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Sind wir alle mit unserem Job verheiratet!?

Bro37

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Mich beschleicht der Verdacht, dass heutzutage in unserer Gesellschaft wir alle eigentlich mit unserer Arbeit verheiratet sind. Und daraus resultieren dann die häufigsten Problem: Keine Zeit für den Partner, Stress und oft auch die Tatsache, negative Erfahrungen am Partner auszulassen. Wenn ich hier auch viele Themen querlese, werden viele Partner "weggeworfen", damit man/frau auch nur den heternonomen Bedürfnissen der Arbeit genügen können. Klar kann man jetzt mit den üblichen Sprüchen ankommen wie "dsa Geld muss ja irgendwo her" und "wer bezahlt das" bla, aber ich glaube der Trend und/oder die Bedingung für eine glückliche Beziehung ist postmaterialistisch.

Ich stell die Theorie auf, dass glückliche Beziehungen nur möglich sind, wenn die Arbeit nicht mehr die ultimative Priorität darstellt, sogar eher sekundär sein sollte. Und das begreifen Männer als auch Frauen auch erst ab einem gewissen Alter, wenn wir merken, dass der Kontostand uns am Ende des Tages halt nicht in den Arm nimmt. Wie seht ihr das?

10.02.2021 23:35 • x 2 #1


MariaLaFleur

MariaLaFleur


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Es gibt auch noch andere Herangehensweisen, gerade wenn Beruf auch Berufung ist.

Ich liebe meine Arbeit und ich liebe meinen Verlobten. Er empfindet ebenso. Ich sehe da keine Konkurrenz oder falsche Priorisierung, denn wir achten sehr darauf, uns nicht einzuengen und zugleich die tägliche gemeinsame Zeit als Paar zu pflegen. Wir hassen langweilige Alltagsroutinen und nutzen die gemeinsame Zeit mit viel kuscheln, küssen, 6 und langen Gespräche über Gott und die Welt, wir hören gerne Musik und unternehmen trotz Corona jede Menge Ausflüge, Wanderungen oder Spaziergänge...

Unter der Woche ist es die morgendliche Kuscheleinheit vor der Arbeit und natürlich der gemeinsame Abend, Wochenends oder an gemeinsamen freien Tagen eben die Ausflüge oder der Tag im Bett mit Pizza und einem Herr der Ringe Marathon. Wir kleben eigentlich immer irgendwie körperlich aneinander, sobald Feierabend ist.

Dennoch würden wir nie auf unsere Jobs verzichten wollen oder uns wegen Überstunden Vorwürfe machen.

So sehe und lebe ich die Sache.

P.S: Ich bin Informatikerin, derzeit Doktorandin in der Forschung, mein Verlobter ist Polizist. Beide haben ihre Berufe aus Überzeugung gewählt

10.02.2021 23:49 • x 7 #2



Sind wir alle mit unserem Job verheiratet!?

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monchichi_82

monchichi_82


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Nein, das kann ich nicht behaupten, dass das so ist. Auch bei meinem Mann, meiner besten Freundin und meinen Eltern (vor Berentung) war das nicht so.
Genauso wenig wie uns am Ende des Tages der Kühlschrank in den Arm nimmt bezahlt uns Liebe die Stromrechnung und das Steak auf dem Teller.
Solange sich die Waage hält sehe ich keine Probleme. Bei mir jedenfalls ging noch keine Beziehung in die Brüche wegen einem Job.

10.02.2021 23:50 • x 2 #3


fitzgerald71


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Zitat von Bro37:
wenn die Arbeit nicht mehr die ultimative Priorität darstellt,


Ja...man sollte sich darüber klar werden, dass der Job ein Mittel ist, Geld zu bekommen. Und das braucht man auch nur weil Jeder davon was möchte. Ich brauche kein Geld um Glücklich zu sein. Und wenn mich oder meine Tochter krank sind, hilft auch kohle nicht viel. Momentanmerkt an das erst recht

10.02.2021 23:53 • x 1 #4


Dracarys


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Es gibt kein schwarz oder weiss.
Aber es gibt immer den perfekten Grau-Ton für jedes Paar.
Natürlich ist Geld und Job nicht alles.
Aber Geld erleichtert Vieles.
Und?
Mach was dran...

10.02.2021 23:55 • x 2 #5


fitzgerald71


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Zitat von Dracarys:
Aber Geld erleichtert Vieles.


Stimmt. Und macht Dich das Glücklicher?

10.02.2021 23:59 • x 1 #6


FranziMarc


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Hallo Bro - interessante These. In Deutschland definieren sich -denke ich - mehr Menschen über die Arbeit als in vielen anderen Ländern. Ich hab mal gehört, dass in Deutschland die Frage "Was machst du beruflich" beim Kennenlernen neuer Leute sehr früh gestellt wird. Und dass der Antwort sehr viel Bedeutung beigemessen wird.
Aber dass man daraus ableiten kann, berufliches Engagement führe zu unglücklicher Beziehung, das sehe ich nicht. Problematisch scheint mir zu sein, wenn der Beruf dazu dient, Bedürfnisse zu befriedigen (Anerkennung, Erfolg, Gestaltungswillen), die in der Partnerschaft - vielleicht unbewusst - auf der Strecke bleiben.

11.02.2021 00:02 • x 1 #7


Bro37


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Zitat von MariaLaFleur:
Es gibt auch noch andere Herangehensweisen, gerade wenn Beruf auch Berufung ist. Ich liebe meine Arbeit und ich liebe meinen Verlobten. Er empfindet ebenso. Ich sehe da keine Konkurrenz oder falsche Priorisierung, denn wir achten sehr darauf, uns nicht einzuengen und zugleich die tägliche gemeinsame Zeit als ...


klingt ideal, aber was wäre, wenn aus irgendwelchen Gründen eine Entscheidung gefällt werden müsste?
mich interessieren in diesem Kontext auch vermehrt die Fälle mit Konfliktpotential muss ich zugeben, denn beim Querlesen als auch aus meinen eigenen Erfahrungen gelang die Integration beider Sphären nie reibungslos....

11.02.2021 00:03 • x 1 #8


monchichi_82

monchichi_82


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Zitat von fitzgerald71:
Stimmt. Und macht Dich das Glücklicher?

Mich schon. Ich weine lieber in meinem Einfamilienhaus als in einer beengten 2-Zimmer Wohnung. Ich schlafe wesentlich ruhiger wenn ich meine Rechnungen zahlen kann ohne jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Mir geht es besser wenn ich ins Restaurant gehen kann wann ich das will. Wenn ich in der Therme entspannen kann zusammen mit Freundin oder Ehemann. Ich fühle mich gut dabei, dass ich shoppen gehen kann, mir gute Pflegeprodukte leisten kann, zu guten Ärzten gehen kann die hin und wieder privat zu bezahlen sind.
Das wiederum wirkt sich auf Psyche und Beziehungen aus, wenn es einem gut geht. Ich kenne auch die andere Seite, nämlich, von der Hand im Mund zu leben und damit ging es mir gar nicht gut. Da tröstet auch keine Partnerschaft drüber hinweg.

11.02.2021 00:04 • x 2 #9


Bro37


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Zitat von FranziMarc:
Hallo Bro - interessante These. In Deutschland definieren sich -denke ich - mehr Menschen über die Arbeit als in vielen anderen Ländern. Ich hab mal gehört, dass in Deutschland die Frage "Was machst du beruflich" beim Kennenlernen neuer Leute sehr früh gestellt wird. ...

ja, das stimmt, ich hab aber auch gehört, dass oft dann Interessen an dem Status besteht und nicht an der eigentlich Person hinter dem Job..wenn es dahinter denn noch eine Person gibt..

11.02.2021 00:05 • #10


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Ich war nie mit meinem Job verheiratet (mit meinem Ex bin ich es aber auch nicht mehr ) , hab ihn aber meistens gerne gemacht. Dass Geld dadurch reinkommt, ist natürlich auch wichtig.

Aber ich kenne die von Dir beschriebene Situation auch in meinem näheren Umfeld nicht. Da sorgt jede/r für eine ausgewogene Work-Life-Balance und bekommt das locker hin. Klar mag es mal Zeiten geben, wo der Beruf einen stärker fordert - die sind jedoch kein Dauerzustand.

Ich nehme mal an, Du redest nicht von einem alleinerziehenden Elternteil, der 3 Jobs machen muss, um über die Runden zu kommen? Es ist völlig legitim, Karriere machen zu wollen. Wenn jemand dafür jahrelang 14-Stunden-Arbeitstage in Kauf nimmt - joah, dann ist nicht mehr viel Zeit für was anderes, das muss man dann einkalkulieren. Gibt aber eh mehr Interessenten als Chef-Posten.

Ich habe gerne Geld und gebe es genauso gerne für schöne Dinge aus. Diese schönen Dinge passe ich aber den Möglichkeiten meines Kontos an und nicht umgekehrt. Außerdem brauche ich ja noch freie Zeit, um die schönen Dinge zu genießen.

11.02.2021 00:07 • x 1 #11


BrokenHeart

BrokenHeart


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Zitat von fitzgerald71:
Stimmt. Und macht Dich das Glücklicher?


Wenn ich soviel Geld hätte, um damit Hilfsbedürftige unterstützen zu können, würde es mich schon glücklich machen ...

11.02.2021 00:08 • x 1 #12


fitzgerald71


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Zitat von monchichi_82:
Mich schon. Ich weine lieber in meinem Einfamilienhaus als in einer beengten 2-Zimmer Wohnung. Ich schlafe wesentlich ruhiger wenn ich meine Rechnungen zahlen kann ohne jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen. Mir geht es besser wenn ich ins Restaurant gehen kann wann ich das will. Wenn ich in der Therme entspannen kann zusammen mit Freundin oder Ehemann. Ich fühle mich gut dabei, dass ich shoppen gehen kann, mir gute Pflegeprodukte leisten kann, zu guten Ärzten gehen kann die hin und wieder privat zu bezahlen sind.


Und Du bist Glücklich?

11.02.2021 00:10 • x 1 #13


Scheol

Scheol


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Statistisch gesehen sollen von 10 Problemen 7 mit Geld zutun haben........

Robert Betz bei YouTube eingeben der erklärt das ganz gut.

Geld ist nicht alles. Es beruhigt . Und lieber haben ich welches , statt ich Probleme bekomme, ABER sie Arbeit sollte nicht ganz oben stehen.




11.02.2021 00:11 • x 1 #14


monchichi_82

monchichi_82


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Zitat von fitzgerald71:
Und Du bist Glücklich?

Wie ich schon geschrieben habe, ja.

11.02.2021 00:12 • x 1 #15



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