Hallo Florentine,
erstmal finde ich es gut, dass du nun konsequent geworden bist. Ich lese hier schon lange mit und eure "Beziehung" siecht ja nun schon jahrelang dahin. Wie er die mehrfachen Gespräche und Hinweise, auch Warnungen jetzt so umdreht und dir die Schuld komplett anlastet, ist traurig und sicher auch dem Schock der endgültigen Ankündigung geschuldet. Aber mach Dir klar, dass daran wenig Substanz ist. Du hast aus meiner Sicht wirklich alles versucht, um die Ehe weiterzuführen. Klar, seine Sicht der Dinge können wir hier nicht lesen, aber ein Mann der die Kinder herabwürdigt und mit Schimpfworten bedenkt, der nur zockt, sich fettfrist, nichts im haus auf die Reihe kriegt und null in gemeinsame Aktivität investiert, welche Frau der Welt soll den wollen? Ich kann mich in ihn da überhaupt nicht reinversetzen... Denke nach wie vor, er ist depressiv mit leicht autistischen Zügen.
Anyway, diese schwierige Phase musst du durchstehen. Er ist nun geschockt und will alles nicht wahrhaben, in den nächsten Wochen wird er auch wütend und unfair agieren. Er sieht sich als Opfer. Du brauchst daher dringend Rechtsbeistand. Die Idee mit dem Zusammenwohnen würde ich ganz schnell verwerfen, das tut Dir nicht gut. Es ist möglich, beim JA bzw. Familiengericht eine Klärung der Wohnsituation nach Trennung zu beantragen. In der Regeln kann die Mutter mit den Kindern dann erstmal im Haus bleiben und er zieht aus, bis alles endgültig geklärt ist.
Zitat von Florentine:Die 50:50 Regelung ist das, was angestrebt wird.
Er kann sich da gerne etwas anderes vorstellen, auch mit seinen Eltern, Fakt ist, dass die alltägliche Betreuung überwiegend von mir übernommen wurde und ich auch gewährleisten kann, die Kinder neben meinem Job zu betreuen.
Wie gesagt, es gibt diese 4 Optionen und ich bin prinzipiell für alle 4 offen.
Die 50:50 Regelung würde voraussetzen, dass er auch bisher in hinreichender Art und Weise Kinder betreut hat und auch alles geregelt bekommt (Kindergarten schaffen/holen, essen kochen, waschen, einkaufen etc.). Ich habe da nach dem Lesen des Threads so meine Zweifel. Ausgeschlossen ist es nicht, ich habe meine Kids 50% im Wechselmodell und es läuft gut, aber das muss man als Mann auch organisieren können und wollen. Entscheiden muss es am Ende das Gericht und ich bin im Grunde ein Befürworter von 50/50, aber das Kindeswohl steht an erster Stelle.
Mediation ist ein guter Ansatz, wenn er den verweigert, wird es aber schwieriger. Hier helfen dann der Anwalt und das Jugendamt. Ich hoffe, nach dem ersten Totalverweigern und Realität ignorieren fängt er sich noch. Du darfst aber auf keinen Fall Signale des Einknickens senden, bleib diesmal hart. Auch wenn er Kinder, Freunde usw. instrumentalisiert (und das wird er), lass dich nicht von deinem Weg abbringen. Es werden ein paar harte Wochen werden, auch für die Kinder. Ich hoffe, ihr könnt sie weitestgehend heraushalten.
Was das Haus angeht, keiner von beiden kann es für sich beanspruchen, wenn ihr beide im Grundbuch steht. Man kann sich einigen oder es wird eine Teilungsversteigerung beantragt (kann auch einer alleine machen). Das ist aber die schlechteste Option. Besser, man einigt sich auf Verkauf oder Übernahme durch einen der beiden. Ich würde das auf später verschieben, wenn sich die Emotionen etwas beruhigt haben.
Sichere auch alle Dokumente, Finanzen usw. was du noch im Zugriff hast. Das wird später noch wichtig werden.