Zitat von Elias33: Wir legten uns auf's Sofa, fingen an zu kuscheln, bis Sie immer wieder anfing, z.B an Ihr T-Shirt zu zupfen, meine Hände wegzudrücken, auch meinen Körper wegzudrücken.
Vielleicht wäre sie dir gerne nahe gewesen, ohne dass du die Führung übernimmst.
Vielleicht wollte sie nur kuscheln und nicht "kuscheln".
Wenn ich einfach nur in den Arm genommen werden will und mein Partner macht an mir rum, da fühle ich mich weder begehrt noch angenehm berührt.
Wenn man selber nicht im Modus ist, sind suchende Hände einfach nur nervig und unangenehm.
Du sagst, ihr müsst ja nicht, aber kann es sein, dass dein Verhalten eher "Oh, ich WILL dich!" aussagt?
Und du willst ihr Selbstwert damit geben und sie durch deine Augen sehen lassen, dein Begehren und deine Liebe ganz klar zeigen.
Sie will dir auch ihr Begehren zeigen - und stolpert über den eigenen Körper. Vielmehr die Gedanken darüber.
Wobei, könnte auch der Körper selbst sein; viele Antidepressiva sind belegtermaßen libidokillend.
Keine S..u.e.lle Erregung zu verspüren, obwohl man es versucht, kann auch sehr frustrierend und verunsichernd sein.
Sie versucht Lust zu bekommen, es klappt nicht und dass du es dann abbrichst, was sie da versucht, ist der Obergau emotional für sie.
Ich verstehe ihre Sicht.
Aber die ist zu einseitig.
Ich musste auch lernen, dass Männer dasselbe Gefühlsspektrum haben wie ich. Dass der Mann nicht die Männer ist - sondern Mensch.
Redet. Sie liebt dich und du sie.
Erkläre ihr, wie sperrig es sich für dich anfühlt, rangezogen und wegegeschoben zu werden.
Wie verwirrend.
Sie sieht da nur sich und ihr eigenes Unwohlsein. Öffne ihr die Augen für deines.
Sag ihr,dass dich verletzt, was sie schlechtes von dir annimmt.
Zeig ihr deine Gefühle, versuche es mal etwas weniger körperlich zum Ausdruck zu bringen.
Ein Liebesbrief schreiben, Komplimente über den Charakter oder Talent .
Redet. Aktuell redet ihr aneinander vorbei. Hört zu. Nicht bloß die Aussage; was steckt dahinter? Welche Angst, welches Bedürfnis steckt in "Geh weg, du tust mir nicht gut"?
Ich denke es wird ein Gespräch geben.
Auch wenn
Zitat von Elias33: dass ich Ihr nicht gut tun würde, Sie würde "uns" nicht mehr wollen, ich soll Sie bitte in Ruhe lassen.
Zitat von Elias33: Was soll ich nun tun? Sie in Ruhe lassen? Ich verstehe es insgesamt gerade nicht.
Auch wenn du sie jetzt eher in Ruhe lassen solltest.
Den Wunsch solltest du respektieren.
Aber nicht ganz in der Versenkung verschwinden. Dann sieht sie wieder nur, was sie sehen will: ich bin so scheußlich und weg ist er.
Ich würde in einem viel zu lange Brief meine Sicht der Trennungssituation schildern, sagen, was ich mir wünsche und meine Liebe beteuern.
Nicht auf Antwort harren, weiterleben. Sie kommt, wenn sie will. Wenn nicht, willst du sie gar nicht.
Brief deshalb, weil man einander weder hört noch sieht.
Abstand gewahrt.
Und dass Lesen eines Briefes immer aus eigenem Antrieb erfolgen muss.