Zitat von luchadora:Zitat von LonelyXmas:In einem Kurs mit 30 schwitzenden Frauen wäre das vielleicht was anderes.

jaja, immer diese traeume...wahrscheinlich wuerdest du doch einfach nur die flucht ergreifen...
@LonelyXmas
du machst es halt deinem tempo entsprechend...dir ist erstmal wichtig, ein gutes und tragbares verhaeltnis zu deiner tochter zu haben und weiter auszubauen...
und wenn du wieder so weit bist, wird dir jemand da ueber den weg aufen, wo du es am wenigsten erwartest und dann wirst du entsprechend reagieren...
aber soweit bist du ja noch nicht...also mach weiter so wie bis her...
sei ehrlich zu dir selber und guck, was die momentane situation mit dir macht... wie es deiner tochter damit geht...
der rest kommt unverhofft
liebe gruesse
Danke für den sehr ruhenden Blick auf meine Situation.
In der Tat ist mir das Wohl meiner Tochter das Wichtigste überhaupt. Dafür stecke ich zurück wo ich kann.
Aber das behindert mich auch in meiner persönlichen Weiterentwicklung. Ich habe das bereits wenige Wochen nach der ersten Trennung geäußert.
Meinem Naturell würde es entsprechen, auf diese Krise in der Weise zu reagieren, dass ich ein Sabbatical nehme und mich ein Jahr auf die niederländischen Antillen verpisse, um dort wieder zu mir selbst zu finden, Hausbau, Heirat, Jobstress, Kleinkindstress (ich liebe meine Tochter) und alles hinter mir zu lassen, um dann zurückzukehren um mein Leben wieder neu ausgerichtet aufzunehmen.
Das ist finanziell nicht drin, da ich wegen des Familienheims verschuldet bin, ich das Haus nicht verkaufen kann und will, da es an das Familiengrundvermögen anschließt und ich kann und will meine Tochter über längere Zeit nicht nicht sehen.
Die Option, die meiner Natur entsprechen würde, die Art und Weise, wie ich bisher in meinem Leben mit Krisen umgegangen bin, scheidet deshalb aus. Ich liebe meine Tochter und könnte ihr es nie antun, für mehrere Monate wegzusein. Ich habe die Bindung zu ihr mühsam in der Trennungsphase wiederhergestellt. Meine Versäumnisse korrigiert.
Deshalb bin ich irgendwie in der Situation gefangen. Am liebsten würde ich weg, um den schei. hinter mir zu lassen, zu mir selbst zu finden, mich zu schütteln, um erstarkt wieder zurückzukehren. Geht aber nicht.
Deshalb mache ich einfach weiter. Jeden Tag. Für meine Tochter. Sie liegt oben und atmet in regelmäßigen unschuldigen Atemzügen und weiß, dass sie sich auf mich verlassen kann. Dass ich immer für sie da bin. Bis wir sterben, sagt sie immer. Sie fordert diese Versprechen so oft ein seit der Trennung. Ich merke, was sie durchmacht. Und das ist es, was mir wirklich weh tut. Ob meine Exfrau mit ihrem Next auf Wolke7 schwebt ist mir schei.. Sie kann wegen mir die intergalaktischen Höhepunkte mit ihm erleben oder den Stiefsohn adoptieren.
Was mich auspendeln lässt, sind die Reaktionen meiner Tochter. Sie ist mitten drin im patchworken und hat Angst, mich zu verlieren. Deshalb klammert sie und überschüttet mich mit Liebesschwüren und fordert tausende Versprechen von mir ein. Das hat sie so nie gemacht. Die gebe ich ihr. Aber ihre Angst nehme ich ernst und das verliebte und unverständliche Grinsen meiner patchworkenden Exfrau, für die natürlich alles ganz easy und smooth läuft, und die überhaupt keine Probleme bei unserer Tochter sieht, klar alles rosarot, kann ich nicht teilen.
Aber das ist meine Rolle in meiner Meine-Frau-verlässt-mich-mit-kleinem-Kind-und-findet-endlich-und-sofort-den-TraumpatchworkgeschiedenenVater.