leilani1801
Gast
Zitat von Florentine:Ich: bist du noch gern mit mir verheiratet?
Er: manchmal.
Ich: willst du dich trennen?
Er: manchmal.
Ich: wann? Warum?
Er: meistens freitags.
Na ja... zumindest hat dein Mann einen guten Humor. Ich zumindest fand es lustig!
Und ansonsten auch kann ich mich sehr gut in deinen Mann hineinversetzen.
Mich machen Menschen, die stark perfektionistisch ausgerichtet sind auch fertig, weil Spaß und Genuss zu kurz kommen. In dem Punkt würde ich weiter versuchen an mir zu arbeiten, weil so eine Einstellung auch ein ziemliches Paket für Kinder sein kann.
Da muss man schon ein gutes Maß finden. Klar ist es wichtig sich selbst zu motivieren, gute Leistung abzuliefern, aber Gelassenheit ist eben auch elementar. Gerade um den Kindern zu vermitteln, dass sie auch ohne die und die Leistung wertvoll und liebenswert sind.
Was den Konkurrenzkampf bezüglich deiner Schwestern anbelangt - ist bis zu einem gewissen Punkt normal. Kenne ich auch.
Allerdings bin ich da genau andersrum gepolt - ich mache da nicht mit und verweigere mich.
Die haben mir bspw. immer Mitleid entgegengebracht, da ich die einzige bin, die keine langjährige Partnerschaft vorweisen kann und dann kamen so Gespräche auf, wie schlimm das doch sein muss etc.
Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so schlimm und es hat ja durchaus auch Vorteile.
Irgendwann habe ich die ganze Thematik abgesägt und gesagt, dass es Menschen gibt, die noch andere Themen haben als Partnerschaft.
Auch was Kindererziehung anbelangt, hatte ich meist andere Vorstellungen als meine Familie. Bspw. war meine Tochter eine zeitlang sehr introvertiert, hat sich am liebsten mit sich selbst und ihren Hobbys beschäftigt und nur sehr wenige Freunde.
Während meine Familie da ein Riesenproblem daraus gemacht hat und nach irgendwelchen Traumata suchte und mich unter Druck setzten, ich müsste was unternehmen, einen Therapeuten suchen etc. fand ich das alles nicht so schlimm.
Kinder haben eben auch Entwicklungsphasen und solange ich nicht den Eindruck habe mein Kind leidet massiv, lehne ich mich erstmal zurück und warte ab.
Genauso kam es dann auch. Im Laufe ihrer Teenagerzeit wurde sie zunehmend offener und ich war eher damit beschäftigt den Kühlschrank regelmäßig aufzufüllen, weil ständig Besuch da war.
Auch was Noten anbelangt habe ich keinen Druck gemacht. Während meine Geschwister da total hinterherwaren und alles in Richtung Einser-Abi laufen musste, war ich eher der Mensch, der sagte: Hauptsache du kommst durch und wenn du mal ne Ehrenrunde drehst geht die Welt auch nicht unter.
Geht es im Leben nicht vielmehr darum eine gute Zeit zu haben und nicht die Erwartung von Familie und Umfeld zu erfüllen?
Was dich und deinen Mann betrifft: nur du kannst entscheiden, ob du dich in dieser Beziehung dauerhaft wohlfühlen kannst. Aber auch hier finde ich, dass du sehr hohe Erwartungen an deinen Mann stellst. Hat man ständig den Eindruck, man ist nicht gut genug für den Partner, dann gehen natürlich auch die Liebe, der 6 und die Empathie füreinander flöten.
Nur weil du so perfektionistisch an dir rumdokterst, müssen deine Maßstäbe doch nicht für andere gelten. Ich finde, dir fehlt es an Toleranz und Akzeptanz. Hst du jemanden als Raucher kennen gelernt, dann ist das so. Aber da jetzt im Nachhinein ein Fass aufzumachen, lass die Leute doch einfach mal sein und leben - so wie sie sind.