Ricky
Mitglied
- Beiträge:
- 5979
- Danke erhalten:
- 6474
- Mitglied seit:
Zitat von GastderGäste:@Eicky: Mir scheint, Du scheitert vor allem an der weiblichen Art zu formulieren.
Wer auch immer "Eicky" ist.
Zitat:"Ist halt so." hat doch nichts mit Emotionen zu tun, sondern ist ein höfliches "Geht Dich nichts an." oder auch "Das war schon so lang so sonnenklar aus so vielen Gründen, dass ich darüber gar nicht mehr nachdenken musste."
Das war kein direktes Zitat, sondern das Hinstellen als gegeben. Vielleicht hätte ich das deutlicher kennzeichnen sollen. Meist kommen ja eben die Sachen um Selbstverwirklichung, endlich mal für sich leben und und und...
Zitat:Klagen über Haushalt und schlechten 6 sind gesellschaftsfähiger als "Mein Karl-Heinz erzählt seit 8 Jahren das gleiche und jetzt auch ich mir Mal nen Neuen."
Korrekt. Krass, oder? Weil's nämlich ungeil ist, das zu sagen, erzählt man halt irgendeinen dahingeschwurbelten Mist. Warum nicht klar sagen, was Phase ist? Weil wir das heutzutage immer noch nicht können und Leute uns dann als A*schlöcher wahrnehmen? Verantwortung usw.? DAS wäre doch mal was.
Zitat:Frauen reichen statistisch erwiesen eher die Scheidung ein. Ob sie sich eher trennen, ist statistisch meines Wissens nach nicht erwiesen. Aber wenn wir das mal als wahr unterstellen, dann beweist das erstmal nur, dass Frauen eher bereit sind, ungute Situationen abschließend aufzuklären statt sie auszusetzen und auf eine Wiederkehr schönerer Tage zu hoffen.
Das wäre ein Interpretation davon, klar. Die kann man aber eben auch anders interpretieren. Was Du im Absatz darüber ja selbst schon tust. Es ist eben unchic, sich zum A*sch zu machen. Was die Statistik um Beziehungen angeht, wäre das in der Tat auch sehr interessant.
Zitat:Und meine These dazu, warum Frauen z.B. Ehen früher und aktiver beenden als Männer, wäre, weil Frauen im Durchschnitt von einer Ehe zu einem Mann als Frau weniger profitieren als ein Mann als Mann von einer Ehe zu einer Frau. Wenn eine Frau alle Kinder bekommen hat, die sie haben möchte, und sich selbst die finanzielle Basis schaffen kann, die sie als Wohlstand erlebt, gibt es keinen zwingenden Grund mehr, mit einem Mann im selben Haushalt zu leben. Das Leben für eine Singlefrau mit und ohne Freund und für eine Mutter ist häufig wesentlich schöner, wenn sie an keinen Mann gebunden und verpflichtet ist, ihm eine gute Ehefrau zu sein.
Aha. Und warum ist das so? Weil Männer und Frauen nicht zueinander passen? Oder warum profitiert ein Mann denn angeblich mehr von einer Frau?
Zitat:Frauen blühen nach einer Trennung meiner Erfahrung nach eher auf, während Männer sich länger die Situation während der Ehe zurück wünschen.
Nochmal: Männer sehen das Scheitern eher mit persönlichem Versagen gleichgesetzt. Wird vielen Männern ja auch von Beginn an so eingetrichtert. Ich bin froh, dass mein Vater mir immer gesagt hat: "Wenns nicht läuft, dann lass laufen..." Ich hab diesen Drang nämlich nicht. Auch nicht von mütterlicher Seite aus. Die sind auch noch verheiratet nach über 40 Jahren. Krass oder?
Zitat:Also scheinen Frauen (im Gegensatz zu Männern) in den Ehen, so wie sie aktuell gelebt werden, weniger Nutzen zu sehen bzw. sich weniger glücklich zu fühlen, als umgekehrt.
Das ist ja nun ne Interpretation. Ich könnte da auch sagen, dass Frauen aufgrund ihres emotionalen Kostüms und ihrer Hormone es einfacher haben sich die Welt wieder so hinzuspinnen, dass sie für sie besser und einfacher passt. Männer haben das nicht.
Zitat:Willst Du jetzt den Frauen absprechen, sich per Trennung und Scheidung in eine Situation zu versetzen, die sie glücklicher macht? Sind das vernachlässigbare Emotionen?
Ich frage mich eher, woher dieser Wandel und dieser Wunsch nach Freiheit immer wieder kommt. Und dann frage ich mich, warum Frauen mittlerweile so häufig depressiv sind, wo sie doch nach den ganzen Trennungen alle so viel glücklicher sind.
Zitat:Und wie passt das dann zu der Forderung, Frauen sollten Verantwortung für jeden Aspekt ihres Lebens übernehmen, ihres Glückes Schmied sein und eben nicht in die Opferrolle einer unzufriedenen Ehefrau verfallen?
Es passt insofern, dass Frauen mal mehr ihre Emotionen und das Sachliche im Hintergrund sehen müssten und nicht nur aus der Emotion heraus argumentieren. Und das ist natürlich schwierig, weil eben auch evolutionär bedingt. Kurios ist halt nur, dass Männer für ihr Triebverhalten angefeindet werden, Chauvis sind etc., aber wenn ne Frau sich emotional komplett daneben benimmt, ist sie maximal die Damsel. So funktioniert's halt nicht. Und das hat nichts mit meiner Warte von "Oh man, das ist aber ungerecht für mich" zu tun, sondern ist ne medienpädagogische Beobachtung, die seit Jahren anhält.
Zitat:Oder glaubst Du wirklich, Frauen entscheiden das über Nacht und aus einer Laune heraus? (erinnert mich sehr an die konservative 218-Argumentation aus den 80ern)
Ich glaube vielen ist nicht so wirklich bewusst, woraus sie wirklich entscheiden. Ob das nun eine Nacht oder 30 Tage dauert, ist da erstmal unerheblich. Gibt ja auch Personen, die der Ansicht sind, alles entscheide sich binnen von Sekunden und dann werden nur Rechtfertigungen dafür gesucht. Ob das wohl so ist?
Zitat:By the way: In diesem Land bekommt keine Frau mehr die Hälfte vom Besitz ihres Ex. Sie bekommt die Hälfte vom gemeinsam erwirtschafteten.
Das "gemeinsam erwirtschaftete" ist aber schwer nachzuweisen. Und genau deshalb geraten da viele ins Hintertreffen. Und dabei geht's ja nicht nur um Deutschland, sondern auch diverse andere Länder. Daher ja auch immer das Raten Urmels zu einem Ehevertrag. Ich kann darin nichts Schlechtes finden. Warum auch?
Zitat:Eine solche Sichtweise, dass ich mir ja freiwillig die dreckigen Socken zur Aufgabe gemacht hätte und die erwirtschaftete Kohle des sauber-bestrumpften Mannes nun allein seine oder nur "für die Familie" sei, wäre für mich z.B. ein valider Trennungsgrund. Auch wenn Du das sch...e findest. Isso.
Isso ist ein Pokémon. Die Behauptung an sich, ist ja auch wieder so n Klischee, das ich dann mal als solches stehen lasse.
