Kontra
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Ich kann verstehen, dass das Bedürfnis, jemanden wach zu rütteln, der der eigenen Meinung nach einen "falschen" oder gefährlichen Weg besonders dann extrem hoch ist, wenn man so einprägsam negative Erfahrungen gemacht hat wie viele der Schreiber hier. Ich finde es allerdings erschreckend, in welcher selbstverständlich übergriffigen Art und Weise hier darüber geurteilt wird, wie und was Vidi mit ihrem Leben macht. Davon ab, dass ich keine Indikation lese, sie so eindringlich zu beschwören "endlich aufzuwachen" (ich lese sie im Gegensatz zu euch als zwar betroffen, aber aufgeräumt, und erfrischend "distanziert"), um sich dann mit dem Hinweis auf Selbstschutz abzuwenden, wenn sie das ablehnt.
Ich möchte hier auch noch mal auf das Dreieck hinweisen, was @GiuliettaV gepostet hat, hinweisen, denn ich lese diese übergriffigen Beiträge als eine Mischung aus erst Opfer, dann Retter/teilweise Täter (weil gesetzte Grenzen und Neins übergangen oder als falsch beurteilt werden), und schließlich wieder Opfer.
Vermutlich gibt mein Beitrag einen Shitstorm, das kenne ich (und @Ricky z.B. auch), wenn man als Betroffener, der mit der Aufarbeitung schon weiter ist, schon von hier. Ich hoffe, ihr versteht den Appell, den ich versuche an euch zu richten: Es geht dabei nicht um eine Abwertung eures Hilfeversuchs, aber um eine weitere Perspektive, auch wenn die unangenehm ist. (BTW tendiere ich genau zu solchen Reaktionen innerhalb dieses Dreiecks auch immer noch enorm und weiß wie sehr sich das nach "Draufhauen" anfühlt, wenn einem jemand das aufzeigt - denn schließlich "meint man es ja nur gut", "man will ja nur helfen", usw. Dazu gehört aber eben auch Respekt gegenüber gezeigten Grenzen!)

