Liebe @MKH
willkommen zurück und noch dazu mit einem so schwierigen Thema. Was mir bei Lesen aufgefallen ist, ist wie wenig direkt Du agierst. Da wird ein Streit vom Zaun gebrochen, damit man an dem Abend wieder bei sich schlafen kann. Da wird vermutet, daß man durch die Katzen wieder mehr Grund hat, mehr Zeit in seinem Zuhause zu verbringen, oder eben auch hier:
Zitat von MKH:Aber mit dem einen kommen auch unzählige Fragen. wieso wollte er dann ne jüngere Frau? Er muss doch wissen, dass da irgendwann bestimmt mal dieser Wunsch aufpoppt. schließlich hat er sich ne Frau geangelt, die eigentlich in allem recht "jungfräulich" ist. keine Kinder, nie verheiratet. dachte er, das bleibt auch so, bis wir die Augen zumachen? Egoistisch irgendwie...
Bitte verstehe das richtig, aber bei diesen Zeilen habe ich ein ganz schlechtes Gefühl bekommen. Er muß etwas wissen, von dem Du selbst völlig überrascht worden bist?
Ganz klar, nein muß er nicht.
Sondern: Habt Ihr m Anfang euerer Beziehung über diese Möglichkeit gesprochen? Falls nein, warum nicht?
Zitat von MKH:Und so kam es , dass ich gestern einen Streit vom Zaun gebrochen habe, um mal wieder schnellstmöglich heimzufahren, z
Warum nicht einfach sagen, daß man heute lieber bei sich schlafen will?
Zitat von MKH:Ich hab das Gefühl, zu ersticken. ich hab das Gefühl, nicht mehr Ich zu sein, ich hab echt das beschissene Gefühl, wieder in alte psychisch-labile Muster zu verfallen. obwohl ich glücklich sein müsste. Irgendwie will ich Kinder, ja! Verdammt, auf was will ich noch warten? Und ja, ich will auch noch irgendwann heiraten. ich mag zumindest die Option auf all das haben und nicht ein Stillstand, also als wäre das, was jetzt ist endgültig. So wie es eben ist, versteht ihr?
Die alten-psychisch-labilen Muster machen mir Sorgen. Eine Schwangerschaft ist auch für den eigenen Hormonhaushalt absoluter Ausnahmezustand und damit eben auch für die Psyche. Ich sage nicht, daß nur wer einmal mit einem solchen Zustand zu kämpfen hatte, keine Mutter werden sollte, was ich aber sage, ist, daß es schon sehr wichtig wäre, daß dieser labile Zustand völlig überwunden ist und daß Du ein gutes Netzwerk hast, falls sich Anzeichen zeigen, daß dieser doch wieder kommt.
Nicht nur weil du für Dich selbst Verantwortung trägst, aber zukünftig dann eben auch für ein Kind.
Zitat von MKH:ch hätte gerne, dass es ein Abbild von mir gibt. jemand, der meine Träume vielleicht in die tat umsetzt..weil ich nie in der lage dazu war..der vielleicht von mir lernt, was wirklich wichtig ist und für was man brennen kann...ein kleiner krieger, den ich zumindest lehren kann, für was es sich zu kämpfen lohnt. ich finde die Vorstellung toll, dass ich jemandem mein verrücktes, unkonventionelles Leben nahebringen könnte und der daraus seine Version macht... das ist es doch, was wirklich wichtig ist im Leben, oder? dass man zumindest versucht, in seinen Nachfahren weiterzuleben.
Was hindert Dich, dies als Tante, Patin, Vertraute, Lehrerin, Mentorin zu tun? An welcher Stelle ist dieser Wunsch an den Wunsch vom eigenen Kind gebunden?
@Taleja hat das schon erwähnt, auch ich erlebe in meinem Freundeskreis Sinnfindung durch Mutterschaft. Für manche geht das gut, die finden darin Berufung; für viele geht es nicht gut, insbesondere dann, wenn die Kinder größer werden und einen weniger brauchen, dann war Mutterschaft eben doch auch (oder nur) ein Weg die Suche nach dem eigenen Lebensplan zu vermeiden.
Du schreibst, Du bist unglücklich im Leben und denkst es läge am Kinderwunsch.
Ich frage mich, wäre es nicht doch aber auch möglich, daß wenn Du ein glückliches Leben jetzt führen würdest, dieser Kinderwunsch vielleicht anders aussähe?
Allerdings, was Gast Harris schreibt, halte ih für auch sehr wahr. Es ist und bleibt höchstpersönliche Entscheidung und Kinder kommen aus den unterschiedlichsten Gründen auf die Welt, eine Bewertung dessen steht mir nicht zu.
Sei Dir aber darüber bewußt, daß ein Kind, so bald es zum Erwachsenen reift, sehr wohl diese Entscheidung und die Motive bewerten wird.
Ich wünsch Dir alles Liebe.