Zitat von Blackbox: Also nur mal so…. würde ich den ernsthaften Wunsch nach einer offenen Beziehung haben und mein Partner nicht, dann wüsste ich, ich bin in einer monogamen Beziehung falsch und würde mich trennen.
Wäre ich der monogame Typ und mein Partner würde ernsthaft eine offene Beziehung führen wollen, auch dann wüsste ich, bin in einer offenen Beziehung falsch und würde mich trennen.
Und der dritte Fall… wäre der Gedanken an einer „offenen Beziehung“ nur ein Hirngespinst aus einer Laune heraus… dann würde ich meine Ehe mit so einem Thema erst gar nicht belasten.
Dieses Schwarz-weiß-denken wird der Komplexität einer Liebesbeziehung und Partnerschaft in keinster Weise gerecht. 99% der Menschen befinden sich irgendwo innerhalb des Spektrums zwischen streng monogam und völlig losgelöst polygam. So einfach ist Welt eben nicht, wie du sie gerade malst.
Zitat von Blackbox: Meine Meinung: Natürliche sollte jeder in seiner Partnerschaft über alles sprechen können und nicht nur das…, wenn ich heirate, dann solle ich schon wissen, wenn ich da heirate, wie der Partner über den Hafen einer "Ehe" denkt und was für ein Beziehungdtyp ich bin.
Aber ja, die Zeiten ändern sich und es gibt auch die, die früher oder später eine offene Ehe im gegenseitigen Einverständnis führen. Glücklich sind dabei leider die wenigsten. Die meisten werden von einem Laster überrollt.
Ah, ok. Woher nimmst du die empirische Erkenntnis, dass die wenigsten Menschen in geöffneten Ehen glücklich seien? Zeig doch mal die Daten, auf denen diese Erkenntnis beruht. Oder ist das nur der Ausdruck deiner Voreingenommenheit? Und bitte komme jetzt nicht mit dem Bekannten der Schwester deiner Nachbarin, der unglücklich in einer OB lebt.
Zitat von Blackbox: Zitat TE
„Meine Frau und ich sind seit 2 Jahren verheiratet. Ich habe immer geglaubt, dass wir eine solide, liebevolle Beziehung führen. Natürlich nicht immer perfekt, aber voller Nähe, Vertrautheit und gemeinsamen Plänen.“
Ich glaube, der TE hat gerade ganz andere Probleme als „man sollte in jeder Beziehung über alles und jedes Thema ansprechen dürfen/sollen.“
Nein, der TE hat genau das Problem, nämlich dass seine Frau etwas angesprochen hat, das sein Selbstverständnis ins Wanken gebracht hat. Er sollte primär mal auf sich schauen und reflektieren, warum das so ist. Ein konkretes Problem existiert nämlich (noch) gar nicht, das Problem sitzt gerade ausschließlich in seinem Kopf.
Zitat von BernhardQXY: Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es sehr schwierig ist, eine offene Beziehung zu führen. Da gehört eine außerordentlich gute Kommunikation dazu, die Fähigkeit mit Eifersucht umzugehen, sie auszuhalten und noch einiges mehr.
Nicht zu verwechseln mit der Lizenz zum Fremdvogel.
Das ist was anderes und führt ausnahmslos in die Katastrophe.
@carlis7 und habt ihr Ergänzungen?
Absolute Zustimmung. Eine OB erfordert auf beiden Seiten große Aufmerksamkeit, viel Zuwendung, ausführliche und ehrliche Kommunikation und ja, eine gewisse nicht trainierbare Grundfertigkeit mit Eifersucht umzugehen. Sowohl mit körperlicher, als auch mit emotionaler Eifersucht. Für mich ist das letztere mein Kryptonit und ich habe doch eine Weile gebraucht, mit dieser Eifersucht umzugehen, während ich körperliche Eifersucht eigentlich nicht kenne.
Ich will auch vor allem deinen Punkt unterstreichen, dass eine OB nichts, aber auch gar nichts mit einer Lizenz zum Fremdv@geln hat. Natürlich kann (muss aber nicht), dass ein Bestandteil der Vereinbarung sein. Aber nach meiner Erfahrung sind die Regeln da bei allen Paaren recht eng gefasst. Viel, viel mehr ist tabu als erlaubt. In den Vorstellungen der meisten ist es aber genau anders herum als in der Realität.
Zitat von stream: Das ist wahrscheinlich ihr Plan.
Aha, das sagt dir deine Glaskugel?
Zitat von Heike1307: die Frau hat einen/ mehrere Verehrer und sie möchte mit dem Wunsch einer Beziehungsöffnung in fremden Betten wandeln und dafür die offizielle Genehmigung ( ohne schlechtes Gewissen ). Ich gebe ehrlich zu, in meinen jungen Jahren hatte ich auch mehr oder weniger solche Gedankengänge.
Ich glaube dass körperliches Bedürfnis nichts mit dem Alter zu tun hat, sondern eher mit Erfahrung bzw mit der Regression zur Mitte: Wer sich ausgetobt hat, kommt tendenziell eher zur Ruhe. Wer sich sehr eingeschränkt hat, tendiert mehr zur Entfaltung. Ich finde es persönlich völlig normal, viele Menschen sexuell attraktiv zu finden. In wie weit man das dann auslebt ist eine Frage von Partnerschaft, Moral, Sicherheitsbedürfnis, Bindungswille, Gesundheitsbewusstsein, usw.... es ist vielschichtig.