Hm, also mir kommt das alles sehr unstrukturiert und ungeordnet vor. Du vermengst da echt viel.
Fakten:
Zitat von Matroschka: Ich habe vor 3 Jahren , dass erste Mal davon erfahren . Ein Kumpel hat es mir erzählt - Zitat : Du , ich muss Dir etwas sagen ,der ... Ist Vater geworden , von einer Tochter - Meine Reaktion ich freue mich darüber und finde das in dem Moment noch süß . Mein Kumpel mit ernster Miene , du weißt den Namen noch nicht und warum !
Zitat von Matroschka: Er erklärt allen , dass er den Namen wegen -> meiner Oma <- ausgesucht hat , er nennt keine Sängerin , keine Autorin ,ich bin die Erklärung ,mein Name ist die Erklärung für die Wahl des Namens . Ich hätte davon abgeraten !
So weit einfach mal die Fakten. Der Kindsvater, der ja eigentlich kein Ex ist, wenn ich die ersten Beiträge richtig verstanden habe, hat sich zusammen mit der Kindesmutter für einen altmodischen, ungewöhnlichen Namen für das gemeinsame Kind entschieden und dieser Name ist vom Namen Deiner Oma inspiriert. Das erzählt er auch so.
Du findest den Namen nicht so toll.
Mehr ist es zunächst nicht. Und an der Stelle und da kannst Du jetzt 128 mehr oder weniger glaubhafte Gründe finden, geht es Dich einfach nichts an. Es hat nichts mit Dir zu tun, es ist nicht Dein Kind, Deine Namensgebung oder Dein Thema. Die Fakten geben nichts her. Jeder darf sich von was auch immer inspirieren lassen bei der Namenswahl der eigenen Kinder. Du übersiehst auch permanent, daß das Kind nicht nach Dir benannt wurde, und auch nicht nach Deiner Oma, sondern der Name Deiner Oma offensichtlich eher wenig gebräuchlich und daher durch Deine Erwähnung bekannt wurde. Inspiration ist etwas völlig anderes als Hommage.
Es ist auch nicht Dein Thema, daß Du glaubst, der Name wäre nicht geeignet. Mit Verlaub aber es geht Dich schlicht nichts an.
Gefühle. Gefühle gehen ja nicht immer mit Fakten einher. Und die Gefühlslage anderer ist auch nie besonders gut beurteilbar.
Zitat von Matroschka: Er ist vor 3 / 4 Monaten auf meinen Ex samt ehemaliger großer Clique , aus Teenager Tagen getroffen , die kennen sich alle miteinander und er war mit Tochter und spricht meinen Ex an : Schade , dass Du nicht auch mit - mein eigener Name - ein Kind bekommen hast . Sie heißt übrigens - Name meiner Oma - und genau - wegen meiner Oma so - er fand das ( vor über 20 Jahren) so niedlich ,wie ich von ihr gesprochen habe , ich sah glücklich dabei aus ... .
Mir ist unklar, wer da wer ist. Und ich verstehe den Zusammenhang zwischen, "schade, daß Du nicht auch (?) ein Kind bekommen hast " und "sie heißt übrigens" nicht. Keiner von den beiden hat ein Kind mit Dir, richtig? Wer hat das zu wem gesagt und wieso reiht sich dann der Name an, wenn doch eh alle seit drei Jahren wissen, wie das Kind heißt?
Für mich erschließt sich an der Stelle nicht, was bitte der Stein des Anstoß überhaupt sein soll.
Zitat von Matroschka: Mein Ex war mit unseren alten Bekannten unterwegs , es war eine allgemeine Veranstaltung und alle waren Fassungslos - abends lief mein Handy heiß .
Wer ist der Ex? Der Kindsvater? oder derjenige, der auf den Kindsvater getroffen ist? Und wieso waren alle fassungslos? Ich verstehe es einfach nicht.
Was sind denn das für Leute, die dir dann brühwarm irgendeine angebliche Geschichte erzählen? Und warum tun die das? Und wieviele waren denn das? Zwei oder alle?
Und wieso bitte ist das nach drei (!) Jahren denn jetzt ein Thema?
Letztlich aber weißt Du nicht, ob das, was die Leute sich da erzählen überhaupt stimmt, denn Du warst nicht dabei. Es sind also deren Gefühle zu der Situation, die man dir dann hinterher unbedingt erzählen hat müssen. Warum bleibt völlig unklar.
und jetzt kommen wir den Gefühlen noch einen Schritt näher.
Zitat von Matroschka: Mir kommt es " krank " vor ! Wie ich es mehrfach erwähnte , ich würde mich des Todes schämen , wenn mein Kind - ich bin Mutter - irgendeine Geschichte mit einer unbeteiligten Person aus meiner Vergangenheit aufgebrummt bekommt - zumindest bis es 18 ist .
Das ist also ein Teil Deiner Gefühlswelt. Für den müßtest Du Verantwortung übernehmen und das fällt Dir gerade wahnsinnig schwer. Liebes, I have news for you, jedes und zwar jedes einzelnen Kind bekommt Geschichten aus der Vergangenheit der Eltern aufgebrummt, da ist Namensgebung noch relativ unproblematisch.
Was ist so schwierig daran und das ist eine Ernst gemeinte Frage, anzuerkennen, daß Du den Namen doof findest, die Eltern aber nicht? Warum ist es Dir nicht möglich, Dir das vorzustellen?
Ich erkläre dir, wie ich das meine: jede Deiner Argumentationen kommt früher oder später bei dem Punkt an, daß die Namensgebung irgendetwas mit Dir zu tun haben muß. Das gilt für Dich als gesetzt. Das liegt aber daran, daß Du, warum auch immer, keinen Zugang dazu bekommst, zu sehen, daß die diesen Namen schön finden.
Und wenn Du jetzt diesen Satz nachhallen lässt, merkst Du, wie Du das nicht glauben kannst?
Ja genau, weil niemand einem Kind "freiwillig" einen solchen Namen geben würde, da muß es einen zusätzlichen Beweggrund geben.
Das meine ich, wenn ich sage, du kommst nicht über Dein eigenes Werturteil zu diesem Namen hinweg und anstatt da hinzuschauen, konstruierst Du ein weiteres Kapitel einer unendlichen Geschichte eines Paars, was so eh nie wirklich gegeben hat.
Zitat von Matroschka: Was sagt denn bitte eine Mutter dazu - man hat Zeit sich einen Namen zu wählen und warum denkt man in so einem privaten Intimen Moment an mich ? - ich finde das gruselig ,und es regt mich auf , dass er damit auch noch rum posaunt und ich darf ihn ,Eurer Meinung nach , nicht darauf ansprechen ?
Realistisch gesehen, hat die Mutter den Namen auch für schön befunden, sonst hätte sie diesen der Tochter nicht gegeben. So einfach.
Warum sollte die Mutter an Dich gedacht haben? Hey, wie findest Du den Namen Ottilie, die Oma meiner ersten Freundin hieß so, ich so, hm ungewöhnlich, gefällt mir/gefällt mir nicht? Da denke ich doch hochschwanger nicht an die erste Freundin?
Gefühle haben immer ihre Berechtigung, starke im Besonderen, aber feelings are not facts. Und nicht jedes Gefühl, welches in Dir Berechtigung hat, gibt einem Berechtigung im außen. Ich hab großes Verständnis, daß man das nicht immer hinbekommt. Glaub mir, ich lauf bei einem Thema auch beständig in die Triggerfalle, insbesondere wenn ich B. drauf schütte, aber wie ist das mit der netten Selbsterkenntnis?
Es bleibt dabei, daß Du Dir nicht vorstellen kannst, daß irgendjemand auf die Idee käme, diesen Namen schön zu finden und weil Du Dir das nicht vorstellen kannst, muß es andere zusätzliche Gründe geben, die zur Namensgebung geführt haben. Das Ding ist halt, die Prämisse stimmt einfach nicht.
Ich glaube, die meisten Menschen haben so unvollendete, nicht aufgelöste, manchmal nicht auflösbare Geschichten in ihrem Leben. Manchmal ist es die Herkunftsfamilie, manchmal die unvollendete Liebe, manchmal eine berufliche Sache, die unvollendet Berufung ist. Wir alle haben in unserem alter, das eine oder andere, was wäre gewesen, wenn. Und bei einer unvollendeten Liebe ist es natürlich so, wenn der andere heiratet oder eben ein Kind bekommt, daß das mit einem was macht.
Ich habe das gerade in anderem Kontext erlebt, da hat mir jemand eine eigentlich ganz harmlose, völlig erwartbare, blöde, kleine Geschichte erzählt und ich bin auch noch zehn Tage später so unendlich empört und ich habe mich da nicht besonders souverän verhalten, weil es meine Kränkung, meine Wut und meine unendliche Verletzung wieder nach oben geholt hat, aber das ist eben so. Wir alle haben solche Geschichten.
Ich glaube, es ist fair, sich selbst einzugestehen, daß das eben eine solche Geschichte im eigenen Leben ist. Und dann bei den Fakten zu bleiben und zu sagen, oh my God, solch einen Namen hätte ich nie gegeben. aber das reicht dann auch.
wenn ein Facebook Post, daß ist, was Du gebraucht hast, dann mag ich das völlig absurd finden, aber hey, wenn es hilft. Nur eine Sache, unter Zeugen ihn zur Rede stellen wollen, was soll das bringen?
Was ändert das denn? Also für dich?