@123456789
Zitat von 123456789: Das passiert mir in letzter Zeit sowieso oft. Immer wenn ich denke, einen guten Weg gefunden zu haben, finde ich ihn wie aus dem Nichts plötzlich wieder komplett falsch. Das verunsichert natürlich auch. Was konstant immer gut hilft (auch schon vor meinem Mann) ist Sport. Nur den kann ich gerade wg einer Verletzung nichts machen.
Das ist in meinen Augen nicht unnormal. Wir sind in einer hochemotionalen Situation und du hast selbst beschrieben das du einfach nur
Zitat von 123456789: Ich fühle überwiegend Unruhe, Angst und Überforderung, habe eine ständige Sehnsucht nach Ruhe in mir..
Von daher triffst du Entscheidungen mit diesem Ziel. Später, wenn dein "System" etwas ruhiger geworden ist, mögen dir ndere Dinge wichtig sein. Das heisst nicht das die Entscheidung falsch war, sie war in dem Moment das was du gebraucht hast und darf später re-evaluiert werden.
Ich habe mir eine Regel gesetzt das ich keine "Langfristigen" oder "Unwiederruflichen" Entscheidungen treffe solange ich noch in dieser emotionalen "Ambivalenz" stecke. Einzige Ausnahme war die Vasektomie da ich mir 100%ig sicher bin das ich in meinem Alter keine Kinder mehr zeugen möchte.
Zitat von 123456789: Beim unverbindlichen 6 frage ich mich auch oft, warum ich das nicht kann. Ich verurteile das nicht und würde mich auch nicht als prüde einstufen, aber Männer gefallen mir einfach erst dann, wenn auch Gefühle mit im Spiel sind. Alle anderen will ich einfach nicht (oder habe ich Angst?). Dazu zwingen müssen will man sich ja aber auf keinen Fall.
Wir hatten das schon ein paar mal Thematisiert... Frauen brauchen oft erst eine emotionale basis um sich auf 6 einlassen zu können wohingehen bei Männer sehr oft der 6 zu einer emotionalen Basis führt. Du wirst das nicht können weil es dich augentlich nicht wichtig ist. Ich könnte mir gut vorstellen das bei dir Themen wie "Gesehen werden" oder "nicht alles alleine machen zu müssen" dinge sind die im Vordergrund stehen und das kann dir ein "flüchtiges" Date nicht so wirklich geben (ok, das gesehen werden vielleicht aber es ging ja um den 6 und der hilft dabei nicht).
Zitat von 123456789: Das Dankbarkeitstagebuch hatte ich ja schon erwähnt das hat lange gut für mich funktioniert und auf einmal war da wie ein Schalter umgelegt und es ging mir noch auf den Geist.
Wenn man verzweifelt ist, greift man nach jedem Strohhalm der Besserung verspricht. Wenn es funktioniert kann das wie eine Sucht werden und man ist nahezu fixiert auf die "Lösung" die ja Abhilfe verspricht. Irgendwann macht das dann so viel Arbeit und man braucht gar nicht mehr soviel "Abhilfe" und dann kommt das Gefühl das du beschreibst.
Ich habe jetzt auch schon Monatelang nichts mehr ins Gefühlstagebuch geschrieben auch wenn ich zwischendurch mal im Kopf hängen geblieben bin. Ich habe mittlerweile andere Möglichkeiten gefunden damit umzugehen, die ich auch noch besser in mein Leben integrieren kann (Sport, Spazierengehen, Gedanken ändern)
Ganz ehrlich... ich glaube du hast es schon richtig gemacht das du dich hier geöffnet hast. Zugeben das es aus dem Ruder läuft ist ein erster Schritt, sich zu öffnen der zweite und Ratschläge von anderen Menschen anzunehmen ist dann der erste Schritt auf dem Weg zur "Heilung".