@MKH
Zitat:ich hätte gerne, dass es ein Abbild von mir gibt. jemand, der meine Träume vielleicht in die tat umsetzt..weil ich nie in der lage dazu war..der vielleicht von mir lernt, was wirklich wichtig ist und für was man brennen kann...ein kleiner krieger, den ich zumindest lehren kann, für was es sich zu kämpfen lohnt. ich finde die Vorstellung toll, dass ich jemandem mein verrücktes, unkonventionelles Leben nahebringen könnte und der daraus seine Version macht... das ist es doch, was wirklich wichtig ist im Leben, oder?
1. meinst Du nicht, dass Du einige Deiner Träume noch umsetzen kannst?
Wenn Du noch Kinder bekommen würdest, eine riesen Aufgabe...,wieso sollte es dann nicht möglich sein, Deinem Leben jetzt noch mehr Sinn zu geben, nochmal neues zu starten?
2. dazu schrieben ja schon andere Foris etwas: mir persönlich sagen Deine obigen Zeilen zwar zu, aber vielleicht wird Dein Kind kein Krieger sein und hat ein ganz anderes Wesen alls Du. Das kommt häufig vor.
Ich wurdez.B. so unkonventionell, "verrückt" erzogen. Für mich stimmte es weil es meinem Wesen entspricht.
Mein Bruder aber leidet bis heute darunter weil er eben ganz anders strukturiert ist. Immer mal wieder äußert er Dinge wie "Wozu all die Kunst, der Geist, Freiheit. . .Was bringt es mir, wo ich mir doch xy wünschte!"
Ihm ist es z.B. absolut schleierhaft, warum ich meine Zeit mit dem Lesen "verdaddel"
Ich erlebe immer wieder bei Kindern, dass sie wirklich mit so etwas wie einem Wesenskern auf die Welt kommen.
Gerade bei Zwillingen erlebt, die die gleiche Erziehung genießen und unterschiedlicher nicht sein könnten.
3. Klar, man gibt seinem Kind immer nur das, was man eben zu geben hat. Man kann nicht alles anbieten, aber auch ich halte es für eine schlechte Vorraussetzung, dass Du Deine Träume offenbar nicht umgesetzt hast.
Genau das führt oft zum Konflikt im Kind oder mit dem Kind. Es lebt oft nicht nach, was wir ihm erzähllen, sondern was wir vorleben
Aber viel wichtiger finde ich-
Zitat:diese nervigen Sinn-Fragen gehen nicht weg. "ich bin 38. wie lange noch, bevor es zu spät ist? Will ich diese Beziehung so wie sie derzeit ist? Will ich ihn, wenn ich weiß, dass ich mit ihm irgendwie stagniere?"
Und so kam es , dass ich gestern einen Streit vom Zaun gebrochen habe, um mal wieder schnellstmöglich heimzufahren, zu meinen Katzen und in mein kleines sicheres Heim, fernab von negativen Gefühlen und jeglichen komischen Gefühlszuständen.
Ich meine, ich lieb ihn ja schon, aber ich merke nun mal auch, dass er mit seinen 54 ganz andere Ziele im Leben hat und auch Ansichten. für ihn ist alles gut, wie es ist, außer, dass ich bei ihm wohnen sollte und nicht woanders. für mich ist es leider derzeit aber das schlimmste, in dieses leere Haus zu kommen, wo nur er auf mich wartet mit einer Flasche Wein und der Frage: "Was essen wir denn?" Alleine beim Frühstück, alleine beim Abendessen und zwischendurch ein lustige Abende bei Freunden oder alleine. bis ich irgendwann umfalle.
Ich hab das Gefühl, zu ersticken. ich hab das Gefühl, nicht mehr Ich zu sein, ich hab echt das beschissene Gefühl, wieder in alte psychisch-labile Muster zu verfallen. obwohl ich glücklich sein müsste. Irgendwie will ich Kinder, ja! Verdammt, auf was will ich noch warten? Und ja, ich will auch noch irgendwann heiraten. ich mag zumindest die Option auf all das haben und nicht ein Stillstand, also als wäre das, was jetzt ist endgültig. So wie es eben ist, versteht ihr?
Im Grunde hab ich mir die Antwort schon gegeben, in dem ich diesen Thread in der Rubrik "Trennung" angesiedelt habe, aber ich möchte von euch wissen, was ich jetzt tun kann und wie ich es tun kann und ob jemand in einer ähnlichen Situation war oder ist.
Ich meine, all das ist natürlich völlig irrelevant solange man verknallt ist und in der Verliebtheits-Phase steckt und das steckte ich echt lange, aber nun befinde ich mich in dieser Findungsphase in der Beziehung und obendrein noch in dieser dummen Sinnkrise. und mit einem Partner, der eben so festgefahren ist, ist es fast unmöglich, noch total verliebt zu sein.
es klingt für mich vielmehr so, als versuchtest Du das mangelnde Leben zwischen euch beiden, oder in Dir selbst jetzt duurch ein Kind zu füllen.
Es gelingt nie, irgend eine Beziehungsproblematik durch ein Kind zu lösen.
Die Lebendigkeit sollte auch schon ohne Kind da sein.
Und ich finde, dass es wirklich trostlos klingt, was Du da schreibst. Abends geht`s um das Essen, ab und zu Abende mit Freunden. Das ist etwas karg und hat für mich nichts mit einem normalen Beziehungsalltag nach der Verliebtheitsphase zu tun.
Ich denke, Du solltest erstmal für Dich ganz allein schauen, wie Du Deinem Leben mehr Sinn geben kannst.
p.s. wieso habt ihr keine gemeiname Vision? Braucht mMn jede Beziehung. Verliebtheit allein kann kein Beziehungsfüller sein. Was auch immer es sei, warum fiebert ihr nicht gemeinsam einer Sache nach?