Zitat von Own_every_minute:Ich glaube, dass Männer grundsätzlich mehr Angst vor so einem Konflikt haben und diesem entgehen, in dem sie keine Entscheidung treffen. Ich kenne auch im Bekannten- und Freundeskreis nur Männer, die sich nur trennen, wenn bereits eine neue Frau im spielt ist. Ich habe ehrlich gesagt noch nie eine Trennung miterlebt, bei dem sich der Mann trennt um alleine zu sein. Bei Frauen gibt es das allerdings schon öfters.
Witzig, genau so kenne ich das nämlich auch nur!
Und ich habe bei meinen Recherchen bezüglich Affären auch noch eine Beobachtung gemacht: dass sich nämlich sehr häufig Männer, die schon mal schmerzhaft verlassen wurden, eine Affäre "suchen". Und diese so lange wie möglich behalten möchten. Sozusagen (meistens war das wohl unbewusst?) als "Notnagel". Vielleicht, weil sie ja schon einmal erlebt haben wie weh es tut, verlassen zu werden und dann alleine dazustehen. Viele haben auch erlebt, wie schwierig es als Single-Mann ist ,eine Frau für sich zu begeistern, denn Single-Männer wirken häufig unsicher und bedürftig, und das törnt Frauen natürlich ab. Da ist es leichter, aus einer bestehenden (sicheren) Beziehung heraus eine Neue zu suchen, denn dann ist Mann viel souveräner - weshalb sich ja auch so viele Frauen von gebundenen Männern angezogen fühlen, sie wirken eben nicht bedürftig.
Und das möchten manche Männer nie wieder erleben, deshalb halten sie sich ein "Sicherheitsnetz" in Form einer Affäre. Häufig dann, wenn es in der Hauptbeziehung eben nicht mehr so läuft und sie sich nicht mehr geliebt fühlen von der Partnerin. Manchmal war diese bereits im Vorfeld schon mal fremdgegangen (Alarmsignal für den Mann). Manchmal war einfach nur die Liebe irgendwie erkaltet, oft fehlte der S. (was für Männer ja auch immer ein Liebesbeweis ist, und wenn die Frau keine Lust mehr hat, fühlt Mann sich halt nicht mehr wirklich geliebt und wird unsicher, das führt dazu, dass die Frau noch weniger Lust hat und - ja, dann ist der typische Teufelskreis im Gange).
Das würde auch erklären, warum sich so wenige Männer dann für die Affärenfrau entscheiden, denn sie haben die Affäre ja quasi aus Gründen der Sicherheit. Sie würden sich also nur dann für die Affäre entscheiden, wenn die Partnerin sie verlässt, was ja in dem Fall auch häufig so passiert, liest man auch hier im Forum immer wieder.
Wenn eine Affäre auffliegt und die Partnerin bleibt trotzdem, wird eben die Affäre aufgegeben. Die gewünschte Sicherheit ist ja da durch die Entscheidung der Partnerin, sogar eine Affäre zu verzeihen, gegeben (und diese Sicherheit kann eine "neue Frau" nun mal nicht bieten, egal, wie lange die Affäre ging, denn eine Affäre ist eben keine Beziehungsanbahnung).
Für die Affäre entscheiden sich wahrscheinlich nur die Männer, die sich bereits emotional von der Partnerin gelöst haben und sowieso gehen möchten. Das sind dann eben auch die, die sich sehr schnell entscheiden, sobald sie merken, dass die Neue halbwegs "sicher" ist und zumindest ihre Gefühle erwidert.
Wenn die Affärenfrau die Affäre bei der Partnerin bekannt macht, um eine Entscheidung zu erzwingen, ist sie raus. Denn damit hat sie einen Vertrauensbruch begangen (fehlende Loyalität) und kommt also als Partnerin sowieso nicht mehr in Frage. Dann gilt es zu retten, was zu retten ist, und irgendwann später wird die nächste "Ersatzfrau" gesucht. Weshalb es ja auch oft so ist, dass es eine "lachende Dritte" gibt - nämlich die nächste Affärenfrau. Spätestens, wenn diese Affäre auch auffliegt, geht nämlich in der Regel die Hauptpartnerin wirklich, und damit ist dann also der Weg frei.
Wer also einen gebundenen Mann für sich haben möchte, sollte sich einen suchen, der mal eine schlimme Trennung hinter sich hat, und der schon mal mit einer Affäre aufgeflogen ist. Und dann dafür sorgen, dass diese Affäre auch bei der Partnerin auffliegt, weil er unvorsichtig wird. Und zack - ist er frei. Ob man so jemanden dann wirklich haben will, für den man nur eine Ersatzspielerin ist, ist natürlich eine andere Frage
