Zitat von Ama:@Vidi
Warum akzeptierst du, dass er so gelogen hat und seine Manipulationsversuche?
Was gibt dir das?
Warum suchst du dir keinen ehrlichen und vertrauensvollen Mann?
Danke für deine ehrlichen Schilderungen. Aber ich bin ziemlich fassungslos, warum du dir das antust.
Was soll ich machen, sagen du A-loch, du warst der Böse und ich wasche meine Hände in Unschuld? Ich habe in der ganzen Beziehung irgendwann Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die genauso krank waren und für die bin ganz allein ich selbst verantwortlich. Ich hatte jede Sekunde, jede Minute, jeden Stunde, immer, die Möglichkeit zu gehen. Ich habe diese Möglichkeit nicht genutzt.
Ich finde sein Verhalten absolut nicht okay, das weiß er auch und das war zur Genüge Thema zwischen uns, aber ich werde jetzt nicht mit dem Finger auf ihn zeigen. Er leidet unter sich selbst am meisten. Er, das ist er und seine Baustelle und die liegt allein in seiner Verantwortung.
Worum ich mich endlich mal wieder zu kümmern habe, das bin ich selbst. Ich muss lernen mich nach dem Tod meines Freundes wieder zu fühlen, zu spüren, lernen in mich reinzuhören, meiner Intuition zu vertrauen und ich möchte wieder lernen mich zu öffnen, das ist leider verbunden mit der Möglichkeit auch neue Verletzungen in Kauf nehmen zu müssen.
Was haben wir denn die letzten kanpp zwei Jahre gelebt? Er sein gewohntes Meideschema, dass seinen frühkindlichen Minderwertigkeitskomplex weiterhin stützt und aufrechterhält und ich zerfressen von Verlustängsten, aufgrund meiner traumatischen Erfahrung, die letztendlich genauso nähe- und verletzungsvermeidend und damit auch ein Stück weit verlogen sind. In die Phase des wirklichen Kennenlernens sind wir doch nie gekommen.
Also, wer steht wo, von uns beiden? Wer ist besser oder schlechter? Ist weibliche Hysterie, Toben, Schreien, Einengen usw. wirklich besser als zu manipulieren und zu lügen? Meine Moralskala hat sich da durchaus in der Reflektion der letzten Monate neu justiert.
Wenn sich im Hier und Jetzt, die Möglichkeit zu einem wirklichen und ehrlichen Austausch ergeben sollte und den gibt es meinem Empfinden nach in bestimmten Momenten, die sehr schön sind, durchaus, warum nicht? Geht es in eine andere Richtung für uns beide, ist das auch in Ordnung.
Die Sicht, ich tue mir mit ihm etwas an, entwertet ihn derart. Das finde ich ehrlich gesagt in Anbetracht meiner eigenen nicht gerade glanzvollen Leistung sehr unangemessen. Diesen Blickwinkel mag ich auch generell nicht.
LG Vidi