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Sinnkrise in der Ehe

Florentine


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Zitat von Nachtlicht:
Der Moment dauert inzwischen etwas länger als zwei Jahre

Nein.
Der Moment dauert sogar schon weitaus länger, ich würde eher sagen etwa 4.
Zuvor, auch im Rahmen dieses Threads, hatte ich aber immer mal wieder das Gefühl, dass es sich doch noch in eine positive Richtung entwickeln, und die Gefühle zurück kehren könnten.
Das war auch (zumindest über einige Monate) vorher schon einmal so gegangen, insofern fand ich es nicht "falsch" zu schauen, ob sich was entwickelt und dem auch Zeit zu geben.

In meinem Kopf stecke aber (zum Glück?) nur ich. Ich kenne meine Geschichte, meine Kindheit und meine Charakter und Persönlichkeitsstruktur.

Den meisten von euch wird ein Verhalten, wie ich es von mir kenne und kannte fremd sein. Das Gefallen wollen, sich komplett anpassen an andere, dafür ständig zu lügen (gegenüber meinem Mann, meinen Eltern, Freunden...sucht euch was aus).
Meinen Selbstwert habe ich mir bis hierher mühsam erarbeitet und es ist ein verdammt fragiles Konstrukt.

Schon schwanke ich wieder, wenn ich hier lese. Fühle mich verunsichert und gedrängt, frage mich, ob mein Bauchgefühl falsch liegt, ob Ich dem, was ich empfinde zu mir und meinen Ressourcen tatsächlich stimmt.

Zu leicht habe ich mich mein ganzes Leben lang beeinflussen lassen. Nicht auf mich selbst gehört.
Ich muss es lernen. Ich möchte es lernen, um nicht auseinanderzufallen, wenn die gewohnte Struktur wegbricht.
Und das braucht Zeit.
Wie lange? Ich weiß es nicht.
Aber alles besser, als nun eine Entscheidung zu treffen, einfach weil es "Zeit" ist oder "schneller" gehen muss, zu der ICH am Ende nicht vollumfänglich stehen kann.

05.09.2019 22:34 • x 2 #601


Vegetari

Vegetari


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Zitat von Florentine:
Nein.
Der Moment dauert sogar schon weitaus länger, ich würde eher sagen etwa 4.
Zuvor, auch im Rahmen dieses Threads, hatte ich aber immer mal wieder das Gefühl, dass es sich doch noch in eine positive Richtung entwickeln, und die Gefühle zurück kehren könnten.
Das war auch (zumindest über einige Monate) vorher schon einmal so gegangen, insofern fand ich es nicht "falsch" zu schauen, ob sich was entwickelt und dem auch Zeit zu geben.

In meinem Kopf stecke aber (zum Glück?) nur ich. Ich kenne meine Geschichte, meine Kindheit und meine Charakter und Persönlichkeitsstruktur.

Den meisten von euch wird ein Verhalten, wie ich es von mir kenne und kannte fremd sein. Das Gefallen wollen, sich komplett anpassen an andere, dafür ständig zu lügen (gegenüber meinem Mann, meinen Eltern, Freunden...sucht euch was aus).
Meinen Selbstwert habe ich mir bis hierher mühsam erarbeitet und es ist ein verdammt fragiles Konstrukt.

Schon schwanke ich wieder, wenn ich hier lese. Fühle mich verunsichert und gedrängt, frage mich, ob mein Bauchgefühl falsch liegt, ob Ich dem, was ich empfinde zu mir und meinen Ressourcen tatsächlich stimmt.

Zu leicht habe ich mich mein ganzes Leben lang beeinflussen lassen. Nicht auf mich selbst gehört.
Ich muss es lernen. Ich möchte es lernen, um nicht auseinanderzufallen, wenn die gewohnte Struktur wegbricht.
Und das braucht Zeit.
Wie lange? Ich weiß es nicht.
Aber alles besser, als nun eine Entscheidung zu treffen, einfach weil es "Zeit" ist oder "schneller" gehen muss, zu der ICH am Ende nicht vollumfänglich stehen kann.



Vielleicht wäre es effektiver , bevor Du über Trennung ja oder nein weiter nachdenkst , dass Du die nächste Zeit nur Dich selbst erstmal vornimmst :

Dein Selbstwert

05.09.2019 22:46 • x 1 #602


Nachtlicht

Nachtlicht


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Zitat von Florentine:
Ich kenne meine Geschichte, meine Kindheit und meine Charakter und Persönlichkeitsstruktur.


Liebe Florentine, es geht nicht darum dich zu beeinflussen (mir jedenfalls nicht).

Wir Lesenden können ja nur rückmelden, was für ein Eindruck aufgrund des Geschriebenen ensteht. Ich habe es mal auf eine etwas paradoxe Weise versucht, dich zu erreichen.

Mein Eindruck ist inzwischen, dass es nicht um den Zustand deiner Ehe geht, sondern um dein Bedürfnis, an irgendetwas zu Grübeln und zu Kauen. Als müsstest du dich zwingend mit einem komplexen Problem beschäftigen, das aber auf keinen Fall gelöst werden darf, weil.. ja, warum eigentlich? Von außen betrachtet wirkt deine Unfähigkeit, irgendetwas an deiner Situation zu ändern (egal in welche Richtung - denn die Entscheidung, die Ehe nicht zu beenden und ohne zu Grübeln weiter zu führen, wäre ja durchaus auch eine denkbare Variante, für die du dich aber genauso wenig entscheiden magst wie für das Ende der Ehe) schon ziemlich verfestigt und verselbständigt.

Was würde wohl in deinem Leben passieren, wenn du diese Frage auf einmal nicht mehr zu klären hättest? Stell dir mal vor du hättest all die Zeit übrig, die du darauf verwendest, über den Zustand deiner Ehe zu sinnieren. Könntest du diese Zeit mit guten Erlebnissen und Gefühlen füllen? Oder macht dir der Gedanke an so eine Leere eher Angst? Muss dann ein anderes komplexes Problem her, auf das du deine Energien richten kannst? Vielleicht kennst du solche Muster ja aus deiner Vergangenheit.

05.09.2019 22:49 • x 1 #603


Fanta1

Fanta1


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Zitat von frechdachs1:
Dennoch ist es ein mutiger Schritt einen Cut zu setzen wo er nötig ist. Jeder von uns lebt nur einmal und hat ein verdammtes Recht dazu glücklich zu sein. Redet den Menschen nicht ein, dass sie sich immer unterordnen müssen. Eine Trennung ist ein böser Schmerz.. für eine Weile. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende...

Kann es sein, dass du den Thread nicht wirklich verfolgt hast ? Es geht hier überwiegend darum, dass die TE sich eben NICHT ZU EINER TRENNUNG DURCHRINGEN kann und die meisten Foristen hier ihr aber dazu raten, endlich eine Entscheidung zu treffen- überwiegend wird hier zur Trennung geraten. Das Ende mit Schrecken kann Florentine eben NICHT vollziehen. Niemand hier hat hier eingeredet, sie solle sich unterordnen, ganz im Gegenteil.

Im Wesentlichen schließe ich mich dem letzten Beitrag an. Seit 4 Jahren- wie du selber schreibst- bewegst du dich in diesem Zustand des Grübelns, der Unzufriedenheit, der Lieblosigkeit, der Bruder-Schwester- Beziehung. Und seit 4 Jahren kommst du keinen Millimeter weiter in irgendeine Richtung sondern zerdenkst, zergrübelst, wägst ab, schwankst hin und her, machst weitestgehend sinnlose Paartherapie, schiebst das vermeintliche Wohl der Kinder vor- alles , nur keine Lösung, um aus diesem schrecklichen Schwebezustand heraus zu kommen. Du erklärst das mit Verhaltensmustern, die sich seit deiner Jugend bei dir manifestiert haben, mit dem überstarken Wunsch, deinem Umfeld jederzeit alles Recht machen zu wollen und von allen lieb gehabt zu werden. Bist du sicher, dass deine Strategie aufgeht ? Ich hatte in meinem engsten Umfeld damals auch so eine Person. Sie war immer lieb und nett, äußerte sich bei Streitigkeiten nie klar in eine Richtung, man konnte quasi niemals mit ihr anecken. Und da irgendwann mal mit mehreren Leuten, die sie auch kannten, das Gespräch auf diese Person kam, stellte sich heraus, dass die meisten Menschen sie als " zu lieb" empfanden, als unecht, als jemanden ohne Rückgrat, der sich soweit verbiegt, dass er immer allen alles Recht machen möchte. Viele waren von ihrer stets gleichbleibenden Nettigkeit, die sehr oft erzwungen wirkte, total genervt. Vielleicht überdenkst du das mal bei deinem Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden und es jedem Recht machen zu wollen.

Ansonsten können wir dir hier wahrscheinlich gar nicht mehr viel helfen. Du bist gefangen in deinem Hamsterrad. Du läufst und läufst in deinem Rad aber findest nicht den Absprung, weil du es nicht willst. Weil du Angst hast vor irgendwelchen vermeintlichen Konsequenzen, Angst, dein wohlbehütetes, gewohntes Leben zu verlieren, Angst vor Neuerungen und vor Ablehnung und Unverständnis seitens deines Umfeldes. Eigentlich weißt du, dass deine Ehe mausetot ist. Aber bei der Abwägung scheint es dir dennoch im Moment noch verlockender, in dieser lieblosen Zwangs-Konstellation zu verharren als den finalen schritt zu gehen. Ich will das gar nicht verurteilen, ich denke, sehr sehr viele Paare leben in einer solchen Beziehung ohne Liebe und ohne S.- nur um das Gewohnte nicht aufgeben zu müssen, aus finanziellen Gründen, weil es bequem ist, was weiß ich. Wenn man ein solches Arrangement trifft- why not ? Jedem das seine. Aber dann sollte man so ehrlich zu sich sein und sich eingestehen, dass man fortan in einem Kompromiss leben wird und das ganz bewusst tun. Auch das wäre dann eine Entscheidung.

06.09.2019 05:00 • x 2 #604


Mia2

Mia2


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Wenn du jetzt nicht kannst oder willst, dann lasse es auch Florentine. Man weiss nie was kommt. Manchmal ist es besser, keine falsche Entscheidung zu treffen. Vielleicht solltest du deinem Mann von deinem Entschluss berichten, es kann sein, es löst sich Spannung und ihr könnt dadurch was aendern. Wer kann schon freundlich im Kriegsgebiet sein? Vielleicht kommt er dadurch auch aus der Depression?

06.09.2019 05:59 • x 1 #605


Tilda18

Tilda18


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Liebe Florentine,

ich glaube, es ist ein Trugschluss, dass du dich erst verändern musst, um die nötige Stärke für den Schritt zu erlangen.

Der Schritt wird dir die nötige Stärke geben. Er ist das, was dich aus der Komfortzone holt und dir die gewünschte Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit bringen wird. Nicht andersrum.

Solange es theoretisch bleibt, findet keine Veränderung statt.

*Wege entstehen dadurch, dass man sie geht*

06.09.2019 11:59 • x 2 #606


Florentine


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Zitat von Vegetari:
dass Du die nächste Zeit nur Dich selbst erstmal vornimmst

Deswegen bin ich bei einer Therapeutin und arbeite mit ihr an meinem Selbstwert. Es hat sich im letzten Jahr auch schon einiges getan.

Zitat von Nachtlicht:
Könntest du diese Zeit mit guten Erlebnissen und Gefühlen füllen? Oder macht dir der Gedanke an so eine Leere eher Angst?

Beides. Meine guten Erlebnisse laufen ja bereits seit Längerem von meinem MMn getrennt.
Ich wäre naiv wenn mir der Gedanke, alleinerziehend zu sein keine Angst machen würde.

Zitat von Fanta1:
Bist du sicher, dass deine Strategie aufgeht ?

Es wäre schön, wenn es eine Strategie wäre.
Das würde voraussetzen, dass ich bewusst darüber nachdenke, dem ist aber nicht so.
Klar würde ich mir wünschen, dass das anders wäre.

Zitat von Tilda18:
ich glaube, es ist ein Trugschluss, dass du dich erst verändern musst, um die nötige Stärke für den Schritt zu erlangen.

Vielleicht.
Andererseits merke ich, wie ich immer noch schnell ZU schnell dazu tendiere, mich zu Dingen bequatschen zu lassen. Nicht zu äußern, was mir nicht passt und etwas für mich einzufordern, auch in der Beratung.
Die letzte Sitzung war sinnlos und ich habe das auch zweimal zumindest angedeutet.
An sich hätte ich sagen müssen: "so war das nicht vereinbart. Wir hatten das und das ausgemacht und ich habe mich deswegen auf diese Sitzung vorbereitet, ich möchte darüber nun auch sprechen!"
Hab ich aber nicht.
So wie ich mich trennen wollte. Mein Mann ändert plötzlich die Parameter und ich knicke ein...weil ich irgendwie nie gelernt habe, Entscheidungen auch zu vertreten, wenn es andere Leute kacke finden oder harter Gegenwind aufkommt.
Weil ich mich dann belabern lasse...und mich im Nachhinein drüber ärger...aber dann habe ich mich ja belabern lassen und was anderes zugesagt, das kann ich dann ja nicht wieder zurück nehmen...

07.09.2019 13:18 • #607


EinGast


Liebe Florentine,
selbst auf der Suche nach Antworten habe ich einen Teil deiner Geschichte gelesen. Mir geht es nach ca. 24 Jahren Beziehung (in der sich die Gegensätze angezogen hatten - eine Geschichte voller Leidenschaft, aber auch voller Kompromisse und Verweigerungen) und knapp der Hälfte davon an Ehejahren ähnlich. Nun mit einem im Wesen veränderten, im Alter erkrankten, leicht depressivem, aber vor allem nun wehleidigem, dramatischem Mann, und seit ca. anderthalb Jahren ganz ohne S.. Und vieles im Äußeren was verbindet, und der tief verankerte Unwille von Glaubenssätzen, Werten und Moralvorstellungen loszulassen, und einfach abzutauchen in ein anderes Leben. Ich habe keinen Plan B und ich will ihn nicht, mich nicht für eine erschreckende Vielzahl von Möglichkeiten da draußen entscheiden müssen. Ich muss es aber wahrscheinlich irgendwann tun und davor graut mir, genau wie dir anscheinend. Ich kann dein Empfinden glaube ich gut verstehen.
Ich fühle mich zudem unter Druck gesetzt von meinem eigenen Alter und es ist auch Angst, wenn ich jetzt oder erst in vielen Jahren gehen sollte, wird nicht mein Wesen / Rollenverhalten / Karma / der Rest der Welt eh wieder dafür sorgen, dass ich dann mit einem anderen Partner wieder genau an der Stelle ankommen werde, an der ich heute bin?
Ich habe meist die Sicherheit im Außen gesucht, obzwar ich weiß, dass ich allein denken und handeln kann und somit im Innern genug sicher sein sollte aber eben leider nicht bin. (Alleinerziehend war ich übrigens in jungen Jahren und als ein im Grunde geselliger Mensch war ich froh, mit einer Ehe nun auch irgendwie anerkannt "in der Mitte der Gesellschaft" angekommen zu sein und nicht mehr von ängstlichen Ehefrauen ausgegrenzt zu werden). Dazu kommt, die Kinder wohnen der Arbeit wegen im Ausland. Wäre es nicht toll, dort die Omarolle endlich auszuleben? Was, wenn ich mich hier in einen Neuen verlieben sollte (ich bin fürchte ich kurz davor, bislang aber treu geblieben) und dann bin ich schon wieder selbstgeschaffen unfrei, ins Ausland zu gehen? Bekomme ich einen neuen sicheren Job, was wird mit der Rente wenn nicht (dann kann ich mir weder im Ausland noch hier irgendetwas leisten, auch nicht all meine lieb gewonnen Hobbies, die mein Mann durch seine selbständige Lebensart - kann selber kochen - und das generelle Desinteresse an gemeinsamen Hobbies o.ä. über die Jahre mit ermöglichte)? Die Ehe fühlt sich derzeit an wie eine Mischung aus kindlicher Zuneigung, kleinen Zärtlichkeiten, Mitleid, gegenseitigem Respektmangel, Desinteresse bis emotionaler Übergriffigkeit, zwanghaftem Verhalten, Eigenbrötlerei, gelegentlicher Fürsorglichkeit. Ich vermisse die Liebe, die gelegentliche Überschwänglichkeit, Glückseligkeit, an der Hand bei Nacht durch die Straßen laufen, zusammen Romme spielen, Neckereien machen, gemeinsam Baden fahren oder rudern, einen Eisvogel entdecken, mit dem Gartenschlauch herumspritzen u.v.m.. Es wird fast alles düster und grau, Gespräche/Monologe über Krankheiten, Schwerkranke, Verstorbene, Schäden an Haus und Pflanzen, Politik, Fußballergebnisse. Es zieht mich immer öfter hinunter und er kennt die Triggerpunkte, mir das Lächeln aus dem Gesicht zu wehen. Manchmal gelingt mir zumindest noch Dankbarkeit für ein materiell relativ sorgloses Leben. Liebe Florentine, ich nehme aus diesem Forum für mich mit, dass ich nicht vier Jahre auf eine Entscheidung oder aber auf eine tiefe innere Zufriedenheit mit einem unveränderlichen Zustand warten möchte. Ich weiß momentan auch nicht weiter und werde zumindest versuchen, noch ein wenig auszusitzen, dem Leben zu vertrauen und an mir und/oder der Situation zu arbeiten. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass auch du deinen Weg finden und glücklich wirst. Alles Liebe sende ich dir.

11.09.2019 01:15 • x 3 #608


Vegetari

Vegetari


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Langsam habe ich den Verdacht ,es bringt wenig im aussen (Trennung ,Scheidung oder sonst was) eine Loesung zu suchen,sondern wirklich nur in sich selbst!

Wenn Du Dich selbst findest ,wird ganz von allein auch das Umfeld reagieren

11.09.2019 09:11 • #609


Mia2

Mia2


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Zitat von EinGast:
Liebe Florentine, selbst auf der Suche nach Antworten habe ich einen Teil deiner Geschichte gelesen. Mir geht es nach ca. 24 Jahren Beziehung (in der sich die Gegensätze angezogen hatten - eine Geschichte voller Leidenschaft, aber auch voller Kompromisse und Verweigerungen) und knapp der Hälfte davon an Ehejahren ähnlich. Nun mit einem im Wesen veränderten, im Alter erkrankten, leicht depressivem, aber vor allem nun wehleidigem, dramatischem Mann, und seit ca. anderthalb Jahren ganz ohne S.. Und vieles im Äußeren was verbindet, und der tief verankerte Unwille von Glaubenssätzen, Werten und Moralvorstellungen loszulassen, und einfach abzutauchen ...
Lieber Gast, entschuldige Florentine, ich habe deinen Beitrag gelesen. Ich glaube, du machst dir sehr viel vor. Wir sind keine Teanager mehr, und kommen da auch nicht mehr hin. Und gerade, wenn du Jahre alleinerziehend warst, solltest du dich dran erinnern. Wenn du Jahre alleinerziehend wärst und nun 24 Jahre verheiratet bist, dann kommt nun mal das Alter. Bei deinem Mann vielleicht eher. Wenn ich dich lese, dann merke ich, dass wir alle Illusionen hinterherrennen, die voellig unsinnig sind und auch zum Teil naiv. Ich glaube, das Wichtigste ist, daß Verständnis fuer den anderen wiederzufinden, sich reinzudenken. Die Ursachen zu finden fuer Fehlentwicklungen. Klar, klingt eine neue Liebe toll, aber fuer wie lange? Wie selten hat sie doch Bestand. Wirklich dafuer eine lange Ehe wegschmeißen, ueberlege es dir gut.

11.09.2019 09:34 • #610


SweetCookie

SweetCookie


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Liebe Florentine,

ich habe mir die ersten 3 Seiten deines Threads durchgelesen und dann war mir klar: ich kann zur letzten Seite vorscrollen, denn ich werde keine wichtigen Infos verpasst haben. Im Gegenteil. Es wird alles beim Alten sein und die Antwort darauf, woher ich das weiß ist auch ziemlich einfach: Ihr lebt eine Co-Anghängigkeitsbeziehung und erfüllt leider so gut wie jedes Klischee.
Dein Thread kann noch weitere 500 Seiten umfassen, die Foristen können sich hier die Haare ausreißen, Tipps bis zum Erbrechen geben...du bleibst der Hamster im Rad. Das war nie Liebe bei euch und das wird es auch nie werden und ja, das maße ich mir an per Ferndiagnose zu sagen.Es ist eine gegenseitige Abhängigkeit. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Und jetzt das spannende: Nun fühlst du dich angegriffen, würdest mir an unzähligen Details erklären, dass es sehr wohl Liebe ist und das es ganz ok läuft und und und...du hättest ein Feindbild und schwupps, hättest du einen Punkt deines psychologischen Programms abgespult.
Für Außenstehende ist so ein Verhalten absolut nicht mehr nachzuvollziehen, wer sich aber mal mit Co-Anghängigkeit beschäftigt hat, das erlebt hat, der merkt auch, woran man eben bei dir ist. Dir ist nicht zu helfen, weil du dir selber nicht hilfst. Ganz einfach. Mach ein 3. oder wie viele Kinder noch...mit Liebe oder einem erfüllten Leben hat das rein gar nichts zu tun und das merkst du auch immer wieder. Du stößt an die Außengrenzen deiner Abhängigkeit...und dann fühlt es ich wieder gaaanz gut und kuschelig an, weil doch so richtig und vertraut. Du verwechselst Liebe mit Abhängigkeit...wie gesagt Florentine, du kannst hier noch weitere 500 Seiten sinnlosen Thread füllen...deine Situaion wird genauso sein wie am ersten Tag deines ersten Threads hier...

14.09.2019 06:27 • x 1 #611


Florentine


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Ich würde dir tatsächlich nur in einem Punkt widersprechen: Ich fühle mich nicht angegriffen.
Und nein, ich kann und werde dir nicht an detail erklären (können), dass es doch tatsächlich Liebe ist.

14.09.2019 10:51 • #612


EinGast


Danke liebe Vegetari und liebe Mia2, für eure Antworten! Und danke, liebe Florentine für deine Geduld, da ich hier in deinem Forenteil ja ziemlich viel von mir selbst erzählt habe. Liebe Sweet-Cookie, ich glaube es ist nicht immer alles schwarz-weiß. Man kann sich durchaus in jemand verlieben, der einem nicht sonderlich gut tut. Das ist dann halt ein schwieriger Fall. Ich finde, Florentine macht vieles richtig. Sie redet darüber und arbeitet an ihrem Selbstwert. Ich glaube, Selbstliebe und eine tiefe Verbundenheit zu allem sind auch ein großes Thema. Selbstliebe heißt auch den Körper zu achten und dessen Bedürfnisse, die Florentines Mann zu ignorieren scheint, also ist der Schluss aus meiner Sicht richtig, dass er eigentlich zu verlassen wäre. Aber die Liebe zu sich selbst und zu den Kindern verlangt ganz klar, dass diese auch finanziell versorgt, geborgen und sicher sind. Die Definition Abhängigkeit ist hier zwar ziemlich richtig, hilft aber glaube nicht zur Lösung weiter.
Durch Zufall war ich nun durch weiteres Surfen im Internet auf eine Seite gelangt, wo es um Veränderungen geht. Gewollte Veränderungen würden sich ausschließlich nur dort einstellen, wo man eine klare Vision vom neuen Leben nach der Veränderung hat (also ohne bzw. kaum Focus auf den Jetzt-Zustand, sondern nur auf das Kommende). Ich glaube, die Herausforderung besteht darin, eine solche Vorstellung von der Zukunft zu haben, dann fließt alle Energie bzw. alles der noch wenigen Kraft in die gewünschte Richtung.
Wichtig ist dann als evtl. Alleinerziehende ein eigener Vollzeitjob o.ä., ein schönes Hobby (vielleicht eine Tanzgruppe). Alles aushaltbar, und die Kinder sind eh schneller als man ahnt erwachsen und aus dem Haus und es hilft ihnen sicherlich auch, selbstständig zu werden. Große glückliche Familien gibt es in Deutschland eigentlch extrem selten (kenne keine). Dank der großen globalen Welt sind die Kinder und Verwandten dann zum Arbeiten sonstwo und im Alter ist man im Alltag allein, gute Freundinnen suchen ist glaube ich heutzutage viel wichtiger.
Nun denn, herzliche Grüße an euch alle und einen schönen Abend bzw. Morgen !

Gestern 21:56 • #613


Mia2

Mia2


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Zitat von Florentine:
Ich würde dir tatsächlich nur in einem Punkt widersprechen: Ich fühle mich nicht angegriffen.
Und nein, ich kann und werde dir nicht an detail erklären (können), dass es doch tatsächlich Liebe ist.

Ich glaube dir das. Und selbst wenn es 500 Seiten dauert und du dann fuer dich sicher bist, ist das in Ordnung. Nichts ist schlimmer, als einen Schritt gegangen zu sein, den man dann doch bereut. Jeder Mensch ist anders. Du bist mir lieber, als jemand der absolut skrupellos denkt und handelt.

Gerade eben • #614




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