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So soll es sein, so kann es bleiben

123456789
Mitglied

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216
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4
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Ich habe momentan so eine wahnsinnige Sehnsucht danach, mich endlich mal wieder "angekommen" zu fühlen. Manchmal ist dieser sch. Weg so unfassbar anstrengend und man hat das Gefühl, es wird nie wieder gut.

Es ist gar nicht so sehr der Liebeskummer, es ist das Familienleben, dass ich so sehr vermisse. Ich liebe meine Kinder, aber ich hasse es, alleinerziehend zu sein. Gefühlt ist alles nur schwer.

Wie kommt man aus diesem blöden Tief?

x 11 #1


S
Zitat:
Wie kommt man aus diesem blöden Tief?

Ich glaube, man muss es erst einmal annehmen. Das ist auch ein Prozess. Man muss es nicht gut heißen, nur annehmen, dass es existiert. Erkennen - Annehmen - Aktion. Alle drei sind jeweils ein Prozess.

x 5 #2


A


So soll es sein, so kann es bleiben

x 3


Zitat von Sincerite:
Ich glaube, man muss es erst einmal annehmen. Das ist auch ein Prozess. Man muss es nicht gut heißen, nur annehmen, dass es existiert. Erkennen - ...

Ich verstehe da immer nur so halb, was mit annehmen gemeint ist. Ich habe schon länger verstanden, dass das meine neue Realität ist. Aber es fühlt sich immer nur nach ertragen, nach durchhalten an. Über sich ergehen lassen.

Ich hätte es gerne wieder schön. Also im Sinne von unaufgeregt zufrieden. Das kann gerne auch ohne Partner sein, aber mit all den Themen rund um die Kinder fühle ich mich so allein.

x 7 #3


S
Zitat von 123456789:
Ich verstehe da immer nur so halb, was mit annehmen gemeint ist.

Vielleicht passt für dich das Wort "akzeptieren" besser? Erstmal ohne Widerstand akzeptieren, dass es zur Zeit so ist, wie es ist.

x 1 #4


S
Zitat von 123456789:
aber mit all den Themen rund um die Kinder fühle ich mich so allein.

Das tut mir sehr leid. Ich habe leider keine Kinder. Aber kommt denn nicht auch von Kindern viel zurück an Freude, Liebe? Bräuchtest du Unterstüzung?

x 1 #5


Liv225
Zitat von 123456789:
Ich habe momentan so eine wahnsinnige Sehnsucht danach, mich endlich mal wieder "angekommen" zu fühlen. Manchmal ist dieser sch. Weg so ...

Das ist so eine schwere Zeit.
Ich kann es Dir nachfühlen, es ging mir als es frisch war, auch so. Und immer wieder mal…
Es war fremdbestimmt und nichts, was wir hier uns je ausgesucht hätten.
Im Freundeskreis war auch niemand, dem es so ging.
Ich kenne „Deine Geschichte“ allerdings nicht. Vielleicht hast Du Gleichgesinnte zum Austausch…

Letztlich kann ich nur sagen, dass es besser wird, wenn der neue Alltag richtig angekommen ist.
Es lastet alles auf zwei Schultern statt auf vier.
Aber man kommt durch.
Mit Zeiten für sich, Ritualen, die allen gefallen.
Wir haben nach einiger Zeit, da waren die drei jüngeren noch im Haus (jetzt ists nur noch der jüngste) gesagt:
Wir haben es doch wirklich schön mit uns.

Wünsch ich Dir auch, dass das so kommt.

x 7 #6


M
Zitat von Sincerite:
man muss es erst einmal annehmen


Zitat von Sincerite:
"akzeptieren" besser?



Ich glaube auch,
man kommt keinen Zentimeter weiter,
wenn man immer nur der Vergangenheit hinterhertrauert
und wie schön man es mal hatte. -Das ist im Grunde
vergeudete Lebenszeit.
Nach vorne schauen, das Positive sehen ! Lachendes Gesicht

Möchte ich ganz nebenbei auch Dir zurufen @Markus1977 ! Zwinkerndes Gesicht

x 2 #7


S
Zitat von Multiversum:
wenn man immer nur der Vergangenheit hinterhertrauert
und wie schön man es mal hatte. -Das ist im Grunde
vergeudete Lebenszeit.

Ich denke da oft: wie schön, dass ich das erleben durfte. Ich werde es als gute Erinnerung behalten. Die schlechten Erinnerungen können so weit verblassen, dass sie mich nicht mehr festhalten aber dennoch zukünftig schützen.

x 3 #8


M
Zitat von Sincerite:
Die schlechten Erinnerungen können so weit verblassen, dass sie mich nicht mehr festhalten aber dennoch zukünftig schützen.



Klingt vernünftig ! Lachendes Gesicht

x 1 #9


D
@123456789
Da sprichst du unglaublich vielen Menschen tief aus der Seele!
Man sehnt sich einfach so sehr nach diesem einen Lieblingsmenschen – jemanden, den man von ganzem Herzen seinen „Schatz“ nennen darf und von dem man genau diese Liebe zurückbekommt.
Den ganz normalen Alltag mit all seinen Verpflichtungen und unseren wertvollen Diamanten (den Kindern) bekommt man alleine irgendwie immer gewuppt. Aber diese einsamen Stunden am Abend... die wiegen oft so schwer. Es ist unheimlich schwer, diese Leere selbst zu füllen. Oder wie du es noch viel schöner gesagt hast: Sie von jemandem mit Liebe füllen zu lassen.
An diesen Worten sieht man wieder, wie sehr wir uns alle nach Nähe und Geborgenheit sehnen. 🙏✨

x 6 #10


Zitat von Multiversum:
Ich glaube auch, man kommt keinen Zentimeter weiter, wenn man immer nur der Vergangenheit hinterhertrauert und wie schön man es mal hatte. -Das ist ...

Das mag sein. Aber wenn sie nunmal da ist, die Trauer um die vollständige Familie. Einen immer wieder überrollt während man bemüht ist, nach vorne zu schauen. Ich kann mir ja nicht Dinge schön reden, die ich nicht schön finde.

Ich suche schon sehr bewusst nach Schönem, aber das Meiste davon, was meinen Alltag wirklich bereichert, hatte ich auch, als wir noch zu viert waren. Da ist wenig "das ist jetzt besser als vorher" oder "war mit ihm nicht möglich". Oder mein Blick ist noch sehr getrübt.

Es ist schwer zu beschreiben und hört sich blöd an. Er als Person fehlt mir gar nicht mehr so sehr. Bzw. habe ich da vielleicht schon einigermaßen verarbeitet dass er nicht der war für den ich ihn gehalten habe. Aber ständig überall allein mit den Kindern hinzugehen, vollständige Familien zu sehen, Kinder, die sich nicht ständig aufteilen müssen zwischen Mama und Papa; von den eigenen Kindern dauernd zu hören, dass es beim Papa (und der neuen Freundin, für die ich verlassen wurde) lustiger ist als bei mir, das tut noch richtig schlimm weh.

Ich bin froh, dass meine Kinder noch nicht richtig nachfühlen können, was ich seit der Trennung empfinde. Aber für sie oft nicht so fröhlich sein zu können wie sie verdient hätten, ohne dass sie es nachvollziehen können, schmerzt auch sehr.

x 7 #11


Zitat von DerNorde:
@123456789 Da sprichst du unglaublich vielen Menschen tief aus der Seele! Man sehnt sich einfach so sehr nach diesem einen Lieblingsmenschen – ...

Ich glaube, Du verwechselst mich.
Mir fehlt nicht unbedingt ein Partner. Mir fehlt das Gefühl, dass mein Leben so wie es ist, "richtig" ist.

Ich hatte auch schon glückliche Zeiten als Single. Aber als getrennt lebende Mutter will mir das nicht so recht glücken. Bzw. stören mich diese Extreme auch nach wie vor sehr. Manchmal bin ich tagelang alleine, wenn die Kinder beim Papa sind. Diese Tage bekomme ich gut gefüllt und brauche sie auch zum Akku aufladen. Aber seine Kinder dann tagelang nicht ins Bett zu bringen, nicht richtig mitzubekommen, wie ihr Tag war, das kann doch nicht richtig sein. Das tut weh. Und ist ein teurer Preis fürs Aufladen eines Akkus, der bei einem "normalen" Familienleben unter einem Dach gar nicht immer wieder so leer wäre.

Denn dann ist man plötzlich tagelang wieder alleine mit all der Verantwortung, all den Bedürfnissen, die man sortieren und einigermaßen im Gleichgewicht halten muss. Bekommt keine Pause, muss für alles allein die Lösung finden ohne durchatmen zu können. Da performe ich oft viel schlechter als ich es mir wünsche. Oder bekomme das Gefühl von den Kindern vermittelt. Allein der Satz "Beim Papa dürfen wir aber" macht mich nur noch aggressiv. Ich weiß vom Kopf her, dass nicht alles bei ihm besser sein kann, aber mein Selbstwertgefühl ist da doch noch sehr angefressen.... Zumal er sich eben lustig in ein neues Leben als Patchworkfamilie geschmissen hat ohne sich auch nur eine Sekunde nach mir umzudrehen.

Und wenn die Kinder dann so nörgelig werden, gelingt es mir noch schlechter und das wiederum macht uns noch unzufriedener. Teufelskreis also.

Diese Extreme zermürben mich. Ich kann da gerade wenig tolles dran finden.

x 3 #12


M
Zitat von 123456789:
Manchmal bin ich tagelang alleine, wenn die Kinder beim Papa sind.



Die solltest Du nicht nur als Erholung nutzen,
sondern auch als Vorbereitung für die Zeit wenn die Kinder wiederkommen und
als Qualitytime/Me-time für Dich selbst - sprich Frisörbesuche, Dates,
Treffen mit Familie und Freunden, in's Kino gehen u.s.w. .
Ich kenne jemanden,
der es sich mittlerweile in seiner kinderfreien Zeit richtig gutgehen lässt,
Unternehmungen macht, wegfährt u.s.w. .
Wenn Deine Kinder alt genug sind,
dass sie ein eigenes Handy haben,
kannst Du ja auch mal mit ihnen telefonieren, wenn sie beim Vater sind,
wenn sie Dir so sehr fehlen.
Je nachdem wie das Verhältnis zum Vater ist,
könntest Du auch ihn anrufen,
so dass Du auch in seiner Zeit mal mit ihnen sprechen kannst.
Du solltest die Tage wo Du alleine bist
egoistischer werden und die Zeit mehr nutzen,
um zu leben, Dich neu zu erfinden !
Du hängst jetzt sicherlich ein bisschen in der Luft,
weil Du noch keinen neuen Partner und noch keinen Plan
für Dein Leben hast. -Aber das wird sich finden !
Dein Leben wird und muss auch weitergehen !
Du kannst alte Hobbies neu beleben, sowie alte vernachlässigte Bekanntschaften.
Du könntest Dich beruflich weiterbilden oder Ähnliches,
allein in den Urlaub fahren, ... .
Wie hast Du Dir denn Dein Leben als Jugendliche vorgestellt ?
Was hattest Du für Ziele und Träume ? -Vielleicht lässt sich da
irgendwo anknüpfen ?! Lachendes Gesicht

x 1 #13


Zitat von Multiversum:
Die solltest Du nicht nur als Erholung nutzen, sondern auch als Vorbereitung für die Zeit wenn die Kinder wiederkommen und als Qualitytime/Me-time ...

Achso: das meine ich mit "Erholung" . Ich nutze die Zeit für Dinge, die mir Spaß machen.

Aber solche Zeiten habe ich in der Ehe auch bekommen. Nur mehr in den Alltag integriert, weniger extrem.

Mein älteres Kind hat seit ein paar Monaten ein Handy. Aber so richtig erfüllend finde ich den Kontakt darüber nicht. Von meinem jüngeren Kind höre ich fast gar nichts während sie beim Papa sind.
Mir fehlt es an diesen Tagen auch, mit ihnen abends noch zu kuscheln. Gemeinsam zu lesen, usw.

Ich wollte als Jugendliche schon immer auch eine Familie haben 🤷‍♀

x 2 #14


M
Du könntest auch irgendeine Sportart anfangen,
die Du schon immer gern mal gemacht hättest !?

Oder Dir ein liebes Haustier zulegen,
dann wärst Du auch nicht so alleine ?

Es gibt so viele Möglichkeiten ! Lachendes Gesicht

#15


A


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