Zitat von ysabell:nochmal @E-Claire
dieser Satz sickerte eben beim Einkaufen erst vom Hirn ins Herz. Ich finde den total schön!
Wenn Du mal Lust, Muße, Zeit haben solltest, freue ich mich, wenn Du mehr dazu
Hmm, mehr dazu schreiben? Oder !
Aus der beobachtenden (Kinder-) Perspektive, aber einer liebenden, geschrieben:
Ich kann die Form der opferperspektive anerkennen. Sie ist zudem Teil, mehrfach beschrieben, des Prozess.
Meine Wahrnehmung geht aber danach in folgende Richtung: der physische Missbrauch (existent aber überschaubar) sowie der psychische Missbrauch sind, neben (neben triggert, bitte genau lesen) sehr gegebenen Kausalitäten vorallem deshalb auch so bitter, weil es keine Flügel sondern nur Rüstung gibt.
Ich habe gelernt mich zu schützen, mit mehr manchmal deutlich weniger nachhaltigen und sinnvollen Mitteln.
Das ist auf den ersten Blick, richtig, nachvollziehbar und sinnvoll.
Auf den zweiten Blick ist es aber begrenzend.
Die über ein Maß fortgeführte Auseinandersetzung mit dem, was war, beschäftigt sich eben dann doch "nur" mit den Grenzen, dem Verständnis vom gegenüber, eben dem was war und der Auseinandersetzung mit anderen Leuten, sei es Partner, Elternteil, andere Angehörige oder andere wichtige Person. Diese Auseinandersetzung bleibt aber immer in dem stecken, was die waren oder sind!
Ich aber will mehr sein.
Manchmal weiß ich nicht mal, ob ich eigentlich das Recht dazu habe und an anderen Tage denke ich, dazu die Verpflichtung zu haben bzw mehr zu wollen.
Beides ist mir inzwischen nicht mehr so wichtig, denn:
Ich kann und konnte, so sehr ich als Kind das wollte und später mittels des inneren Kindes, nicht ungeschehen machen.
Wenn dieser Satz, diese Erkenntnis, aber für mich stimmig ist, dann darf alles, was passierte zwar zu mir gehören, aber all das kann kein Maßstab bleiben oder sein.
Weil der Maßstab, den ich vermeintlich in mir trage, von limitierten Personen bestimmt wurde, daher limitiert ist.
Deshalb halte ich es mit Dorothy, ich mag zwar gerne mein zu Hause finden, aber es braucht den Löwen, der die Portion Mut sucht, die Vogelscheuche auf der Suche nach Gehirn und ganz sicher auch den Blechmann, der das Herz möchte!
Ich will nicht nur Flügel, ich will auch Wurzeln und es mag gut sein, dass ich eigentlich glauben muß, dass beides mir nur innerhalb "derer" zu Teil wird.
Aber: bei allem Versagen, ich habe beide geliebt, also nehm ich was sie geben konnten und mache daraus mehr!
Daran festzuhalten, was sie getan haben, bedeutet daran festzuhalten, was ihnen widerfuhr.
Ich halte wirklich nichts von Vergebung (dazu ein anderes mal vielleicht mehr), aber ich will mehr.
So einfach, ich will mehr.
Mag ja gut sein, dass es mir nicht zu Teil wird. Das allerdings ist eben nicht an mir darüber zu entscheiden.
Was ich allerdings in vollem Bewusstsein eben auch dem eigenanteil und in meinen Fall kollaterschäden entscheiden kann:
Ich will mehr.
Damit aber ist deren Maßstab nicht meiner.
Niemand sagt, dass es daher besser wird, aber so meine Hoffnung, wenigstens anders!
Ich mag nur keinen Löwen, blechmännern und Vogelscheuchen Gesellschaft leisten, ohne anzuerkennen, dass ich eben dann Dorothy sein mag.