291

So soll es sein, so kann es bleiben

Liv225
@Prachtspiere
Ich unterschreibe bei Dir.
Schon der erste weitere Ausflug war mehr als seltsam, so als „nur ein Erwachsener“.
Aber dann hatten wir tolle Urlaube.
Die jüngere Tochter fährt auch mit 22 noch gern mit Sohn und mir weg.
Es war wirklich eine Chance, vieles selber zu entscheiden ohne Rücksicht auf einen Partner.
Und wenn die Feste im Jahreslau stattfinden sind alle hier bei mir, es ist voll, aber kochen, Musik machen. usw. , das geht auch ohne Ex.

Es braucht Zeit… dann kommt man dahin.
Du @1234567 musst nicht ausweichen, sondern Rituale für euch finden.

@alleswirdbesser
Ich suche ja niemanden und es passt wie’s ist, aber dieses LAP … wenn, dann nur noch so.

x 2 #91


Auf jeden Fall ist es schön, dass man hier im Forum immer Austausch zum Thema findet, wenn es einem mal nicht gut geht. Für heute ist meine Laune deutlich gehoben und ich kann los zum Schulfest. Wo dann auch das OdB samt Familie rumspringt 🥴🙈. Naja, als durch....

x 5 #92


A


So soll es sein, so kann es bleiben

x 3


Zitat von Liv225:
@Prachtspiere Ich unterschreibe bei Dir. Schon der erste weitere Ausflug war mehr als seltsam, so als „nur ein Erwachsener“. Aber dann hatten wir ...

Ja, wir haben im letzten Jahr auch schon mehrfach allein gefeiert. Und teilweise eben auch mit ihm hier bei uns zuhause.

Die schönen Rituale kamen immer eher an Tagen, die keine besondere Bedeutung haben. Die Stichtage sind leider überhaupt nicht schön.

Und was bedeutet LAP?

#93


U
@123456789
LAT
Live apart together
Zusammen sein und jeder macht sein Ding, jeder hat eigenes Leben und eigene Wohnung

x 1 #94


C
Zitat von 123456789:
Ohje, das klingt wirklich ähnlich. Mein Vater im ersten Gespräch: "Naja, wenn ein Mann geht, wird er schon Gründe gehabt haben. Du warst noch ...

Das ist doch schon mal gut. Es wäre für alle noch viel blöder, wenn sie die nicht leiden könnten.

Doch, ich glaube, sie mögen Next und ihren Sohn schon, also, auf so einer oberflächlichen Spaßebene. Gerade K2 und K3 kommen schnell mit anderen Menschen in Kontakt, so locker und smalltalkmäßig. Bei allen dreien dauert es aber, bis sie jemanden wirklich in ihr Herz lassen. Mal sehen.

#95


Waldfee47
Zitat von 123456789:
Es ist gar nicht so sehr der Liebeskummer, es ist das Familienleben, dass ich so sehr vermisse. Ich liebe meine Kinder, aber ich hasse es, alleinerziehend zu sein. Gefühlt ist alles nur schwer.

Danke für das schöne Thema. Habe keinen Liebeskummer mehr, denn der war ja vor geschätzten 10 Jahren:)
Habe derzeit eher "Lebenskummer" und kenne das Gefühl absolut. Auch ich sehne mich sehr nach ankommen und einfach "in Ruhe schön leben"

x 3 #96


M
Zitat von 123456789:
Es ist und bleibt eine doofe Situation, die wenig Gutes hat



Das ist eine Entscheidung,
die Du für Dich konkret triffst ! -Ich will leiden und mich noch ein bisschen selber bemitleiden.
Das ist eine Zeit lang sicher okay und auch irgendwo psychologisch begründet.
Aber auf Dauer führt das nur zu (krankhafter) Verbitterung !
Du musst da raus ! -Bist ja auch schon ziemlich lange da drin,
laut Deinem anderen Thread.

Eine Verbitterungsstörung (medizinisch meist Posttraumatische Verbitterungsstörung, kurz PTED) ist eine schwere Form der Anpassungsstörung. Sie entsteht, wenn Menschen tiefgreifende Kränkungen, Ungerechtigkeiten oder Vertrauensbrüche (z. B. durch Mobbing, Kündigung oder schwere familiäre Konflikte) nicht verarbeiten können und in anhaltenden, extremen Gefühlen von Machtlosigkeit und Wut feststecken. (Dr. Google)

x 2 #97


P
Zitat von DerNorde:
„Das Schicksal mischt die Karten, aber wir spielen das Spiel.“ (Arthur Schopenhauer)

Das trifft es absolut!

x 1 #98


Waldfee47
Zitat von Multiversum:
Eine Verbitterungsstörung (medizinisch meist Posttraumatische Verbitterungsstörung, kurz PTED)

Das ist ja extrem interessant.
Hoffe, ich bin noch nicht betroffen...

x 2 #99


Zitat von Multiversum:
Das ist eine Entscheidung, die Du für Dich konkret triffst ! -Ich will leiden und mich noch ein bisschen selber bemitleiden. Das ist eine Zeit lang ...

Den Begriff höre ich gerade zum ersten Mal. Auf jeden Fall interessant. Ich habe mal dazu gegoogelt. Und kann (wie so oft bei solchen Googlerecherchen) nicht ausschließen, betroffen zu sein, es aber auch nicht sicher bejahen. Danke aber auf jeden Fall für den Hinweis.

Interessanterweise war das im letzten Jahr häufig mein Gedanke : "Ich will jetzt aber nicht mein Leben lang verbittert Männer hassen". Auch das Dankbarkeitstagebuch, meine Hobbies, neue Erlebnisse haben total lange wirklich gut geholfen. Aber diese Woche überkam mich plötzlich aus dem Nichts so ein : "Ist doch alles Mist, warum mache ich das alles?"

Grundsätzlich bin ich mit Eigendiagnosen vorsichtig. In den letzten Wochen bin ich vermutlich etwas zu oft über meine eigenen Grenzen gegangen (die Einzelheiten erspare ich Euch) und habe deshalb aktuell großen Frust, der sich mit altem noch nicht verarbeitetem vermischt. Das Ganze kommt in Wellen und ist nicht jeden Tag da und nicht immer gleich stark. Gerade in den letzten Tagen war ich auch ganz schön vielen Triggern ausgesetzt und habe sehr wenig auf meine Bedürfnisse geachtet bzw. wenig Gelegenheit dazu bekommen, wenn ich mal in Ruhe zurückdenke. Leider übernimmt da ein Glaubenssatz aus meiner Kindheit, nämlich "Sei nicht so empfindlich, stell Dich nicht so an" häufig das Steuer und fährt mich zielsicher gegen die Wand.

Mein Fazit: Ich will bei akuter Belastung besser auf mich hören, früher die Reißleine ziehen, weniger meine Bedürfnisse übergehen. Weil es mir sonst um die Ohren fliegt. Weil ich (nichr zuletzt aufgrund der Ereignisse der letzten beiden Jahren, die gar nicht spurlos an mir vorbeigegangen sein können, aber auch aufgrund von tiefer sitzenden Verletzungen aus der Kindheit) noch sehr vulnerabel bin. Mehr als ich mir zugestehen möchte. Die anderen haben eben doch recht, wenn sie mir wiederholt sagen: 'Gib Dir Zeit". Meine innere Antwort darauf ist nämlich leider ganz oft : "Jaja, aber wie viel Zeit denn noch? " 😬 und da liegt ja schon der erste Fehler.

Vielen Dank für die Gespräche. Ich glaube und hoffe, ich bin wieder ein Stück weiter.😊

x 3 #100


Zitat von Caecilia:
Das ist doch schon mal gut. Es wäre für alle noch viel blöder, wenn sie die nicht leiden könnten. Doch, ich glaube, sie mögen Next und ihren ...

Du hast Recht. Das muss man unterscheiden. Nur weil sie erstmal ganz gut miteinander auskommen, ist der Platz im Herzen noch nicht gesichert.

Ich glaube, in dem Bereich lernen meine Kinder noch bzw. stehen ziemlich am Anfang.
Sie haben da ja leider auch nicht die besten Vorbilder - allen voran einen Vater, der sich von jetzt auf gleich für eine völlig fremde Person entscheidet, sie zur Liebe seines Lebens erklärt und seitdem strahlt wie ein Honigkuchenpferd, weil damit vermeintlich alle Probleme aus der Welt sind. Wie soll man da auf die Idee kommen, dass Beziehungsaufbau Zeit und Mühe kosten könnte. Und auch meine durchaus von den Kindern bemerkte, plötzliche und dann ausdauernde Verliebtheit ins OdB (oder was für Gefühle das auch immer waren oder sind) war da sicher nicht zuträglich.

Bei Dir klingt es als kämen Deine Kinder langsam in den Bereich, dass sie das Ganze etwas reflektierter betrachten. Das macht Mut. Darf ich fragen, wie alt sie bei Trennung waren und wie alt sie jetzt sind.

#101


Zitat von hotte:
@Fanta1 Vielen Dank für deine Einfühlsame und Ehrliche geschichte... sie hat mich sehr berührt und auch ein bischen fröhlich gemacht das es für ...

Da es zwischenzeitlich ja sehr viele Antworten auf einmal waren, lese ich mir das ein oder andere mal in Ruhe durch.
Die Scham, die Du beschreibst, ist sicher auch schwer zu ertragen, aber Scham ist es bei mir nicht. Ich fühle überwiegend Unruhe, Angst und Überforderung, habe eine ständige Sehnsucht nach Ruhe in mir.. Nach dem Gefühl, alles erledigt und im Griff zu haben oder zumindest das Vertrauen, meine künftigen Problem lösen zu können - idealerweise ohne Hilfe zu brauchen. Aber allein mit zwei Kindern ist man so vielem ausgesetzt, das heraus- oder wenn nicht gar überfordert. Und man braucht ständig in irgendeiner Form Unterstützung.

Beim unverbindlichen 6 frage ich mich auch oft, warum ich das nicht kann. Ich verurteile das nicht und würde mich auch nicht als prüde einstufen, aber Männer gefallen mir einfach erst dann, wenn auch Gefühle mit im Spiel sind. Alle anderen will ich einfach nicht (oder habe ich Angst?). Dazu zwingen müssen will man sich ja aber auf keinen Fall.

Das Dankbarkeitstagebuch hatte ich ja schon erwähnt das hat lange gut für mich funktioniert und auf einmal war da wie ein Schalter umgelegt und es ging mir noch auf den Geist.

Das passiert mir in letzter Zeit sowieso oft. Immer wenn ich denke, einen guten Weg gefunden zu haben, finde ich ihn wie aus dem Nichts plötzlich wieder komplett falsch. Das verunsichert natürlich auch. Was konstant immer gut hilft (auch schon vor meinem Mann) ist Sport. Nur den kann ich gerade wg einer Verletzung nichts machen.

x 3 #102


hotte
@123456789

Zitat von 123456789:
Das passiert mir in letzter Zeit sowieso oft. Immer wenn ich denke, einen guten Weg gefunden zu haben, finde ich ihn wie aus dem Nichts plötzlich wieder komplett falsch. Das verunsichert natürlich auch. Was konstant immer gut hilft (auch schon vor meinem Mann) ist Sport. Nur den kann ich gerade wg einer Verletzung nichts machen.

Das ist in meinen Augen nicht unnormal. Wir sind in einer hochemotionalen Situation und du hast selbst beschrieben das du einfach nur

Zitat von 123456789:
Ich fühle überwiegend Unruhe, Angst und Überforderung, habe eine ständige Sehnsucht nach Ruhe in mir..

Von daher triffst du Entscheidungen mit diesem Ziel. Später, wenn dein "System" etwas ruhiger geworden ist, mögen dir ndere Dinge wichtig sein. Das heisst nicht das die Entscheidung falsch war, sie war in dem Moment das was du gebraucht hast und darf später re-evaluiert werden.

Ich habe mir eine Regel gesetzt das ich keine "Langfristigen" oder "Unwiederruflichen" Entscheidungen treffe solange ich noch in dieser emotionalen "Ambivalenz" stecke. Einzige Ausnahme war die Vasektomie da ich mir 100%ig sicher bin das ich in meinem Alter keine Kinder mehr zeugen möchte.

Zitat von 123456789:
Beim unverbindlichen 6 frage ich mich auch oft, warum ich das nicht kann. Ich verurteile das nicht und würde mich auch nicht als prüde einstufen, aber Männer gefallen mir einfach erst dann, wenn auch Gefühle mit im Spiel sind. Alle anderen will ich einfach nicht (oder habe ich Angst?). Dazu zwingen müssen will man sich ja aber auf keinen Fall.

Wir hatten das schon ein paar mal Thematisiert... Frauen brauchen oft erst eine emotionale basis um sich auf 6 einlassen zu können wohingehen bei Männer sehr oft der 6 zu einer emotionalen Basis führt. Du wirst das nicht können weil es dich augentlich nicht wichtig ist. Ich könnte mir gut vorstellen das bei dir Themen wie "Gesehen werden" oder "nicht alles alleine machen zu müssen" dinge sind die im Vordergrund stehen und das kann dir ein "flüchtiges" Date nicht so wirklich geben (ok, das gesehen werden vielleicht aber es ging ja um den 6 und der hilft dabei nicht).


Zitat von 123456789:
Das Dankbarkeitstagebuch hatte ich ja schon erwähnt das hat lange gut für mich funktioniert und auf einmal war da wie ein Schalter umgelegt und es ging mir noch auf den Geist.

Wenn man verzweifelt ist, greift man nach jedem Strohhalm der Besserung verspricht. Wenn es funktioniert kann das wie eine Sucht werden und man ist nahezu fixiert auf die "Lösung" die ja Abhilfe verspricht. Irgendwann macht das dann so viel Arbeit und man braucht gar nicht mehr soviel "Abhilfe" und dann kommt das Gefühl das du beschreibst.

Ich habe jetzt auch schon Monatelang nichts mehr ins Gefühlstagebuch geschrieben auch wenn ich zwischendurch mal im Kopf hängen geblieben bin. Ich habe mittlerweile andere Möglichkeiten gefunden damit umzugehen, die ich auch noch besser in mein Leben integrieren kann (Sport, Spazierengehen, Gedanken ändern)



Ganz ehrlich... ich glaube du hast es schon richtig gemacht das du dich hier geöffnet hast. Zugeben das es aus dem Ruder läuft ist ein erster Schritt, sich zu öffnen der zweite und Ratschläge von anderen Menschen anzunehmen ist dann der erste Schritt auf dem Weg zur "Heilung".

x 2 #103


Markus1977
Zitat von Multiversum:
Ich glaube auch, man kommt keinen Zentimeter weiter, wenn man immer nur der Vergangenheit hinterhertrauert und wie schön man es mal hatte. -Das ist ...

Danke Mulitiversum, ich trauere nichts mehr nach

x 1 #104


Wieder ein paar Tage herum und sie waren nochmal nicht leicht. So viele Familienveranstaltungen rund um die Schule, die Hobbies usw. Gefühlt überall nur glückliche Familien. Ob nun noch in ursprünglicher Besetzung oder im Patchwork.

Gerade habe ich erstmal die Nase voll davon. Es tut einfach noch zu weh.

Jetzt sind die Kinder erstmal ein paar Tage weg. Ich hoffe, ich komme ein wenig zur Ruhe. Leider habe ich auch so massiv schlecht geschlafen in den letzten Tagen/Wochen, dass ich auch sehr erschöpft bin und eigentlich zu gar nichts mehr Lust habe.

Nachher treffe ich eine Freundin, aber auch die ist gerade spät zum dritten Mal Mutter geworden und ich habe so meine Zweifel, dass sie viel außerhalb ihrer Bubble wahrnimmt. Mal sehen

x 1 #105


A


x 4