steckt ein seelischer Mechanismus des Unterlegenen. Die schönen Phasen sind selten und daher werden sie verklärt und daher erscheinen sie einem als wertvoll und einzigartig, dass man sie immer wieder herbei führen wird. Und dafür tut man dann ja auch jede Menge. Man sieht nach, man verzeiht, man wiegelt ab, wie weh manches tut, ist doch alles nicht so wild! Komisch nur, dass das Herz so schwer ist und der Magen irgendwie sich oft wie ein Klumpen anfühlt. Aber das liegt ja nur an mir, weil ich nicht damit umgehen kann.
Ich muss das verstehen, er hatte eine schwere Kindheit, ihm wurde zu viel aufgebürdet.
Heute sage ich, na und? Und warum muss ich das jetzt aushalten, was ihm widerfahren ist?
Iss mal ein Jahr nichts Süßes und schlecke dann an einem Bonbon. Wie wunderbar das schmeckt! Davon möchte man mehr haben. Das Prinzip ist dasselbe. Am Bonbon schlecken löst für den Moment so große Glücksgefühle aus, dann man sich sagt, will ich wieder erleben. Ich muss nur .... so und so sein, das alles besser aushalten können, besser damit umgehen können, mich nicht damit belasten, mich nicht darüber aufregen, mich nicht verunsichern lassen. Diese Liste ist endlos.

Ach ja, und dann der wundervolle S.! Den will man auch nicht aufgeben, aber der ist auch nur so toll, weil es für den Unterlegenen oft das Mittel ist, noch so was sie Nähe zu spüren. Wenn sonst schon nicht viel an Nähe geboten ist, dann wenigstens dort.

Zum Thema Verstehen. Verstehen setzt voraus, eine Sache mit dem Verstand zu betrachten ohne Gefühle, die dazwischen jammern und jaulen. Verstehen setzt eine innere Distanz voraus. Wenn man diese nicht hat, kann man den anderen auch nicht verstehen. Vielleicht akzeptieren, wenn das eigene Fell dick genug ist. Aber Verstehen kann ich es nicht, weil die Gefühle anders sind als der Verstand.
Ich verstehe meinen Ex. heute sehr gut, ich glaube, ihn gut zu kennen, aber das war erst möglich, als die Trennung schon Monate vorbei war. Erst als er mir nicht mehr weh tat, konnte ich mir das alles nüchtern betrachten und sah auch mein hilfloses Agieren, mit dem ich mir keinen Blumenstrauß verdiente. Ich hatte mich klein machen lassen, ihn glorifiziert, weil auch das in meinem Wesen lag. Es dauerte lange Zeit, bis ich das bei mir erkannte.
Heute weiß ich, dass mir ein innerer Mechanismus quasi anerzogen wurde. Ich "rette" gerne Männer, es ist wie ein innerer Impuls. Und da ich das jetzt weiß, kann ich mich selbst zurück pfeifen. Ha, wieder mal ein unglücklicher Mann, den ich vielleicht aufheitern kann! Nein, nicht mehr mit mir.

Ich habe genug mit mir selbst zu tun und ich bin es mir wert, dass es mir gut geht. Und daran hat auch der Partner seinen Anteil. Wenn er seinen Anteil nicht beiträgt, gibt es eine Schieflage. Einer gibt mehr als der andere und das macht jede Beziehung auf längere Sicht unglücklich.

Begonie

14.04.2020 12:29 • x 8 #102


Kaylee34


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Zitat von Begonie:
Liebe Kaylee, ob er bei früheren Beziehungen auch so war oder nicht, ist für DICH unerheblich. Aber Du kannst davon ausgehen, dass er da auch so war, denn es sind Verhaltensweisen, die er schon lange praktiziert. Also wird er bei der Ex. auch nicht zugewandter und zuverlässiger gewesen sein.


Das weiß ich eben nicht. Es kann ja sein, dass er bei ihr anders war, weil er sie toller fand, sie mehr ("richtig"?) geliebt hat usw.

Für mich ist es eben leider nicht "unerheblich".

Wenn er nämlich in seiner Ex so viel gesehen hat, sie wirklich liebte und mich eben nicht so liebt wie sie (oder eine andere), weil ich es ihm nicht wert war, dann werde ich das immer auf mich persönlich beziehen.

Wenn ich aber einen Beweis hätte, dass es sowieso so gekommen wäre, weil ER so ist, immer so war und immer so sein wird, dann würde mich das "rehabilitieren"......so dumm das auch klingen mag.

Es wäre dann leichter, weil ich dann den Beweis hätte, dass nicht ICH das vermeintliche Problem, nicht ich der Auslöser für sein Verhalten bin. Weil dann klar wäre, dass das SEIN Muster ist und es immer wieder passieren würde, egal wie sehr ich mich bemühen würde.

23.04.2020 22:29 • #103


Catalina

Catalina


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Zitat von Kaylee34:
Wenn er nämlich in seiner Ex so viel gesehen hat, sie wirklich liebte und mich eben nicht so liebt wie sie (oder eine andere), weil ich es ihm nicht wert war, dann werde ich das immer auf mich persönlich beziehen.

Wenn ich aber einen Beweis hätte, dass es sowieso so gekommen wäre, weil ER so ist, immer so war und immer so sein wird, dann würde mich das "rehabilitieren"......so dumm das auch klingen mag.

Es wäre dann leichter, weil ich dann den Beweis hätte, dass nicht ICH das vermeintliche Problem, nicht ich der Auslöser für sein Verhalten bin. Weil dann klar wäre, dass das SEIN Muster ist und es immer wieder passieren würde, egal wie sehr ich mich bemühen würde.

Es ist ziemlich sicher sein Muster, davon kannst du ausgehen. Der ist einfach so gestrickt und das hat nichts mit dir zu tun. Ob er dich jetzt mehr oder weniger als seine Ex liebt, weiß niemand, aber das ist der Punkt, der dich wirklich beschäftigt, oder? Ob sein Verhalten dir gegenüber daran liegt, dass er dich nicht genug liebt, um sich so zu verhalten, wie du es dir von ihm wünschen würdest.

Ich denke, die einzig wichtige Frage ist, ob du, so wie er ist, weiterhin mit ihm zusammen sein willst und kannst. Er wird sich nicht ändern, denn dann müsste er sich verbiegen und das wird er nicht wollen, das sollte in einer Beziehung auch niemand müssen. Also entweder akzeptierst du, dass er eben diese Phasen hat, in denen er distanzierter dir gegenüber ist und machst das Beste daraus. Oder du trennst dich und suchst dir jemanden, der da anders tickt.

23.04.2020 23:01 • x 3 #104


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Zitat von Kaylee34:
Für mich ist es eben leider nicht "unerheblich".

Wenn er nämlich in seiner Ex so viel gesehen hat, sie wirklich liebte und mich eben nicht so liebt wie sie (oder eine andere), weil ich es ihm nicht wert war, dann werde ich das immer auf mich persönlich beziehen.

Also, wenn Du dir das nochmal durchliest, was fällt dir da auf ?

Ist es denn nicht so, dass derjenige der das geschrieben hat, offensichtlich ein recht unsicheres Selbstwertgefühl hat
?
Hat derjenige denn nicht vielleicht sogar den Wunsch, dass er "freigesprochen" wird ?
Kann es sein, dass das Selbstbewußtsein von dem der das geschrieben hat sehr darunter gelitten hat ?
Würdest du dem der das geschrieben hat nicht auch raten, dass er bei sich bleiben sollte, auf sich schauen und achten sollte und in seinem Leben nach vorne schauen sollte ?

Ich glaube das würdest du

Alles Liebe

24.04.2020 08:52 • x 2 #105



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