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Soll ich meinen Affären-Mann auffliegen lassen?

Wurstmopped

Wurstmopped

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Zitat von Freddie:
@Wurstmopped

Dein Umgehen mit den Folgen der Affäre ehrt dich. Ich glaube, es bedarf auch von deiner Seite viel Liebe und Geduld, denn Eifersucht und Verdächtigungen wird man als "Rückkehrer" wohl aushalten müssen.



Danke! aber das ist natürlich die Theorie! ...jepp auch der Betrogene hat Herausforderungen zu meistern und aus meiner Erfahrung ist das ein Prozess. Es ist sehr dynamisch, so kann es sein, dass Paare dich sich trennen doch wieder zusammenfinden und Paare die mit bester Absicht zusammenbleiben nach 1-2 Jahren feststellen eine Trennung ist die beste Lösung! Daher, nichts ist endgültig und gerade nach einem Bekanntwerden einer Affäre, stehen alle unter Schock und bis sich das erst einmal sortiert hat gehen schon mal 6-12 Monate ins Land, daher kann ich nur raten, nicht überstürzen...in die eine, sowie in die andere Richtung!
Grundvoraussetzung aber ist und bleibt, dass "die Affäre" wirklich beendet wurde und kein Kontakt mehr besteht, ansonsten fängt man immer wieder bei null an und das was an Vertrauen noch vorhanden war, schwindet gänzlich! Ist das mal weg, dann ist aus meiner Erfahrung heraus eine Weiterführung der Beziehung nicht mehr möglich!

12.02.2019 10:14 • x 2 #496


Shediagast

Hallo Baba!

Ich hab deine Geschichte gerade mal überflogen und hoffe, du liest hier noch mit. Irgendwie glaube ich aber, du fühlst dich auch hier gerade zutiefst ungerecht behandelt und unverstanden und das wird deinen Schmerz eher noch vertiefen. Nur zu verständlich also, wenn du dich hier zurück ziehst.

Kurz zu mir. Ich hatte eine Affäre mit einem damals noch vermeintlichen Singel-Mann. Er war frischer Witwer und ganz zu Anfang machte er mir ebenfalls Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Das allerdings wollte er dann sehr schnell nicht mehr wissen. Ich machte damals dennoch zunächst Nägel mit Köpfen, beichtete die Affäre noch bevor ich mit dem anderen überhaupt S. gehabt hatte, verließ meinen Mann und zog aus. Reflexartig zog sich der AM zurück. So ernst hatte er das mit der gemeinsamen Zukunft dann doch nicht gemeint. Was ich damals nicht wusste, er war schon längst wieder neu verliebt. In die beste Freundin seiner verstorbenen Frau und um die bemühte er sich nach Kräften. Ich war da nur der Lückenfüller. Er ließ sich von mit bewundern, umgarnen und hofieren und als seine Sehnsucht nach Nähe und einem weiblichen Körper groß genug war, ließ er sich von mir sogar ins Bett quatschen.

Als ich dann später von der anderen erfuhr, machte ich Tabula rasa. Ich kündigte meine Stelle ( wir waren Kollegen ) und machte unsere Geschichte öffentlich. Glücklicherweise war meine Ehe noch zu retten und mein Mann nahm mich zurück. Mein ExAm schaffte es irgendwie, seine Felle zu retten und bemühte sich weiter um seine Angebetete, was dann auch irgendwann zum Erfolg führte. Auf mich aber war er total stinkig, denn er bekam aufgrund der Geschichte erhebliche Probleme am Arbeitsplatz. Auch meine Nachfolgerin war nämlich dort beschäftigt und hatte schon vor mir aus Rücksicht auf den ExAm unter einem Vorwand gekündigt. Somit war der Ex also für das Ausscheiden zweier wertvoller Mitarbeiterinnen verantwortlich. Darüber war die Leitung natürlich nicht erfreut. Na ja, wir blieben trotzdem in Kontakt und beschimpften uns gegenseitig. Frag mich mal, was mich da geritten hat. Ich weiß es nicht mehr. Ich versuchte, alles irgendwie zu verarbeiten, war noch sehr ambivalent und litt unter heftigem Liebeskummer. Alles natürlich im stillen Kämmerlein, denn ich war ja zurück in der Ehe. Irgendwann kam es dann erneut zu einem Treffen mit dem AM, unter dem Vorwand, alles nochmals abschließend zu klären. Natürlich blieb es nicht dabei. Dass ich es soweit kommen ließ, das sehe ich heute als den schlimmsten Fehler an, den ich machen konnte. Dieses letzte Treffen und diesen letzten S. hätte ich mir gerne erspart. Es war absolut schäbig, entwürdigend und traumatisierend. Zumal er kurz darauf dann offiziell mit der anderen zusammen kam und mich ab da überall blockierte und total ignorierte. So benutzt hatte ich mich vorher und danach noch nie gefühlt.

Na ja, lange Rede kurzer Sinn. Ich kann mir vorstellen, was da in dir rumwabert und ich verstehe auch deine Rachegedanken sehr gut. Du hast dein Leben aufgegeben und stehst jetzt vor den Trümmern und er macht einfach weiter wie zuvor. Du bist in deinem Kopf wahrscheinlich noch gar nicht wieder richtig klar und schwankst zwischen Sehnsucht, Liebeskummer, tiefem Schmerz und heftigen Rachegedanken. Eine wirklich teuflische Mischung. Und das alles hältst du jetzt schon so lange aus. Klar, dass da die Sicherung irgendwann durchbrennt.

Dennoch möchte ich dich zur Vorsicht mahnen. Wie mein Beispiel zeigt, fällt selbst die süßeste Rache irgendwann auf dich zurück. Das ist absolute Schice und total ungerecht, aber so ist das Leben. Tue dir also selbst den Gefallen und schließe diese Sache ab. Er wird seine gerechte Strafe schon irgendwann bekommen. Vielleicht gibt es ja eine höhere Instanz, die ihn mit Syphilis, Feigwarzen oder schlimmerem bestrafen wird. Vielleicht kommt auch seine Frau irgendwann hinter seine Spielchen. Vielleicht ist sie ja sogar schon längst im Bilde. Dir muss das aber egal sein. Kennst du die alte römische Spielregel, dass der Überbringer schlechter Botschaften meistens geköpft wurde? Im übertragenen Sinne könnte es dir ähnlich ergehen.

Auch der sanfteste und romantischste Lover mutiert nämlich zum Riesenarrsch, wenn man ihm an die Wäsche geht. Glaub mir!

Sei also in den kommenden Wochen gut zu dir selbst. Gönne dir Ruhe, ein Eis in der ersten Frühlingssonne, einen Flirt mit netten Männern im Cafe oder ähnliches. Schließe ab und genieße dein Leben, so gut es geht. Ablenkung wird dir gut tun. Sei es dir einfach selbst wert. Du bist eine freie Frau jetzt und mal ehrlich, willst du deinen Ehemann zurück? Wenn ja, dann kämpfe um ihn. Ihr wärt nicht die ersten, die nach so einer Geschichte einen Neustart wagen. Alle Möglichkeiten stehen dir offen. Du musst nur weitergehen und dein Leben neu sortieren. Bleib nicht auf den Scherben dieser beschisssenen Affäre stehen. Damit schadest du nur dir selbst.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und dass du es schaffst, deine Rachegefühle im Zaum zu halten. Auch wenn ich es deinem Mistkerl sowas von gönnen würde, dass er zu Hause achtkantig rausfliegt. Nee nee, es ist nicht mehr dein Biier!

Alles Liebe Dir
Shedia

12.02.2019 18:20 • x 1 #497


Haselschnasel

Haselschnasel

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Es scheint tatsächlich so zu sein, dass untreue Frauen anders denken und fühlen als untreue Männer. Vermutlich ein grundlegender Unterschied zwischen Männern und Frauen. Anscheinend sind Männer und Frauen wohl doch nicht gleich! Na ja, hatte ich auch nie gedacht... Ist auch gut so...

Ich habe das nicht nur in diesem Thread gelesen, dass untreue Frauen, deren Affäre kaputt gegangen ist, Solidarität (von anderen Frauen) suchen und auch erhalten: "Du Ärmste! Lass dich drücken! Du musst dich ganz schrecklich fühlen!"
Ist ja auch alles richtig und vollkommen in Ordnung!

Männer sind da rationaler. Und das Ding ist, dass sie sich gar nicht vorstellen können, dass Frauen da anders ticken. Ein untreuer Mann geht wohl eher davon aus, dass alles klar ist. Er denkt - so weit meine Theorie - dass sie und er schließlich erwachsen sind, und erwachsene Menschen können auch S ex haben, ohne dass man gleich heiraten muss. UND er denkt, dass man (also "sie") erstmal mit ihm redet, bevor sie irgendwelche Entscheidungen trifft. Also, bevor mit dem EP Schluss gemacht wird oder die Affäre gebeichtet wird, bitte erst mal mit dem AM reden!
Ich als Mann stehe voll hinter dieser (meiner) Theorie. Ich würde auch so denken (bzw. jetzt nicht mehr!).

Ich weiß nicht, was dir deine Affäre versprochen oder nicht versprochen hat, liebe Shedia... Sollte dein AM dir explizit eine Zukunft versprochen haben, dann hat er sich schäbig verhalten. Ich vermute aber, er hat solches nicht ausdrücklich getan. Stattdessen hast du aus der Situation heraus und aufgrund deiner durchaus realen Gefühle geschlossen, dass es ihm ernst ist...
Tja, wer ist dann jetzt dafür verantwortlich?
Natürlich er! Ist klar - denn du bist ja persönlich betroffen. Natürlich empfindest du so.
Aber wie sähe es ein unbeteiligter Dritter? Und wärst du bereit - und das gilt auch für die Fragestellerin - den Eindruck eines unbeteiligten Dritten zu akzeptieren und auf dieser Grundlage deine Gefühle und dein Verhalten neu zu bewerten?

Wenn ich mit einem Einbrecherkumpel einen Raubzug durchführe, der gut geklappt und es reiche Beute gegeben hat, und mein Einbrecherkumpel sagt dann, dass er die Beute nicht mit mir teilen will, sollte ich dann zur Polizei gehen und ihn wegen Betrugs anzeigen? Das wäre widersinnig, oder?
Natürlich hinkt jedes Beispiel... Aber um beim Bild zu bleiben: Wer betrügt, ist ein Betrüger. Und wenn ein Betrüger betrogen wird, dann ist er zwar auch ein Betrogener, aber immer noch gleichzeitig ein Betrüger! Da gibt es nichts zu diskutieren oder schön zu reden. Auch wenn Frauen das solidarisch anders sehen mögen...
Besser wäre es, man würde ein bisschen "Ganovenehre" an den Tag legen: Hoch gepokert und verloren - beim nächsten Mal vorsichtiger sein!

Wenn du meine Beiträge hier gelesen hast, weißt du, dass ich nicht verurteile. Wir sind alle Menschen und wir machen deshalb Fehler. Und wenn man einen Fehler gemacht hat, dann soll man aus ihm lernen, ihn in Zukunft nicht mehr zu machen. Fehler zu machen ist ein bedeutender Entwicklungsschritt, denn dadurch wissen wir, wie die Konsequenzen aussehen. Jemand, der eine unglückliche Affäre hatte, weiß, dass er mit dem Feuer spielt, wenn man eine Affäre eingeht, und dass das in den seltensten Fällen gut ausgeht. Also lässt er es im Zweifel. Gut so! Wären die schlimmen Gefühle nicht gewesen, würde man das als positive Lebenserfahrung abtun. Aber so?

Natürlich ist es menschlich, sich beim Affärenmann oder der Affärenfrau zu rächen. Auch das würde ich nie verurteilen. Aber menschliche Größe zeigt man dadurch nicht. Rache (und Hass) führen nie zu etwas Gutem!

Erlaube mir zum Abschluss noch auf deine folgende Aussage, in meiner Rolle als unbeteiligter Dritter, einzugehen:
Zitat:
Irgendwann kam es dann erneut zu einem Treffen mit dem AM, unter dem Vorwand, alles nochmals abschließend zu klären. Natürlich blieb es nicht dabei. Dass ich es soweit kommen ließ, das sehe ich heute als den schlimmsten Fehler an, den ich machen konnte. Dieses letzte Treffen und diesen letzten S. hätte ich mir gerne erspart. Es war absolut schäbig, entwürdigend und traumatisierend.

Ich wurde vor 5 Jahren von meiner EF betrogen. Das zog mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg und ich verlor fast jeden Halt. Damals tat ich Dinge, die mir heute peinlich sind. Ich bereue sie, weil sie aus heutiger Sicht niemals wieder tun würde. Aber damals? Damals waren sie in meiner Situation und für mich alternativlos. Ich konnte nicht anders. Gottseidank hab ich nichts Nachhaltiges angestellt als mich selber nur zum Deppen zu machen!
Wenn du heute übel über den damaligen Abschieds-S ex denkst, verstehe ich zwar deine Gefühle. Aber so wie schreibst, entsteht der Eindruck, als habe er dich vergewaltigt und erniedrigende - traumatisierende - Dinge mit dir angestellt.
Ja, ehrlich, so hat deine Aussage auf mich gewirkt!
Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen.
Kann es nicht sein, dass sich der Abschieds-S ex damals, in jenem Moment, richtig angefühlt hat (vielleicht erneut mit Hoffnungen, die sich nicht erfüllten?), er sich aus heutiger Sicht vielmehr relativiert hat?

Gefühle lassen uns manchmal irrational handeln. Manchmal hat das negative Auswirkungen. Meistens zeigen Gefühle aber, dass man noch lebt, dass man noch fühlen kann und sich noch verlieben kann - wenngleich auch nicht glücklich...

13.02.2019 08:17 • #498


SweetSeduction

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@Haselschnasel
Bankräuber-Duo - warum sollte man sich fairer verhalten als er? (Noch dazu sauer auf ihn)

13.02.2019 08:48 • #499


angel09

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Zitat von SweetSeduction:
@Haselschnasel
Bankräuber-Duo - warum sollte man sich fairer verhalten als er? (Noch dazu sauer auf ihn)


Der Vergleich Bankräuber Duo- da kann ich mich schlecht reindenken....
Aber ich kann dir die Frage beantworten, warum ich mich fairer verhalten möchte als der andere.
Weil ich gerne mit einem geraden Rücken durch die Welt gehe.
Auch wenn ich Situationen selber verbockt habe, gibt es Möglichkeiten mit geradem Rücken da wieder raus zu gehen.

13.02.2019 08:52 • #500


Shediagast

Lieber Haselschnasel@ , vielen Dank für deine Einschätzung. Ja tatsächlich kann ich bei deinen Ausführungen nur zustimmend nicken. Du hast Recht! Wer Teil einer Affäre ist, pokert hoch und spielt mit dem Feuer. Da die Einhaltung moralischer Prinzipien vom ebenfalls vergebenen AM zu erwarten, ist natürlich widersinnig. Aber so rational denken verliebte und verletzte Frauen leider nicht. Ich habe ebenfalls geliebt und wurde verletzt. Ebenso erging es der TE. Und ich kann dir sagen, so eine Verletzung blutet und eitert und schmerzt höllisch. Da kann Frau schonmal den Verstand verlieren und dann in der Folge ziemlich dümmliche Dinge tun. Die EF informieren und so seine Ehe zerstören, das Auto des AM zerkratzen, die Arbeit kündigen und den AM dort bloß stellen. Ja ja, alles das kann dann passieren.

Ist dann zum Zeitpunkt des bösen Erwachens die eigene Ehe und das eigene abgesicherte Leben schon längst aufgegeben, trifft es Frau natürlich besonders hart. Auch ich war ja vorübergehend getrennt und habe dieses nicht etwa mit dem AM abgesprochen gehabt. Er wollte ja keine "Schuld" am Scheitern meiner Ehe haben. Er war gläubiger Katholik und wollte keine Verantwortung für einen realen Ehebruch übernehmen. Also nahm ich ihm das ab und trennte mich eigenverantwortlich als Vorleistung sozusagen. Böser Fehler, denn er war ja nie ernsthaft an einer Beziehung mit mir interessiert! Dafür gab es ja schon längst eine hübschere, schlankere, jüngere Kandidatin. Eine Landsmännin noch dazu, die seine Sprache konnte. Eine die eben viel besser zu ihm passte, rein rational betrachtet. Dennoch hätte ich die blöde Kuh am liebsten zum Mond geschossen.

In meinem Fall war zum Glück die Trennung von meinem Mann und meiner Familie rückgängig zu machen, denn ich bekam durch die frühe Beichte und meine "Ehrlichkeit" Bonuspunkte und somit mildernde Umstände. Ziemlich krank das alles!

Noch ein Wort zum Abschiedssexx. Nein es war keine Vergewaltigung, es war schlimmer. Der ExAM war am Tag zuvor in den Alkohl geflüchtet, weil er seine Gewissensbisse mir gegenüber wohl nicht anders verarbeiten konnte. Er war also schwerst verkatert und wollte tatsächlich nur ein abschließendes Gespräch und einen Kaffee mit mir trinken. Ich aber hoffte, ihn durch S. umstimmen und wieder an mich binden zu können und saugte mich sofort an ihm fest. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich wusste genau, welche Schalter ich drücken musste, um ihn zu stimulieren und das tat ich skrupellos. Als wir dann endlich im Bett waren aber drohte er zu versagen. Also zog ich alle Register und verwöhnte ihn nach Kräften, um doch noch einen erlösenden Abschluss zu erzielen. Dafür erniedrigte ich mich gerne und tat Dinge, die ich eigentlich nicht mag. Ich war erfolgreich!

Sofort danach aber sprang er wie von der Tarantel gestochen ins Bad, warf ein Schmerzmedikament ein und hatte offensichtlich mit Übelkeit zu kämpfen. Ich wollte mich dennoch noch ein Weilchen an ihn schmiegen, zog mich nur halb an und suchte erneut seine Nähe. Er ließ das sogar zu, ließ mich noch die inzwischen kalte Tasse Kaffee austrinken und bat mich erst dann- unter einem Vorwand- zu gehen. Sofort!

Wie im Nebel zog ich mich fertig an, verließ seine Wohnung und irrte durch den Ort. Ich hatte mich noch nichtmal gewaschen. Ich kaufte mir also Feuchttücher und Zig. (Ich bin Nichtraucherrin) ging in ein Cafe und reinigte mich. Anschließend fuhr ich nach Hause und spielte die Rolle der reumütig zurück gekehrten Ehefrau weiter.

Ich ekele mich heute vor mir selbst, wenn ich daran zurück denke. Und nein, ich kann ihm noch nichtmal Vorwürfe machen. Höchstens, dass er zu rücksichtsvoll, zu weich und damit eben unehrlich war. Er hätte ein Mann sein müssen in diesem Moment. Er hätte mich nicht zu sich holen dürfen und mich über sich herfallen lassen dürfen. Und das vielleicht auch noch aus purem Mitleid mit mir. Das ist widerwärtig, ekelhaft und zutiefst verletztend. Schlimmer als eine Vergewaltigung (die ich aber zum Glück noch nie erleben musste, daher maße ich mir hier wirklich etwas an und bitte um Entschuldigung) Ich versuche hier nur meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Und die brachten mich damals und noch wochenlang danach immerwieder an den Rand eines Suizids.

Ja, ich empfinde Mitleid und Solidarität mit der TE, denn ich kann erahnen, was sie jetzt durchmachen muss. Und ich lege einfach mal alle political correctness beiseite und nehme sie virtuell in den Arm. Ich bitte alle anderen dafür um Verzeihung!

LG Shedia

13.02.2019 08:58 • x 2 #501


SweetSeduction

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Gut, manche empfinden anscheinend weniger Wut und Rachegefühl als manch anderer.
Wenn mich jemand veräppelt, kann ich schlecht auf Genugtuung verzichten.

13.02.2019 08:58 • #502


SweetSeduction

1383
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Zitat von angel09:

Der Vergleich Bankräuber Duo- da kann ich mich schlecht reindenken....
Aber ich kann dir die Frage beantworten, warum ich mich fairer verhalten möchte als der andere.
Weil ich gerne mit einem geraden Rücken durch die Welt gehe.
Auch wenn ich Situationen selber verbockt habe, gibt es Möglichkeiten mit geradem Rücken da wieder raus zu gehen.


Wie Shedia schon schreibt, hier geht es nicht um einen Antrag für eine Versicherung, sondern um Gefühle, Verletztheit, durchgedrehte Hormone! Da denkt man nicht rational!

13.02.2019 09:02 • #503


Wurstmopped

Wurstmopped

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Also nicht ernst nehmen

13.02.2019 10:18 • #504


SweetSeduction

1383
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Hormonrausch bedeutet ja nicht grünes Licht für Lügen und Märchen?
Für manche anscheinend schon.

13.02.2019 10:24 • #505


Haselschnasel

Haselschnasel

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@ Shedia

OK, ich verstehe dich.
Du hast etwas getan, für das du dich heute schämst. Du tatest es damals aus einem nachvollziehbaren, guten Grund. Heute seihst du das anders... Ich tat ja ähnliches in meiner Phase seinerzeit. Ich bin auch nicht stolz drauf. Geschehen ist geschehen...
Natürlich hast du Schuld auf dich geladen. Aber du solltest dir selbst vergeben.
Wenn es dir hilft: Ich vergebe dir!

Ich würde dich gerne fragen wie es dir heute geht. Das sprengte hier den Rahmen. Aber ich würde es dennoch gerne erfahren. Vielleicht magst du es mir per PN mitteilen? Ich sehe da Parallelen zu meinem Fall und würde gerne die weibliche Gefühlswelt besser verstehen.
Es muss aber nicht sein. Mein "Vorfall" liegt 5 Jahre zurück. Ich bin mit meiner Partnerin immer noch zusammen. Es läuft nicht immer rund - gerade ich habe immer mal wieder Tiefen, aber ich denke, wir sind da durch...

@ alle

Das Bankräuber-Duo... Jeder Vergleich hinkt bekanntlich... Natürlich kann man sich durch "Petzen" rächen, natürlich kann ein Bankräuber den anderen bei der Polizei "verraten", aber u. U. kommt die Polizei dadurch einem selbst ebenfalls auf die Schliche und man erhält ebenso eine Strafe. Wenn man den AM verpetzt, steht man auch objektiv nicht besser da. "Petzen" hat einen schlechten Beigeschmack. Bei Männern würde man sagen "Wenigstens benimmt er sich wie ein echter Kerl und übernimmt die Verantwortung für die eigenen Taten." Die Verantwortung für das eigene Fehlverhalten übernimmt man aber nicht, indem man mit dem Finger auf den "Mittäter" zeigt.

Darum ging es beim Eingangsthread. "AM auffliegen lassen?" Man bemerke das Fragezeichen!
Meine Antwort (bei allem Mitgefühl): Nein!

13.02.2019 10:28 • x 1 #506


MarleneDietrich

@shedia
Affäre von oder her. Die hast hier ja schon ausgiebig durchgekaut.
Deine eigentliche Baustelle ist bei dir immer noch deine Ehe.
Dein letzter sehr ambivalenter Thread spricht Bände.
Vielleicht war deine Affäre einfach dafür gut, zu verstehen, dass deine Ehe nicht besonders läuft, bei all deinen zwanghaften Bemühungen deinen ungeduschten Ehemann doch noch zu begehren.
Deine allergrößte Baustelle bist immer noch du selber.
Deine Therapie wird nix, wenn du immer noch über die Affäre nachdenkst.

13.02.2019 10:43 • x 1 #507


SweetSeduction

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Etwas rückgängig machen, das bereits zerstört wurde und um das man gar nicht kämpfen will, wozu bleibt man in so einer (toten) Beziehung?
Völlig anders wäre es, wenn man kämpft und macht und tut und tief bereut und Liebe neu entdeckt und erweckt. usw!

Viele (Ex)-Betrüger machen das aber nicht.
Melden sich frustriert immer wieder bei der AF oder schauen, wo es neue gibt.

WTF? Verstehe ich nicht.

13.02.2019 10:51 • #508


MarleneDietrich

@haselschnasel
Selbstverständlich darf man einem Lügner die Folgen seines Lügens spüren lassen.
Dazu gehört auch das Aufdecken des Betruges.
Die Folgen sollte man natürlich bedenken und abwägen und dann für sich entscheiden.

Ein Bankraub ist mit einem Betrug nicht im Ansatz zu vergleichen.

Wenn du nach fünf Jahren immer noch an deiner Beziehung l laborierst , warum bleibst du?

Aus Liebe?

Nun deswegen funktionieren ja auch Affären. Einer liebt zu sehr.

Da sagst du, in Affären gilt dieses Argument nicht, der Rahmen sei ja klar gesteckt, Emotionen eigenes Verschulden.
Ist er aber das nicht auch in einer Beziehung, aus der einer zwischenzeitlich ausgestiegen ist?
Für mich wäre das so.

13.02.2019 11:00 • #509


SweetSeduction

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@marlenedietrich
Zitat:
Selbstverständlich darf man einem Lügner die Folgen seines Lügens spüren lassen.


Und wie?

13.02.2019 11:12 • #510




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