Zitat von Sarina80:Oder bis sich die Männer wieder trauen Mann zu sein

So herum wird auch ein Schuh daraus.
@Keto Nicht resignieren sondern mutig nach vorne gehen.
Nah, ich weiß nicht, ob das so das Problem ist.
Ich würde dir dahingehend zustimmen, dass ein Mann solche Verlusterfahrungen machen muss, um zum vollwertigen/erfahrenen Mann zu werden, um dann in Zukunft "mutig nach vorne" gehen zu können. Es sei denn er ist ein Naturtalent und schafft das schon von Anfang an so.
Wenn man(n) aber an Frauen auf Augenhöhe (Attraktivität, Intelligenz und Status) interessiert ist UND die entsprechenden Erfahrungen bereits gemacht hat UND hier im Forum etwas über die möglichen Hintergründe erfahren hat - dann kann man auch zu dem Schluss kommen, dass es das nicht wert ist.
Ist das wirklich Resignation?
Und ich mache das nicht mal an den Frauen fest. Meine Kritik zielt woanders hin. Ich für meinen Teil finde es unglaublich schwierig für mich selbst die innere Ruhe zu wahren, wenn mein Leben mal stürmisch verläuft. Wenn es mal hier ein Problem gibt oder da. Und nein, ich würde mich da nicht als sprunghaft oder als feige einstufen, die Herausforderungen werde ich schon meistern. - Das Problem ist: dann brauche ich keine Frau an meiner Seite, die quasi für sie selbst unbewusst meine Männlichkeit, bzw. das was sie unbewusst/vorbewusst als Männlichkeit definiert, beobachtet und mich quasi permanent screent, mich dann im Fall der Fälle aufs Abstellgleis schiebt und wo ich dann nur mit den perfekten "Mann-Strategien" wieder rausfinde oder eben verlassen werde.
Und das, wie gesagt, völlig egal, ob sie um diese Dynamiken weiß, davon schon mal gehört hat oder es ihr egal ist.
Das ist nicht das, was ich mir von einer Partnerschaft erhofft habe. Ergo brauche ich dann noch eine Partnerschaft?
Und ja, ich kann der These von @Kaetzchen da etwas abgewinnen. Die Sache mit der Emanzipation.
Wie sahen denn früher (vor der Emanzipation) die stereotypen Frauen in unserer Kultur aus?
Mütterchen, Heimchen am Herd/Feuer, stehen hinter dem Mann, folgen dem Mann, folgen dem Mann auch im Bett
Und heute? Mütterchen? Nur wenn sie das wollen.
Heimchen? Nur wenn sie das wollen.
Hinter dem Mann stehen? Nein neben dem Mann. Dem Mann folgen? Nur wenn es sich richtig anfühlt.
Dem Mann im Bett folgen? Nur wenn es sich richtig anfühlt.
Und das ist gut so.
Von dem modernen Mann in unserer Kultur wird erwartet, dass er das akzeptiert.
Jetzt schauen wir mal auf den stereotypen Mann vor der Emanzipation:
Der Ernährer, Der Beschützer, geht mutig voran, ist sich seiner Männlichkeit immer sicher, ist dominant im Bett und ist auch dort der Bestimmer
Und heute? Der Ernährer? Nur wenn die Frau das so will und er genug verdient. Ansonsten macht die Frau das auch alleine. Der Beschützer? Ja bitte, aber nur wenn die Frau das so will und wenn es wirklich drauf ankommt.
Geht mutig voran? Ja bitte. @Sarina80
Ist sich seiner Männlichkeit immer sicher? Natürlich, die Frauen wollen einem Mann ja nicht erklären, wie er ein Mann zu sein hat.
Ist dominant und bestimmend im Bett? Ja bitte, wenn es sich gut anfühlt.
Von dem modernen Mann in unserer Kultur wird erwartet, dass er das akzeptiert und gefälligst auch so lebt - sonst ist er kein richtiger Mann.
Erkennen wir etwas? Wird langsam deutlich was ich meine?
