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Sinnkrise in der Ehe

Mia2

Mia2


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Eins wuerde dir erstmal erspart bleiben, bei deinem Plan, dass mit den 14taegigen Trennungswochenenden. Deine Kinder sind noch recht klein, und das ist wirklich nicht lustig. Manchmal wollen Kinder auch nicht weg, und dann ist das hin und her so unendlich belastend. Wirklich zur Ruhe kommt man kaum, und wenn sie zurückkommen sind die Kinder oft auch irgendwie fertig und muede. Man unterschätzt das echt, mir ging es echt auch an die Nieren.

26.01.2020 23:17 • #796


Florentine


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Wurde mir anders mitgeteilt.
Ich habe damals z.B. Geld aus einer Schenkung meiner Eltern in eine neue Heizungsanlage und neue Fenster gesteckt und diverse Kleinzeug in Gäste-WC und Flur, da ich aber nicht im Einzelnen nachweisen kann, welche Posten für wie viel Euro genau von dieser Summe bezahlt wurden - und es ja sein kann, dass ich z.B. für 1000 Euro aus der Schenkung in den Urlaub gefahren bin und das Fenster von 1000 GEMEINSAMEN Euro vom Girokonto bezahlt habe - könne ich nur das Geld bekommen, was ich nachweislich in die Hütte gesteckt habe.

ABER:
Zitat von trixi-77:
also nur das, was er rein gesteckt hat, nicht die Wertsteigerung


Eben.
Allei durch die allgemeine Verteuerung ist die Hütte heute leider deutlich mehr wert als vorher - auch ohne Renovierungen.

Ich habe noch keine klare Auskunft bekommen, was da angesetzt wird.
Hier zahlen die Leute im Moment jeden Fantasiepreis (wäre also der Maßstab, was das Haus im Verkauf bringen würde...ohoh!).
Wird ein wertgutachten z.B. der Bank angesetzt, sieht das anders aus, die kalkulieren ja gerne etwas niedriger

Da muss ich mich aber noch eingehender mit auseinandersetzen.


Zitat von Mia2:
Deine Kinder sind noch recht klein

Ich hatte ein schönes Wochenende mit den Kindern.
Heute sollte der Papa sie ins Bett bringen:
Beide Kinder: och neeeee, nicht Papa.
Große Tochter heult.
Sohn: heult.
Papa: naja, vielleicht seid ihr dann ja auch mal alt genug, alleine ins Bett zu gehen.
Beide Kinder: heulen.

Mama: sucht Kompromissvorschlag und glättet die Wogen.
Kinder gehen ins Bett.

Da weiß ich manchmal nicht, ob es nicht auch für meinen Mann leichter wäre, wenn ich gar nicht da wäre.
Weißt du wie ich das meine ?
Weil ich so als Option natürlich immer da bin.

26.01.2020 23:21 • #797


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Zitat von Solskinn2015:
Das Geld was er vor der Ehe nachweisen kann bleibt ihm erhalten.

Jepp. Und in Florentines Fall gilt die beurkundete Schenkung ihrer Eltern als vorweggenommenes Erbe und gehört auch ihr alleine.

Ich glaube leider nicht - egal wie Du es drehst und wendest - dass das Wohnen unter einem Dach bei Euch funktionieren wird. Wahrscheinlich wäre es wirklich besser, wenn das Haus verkauft wird und Ihr beide neu woanders anfangen könnt; jedenfalls falls ein Auszug für Deinen Mann nicht in Frage kommt und er es verweigert.

Deine Liste zur Aufteilung in allen Ehren. Die wird wahrscheinlich genauso gut funktionieren wie die Putzpläne in diversen Studenten-WG . Wie willst Du z. B. die Gartenpflege regeln? Fängt ja schon damit an, dass der eine englischen Rasen mag und der andere ne Wiese mit Gänseblümchen. Der eine soll in den graden Wochen mähen, der andere in den ungraden. Nun regnet es aber Bindfäden in den ungraden... Da fände ich es echt einfacher, solche Aufgaben outzusourcen und nen Gärtner zu beauftragen. Ist jetzt nur ein Beispiel.

Eine Aufgabenaufteilung, die für Dich okay ist, habt Ihr während Eurer Ehe nicht hinbekommen. Ich halte es für illusorisch, dass sie plötzlich funktionieren sollte, wenn seitens Deines Mannes noch eine gewisse Verletztheit und evtl. auch Bockigkeit hinzu kommt.

Edit:
Zitat von Florentine:
Wurde mir anders mitgeteilt.
Ich habe damals z.B. Geld aus einer Schenkung meiner Eltern in eine neue Heizungsanlage und neue Fenster gesteckt und diverse Kleinzeug in Gäste-WC und Flur, da ich aber nicht im Einzelnen nachweisen kann, welche Posten für wie viel Euro genau von dieser Summe bezahlt wurden - und es ja sein kann, dass ich z.B. für 1000 Euro aus der Schenkung in den Urlaub gefahren bin und das Fenster von 1000 GEMEINSAMEN Euro vom Girokonto bezahlt habe - könne ich nur das Geld bekommen, was ich nachweislich in die Hütte gesteckt habe.

Wer hat Dir diese Auskunft gegeben? Ein Fachanwalt für Familienrecht?

Ich habe grade eine ähnliche Situation, allerdings geht es bei mir um ein Erbe während der Ehe. Eine Freundin von mir hat 2 Häuser während der Ehe und zu Lebzeiten der Eltern überschrieben bekommen. Nichts davon fließt in den Zugewinn.

Die Wertsteigerung eines gemeinsamen Hauses durch die dadurch erhaltenen Mittel (durch Renovierung und Modernisierung) allerdings schon.

26.01.2020 23:28 • x 2 #798


Gash

Gash


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Zitat von Mia2:
Eins wuerde dir erstmal erspart bleiben, bei deinem Plan, dass mit den 14taegigen Trennungswochenenden. Deine Kinder sind noch recht klein, und das ist wirklich nicht lustig. Manchmal wollen Kinder auch nicht weg, und dann ist das hin und her so unendlich belastend. Wirklich zur Ruhe kommt man kaum, und wenn sie zurückkommen sind die Kinder oft auch irgendwie fertig und muede. Man unterschätzt das echt, mir ging es echt auch an die Nieren.


Das ist wohl sehr unterschiedlich.
Meine getrennte Freundin freut sich immer auf ihr freies WO.- Sie hat nun einen neuen Partner, mit dem sie nicht zusammenwohnt, so haben die beiden Zeit für sich.
Ihr Ex ist in der alten Wohnung geblieben, die Jungs haben dort ihr Kinderzimmer behalten. Wenn sie zur Mutter zurückkommen, sind sie nicht gestresst, kein Grund.

26.01.2020 23:28 • #799


Florentine


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Zitat von VictoriaSiempre:
Eine Aufgabenaufteilung, die für Dich okay ist, habt Ihr während Eurer Ehe nicht hinbekommen. Ich halte es für illusorisch, dass sie plötzlich funktionieren sollte, wenn seitens Deines Mannes noch eine gewisse Verletztheit und evtl. auch Bockigkeit hinzu kommt.

Ja, das betrachte ich auch mit Sorge.

Ich bin mal gespannt, was er heute Abend sagt und welche Gedanken er sich so gemacht hat.

27.01.2020 14:05 • #800


Florentine


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Hat sich wohl erledigt, die Spannung.
Da sagt der eben zu mir...: wie heute Abend?
Ich: wir wollten doch nochmal reden!
Er: Gibt's denn was Neues?
Ich: Nee. Wieso? Ich war bei der Bank und habe meinen Kram geklärt.
Er: Ja, wenn's nichts Neues gibt, brauchen wir ja nicht reden.
Ich: *DU* wolltest doch nachdenken?!?!?
Er: joaaa, das hab ich noch nicht so richtig.

Ja, verdammt nochmal!
Was soll der Blödsinn?!?!
Werde ihm heute Abend meine Liste dann doch einfach aushändigen.
Soll er sich bis Freitag Gedanken zu machen.
Parallel habe ich gerade einen Besichtigungstermin für eine Wohnung angefragt - noch keine Antwort, aber mal gucken was passiert.
Groß genug ist sie, mit kleinem Garten, näher an meinen Eltern, näher an der Arbeit, 15 Fahrminuten von unserem jetzigen Wohnort und der Arbeitsstelle meines Mannes....teurer als das Haus, aber dafür auch keinen Stress mit Instandhaltung.
Das Angebot war zu gut, um es jetzt in dieser Situation zu ignorieren.

Ich denke, ich muss für verschiedene Lösungen offen bleiben, werde aber nicht mehr auf ihn warten damit.
Kommt keine Lösung und kein Vorschlag, ziehe ich aus.
Dann kann er mit dem ganzen so wichtigen Gelump bleiben und die Hütte wird verkauft.

Hab den Kanal voll, echt.

Es scheint, als bliebe er wieder gemütlich in seinem Trott...mal sehen...mal nachdenken.....mal abwarten....mal nachverhandeln...dann nochmal gucken.
Sagt aber auch nichts.
Kein: du, ich brauch noch ein zwei Tage Zeit, können wir das bitte verschieben?
Mist, totaler.

27.01.2020 18:07 • x 5 #801


Florentine


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Mini Update:
Er hat meine Liste ohne jeden Kommentar zur Kenntnis genommen.

Darauf standen die Optionen Haus behalten oder verkaufen?
Wenn behalten, wer wohnt wie darin? Kommt es in Frage für ihn, muss er das mit der Bank und seinen Eltern zeitnah klären.

Wohnen wir gemeinsam darin:
1. Scheidungsfolgevereinbarung bzgl der Kosten und Renovierungen
2. Sämtliche Absprachen bzgl Haus und Gartennutzung
3. Kinderbetreuung

VOR der Umsetzung dieses Versuchs muss klar sein, welche der oberen Optionen greift, wenn es scheitert.
Außerdem muss klar sein, dass es ein Modell ohne unbegrenzte Laufzeit ist. Bei Änderungen der Lebenssituation (neue Partner, neuer Job, gar kein Job, Krankheit oder weiß der Geier was) kann das Modell von jedem von uns beiden beendet werden und eine der vorher besprochenen anderen Optionen greift.

Ich schaue Wohnungsanzeigen an und halte die Augen offen, finde ich was Tolles OHNE dass ich vorher nochmal irgendwas Konstruktives von ihm höre, nehme ich das an und ziehe mit den Kindern aus. Ich werde jetzt nicht nochmal ein Jahr warten, bis er möglicherweise mal fertig damit ist, sich Gedanken zu machen.
Wenn er mehr Zeit braucht: kein Problem. Aber dann soll er mir bitteschön sagen wie viel und einen neuen Termin vorschlagen und nicht einfach...ja...GAR NICHTS.
Höre ich was Konstruktives von ihm, können wir gerne die Optionen diskutieren und in konkrete Planungen/Umsetzungen gehen.

28.01.2020 20:01 • #802


Florentine


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Komisch ist:
Zwei oder dreimal habe ich im Auto heftig geweint, so ne halbe Stunde, dann war es vorüber.

Meinen Eltern habe ich es gestern erzählt und meine Mama war ganz bestürzt und hat mich in den Arm genommen und so, aber das hat sich komisch angefühlt.
Ich wollte kein Mitleid und konnte auch nicht weinen und nichtmal tief traurig war ich.
Es war "einfach," die Mitteilung: es ist vorbei.

Ich frage mich, ob und wann der Tiefschlag noch kommt, finde mich selber grade irgendwie seltsam unemotional.

28.01.2020 20:09 • #803


Clementine44


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Hi Florentine!
Deine Trennungsumstände erinnern mich an meine. Ich war genauso deprimiert in meiner Exbeziehung, 2 gemeinsame Kinder. Die hingen immer fast nur an mir. Nach der Trennung bin ich auf Anraten eines Rechtsanwaltes mit den Kindern ausgezogen, das gemeinsame Wohnen nach der Trennung funktionierte gar nicht, es belastete die Kinder sehr (Streit, nicht wissen was Sache ist). Obwohl ein Gutteil des Hauses von mir finanziert wurde und ich ihm seinen Anteil abgelöst hätte, er umgekehrt das nicht konnte, blieb er im Haus. Erst nachdem ich weg war und lange Druck machte, konnte das Haus verkauft werden. Jeder erhielt seinen Anteil, und die Trennung war endlich vollzogen.
Wenn du zur Ruhe kommen willst, auch für deine Kinder, solltest du dich räumlich trennen, und alles gut regeln. Alles andere ist ein Wahnsinn!
Bei "ex-uns" ist seit ca. 3 Jahren alles geregelt und beide führen ein gutes Leben. Er ist schon länger wieder vergeben, die Kinder sind 1/3 bei ihm und haben alles wirklich gut akzeptiert. Aber ich will gar nicht zurück denken wie schwierig alles war. Vor allem das gemeinsame Leben im Haus nach der Trennung und die Zeit danach. Ich bin heute noch glücklich, diesen harten Weg gegangen zu sein.

28.01.2020 20:17 • x 1 #804


Florentine


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Heute Abend hat er einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung.
Sehr teuer, aber hier in der Nähe und mit Garten - so wie er das wollte.
Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass er gerne möchte, dass das Haus und das gewohnte Umfeld für die Kinder erhalten bleibt.
Das ist also mein "Job".

Ich habe nun am Dienstag noch einen Termin bei der Bank - sollte das mit der Wohnung konkreter werden, müssen wir über Geld sprechen und die Kinderbetreuung.
Ich würde ihm jeweils einen Teil des Unterhalts zurück überweisen, damit er sich eine vernünftige Wohnung leisten kann und gut auskommt - dafür verzichtet er auf die Auszahlung der Wertsteigerung des Hauses.
Er bekommt seine Kreditraten, sein Kapital und das Kapital seiner Eltern vollständig zurück plus eine Summe für den Hausrat.
Sämtliche Schulden für das Haus übernehme ich.

Ich denke, das ist eine faire Rechnung für uns beide.

31.01.2020 13:32 • #805


Hagebau

Hagebau


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Zitat von Florentine:
Ich würde ihm jeweils einen Teil des Unterhalts zurück überweisen, damit er sich eine vernünftige Wohnung leisten kann und gut auskommt


Der Kindesunterhalt steht den Kindern zu und kann und darf in solche Berechnungen nicht mit einbezogen werden.

31.01.2020 14:39 • #806


Tiefes Meer

Tiefes Meer


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Naja.
Da findet sich sicher eine rechtlich tragbare Formulierung.
In der Sache geht es ja doch gar nicht um einen Teilverzicht auf KU.
Das Konstrukt läuft darauf hinaus, dass Florentine die Wertsteigerung des Hauses in Raten auszahlt, statt auf einen Schlag. Und somit ein zusätzlicher , teurer Bankkredit vermieden werden kann, wenn ich es richtig verstehe,

31.01.2020 15:01 • x 1 #807


Florentine


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Zitat von Tiefes Meer:
Das Konstrukt läuft darauf hinaus, dass Florentine die Wertsteigerung des Hauses in Raten auszahlt, statt auf einen Schlag. Und somit ein zusätzlicher , teurer Bankkredit vermieden werden kann, wenn ich es richtig verstehe

So hatte ich das gedacht, ja.
Der Kindesunterhalt lässt sich ansonsten auch über eine interne Verzichtserklärung im Innenverhältnis regeln. Die Hälfte des Unterhalts gerechnet auf etwa 15 Jahre dürfte der Wertsteigerung etwa entsprechen.
Habe das jetzt natürlich nicht auf den Cent ausgerechnet, sondern nur überschlagen.

31.01.2020 18:39 • #808


Hagebau

Hagebau


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Zitat von Florentine:
Der Kindesunterhalt lässt sich ansonsten auch über eine interne Verzichtserklärung im Innenverhältnis regeln. .


Aus § 1614 Abs. 1 BGB für Verwandte in gerader Linie (Eltern-Kinder) ist der Unterhaltsverzicht nichtig.
Wirksame Unterhaltsverzichte sind allenfalls zwischen geschiedenen Ehegatten denkbar

31.01.2020 18:54 • x 1 #809


Solskinn2015

Solskinn2015


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Nein das dürfte so nicht funktionieren mit der Unterhaltskiste.

Nimm einen Bankkredit auf. Kostet gerade nicht die Welt. Zahl ihn aus. Dann ist alles transparent. Der Rest ist so wie gedacht m.E. rechtlich nicht tragfähig und komplett intransparent.

31.01.2020 18:56 • #810




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