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So soll es sein, so kann es bleiben

S
Zitat von Liv225:
Aber manchmal k… es mich immer noch an, wenn ich Wichtiges (zum Beispiel wenn es um Sohn geht) allein entscheiden muss und Ex nicht zur Verfügung steht.

Ich kann es nicht besser wissen, weil eine solche Situation noch nicht selbst erlebt habe. Aber ich denke mir gerade, würdet ihr auch so empfinden, wenn der Partner verstorben wäre und ihr deshalb allein erziehend wärt?

#46


C
Ich verstehe dich total.

Ich hasse es auch, alleinerziehend zu sein. Vor allem habe ich mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man sich wirklich über Sorgen und Probleme in Zusammenhang mit den Kindern austauschen kann, der einen Teil der Verantwortung mit einem trägt. Zum Teil lastet die Angst, vielleicht irgendwas falsch entschieden zu haben, zentnerschwer auf meinen Schultern. Das hatte ich früher nie. Und auch das Teilen von Freude über die Kinder mit jemandem, dem sie genauso wichtig sind wie mir, fehlt mir. Ich weiß, dass es getrennte Paare gibt, die diesen Austausch nach wie vor hinbekommen. Bei uns klappt das aber nicht, Gespräche nit meinem Ex fühlen sich völlig anders an als früher und "bringen" mir nichts mehr.

Und auch dein zweites Problem kenne ich: Meine Kinder finden ihren Vater viel toller als mich und kritisieren mich (in Worten oder auch unausgesprochen) viel. Dort gab es auch recht bald Happy Patchwork in schönem Haus mit Garten (versus bei mir Etagenwohnung) mit Next und ihrem Sohn (hier ist es auch so, dass auf deren Seite das Verhältnis zum Vater nicht so gut ist).

Wahrscheinlich denken meine Kinder, dass es ja kein Wunder ist, dass ihr Vater sich von mir getrennt hat, weil die Neue ja viel netter, hübscher, toller, lustiger, gebildeter ... ist als ich - und daher viel besser zu ihrem Vater passt. Ich habe auch den Eindruck, dass sie mir deshalb recht viel "Schuld" an der Trennung geben.

Aber: Bei uns ist die Trennung jetzt über drei Jahre her und ich habe irgendwie meinen Frieden damit gemacht. Ich bemühe mich einfach, den Erziehungsjob bei meinem Jüngsten noch so gut wie möglich zu erledigen. Meinen Kindern irgendwelche Vorwürfe mache ich sicher nicht. Sie haben durch die Trennung, für die sie nichts konnten, schon genug gelitten - und es ist ihr Recht, sich ein eigenes Bild zu machen und ihren eigenen Blick auf die Situation zu haben. Ich habe sie da nie beeinflusst und werde das auch nicht tun - von konkreten Fragen abgesehen, die ich versuche, möglichst sachlich und ehrlich zu beantworten. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie, wenn sie älter werden, manches vielleicht doch noch differenzierter sehen.

x 3 #47


A


So soll es sein, so kann es bleiben

x 3


Zitat von Liv225:
Soo viele Gedanken kann ich so gut nachvollziehen. @Fanta1 Danke für Dein Erzählen. Da finde ich mich in vielem wieder. zum Beispiel mit einem ...

Stark fühlt man sich null auch wenn andere das dauernd von einem behaupten. Das kenne ich gut. Ja und das meine ich: Man schafft es, aber es ist nicht schön. Man überlebt mehr als dass man lebt.

Ich liebe übrigens auch "Ach komm, Du brauchst doch gar keinen Mann". Gerne von Freundinnen, de das letzte Mal mit 17 Single waren und Männer haben, die alles Mögliche für sie übernehmen 😏

x 1 #48


Zitat von Sincerite:
Ich kann es nicht besser wissen, weil eine solche Situation noch nicht selbst erlebt habe. Aber ich denke mir gerade, würdet ihr auch so empfinden, ...

Ja

x 1 #49


Liv225
Zitat von Sincerite:
Ich kann es nicht besser wissen, weil eine solche Situation noch nicht selbst erlebt habe. Aber ich denke mir gerade, würdet ihr auch so empfinden, ...

Darüber habe ich früher tatsächlich nachgedacht, weil eine Freundin vor Jahren Witwe wurde. das war sehr schwer für sie und sie hat den geliebten Ehemann betrauert, die Trauer der Kinder aufgefangen,
war auch mit allem allein.

Allerdings: Ex ist ja DA, lebt sein Leben.
Soll er.
Bei mir selber ist da „nur noch“ Wehmut, dass er „unsere Welt“ nicht mehr wollte.

Aber: er ist auch Vater, die Kinder waren gewollt und nun kümmert er sich nicht. Das finde ich nogo. Das kommt nicht wirklich zum Abschluss. Während ein Verlust durch Tod eben wirklich abgeschlossen ist.
mMn

x 2 #50


Zitat von Caecilia:
Ich verstehe dich total. Ich hasse es auch, alleinerziehend zu sein. Vor allem habe ich mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass es niemanden mehr ...

Ohje. So zusammengefasst klingt das grausam. Sicher liegt es auch am Schaden, den das Selbstwertgefühl genommen hat, dass man so zugänglich für solche Aussagen der Kinder ist.
Und bei den Papas ist auch nicht alles toll.
Mein Sohn hat neulich zu mir gesagt, dass die anderen beiden ok sind, aber ruhig weg sein könnten. Ein anderes Mal meinte er, er hätte den Papa gerne ab und zu für sich allein. Beim 5. Mal wollte er schon nicht mehr mit hin fahren.
Gab es bei Dir vielleicht auch solche Äußerungen der Kinder, die Du ggf. in Deinem Schmerz überhört hast?

#51


DieSeherin
ich lese erst einmal ein bisschen mit, weil ich dieses gefühl nur allzugut kenne, aber es bei mir ja (gottseidank) schon sehr, sehr lange her ist - und ich weiß nicht, wie ich in worte fassen kann, was mir dazu durch den kopf schießt

aber, was ich unbedingt loswerden muss @123456789 : ey, du bist doof! wegen dir bzw. deinem fadentitel, habe ich seit gestern einen ohrwurm! 😜

#52


Zitat von DieSeherin:
ich lese erst einmal ein bisschen mit, weil ich dieses gefühl nur allzugut kenne, aber es bei mir ja (gottseidank) schon sehr, sehr lange her ist - ...

😂🙈 Sorry.

Ich mag das Lied eigentlich auch nicht so sehr, bin aber neulich komplett in Tränen ausgebrochen als es im Radio lief

x 1 #53


Liv225
Zitat von 123456789:
Stark fühlt man sich null auch wenn andere das dauernd von einem behaupten. Das kenne ich gut. Ja und das meine ich: Man schafft es, aber es ist ...

Genau. Es bleibt nichts anderes übrig. DAS ist der Unterschied.
Ich habe irgendwann mit Erschrecken festgestellt, dass soo viele Jahre vergangen sind, die nur ein „Überleben“ waren.
Da habe ich gedacht: Stop, ich will wieder leben. Und da kam ich in das, was ich vorne schrieb. Das ich es mehr schätzen konnte, was ich mit den Kindern habe.

Das wird aber leichter, wenn sie größer sind. Wenn man sieht, dass es Früchte trägt. Der Große ist mit Studium fertig, hat die erste eigene Wohnung, Arbeitsstelle, die Kleine studiert und weiß, was sie will, der Kleine und ich verstehen uns gut ohne „Teenieallüren“….
Wenn ich das sehe, dann denke ich: „Gut gemacht, Liv. Das hast Du allein geschafft“.
Das dauert bei Dir noch….

Und ich habe auch Freundinnen, die mir sagen: Ach , Du hast es so schön, brauchst Dich nicht mehr um Mann zu kümmern, die werden, wenn sie älter werden, auch nicht einfacher… bla…

Ja. Mag sein. Aber es ist deren Entscheidung zu gehen oder zu bleiben. die hatte ich nicht.

x 2 #54


Zitat von Liv225:
Genau. Es bleibt nichts anderes übrig. DAS ist der Unterschied. Ich habe irgendwann mit Erschrecken festgestellt, dass soo viele Jahre vergangen ...

Ja, und mag sein, dass deren Männer jetzt schwierig werden, aber sie hatten sie während der Rush-hour des Lebens an ihrer Seite als sie sie gebraucht haben

x 2 #55


Liv225
Zitat von 123456789:
Ja, und mag sein, dass deren Männer jetzt schwierig werden, aber sie hatten sie während der Rush-hour des Lebens an ihrer Seite als sie sie ...

Stimmt .. und „schwierig“ … wenn ich mit dem FreundEN rede erzählen die es genau andersherum. ^^
Es bleiben einfach die vier Schultern statt unserer nur zwei.

x 1 #56


alleswirdbesser
Zitat von 123456789:
Ja, manchmal glaube ich, er hat sich unbewusst diese Fernbeziehungskiste ausgesucht, um keinen normalen Familienalltag mehr Leben zu müssen. Meine ...

Kenne ich zu gut, der Umgang findet bei seinen Eltern statt. Damals ist er auch zu ihr gezogen, aktuell aus beruflichen Gründen, 900 km.

Mit meinem Freund leben wir nur begrenzt Patchwork, da wir nicht zusammen wohnen. Aber am Wochenende fliegen wir alle vier in den Urlaub.

#57


Zitat von Liv225:
Stimmt .. und „schwierig“ … wenn ich mit dem FreundEN rede erzählen die es genau andersherum. ^^ Es bleiben einfach die vier Schultern statt ...

So ist es.
Es tut gut, mit jemandem zu sprechen, der es nicht krampfhaft schönreden will. Es ist und bleibt eine doofe Situation, die wenig Gutes hat

x 1 #58


Zitat von alleswirdbesser:
Kenne ich zu gut, der Umgang findet bei seinen Eltern statt. Damals ist er auch zu ihr gezogen, aktuell aus beruflichen Gründen, 900 km. Mit meinem ...

Ich wünsche Euch eine tolle Zeit im Urlaub.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen mit meinem Partner auf Dauer nicht zusammenzuleben

x 1 #59


C
Zitat von 123456789:
Ohje. So zusammengefasst klingt das grausam. Sicher liegt es auch am Schaden, den das Selbstwertgefühl genommen hat, dass man so zugänglich für ...

Sicher, ja. Bei uns lag und liegt es bestimmt auch daran, dass die Kinder ihren Vater, glaube ich, schon immer toller fanden als mich, auch, als wir noch eine Familie waren. Mein Ex ist eine sehr präsente, sehr vereinnahmende, witzig, schlau, belesen ... wirkende Persönlichkeit, deswegen ist das auch nicht so erstaunlich, glaube ich.

Aber das klingt jetzt negativer, als es ist. Es soll auf keinen Fall einen Wettbewerb zwischen uns Eltern um die Gunst der Kinder geben.

Ich bin zum Glück auch jemand, der gut und gerne alleine sein kann, d.h. es macht mir nicht wirklich viel aus, wenn sich "Familie" halt "dort" abspielt (und das wird sich vermutlich noch verstärken, wenn die Kinder alle flügge sind, auch deshalb, weil mein Ex viel mehr sonstige Familie wie Geschwister, Neffen, Nichten ... hat als ich). Ich werde mich dann neu aufstellen, in einer netten, kleinen Wohnung und mit viel Zeit für mich und meine Interessen. Das hat auch was.😄

Und vielleicht werden die Kinder auch irgendwann erkennen und "honorieren", wer wirklich immer und ohne Wenn und Aber für sie da war und ist, wer sie in ihren kleinen und größeren Sorgen und Nöten "betreut" hat, wer Zuwendung nicht an Bedingungen und Leistung knüpft. Zu dieser Erkenntnis dränge ich sie aber nicht, das hat Zeit.😁

x 3 #60


A


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