@Yingyang, ich finde es bärenstark, wie Du Dich gerade aufrecht hältst.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist, die Freundin schwanger weit weg zu wissen und nichts machen zu können und nicht zu wissen wie es weiter geht.
Ich wäre schon längst ausgerüstet (was allerdings definitiv das Falsche gewesen wäre).
Insofern ist es absolut logisch, dass Dein Körper auf diesen extremen Stress auch reagiert
Zitat von Yingyang: hab erhöhte blutdruckwerte, meine Stimme is weg (stress psychische belastung)
Und umso mehr Respekt dafür, dass Du sofort Maßnahmen ergreifst und Dich selbst schützt
Zitat von Yingyang: und ich hab in 2 wochen (gottseidank) mein erstgespräch beim psychologen
Bis zu dem Termin können 3 Dinge helfen:
Hier schreiben
Die Telefonseelsorge
Mit einem KI-Chatprogramm Deiner Wahl alle Eventualitäten durchgehen.
Ich rufe mal @Scheol hierher. Er ist unser Spezialist für Traumafolgen, kann aber vielleicht auch bei sich anbahnenden Psychosomatiken Tipps geben.
In Deinem System sind gerade viele Streßhormone. Kannst Du Sport oder autogenes Training oder Meditation machen, um Deinen Körper zu entlasten?
Ich hatte nach dem Kontakt zur Familie/Schwester gefragt, weil es aktuell ja darum geht, den Kontakt zu Deiner Freundin nicht abbrechen zu lassen, vielleicht Dich entlastende Antworten zu bekommen, aber sie eben nicht zu belasten oder zu stressen.
Denn sie scheint durch die Situation ja auch krank geworden zu sein. Und das dümmste, das ihr jetzt gegenseitig tun könntet, ist in dem anderen, der auch gerade im freien Fall ist, Halt zu suchen. Insofern macht ihr das beide schon goldrichtig, dass ihr, jeder für sich, Support sucht und euch von Leuten, die Kraft haben und nicht verunsichert sind, Hilfe holt. Das ist echt bewundernswert.
Wenn Du in 14 Tagen bei Deinem Coach bist und ihr die Grundsituation besprochen und Skills zum Stressabbau besprochen habt, könnt ihr vielleicht gemeinsam überlegen, wie man die Schwester Deiner Freundin oder die Freundin selbst ansprechen könnte, um Antworten auf die sich aufdrängenden Fragen zu bekommen. Aber eben, ohne Deine eigene Not (Stresssymptome, Bewerbungsdruck, Ängste) auf Deine Freundin zu übertragen. Ob sie sich also vorstellen kann, zu ihren Eltern zu ziehen, oder ob sicher ist, dass sie am jetzigen Wohnort bleibt. Aber vielleicht weiß sie das aktuell selbst nicht und wenn Du sie dann direkt fragst, verstärkst Du nur den Druck, den sie sich gerade selbst macht und den ihr bestimmt auch andere machen. Ist also ein echt brenzliges Thema.
Zitat von Yingyang: weil der arbeitgeber in ihrer stadt ist und der plan war ja ursprünglich dass wir zusammenziehen. so bringt es mir leider nichts.
Was genau meinst Du mit "bringt mir leider nichts"?
Würdest Du in Gehalt und/oder Position Abstriche machen?
Oder weil sich ohne Zusammenziehen mit Deiner Freundin der Umzug nicht lohnt?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Co-Elternschaft über mehrere Hundert km hinweg eine echt harte Sache ist. Zumal Du am Anfang das Baby immer nur 1-2 Stunden haben kannst. Und dafür ständig die Pendelei ist eine Hammerbelastung. Ich würde also sehr zu einem Umzug raten, damit Du Dein Kind problemlos sehen kannst, unabhängig davon, wie es um Deine Freundin und Dich gerade steht.
Aber diese Entscheidung drängt derzeit "nur" psychisch und kann jederzeit nachgeholt werden.
Ich würde zum Bewerbungsgespräch gehen, um meine Optionen auszuweiten. Das Angebot ablehnen kannst Du dann immer noch.