Hallo
ich schon wieder
Wir hatten gestern ein längeres Gespräch.
Ergebnis: er fühlt sich von mir unter Druck gesetzt, ich würde immer nur fordern.
Er würde halt auch oft nicht mitkommen zur Familie etc weil er in der Zeit ja schließlich auch hier zuhause etwas erledigen würde und man könne schließlich nicht dauernd in der Welt rumtanzen.
Könnte er machen ja, aber ich solle mich nicht wundern, wenn er dann hier zuhause gar nichts mehr macht. Dann würde die Renovierung oben eben nie fertig (wird sie so auch nicht wirklich, aber das habe ich nicht gesagt).
Zum Thema Job: er würde sich ja bewerben, was ich denn wolle. Hier in der Region habe es nur dumme Arbeitsstellen usw. das wäre bei ihm in der alten Heimat alles ganz anders. Er habe halt keinen Bock mehr auf den ganzen Kram, aber irgendwas müsse er ja schließlich machen.
Zum Thema Freunde: braucht er nicht, will er nicht.
Zum Thema Kinder: was ich denn wolle, er kümmere dich doch und bringt sie morgens weg usw. Er würde doch auch regelmäßig was basteln und spielen, nur auf Spielplatz und so habe er halt keine Lust, wie schlimm das denn wohl sei.
Zum Thema Sex (hier war er ziemlich ungehalten): ich könne doch alles haben von ihm. Ich müsse nur dies oder jenes tun und er würde ja immer wieder Angebote machen, aber ich gehe da ja nie drauf ein, deswegen hat er's jetzt auch gelassen (was er meint sind diese "Spiele" per Sms oder Fotos und sowas). Da habe ich aber, wie gesagt, wenig Lust drauf, wenn wir sonst so gar keine ero. haben.
Zum Thema reden und Unternehmungen: ich solle doch was vorschlagen. Was ich denn bitte abends groß zuhause machen wolle außer Fernsehen oder so. Er sei abends müde und k.o im Moment und da ginge eben nicht mehr als noch zocken und dann Bett.
Insgesamt sei ich ja wohl diejenige, die nichts mehr investiert und er habe mir immerhin Blumen zum Valentinstag geschenkt und von mir habe er nichts bekommen (das stimmt. Ich hatte bis 16.30 gearbeitet und da mein Sohn erkältet ist und schlecht eingeschlafen ist, war der Abend dann gelaufen).
Damit ist/war das für ihn erledigt.
Für ihn ist es so, dass ich doch praktisch ganz easy alles in die richtige Richtung drehen könnte, wenn ich nur wollte.
Ich fühle mich nach solchen Gesprächen immer ganz schlecht, weil ich nur sehr schwer einschätzen kann, ob er nicht doch recht hat.
Aber dann fühle ich wieder, dass er mir doch nicht alleine die Verantwortung für all diesen Kram aufbürden kann?!
Oder ist das normal so?
Ich weiß es nicht.
Es fühlt sich jedenfalls nicht gut an.
Und auch nicht gut fühlt sich an, daran "Schuld" zu sein.