Trajan
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Sie war die erste Frau, die ich in der Realität kennengelernt habe, wo beidseitiges Interesse bestanden hat. Das ist mir vorher noch nie passiert.
Bei den ersten Treffen in einer Gruppe war ich der Meinung, dass sie einen Freund hat. Sie hat Annäherungsversuche gestartet. Das war für mich komisch, weil sie ja einen Freund hat.
Ein paar Monate später habe ich dann in einem Gespräch rausgefunden, dass sie keinen Freund hat und habe mein Glück versucht. Ich war mir des Risikos bewusst. Wir waren beide in einer Fotogruppe, wo wir uns regelmäßig ausgetauscht haben und alle paar Monate zusammen fotografiert haben.
Ich bin also in die Offensive gegangen. Wir haben 2 Wochen über Whatsapp geflirtet. Sie hat meine Vorschläge für Treffen abgelehnt aber ich bin drangeblieben, obwohl ich aufgrund der Absagen die Hoffnung schon aufgegeben hatte.
Das erste Treffen hat sie dann vorgeschlagen. Es war echt schön. .
Nach zwei B. hat sie mich geküsst. Das hätte ich nicht erwartet und auch nicht so schnell gemacht. Das war der schönste Kuss überhaupt bisher, so weich, gefühlvoll, wow.
Alle anderen Frauen waren immer irgendwie wie ein Brett.
Wir haben uns ausschließlich abends unter der Woche getroffen, wenn es dunkel war. Am Wochenende hat sie keine Zeit. Familie oder unser Hobby, mit dem sie etwas Geld verdient.
Ich wollte alles richtig machen, alle Vorwürfe, die ich davor von anderen gehört habe, entkräften und habe ihr sehr viel gegeben.
Ich habe sie ausgeführt, für sie gekocht, kleine Geschenke (es war vor Weihnachten. Ich glaube mittlerweile, das ist eine ganz blöde Zeit zum Kennenlernen) und war ein Gentleman mit Tür aufhalten, aus dem Mantel helfen usw. ...
Sie war dankbar und hat es genossen (hat sie mir dann auch mal geschrieben.)
Sie hat mir die Zeit gegeben und mich nicht unter Druck gesetzt, sie als Frau zu behandeln. Sie ist nie 5m vor mir hergerannt, weil ich zu langsam war oder hat mich ständig gefragt, was ich denke. Das war angenehm.
Wenn ich eine Frau kennenlerne, die sich für mich interessiert, gebe ich sehr viel und bekomme meist wenig, oder zumindest nichts, das bleibt. Das betrifft Zärtlichkeiten genauso wie das Thema Sex.
Ich denke bei allem eigentlich in erster Linie an die Frau. Was könnte ihr gefallen? Dann schaue ich, ob mir das auch gefällt und wenn ja, wird es gemacht.
Ich habe in meinem Alltag so gut wie keinen Kontakt zu Frauen. Wenn ich dann vielleicht einmal im Jahr eine näher kennenlerne, kann ich nicht anders als für dieses zarte, faszinierende Wesen, mit dem die gemeinsame Zeit immer so knapp und kostbar ist, die Sterne vom Himmel zu holen. Ich kann diesen Menschen einfach nicht niedrig priorisieren und dementsprechend behandeln.
Aufgrund der vielen Kontaktabbrüche, die ich erlebt habe, war ich etwa einen Monat unsicher, ob sie ernsthaftes Interesse an mir hat oder ob jedes Treffen das Letzte sein könnte. Für mich ist diese Unsicherheit purer Stress. Ich kann weniger schlafen, mir fällt es schwer an etwas anderes zu denken. Ich war wegen psychosomatischer Beschwerden in Behandlung. Die werden davon auch wieder getriggert. Ich brauche also etwas Sicherheit, psychisch wie physisch.
Nach einem Monat hat sich dann eine gewisse Sicherheit eingestellt. Wow sie bleibt wirklich bei mir und hat ernstes Interesse. Sie stellt mich ihrer Schwester + Mann + Baby vor. Das wird was!
Das war das vorletzte Treffen.
Beim letzten Treffen war ich bei ihr. Ich habe gekocht. Wir haben einen Film angeschaut, den ich gekauft habe. Ich habe ihr an dem Abend gesagt, dass ich gerne Silvester mit ihr verbringen würde. Sie denkt darüber nach.
Die Nacht hat sie kaum geschlafen sondern viel nachgedacht. Am nächsten Tag gab es einen langen Abschiedskuss und am Nachmittag die Nachricht "...... meine Gefühle reichen nicht für mehr ......".
Ich habe den Eindruck, es wird immer gesagt, Mann soll Frau Grenzen aufzeigen und nicht alles mit sich machen lassen. Ich komme aber gar nicht in die Situation Grenzen aufzeigen zu müssen. Sie tut mir ja nicht weh. Wir haben uns 8-10 mal getroffen!
Ich habe mir viele Beträge auch zum Thema Anziehung durchgelesen, sowie Aussagen von z.B. Urmel und kann sie nur bedingt auf meine Situation übertragen, wo es nicht um eine langjährige Beziehung sondern um eine Handvoll Treffen geht.
Im Moment fühle ich mich etwas leer. Ich habe so viel gegeben und es hat nicht funktioniert. Ich kann nichts mehr geben.
