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Soll ihm verzeihen?

Balu85
@Lina300
neben üblich eintretenden Grundsatzdiskussion frag ich einfach mal wie es dir geht? Auf Grund der vielen Beiträge hab ich es evtl. überlesen. Aber bist du mit deiner Entscheidung irgendwie weiter? Ich hab gelesen das ihr im Moment nicht zusammen wohnt. Was ich nachvollziehbar finde. Nimm dir die Zeit die du brauchst.

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Sonnenschein85
@Balu85 Ja, mich interessiert es auch was die Te denkt ob ihr die Antworten helfen konnten und ob sie weiß wie sie was nun machen wird im Bezug auf ihren Freund.

Ich würde mir auch Zeit nehmen, erst einmal alles sacken lassen, überdenken und bei Bedarf mit ihm Gespräche suchen wie es weiter gehen kann.
Abstand tut sicher gut, um bei der Entscheidung zu helfen.

x 2 #317


A


Soll ihm verzeihen?

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M
Zitat von Heffalump:
War es doch seinerzeit zu deiner Zeit ein harmloses Treiben. Aber heute ist es das nicht mehr.

So was war nicht ein harmloses Treiben, sondern ein Zeichen des Zeitgeistes, der damals herrschte. Die Frau als Objekt, als Hausfrau und wenn die Ehe auseinander ging, war die Frau die Dumme und die Schuldige. Ich höre die Aussagen von damals noch, die mich damals schon gestört und irritiert haben. Die hat ihren Mann nicht halten können. Aha, die Frau allein war die Schuldige und wenn der Mann fremd ging, war auch die Frau Schuld. Sie hat ihn wohl nicht genug ran gelassen, seine Wünsche nicht genügend erfüllt, ja, da braucht sie sich nicht zu wundern, wenn er sich nebenzu was sucht, der Lauser.

Und heute? Diese Taten sind nun gesetzlich verboten und nicht zu Unrecht. Denn wenn das einfach nichts ist, kein Strafbestand, dann kann man das ja einfach so ungestraft weiter machen. Bildchen und Filmchen machen von ahnungslosen Menschen, in dem Fall Frauen, die damit degradiert werden zu Objekten. Das heißt nichts anderes, als dass man vor den "Opfern" keinen Respekt hat und in ihre intimste Privatsphäre eindringt oder wen geht es was an, wie meine Unterhose aussieht? Was ist daran schön, ästhetisch, wenn man Schenkel und eine Unterhose in weiß, schwarz, rot oder gemustert sieht?
Es geht dabei nicht ums Bild, sondern ums Tun. Der Drang, das jetzt zu machen und sich nicht erwischen zu lassen. Der Kick und die Befriedigung eines Machtimpulses. Mann,war das jetzt aufregend, die ohne ihr Wissen zu fotografieren und sie merkt nichts. Aber ich, der hinter der Kamera, der seine Kamera wenn er es öfters macht, auch mal in einer Tasche oder gar dem Schuh anbringt, der kriegt diese Aufnahmen. Wow! Und wie beschämend, wenn man dann erwischt wird.
Was ist nur mit diesen Männern los? Das werde ich nie verstehen.

Und als Krönung werden die Fotos und Filmchen noch ins Netz gestellt wo man sich dann weiter brüsten kann und Tipps geben kann, wo und wie man am geschicktesten fotografiert und wo die "Ausbeute" am größten ist.
Man kann das als Kinderei abtun, mich macht es nur traurig und auch ratlos.

Ich bin keine Emanze, war es noch nie und vieles wird auch übertrieben. Da gebe ich manchen Schreibern Recht. Aber so was gehört sich nicht. Man fotografiert nicht ohne Einwilligung Körperteile anderer.

Ja, wenn ich mal einen attraktiven Mann sehe, schaue ich zwei oder dreimal hin. Wow, der sieht toll aus. 1,85, schlank, breite Schultern, schmale Hüften, ein knackiger Hintern, Kurzhaarschnitt, gefällt mir. Ich schaue gerne schöne Sachen an, auch Menschen. Aber dann die Kamera auspacken und nur sein Hinterteil zu fotografieren, fiele mir nicht ein. Wozu auch, schauen reicht doch. Aber bei den Bilderjägern geht es ja nicht um was Schönes, sondern um etwas anderes, das ich zu ergründen versuche.

x 8 #318


W
Zitat von Schnuddel74:
Nichts anderes könnte man aus deinem plumpen Posts schließen - und jetzt tust du so als wäre es nicht so wäre!


Zitat von Schnuddel74:
Sorry, dein arrogantes, substanzloses und leider auch total inhaltsloses Geschreibsel sagt mehr über dich als über mich aus.

Wollte ich über Dich etwas aussagen? Ich weiß jetzt gar nicht mehr. Aber jedenfalls wollte ich das sicher nicht mit Absicht, wozu auch.
Was ich mich allerdings frage: Ist mein Geschreibsel nun plump oder arrogant? Beides passt ja nicht so recht zusammen, ja man kann es sogar als etwas Gegensätzliches verstehen, wenn man noch etwas versteht.

Deine Auffassung und Beurteilung könnte allerdings auch daran liegen, dass Du zu jenen nicht wenigen gehörst, die schlicht und einfach des sinnerfassenden Lesens nicht mehr mächtig sind. (Mag daran liegen, dass in den Schulen, wie ich gehört habe, Literatur aus den Lehrplänen gestrichen worden ist - verständlich, wer braucht das auch schon, Literatur, wenn empörtes Geschnatter auf ein paar rotlackierte Stichworte hin, die die Emotionen gleich aufleuchten lassen, schon reicht.)

Ich möchte nur an das Nietzsche-Wort erinnern (um Bücher geht es dabei): Wenn ein Esel reinschaut, kann kein Gelehrter rausschauen. (Und nein, ich meine nicht mich, mit beidem nicht, ehe es Dir gleich wieder die Kappe vom Dach haut!)

Was ich Dir aber grundsätzlich empfehlen würde, wenn es erlaubt ist, als Grundausstattung der Ernsthaftigkeit sozusagen: Lies vielleicht einmal "Der Idiot" von Dostojewski, muss nicht einmal der gesamte, ziemlich umfangreiche Text sein; sondern es reicht die Stelle, wo der Autor aus dem Roman aussteigt und sich über die verschiedenen (im Wesentlichen zwei) Menschentypen auslässt in quasi ewiger Gültigkeit (die ersten paar Seiten vom Vierten Teil, I Kapitel).
Mag zwar sein, dass auch das Dir beim ersten Mal lesen arrogant und inhaltsleer erscheint (plump hoffentlich doch nicht), aber dann halt noch ein zweites und drittes Mal in aller Ruhe lesen.
Allerdings ist da wohl eine Triggerwarnung angebracht: Dostojewski war Russe, und das ist heute ja schon schlimmer als N..i. Nicht, dass Dir ein jähes Trauma das Flaumbärtchen anschwärzt, Du nicht mehr aus dem Haus gehen kannst und ich dann die Schuld daran trage.

Und noch etwas Ernsthafteres: Falls Du meinen ersten Kommentar hier gelesen hast, so magst Du, eben aus Deinem Welt- und Ordnungsverständnis heraus, zwar das eine oder andere bekritteln, das Dir nicht gefällt - aber was selbst Du nicht behaupten können wirst, ist, dass dieser Kommentar nicht konstruktiv gewesen wäre und schon gar nicht, dass ich irgendwen angegriffen oder beleidigt hätte. Er war allein der TE zugedacht (unmissverständlich), was immer diese dann damait anfangen kann.
Und was war die Folge? Es musste wieder mal explodieren, wie in vielen Threads, ganz abseits vom eigentlichen Thema (das ja nicht war: was ist von Upskirting zu halten, sondern wie kann die TE unter den gegebenen Umständen mit der Situation umgehen).
Damit wird es allmählich völlig sinnlos, sich zu äußern, wenn diese Äußerung nicht Mainstream ist (und gerade der Mainstream kommt in meinem Hirn gar nicht vor; denn das wäre ja auch kein Denken, sondern ein billiges Nachplappern von Unbedachtem). Also könnte man sich, ganz im Sinne des heute ja überall zu beobachtenden Niederbruchs jeder Gesprächskultur, ja überhaupt jeder Kultur, auch mit der Bemerkung "Weg mit dem Dreck!", gefolgt von 300 zeitgeistig flammenden Daumen hoch begnügen.
Was dieses wie jedes Forum dann jedoch überflüssig machen würde. Das sollte vielleicht gelegentlich auch bedacht werden.

#319


AjnosXX
Zitat von Lina300:
Er hat gesagt, das er sie für sich selbst nutzen wollte und nicht weitergeben wollte oder so.

Wie geht es Dir damit dass er Fotos von andere Frauen angafft um sich heiss zu machen oder zu mast. ? Was macht das mit Dir? Ist schon schön verletzend. Manche Männer schauen auch Po., ist auch Gewöhnungsbedürftig, aber noch schlimmer finde ich Frauen aus den realen Leben. Abgesehen davon, was er der Frau antun. Dazu musst Du Dich fragen, er weiss eigentlich, dass man so was unter keinen Umständen macht. Dass ihm so die Sicherungen durchgegangen sind, lässt auf einen unguten Zug von ihm Blicken. Wenn so was in der Pubertät passiert, könnte man eher noch ein Auge zudrücken. Er ist aber 30?

#320


W
Zitat von Arnika:
Ich seh's wie du. Offensichtlich sind - was ja auch die Mehrheit an Psychiatern & Co bestätigen - viele Menschen nur mehr dazu in der Lage, in Schwarz-Weiß zu denken und nicht mehr in Schattierungen. Das scheint, wenn ich mich mal an die vorherrschenden Befunde über den Zeitgeist (zumindest mancher) anschließen darf, eine unglückliche Kombination aus Perfektionismus und Narzissmus zu sein. Und die führt dann leider zu Superlativen und mangelnder Güte wie in Zeiten der "heiligen Inquisition".

Vorweg möchte ich Dir danken für Deinen Kommentar - der erscheint mir geradezu als Lichtblick! (Und solche gibt es ja nicht mehr viele ...)
Zu dieser "heiligen Inquisition", die Du erwähnst, gehört als ganz wichtige Zutat auch noch der fahnenschwenkende Moralismus, der sich zwar auf nichts begründen kann, aber der nur umso lauter schreit und tobt. (Möglich, das liegt daran, dass früheren, religionsbestimmten "Werten" die Wirkkraft ausgegangen ist, die den Moralismus an sich gebunden hatten, und dieser ohnehin immer zweilichtige Moralismus nun gewissermaßen frei flottierend sein Unwesen treibt. Der größte Narr kann heute für sich zumindest beanspruchen, der größte Moralist zu sein. Dazu braucht es ja auch keines denkfähigen Hirns, sondern nur eines lauten Schreiorgans.)
Mir scheint der Mensch heute dermaßen davongetrieben von jeder Realität (die wird ja gar nicht mehr zur Kenntnis genommen, und spricht man sie auch nur flüchtig an, so gehen Zeter und Mordio gleich los wie eine atomare Zivilisationsbombe). Er schwebt dahin in seinen weltfernen Wolkenkuckucksheimen und meint, wohlstandsverwöhnt entrückt ins Nirgendwo, er habe eine Art Geburtsrecht auf ein glückseliges Leben, in dem gar nichts vorkommen darf, das ihm nicht genehm ist. Und kommt dann doch einmal etwas daher, und sei es eine Kleinigkeit, dann Nervenzusammenbruch und erboste Hilfeschreie.
Mir ist das beinahe schon unheimlich. Noch dazu, wenn man bedenkt, in welch kurzer Zeit das zustande gekommen ist.
Liegt es daran, dass Grönemeyers "Kinder an die Macht" Wirklichkeit geworden ist oder liegt es an der feministischen Innenpolitik - ich weiß es nicht. Aber was sich da abspielt an allen Ecken und Enden, das ist, zumindest für mich, gar nicht mehr zu fassen. Ein geistiger Bankrott, wie es ihn in der Form und in diesem Ausmaß wohl noch gar nie (oder vielleicht einmal) gegeben hat.
Mir bleibt aber noch eine Frage: Wenn schon jede Mücke zum Elefanten aufgeblasen wird - was, wenn dann einmal ein wahrhafter Elefant daherkommt? Das muss ja ein Massenausterben ungeahnten Ausmaßes geben, weil heutige Seelchen, zumindest die besonders zivilisierten und gratismutigen, ja auf einen solchen tatsächlichen Elefanten mit gar nichts anderem mehr reagieren könnten als mit Zusammenbruch und Selbstauslöschung.
Vielleicht leuchtet dann im letzten Atemzug noch ein, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, sich dem Leben, auch seinen Unbillen, etwas mehr auszusetzen und sich nicht mit einem weinerlicher Schreifroschdasein zu begnügen unter Berufung auf "Moral".
Anders gesagt: Ich halte den heutigen Menschen gar nicht mehr für lebensfähig im eigentlichen Sinn. Man kann ihn nur noch im Seifenblasenschloss halten.


Zitat von Arnika:
Allein die Fähigkeit, dass jemand nicht etwas gutheißen muss, aber dennoch Verhältnismäßigkeiten abwägen kann, scheint vielen abhanden gekommen zu sein. Sieht man ja auch hier. Fakt ist aber: Upskirting ist kein Grapschen und schon gar nicht vergleichbar mit einer Vergewaltigung - weder bei Täter noch bei Opfer. Das mehr oder weniger gleichzusetzen empfinde ich umgekehrt - besonders als Frau - als unerhörte Frechheit gegenüber echten Opfern von Massenvergewaltigungen.

Dem kann ich nur zustimmen.
Was offenbar oft übersehen wird: Indem man vergleichsweise harmlose Spinnereien und Phänomene aufbläht bis zum Schwerverbrechen, verniedlicht und verharmlost man die tatsächlichen schweren Verbrechen und Vergehen und stellt, sofern überhaupt, höchstens noch einen kleinen Unterschied her, der dann gar nicht mehr ins Gewicht fällt. Insbesondere gefühlt. (Und heute redet ja überhaupt nur noch "das Gefühl" ...)
Aber das ist ja auch ein alter Trick: Es ist von etwas die Rede, egal wovon, und dann wird das hochgezogen ins geradezu Monströse, wo dann alle Empörung auch berechtigt ist und nicht mehr so hohl klingt wie sie beim Ursprungsfall hätte klingen müssen.


Zitat von Arnika:
Naja, das funktioniert ja eh bei sehr vielen nicht mehr. Auch da gibts ja genug Befunde. Wenn ich zB jeden sofort abschieße, den ich mal bei einer Lüge ertappe, muss ich jeden abschießen, weil alle Menschen lügen. Und würden alle immer ehrlich sein, würden Beziehungen noch weniger halten. Also würden sie logisch denken, müssten sie ernsthafte Bindungen gleich lassen.

Genau so ist es.
Aber es wäre ja auch möglich, dass so manche in ihrem Wut- und grundsätzlichen Racheinstinkt trotz der leicht herleitbaren Sinnlosigkeit eines jeden Beziehungsunterfangens (Beziehung, gar "Liebe" natürlich nach ihren Vorstellungen) eben gerade deshalb eine Beziehung eingehen, um sich auf die Lauer legen zu können nach diesem und jenem empörenden Fehlverhalten und dann wütend bis furios Rache üben zu können (an was auch immer, vielleicht am eigenen Leben der grundsätzlichen Unzufriedenheit). Und dieser Verdacht scheint mir nicht einmal sehr weit hergeholt, wenn man die Dinge ein bisschen verfolgt und auf sich wirken lässt.
Oder hält jemand alles für sch... Männer bzw. sch... Frauen, so wird er oder sie ja auch immer wieder die Selbstbestätigung seiner / ihrer These nötig haben, um nicht ins Wanken zu geraten über sich selber.
Man kann in einer Falle sitzen, die man gar nicht als Falle erkennt und wahrhaben will.


Zitat von Arnika:
Schätze ich das eher wie du ein, wozu ich auch tendiere, ohne ihn zu kennen, dass das einfach aus einem Deppen-Hihi-Moment war, würd ich ihn schimpfen und ihm die Leviten lesen. Aber wenn er ansonsten ein guter Partner war und bleibt, es auch wieder gutsein lassen. Jeder Mensch macht Fehler, und er bereut es ja. Vor allem, wenn ich mir in 3 Monaten dann nicht 500 di kpics, BL, Narz oder einfach nur Pickup-Artists im OD reinziehen will.

Auch dazu kann ich wieder nur sagen: So sehe und verstehe ich das auch.

Nun ist mir, aufgrund Deiner Bemerkungen und Sichtweisen, der Verdacht in den Sinn gekommen (Vorsicht: Rassismus!): Du kannst wohl nur Österreicherin sein, höchstens noch Bayerin Smile.

Schönen Tag!

x 2 #321


W
Zitat von Heffalump:
Da wird man doch dann mit dir darüber schreiben dürfen?

War es doch seinerzeit zu deiner Zeit ein harmloses Treiben. Aber heute ist es das nicht mehr.
Die TE lebt jetzt. Nicht vor, hm Jahrzehnten.

Du darfst selbstverständlich über alles schreiben!

Allerdings bist Du in dem Fall mit Deinem Schließen vom Allgemeinen auf das Besondere (also den Einzelfall) falsch gelegen.
Was üblich war (oder ist), egal zu welcher Zeit, war nie mein Ding. Also bin ich auch niemandem an den A....rsch oder gar unter den Rock gefahren. (Zumal ich damals, unter uns gesagt, ja auch noch sehr romantisch war, und allein eine solche minneartige Gefühlslage verbietet jede Übergriffigkeit schon von selber.)

#322


S
Zitat von whynot60:
Wollte ich über Dich etwas aussagen? Ich weiß jetzt gar nicht mehr. Aber jedenfalls wollte ich das sicher nicht mit Absicht, wozu auch. Was ich ...

So viele Worte, nur um mich zu beleidigen? Echt?

Ich lese das vor allem einen raus:
1. du hast eine verletzte Seele
2. mangelndes Selbstbewußtsein

Du kannst mir gerne jeden Tag soviel schreiben, wenn es dir damit gut geht, ich werde es aber nicht mehr lesen - einen Guten Tag noch!

x 2 #323


A
@whynot60 Merci!

Absolut. Da gibts auch genügend Befunde dazu, viele namhafte DenkerInnen sprechen aktuell nicht ohne Grund von einer Massenpsychose. Das ist in der Menschheit nichts Neues, um nicht das ewig gleiche Beispiel der eigenen jüngeren Zeitgeschichte zu bemühen erinnere ich nur an Pol Pot, den Veitstanz im Mittelalter oder den Untergang Roms etc.

Zitat von whynot60:
Zu dieser "heiligen Inquisition", die Du erwähnst, gehört als ganz wichtige Zutat auch noch der fahnenschwenkende Moralismus, der sich zwar auf nichts begründen kann, aber der nur umso lauter schreit und tobt. (Möglich, das liegt daran, dass früheren, religionsbestimmten "Werten" die Wirkkraft ausgegangen ist, die den Moralismus an sich gebunden hatten, und dieser ohnehin immer zweilichtige Moralismus nun gewissermaßen frei flottierend sein Unwesen treibt. Der größte Narr kann heute für sich zumindest beanspruchen, der größte Moralist zu sein. Dazu braucht es ja auch keines denkfähigen Hirns, sondern nur eines lauten Schreiorgans.)

Richtig, auch da gibts genügend Befunde, Fakten oder Sachargumente traten/treten in den Hintergrund zugunsten moralischer Urteile. Wobei die Krux ist, dass die ProtagonistInnen gar nicht sagen können, worin ihre Moral eigentlich besteht, denn Toleranz zB ist es nicht zwinkern Besonders anschaulich zB an jenen, die angeblich gegen rechts stehen, selbst die größten Holocaust-VerharmloserInnen und AntisemitInnen wurden. Spannend zu beobachten. Also nimm dir die ausgelutschte Keule nicht zu Herzen, da lässt nur umgekehrt die Fratze mittlerweile ihre Maske fallen.

Zitat von whynot60:
Mir scheint der Mensch heute dermaßen davongetrieben von jeder Realität (die wird ja gar nicht mehr zur Kenntnis genommen, und spricht man sie auch nur flüchtig an, so gehen Zeter und Mordio gleich los wie eine atomare Zivilisationsbombe). Er schwebt dahin in seinen weltfernen Wolkenkuckucksheimen und meint, wohlstandsverwöhnt entrückt ins Nirgendwo, er habe eine Art Geburtsrecht auf ein glückseliges Leben, in dem gar nichts vorkommen darf, das ihm nicht genehm ist. Und kommt dann doch einmal etwas daher, und sei es eine Kleinigkeit, dann Nervenzusammenbruch und erboste Hilfeschreie.

Absolut. Deswegen nennt man es auch das postfaktische Zeitalter. Und auch die narzisstische Gesellschaft bzw die kindliche Gesellschaft. Kannst mal googlen, gibt genug Bücher und Befunde namhafter AutorInnen dazu.. Man bekommt den Eindruck, manche sind schon traumatisiert, wenn ihnen nur der Schnürsenkel reißt. Oder wollen es halt gern sein..

Zitat von whynot60:
Mir ist das beinahe schon unheimlich. Noch dazu, wenn man bedenkt, in welch kurzer Zeit das zustande gekommen ist.
Liegt es daran, dass Grönemeyers "Kinder an die Macht" Wirklichkeit geworden ist oder liegt es an der feministischen Innenpolitik - ich weiß es nicht. Aber was sich da abspielt an allen Ecken und Enden, das ist, zumindest für mich, gar nicht mehr zu fassen. Ein geistiger Bankrott, wie es ihn in der Form und in diesem Ausmaß wohl noch gar nie (oder vielleicht einmal) gegeben hat.

Ja, an Grönemeyer denke ich auch oft, auch an das Narrenschiff nach Absurdistan. Im Römischen Reich wars in den letzten Zügen ähnlich, bevor es unterging. Scheint wohl ein gängiges Phänomen zu sein. Feminismus ist das allerdings nicht, da muss ich schon eine Lanze brechen. Zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Ist dir schon mal aufgefallen, dass sich dieser "Feminismus" nur um (weiße) Männer dreht? Da kommen Frauen kaum vor, schon gar nicht starke. Frau muss Opfer sein, sonst ist sie keine. Einer Freundin von mir wurde von diesen "feministischen" besonders häufig bei queeren/woken Kreisen tatsächlich wiederholt angeraten, sich therapieren und umoperieren zu lassen, sie sei zu stark und hart im Nehmen, also könne sie keine Frau sein. Musst du dir mal vorstellen. Das waren aber meine Großmütter auch. Also was daran "feministisch" sein soll, ein Dauer-Opfer sein zu müssen, erschließt sich bei näherer Betrachtung wohl keinem logisch denkenden Menschen. Bei noch näherer ist es aber - aktuell noch - ein Machtinstrument, ein Opfer zu sein. Sieht man ja in vielen Bereichen. Bedenkliche Entwicklung. Nutzt sich aber auch bereits ab - und liegt mE in den letzten Zügen.
Zitat von whynot60:
Mir bleibt aber noch eine Frage: Wenn schon jede Mücke zum Elefanten aufgeblasen wird - was, wenn dann einmal ein wahrhafter Elefant daherkommt? Das muss ja ein Massenausterben ungeahnten Ausmaßes geben, weil heutige Seelchen, zumindest die besonders zivilisierten und gratismutigen, ja auf einen solchen tatsächlichen Elefanten mit gar nichts anderem mehr reagieren könnten als mit Zusammenbruch und Selbstauslöschung.
Vielleicht leuchtet dann im letzten Atemzug noch ein, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, sich dem Leben, auch seinen Unbillen, etwas mehr auszusetzen und sich nicht mit einem weinerlicher Schreifroschdasein zu begnügen unter Berufung auf "Moral".
Anders gesagt: Ich halte den heutigen Menschen gar nicht mehr für lebensfähig im eigentlichen Sinn. Man kann ihn nur noch im Seifenblasenschloss halten.

Na klar sind diese beim Elefanten dann nicht überlebensfähig, zuerst schreien sie noch lauter, und werden dann zertrampelt. Das Leben setzt schon eine gewisse Resilienz (und Vernunft) voraus. Sobald der Unbill des Lebens härter wird - und das wird er - liegen die dann in der Embryostellung weinend am Boden. Wo wir wieder bei der kindlichen Gesellschaft wären. Weshalb ich hier auch immer zur Eigenverantwortung mahne. Denn aufmerksame Beobachter bemerken, dass die Stimmung bereits kippt.

Aber tröste dich: Erstens wäre das ja gut fürs Klima. zwinkern Und zweitens ist das ja kein weltweites Phänomen, sondern nur ein regionales. Ich sehe das nüchtern mit Darwin als Evolution und natürliche Auslese: Survival of the fittest. Also kurz: Der heutige Mensch ist sehr wohl überlebensfähig, nur manche Wohlstandskinder sind es nicht. Die fallen dann eben bei Windstärke 3 schon um. Aber davon gibts nicht so viele auf der Welt, als dass man sich um die Menschheit an sich Sorgen machen müsste. Sorgen muss man sich nur um die Prinzen und Prinzessinnen auf der Erbse, wenn die Matratzen dünner werden. Manche wachsen dann zu ungeahnter Stärke über sich hinaus - und andere eben nicht. Sei's drum, gibt tragischere Schicksale auf der Welt. Das hat man ja unterm Strich selbst in der Hand.
Zitat von whynot60:
Du kannst wohl nur Österreicherin sein

Richtig erkannt 😎

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N
Nächster Österreichurlaub wird gestrichen. Da tun sich ja Abgründe auf... Feministinnen, die starke Frauen zum Umoperieren drängen. Und überforderte Menschen, die kurz vorm Veitstanz stehen.
Tut mir leid, dass es euch da hinter den Alpen so schlecht geht.
Kommt gerne auf Besuch in den Norden, wenn ihr diesen Wahnsinn mal zwei Wochen hinter euch passen wollt.

Und jetzt zurück zur TE:

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A
@Nalf Das waren witzigerweise en gros deutsche StudentInnen bzw deutsche Mitarbeiterinnen an der Wiener Uni. 🤣🤣Da sitzt man schon an der Quelle. In den Alpen hast das Problem nicht, da kannst du dir sicher sein. Eine Tirolerin fragt die, ob sie deppat sind, Kruxifixteifl nocheinmal. 😎

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N
Zitat von Arnika:
Das waren witzigerweise en gros deutsche StudentInnen

Ist denen die Bergluft nicht bekommen?

Über deutsche Studenten auf Goa gibt es ja auch illustre Berichte.

#327


A
Zitat von Nalf:
Ist denen die Bergluft nicht bekommen? Über deutsche Studenten auf Goa gibt es ja auch illustre Berichte.

Wie gesagt, in den Bergen schaut die Welt anders aus. Wien ist anders. Vor allem im Uni-Milieu. Wo der Wahnsinn ja herkommt. Und das ist mittlerweile en gros in deutscher Hand. Da gibts meist unter den Profs und Mittelbau nur mehr ein, zwei Quoten-Ösis. Also muss ich dich enttäuschen. Bin eher am überlegen, in die Berge zu ziehen.

#328


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Zitat von Arnika:
Bin eher am überlegen, in die Berge zu ziehen.

Mach das.

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Zitat von Arnika:
Ich sehe das nüchtern mit Darwin als Evolution und natürliche Auslese: Survival of the fittest.

Klar, wenn dein Vater oder deine Mutter tot umfällt, weil wir in den Innenstädten im Sommer 45 Grad habe, dann solltet du dir deinen zynischen Satz nochmal durch den Kopf gehen lassen....

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A


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