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Sinnkrise in der Ehe

Tiefes Meer

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Zitat von Florentine:
Das habe ich noch nicht, denn ich denke, für eine vernünftige Beratung muss doch zumindest eine Idee bezüglich der Wohnsituation bestehen, nicht?
Da hängt bei uns zumindest mit dem Haus die meiste Kohle drin.

Jein.
Zitat von Florentine:
er überlegte dann, wenn er seine Eltern aus Süddeutschland holen würde, könnte er das Haus behalten UND die Kinder versorgen. Die wären vermutlich auch alle verrückt genug, das zu machen.
In dem Fall ziehe ich gerne aus und suche mir eine schöne Wohnung mit Garten oder ein kleines Haus.

Unterhaltsansprüche sind auch nicht ohne . Die hättest Du in dem Modell zu zahlen, was er Dir da unterbreitet hat . Für die Kinder und - zumindest eine ganze Weile - auch für ihn. Wenn Du dann für Dich noch genug Geld übrig hast, um Dir ein kleines Haus zu leisten - super . Aber - ist das so ? Wäre zumindest mal gut zu wissen .

06.01.2019 01:28 • x 1 #436


Tiefes Meer

Tiefes Meer

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P.S. Kennst Du diesen Thread ? ich-will-die-trennung-sie-nicht-t51206-s195.html#top . Die Beteiligten sind länger ein Paar. Von daher ist die rechtliche und menschliche Situation nicht 1:1 vergleichbar . Dennoch denke ich, dass es hier eine Reihe von Hinweisen gibt, die eventuell auch für Dich relevant sein könnten .

06.01.2019 01:43 • x 1 #437


Florentine


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Ich bin jetzt juristisch nicht so bewandert.

Für mich würde da viel Geld verloren gehen, da ich die Immobilie zum größeren Teil real bezahlt habe, d.h. ich habe seit Kauf etwa 100.000 Euro (60 beim Kauf, der Rest floss später in neue Heizung und Co..) geblecht, er 40.000.
Naja.
Weg is weg.
Ausbezahlen müsste er mich trotzdem.

Er arbeitet Vollzeit, so weit ich weiß, steht ihm dann doch gar kein Unterhalt zu und den Kindern auch nur dann, wenn wir nicht 50:50 betreuen?
Der Kleine wird ja dieses Jahr 3.

Ich lese mir den Thread morgen mal durch.
Oder heute
Im Moment scheine ich keinen Schlaf zu brauchen...

06.01.2019 01:56 • #438


Tiefes Meer

Tiefes Meer

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Zitat von Florentine:
Er arbeitet Vollzeit, so weit ich weiß, steht ihm dann doch gar kein Unterhalt zu und den Kindern auch nur dann, wenn wir nicht 50:50 betreuen?
Der Kleine wird ja dieses Jahr 3.

Mit seinem Job hatte ich anders in Erinnerung. Da habe ich mich dann vertan . Sorry. Wenn Du Unterhalt für ihn ausschließen kannst, ist der verlinkte Thread nicht ganz so interessant für Dich wie ich dachte . Außer, dass da eben auch jemand schreibt, der sich aktuell von seiner Seite sich trennen möchte .

Wenn ihr Euch beim Aufenthalt der Kinder auf 50:50 einigt, steht natürlich auch kein Unterhalt für die Kinder an. Wurde das denn von ihm so gesagt ? Eltern aus Süddeutschand holen, hörte sich für mich so an, als ob sich da jemand überlegt, die Kinder ganz zu nehmen .

Zitat:
Im Moment scheine ich keinen Schlaf zu brauchen...
Ich offenbar auch nicht, Werde mich jetzt aber trotzdem mal hoffnungsvoll in die Waagerechte begeben.
Gute Nacht Dir .

06.01.2019 02:21 • x 1 #439


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Ich kann auch nicht schlafen, wenn auch aus anderen Gründen als Liebes- oder Trennungskummer.

Dir rate ich dringend, Dich nach einem guten Fachanwalt für Familienrecht umzuhören und Dich dort beraten zu lassen. Erstmal völlig unverbindlich, fachlichen Rat einzuholen bedeutet ja nicht, dass der Anwalt gleich irgendwie loslegt; ohne Dein Einverständnis geht da nix. Ich würde dem Nochmann auch nichts davon erzählen und halte es für völlig legitim, wenn man sich zunächst mal nur für sich schlau macht.

Hab jetzt nicht alles nachgelesen: Ist die Mediation bei einem Anwalt oder bei einem Psychologen? Egal wie, ist auf jeden Fall ein guter Schritt, weil neutrale Moderation mehr bringen kann als Gespräche zwischen Euch, in denen Ihr mit "Du hast immer..." und "Du hast nie..." immer im eigenen Saft schmort und nicht weiter kommt.

Aus eigener Erfahrung und aus denen in meinem Umfeld: Irgendwann geht es nur noch ums Geld. Wobei das gar nicht unbedingt heißen muss, dass die Dollarzeichen in den Augen glitzern: Der Kampf ums Geld (oder, noch schlimmer, um die Kinder) ist fast immer ein Stellvertreterkrieg. Wenn der verhindert werden kann und vernünftige Regelungen getroffen werden können, ist das schon die halbe Miete für eine erträgliche Trennung. Der emotionale Kram ist trotzdem da, kommt on top und ist schwierig genug.

Wieso hast Du so sehr viel mehr Geld in das Haus gesteckt als Dein Mann? Wenn es Geld ist, das Du geerbt hast oder bereits vor der Ehe hattest, dann ist es Deins; sammel dafür Unterlagen und Nachweise.

Die Idee, getrennt in zwei Wohneinheiten im gemeinsamen Haus zu leben, klingt verlockend und vor allem für die Kinder schön. Ich glaube aber nicht, dass das in der Situation, in der Ihr grade steckt, funktionieren wird. Eine räumliche Trennung wäre meiner Meinung nach besser; Ihr braucht Abstand voneinander. Ansonsten geht Ihr Euch weiter unter einem Dach auf die Nerven; egal, wie der Status grade ist. Fakt ist aber auch, dass - wenn nicht Gewalt im Spiel ist - keiner von Euch im Moment das Haus verlassen muss.

In D gibt es das Trennungsjahr. Da könnt Ihr Euch sortieren (Mediation ist ein guter Ansatz) und die Karten legen, wie es weiter gehen soll. Deshalb hast Du keinen Druck (Dein Mann aber auch nicht); nutz die Zeit mit Bedacht und Beratung.

Ich wünsche Dir alles Gute!

06.01.2019 02:23 • x 1 #440


Florentine


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Danke für eure sachlichen und klaren Beiträge.
Ich hoffe, wenn ich es auf so einem Niveau halten kann, wird es kein Rosenkrieg.
Die 50:50 Regelung ist das, was angestrebt wird.
Er kann sich da gerne etwas anderes vorstellen, auch mit seinen Eltern, Fakt ist, dass die alltägliche Betreuung überwiegend von mir übernommen wurde und ich auch gewährleisten kann, die Kinder neben meinem Job zu betreuen.
Wie gesagt, es gibt diese 4 Optionen und ich bin prinzipiell für alle 4 offen.

06.01.2019 09:38 • #441


Gast901

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Ganz ehrlich, ich glaube für die Kinder ist es nicht gut die Hälfte der Zeit bei ihm zu bleiben. Hast du dabei ein gutes Gefühl?

06.01.2019 09:47 • x 1 #442


Tilda18

Tilda18

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Ich finde es gut, dass du die Optionen offen lässt. Bezweifle eh, dass er daran festhalten wird, die Kinder dauerhaft bei sich zu haben, so schnell wie er jetzt schon mit ihnen überfordert ist.

Nun, wo er gemerkt hat, du machst ernst, kommt er mit Manipulation und Einschüchterung daher.

06.01.2019 09:56 • x 1 #443


Wewerad

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Guten Morgen,
Ich glaube nicht, dass dein Mann ausziehen wird. Das wäre ja eine Veränderung, dafür ist er zu träge. Außerdem ist es aus seiner Sicht ein Nachgeben. Ich glaube auch nicht, dass deine Argumentation "das wäre das beste für die Kinder" etwas bewirken kann. Für ihn zählt "wer ist schuld".
Für ihn wird die beste Lösung sein : alle bleiben im Haus. Dann wird sich ihn _nichts_ ändern.
Ich rate dir auf jeden Fall eine Lösung mit räumlicher Trennung.

06.01.2019 09:56 • x 2 #444


Gretel

Gretel

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Zitat von Florentine:
@Gretel Das kann ich dir sagen: Wenn du selber über Jahre und Jahre kein Selbstbewusstsein hast, und da steht jemand, der all solche Dinge aus voller Überzeugung äußert, immer sofort entweder eine Antwort oder eine Erklärung parat hat, dann wirkt das im ersten Moment sehr stark, stabil und selbstsicher. Das genau ist/war mein Problem. Wenn dir einer oft genug sagt, wo du dich überall falsch verhältst, er selbst aber nie, umweht den irgendwann ein Nimbus der Unfehlbarkeit und du selbst fühlst dich mies, weil - wenn du ein reflektierter Mensch bist - man ja ...


Liebe Florentine,
danke für Deine Antwort.

aber:

meine Frage hast Du damit überhaupt nicht beantwortet!

Dieser Umstand, und dass Du das nicht gemerkt hast, bringt meiner Meinung nach Dein Problem auf den Punkt.
Ich will jetzt erstmal keinen Sermon dazu schreiben. - Und das soll auch jetzt nicht "therapeutisch" klingen, wenn ich sage: Denk bitte mal drüber nach, warum Du meine Frage nicht "verstanden" hast, bzw. sie SO beantwortetest.

06.01.2019 10:23 • x 1 #445


Florentine


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Gespräch heute morgen.

Er spricht von gemeinsamem Urlaub.
Ich wiederhole, dass das grundsätzlich nichts ändert und ich das nicht möchte.
Ob meine Entscheidung unumstößlich feststehen würde, denn dann wäre für ihn alles gesagt und dann brauche ich auch nichts mehr erwarten, wenn ich sein Leben auf die Art kaputt machen würde.
Er will keine Trennung.
Ich hätte schon vor mindestens (!) 5 Jahren aufgehört, mich für ihn zu interessieren, wenn man es wirklich wollen würde, wäre es ja wohl kein Problem, wieder achtsamer miteinander umzugehen.
Unsere Beziehung läuft viel besser, wenn ich entspannter bin.
Er hat keinen Bock, von mir immer in "diesen schei." mit meiner Familie reingedrängt zu werden, da wäre er nicht der Typ für, da müsste ich mir dann jemand anderen suchen.
Er investiert nichts mehr, denn am Ende würde ich sowieso immer alles so machen, wie ich möchte.
Wienich mir das denn vorstellen würde mit zwei Kleinkindern müsse man seinen Alltag nun mal "getrennt" organisieren.
Mit mit mir könne man ganz gut auskommen.
Er will keine Trennung.
Er will nicht ausziehen.
Wenn ich ausziehe, müssen wir das Haus verkaufen. Aber das will er auch nicht, wegen der Kinder.
Er hat IMMER alles so gemacht, wie ich wollte, habe jeden sch. mitgemacht, auch Sachen, die er gar nicht für fand, damit ich zufrieden von und trotzdem würde ich nur motzen.

Gespräch zu Ende.

@Gretel
Das war nicht klar formuliert, weil ich grade andere Themen im Kopf hatte.
Was ich an ihm fand? Er war witzig, zuverlässig, loyal. Die Hoffnung auf ein stabiles Zuhause, Ruhe, Normalität. Eine bewusste, unaufgeregte, rationale Entscheidung war es für diesen Mann, weil er da war und es ganz gut passte.

06.01.2019 11:59 • #446


Florentine


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Ich vergaß:
Er hat auch nochmal ganz deutlich formuliert , dass es an mir liegt und ich ein Problem habe und es mein Verhalten ist, dass zu einer Schieflage in der Beziehung geführt hat.

Ich beginne zu ahnen, dass es ohne eine vernünftige Mediation finster aussieht.
Da ist viel Wut, verletzter Stolz usw.

06.01.2019 12:18 • #447


Florentine


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Wenn er das wirklich so sieht: dass ich egomanisch handle. Dass er alles tut und ich ungerecht bin.
Mal ehrlich.
Der hält dann doch auch nur noch mit Krallen und Zähnen an allem fest, weil es eben der gewohnte Status ist.

Mich würde mal interessieren, ob es ok für ihn wäre, wenn es eine Lösung gäbe, die ihm erlaubt, das Haus zu behalten.
Würde mich interessieren, wie er sich DANN positionieren würde.

06.01.2019 12:51 • #448


Tilda18

Tilda18

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Tzz... da sieht man doch wunderbar, dass sich überhaupt rein gar nichts geändert hätte, da er ja überhaupt keine Fehler bei sich sieht.

Am besten finde ich:
Zitat von Florentine:
Ich hätte schon vor mindestens (!) 5 Jahren aufgehört, mich für ihn zu interessieren, wenn man es wirklich wollen würde, wäre es ja wohl kein Problem, wieder achtsamer miteinander umzugehen.
Unsere Beziehung läuft viel besser, wenn ich entspannter bin.

Schlau daherreden kann er ja, aber selber machen - da wird es dann schon schwierig. Das lässt er lieber gleich.

Echt unglaublich, wie er alle Verantwortung zu dir abschiebt. Wie bei seiner Ex.

Ich würde dahingehend gar nichts mehr diskutieren und nur noch sachlich die Trennung planen.

Fühl dich mal gedrückt.

06.01.2019 13:36 • x 2 #449


mcteapot

Zitat von Tilda18:
Schlau daherreden kann er ja, aber selber machen - da wird es dann schon schwierig. Das lässt er lieber gleich.

Zitat von Tilda18:
Wie bei seiner Ex.

Sie erfinden das Rad nicht neu, sie machen da weiter, wo sie aufgehört haben. Und irgendwann sind sie Alleine - diese männlichen Wesen - und die Schuld daran suchen sie auch nicht bei sich!

06.01.2019 13:44 • x 1 #450




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