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Soll ihm verzeihen?

S
Zitat von Heffalump:
Der ist weiblich

Sorry, kann es nicht mehr ändern.

x 1 #391


Balu85
Zitat von Schnuddel74:
Moralisch gesehen, muss er jetzt nachweisen, dass es "nur" ein Ausrutscher war.

Zitat:
Diese möglichen Vorwürfe muss der Freund der TE glaubwürdig aus dem Raum räumen...

Und wie soll das bitte geschehen? Soll er Bilder/Videos zeigen die nie gemacht worden?
Den Browserverlauf der letzten 15 Jahre offenlegen....wo auch wieder keiner nachprüfen kann ob oder was gelöscht wurde?

Mit diesem Gedankengang: Er hat das getan also MUSS er dies oder jenes schon mehrfach getan haben,wird gleiches und schlimmeres wieder tun wenn nicht jetzt dann später... (ging ja hin bis zu dem Gedanken das er die TE betäubt und "verkauft") finde ich schwierig.
Diese Schlussfolgerungen die hier aus EINER bekannten Tat gezogen werden würden übertragen auf andere Bereiche bedeuten:
- das jemand der geklaut hat (Und sei es ne Schachtel Kippen) das auf jeden Fall wieder tun wird....wo darf dieser Mensch arbeiten?
- jemand der gelogen hat, das auch wieder macht, alles was vorher gesagt wurde auch ne Lüge war und er/sie wieder Lügen wird. -> auch hier....Job/Partnerschaft...eigentlich ein NoGo.
- jemand der schon einmal untreu war, das schön öfter gemacht hat und auf jeden Fall wieder tun wird.-> da das dürfte hier in dem Forum ja auf Begeisterung stoßen....werd gleich mal meine Ex fragen wie oft sie mich schon vorher betrogen hat und danach und überhaupt....weil muss ja.
- weitere Stichworte wären Dro./Gewalt usw.

x 1 #392


A


Soll ihm verzeihen?

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D
Zitat von Schnuddel74:

Daher hier meine Vermutung zum Freund der TE:
- er hat es schon öfter getan, würde aber nicht erwischt.
- er hätte es weiterhin getan, wenn er nicht erwischt geworden wäre
- er hätte weiterhin gelogen, wenn er nicht erwischt worden wäre.
- hat sich solche Videos schon oft im Netz selber angesehen

🎯
Zumal, er es TE gar nicht gebeichtet hat, obwohl er schon längst eine Anklageschrift erhalten hatte.
Hätte TE es nicht doch herausgefunden, würde sie immer noch im Unklaren sein.
Wie hat sich der Partner von TE sich das vorgestellt?
Heimlich die Gerichtsverhandlung über die Bühne bringen?

Ist natürlich zugegebener Maßen, spekulativ.

Zitat von Schnuddel74:
Aich die Frage nach der Motivation der Tat ist sehr interessant.
Der Täter sagt zu seiner Freundin, es war einmalig, er weiß gar nicht was ihm dort geritten hat...
...also eine Tat aus dem Affekt?
Was war der Auslöser?
Was stimmt mit dem Täter nicht? Einmaliger Ausrutscher?

Für ein Therapeut ist das hauptsächlich interessant, aber nicht für die Partnerin.
Vielleicht aber für TE.
Jeder ist eben anders.
Es ist einfach kein Jungenstreich.
Wie alt ist er?
Vielleicht 30 Jahre?
Zu sowas gehört mehr als nur ein Affekt.

Und es ist nicht nur, eine Phantasie, die er ausleben möchte, sondern er geht über die Grenzen einer Frau, die sich vielleicht heute nicht mehr wohlfühlt, einen Rock anzuziehen, schon gar nicht auf einer Rolltreppe stehend.

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Laetitia2024
Ich kenne einen Fall von jahrelangem Voyeurismus bei einem heute 58-jährigem Mann, der ein sehr liebloses Elternhaus und einen extrem strengen Vater hatte.

Einzelheiten dazu würden hier den Rahmen sprengen, aber der Voyeurismus ( neben anderen Kontrollverlusten wie Spielsucht, Substanzmissbrauch, Sexsucht, einer bipolaren Störung und kriminellen Aktivitäten ) nahm bei ihm im frühen Erwachsenenalter seinen Lauf, als seine Eltern sich trennten, er den neuen Mann seiner Mutter nicht akzeptieren wollte und sein Vater den Kontakt zu ihm abbrach.

Erst konsumierte er massenhaft P. Material, dann starrte er Frauen im Alltag anzüglich an, später Sb er dabei in der Öffentlichkeit, versteckt in Gebüschen von Badeanstalten, am Strand usw.

Er steigerte sein voyeuristisches Verhalten.

Deshalb ist es notwendig, einen Voye. zu therapieren, bevor es eines Tages vielleicht zu einer Vergewaltigung kommt.

Oft sind das Menschen, mit einem ganz geringen Selbstwertgefühl, das seine Wurzeln in ihrer Kindheit hat.

x 4 #394


W
Zitat von VictoriaSiempre:
Ich bin tatsächlich maximal genervt, wenn mir jemand - ob aus Felix Austria oder sonst wo her, ob männlich oder weiblich - erklären will, dass es doch nun gar nicht mal so schlimm ist, wenn mir jemand in den Schritt filmen würde. Tut doch nicht weh, ist eh nur ein Späsken, stell Dich nicht so an!

Es könnte vielleicht aber auch sein, dass die Einschätzung der Dinge, der verschiedensten Dinge, neben dem jeweiligen kulturellen und zeitgeistigen Hintergrund, der Grundmentalität, wenn man so will, bis zu einem gewissen Grad auch davon abhängig ist, welche eigenen Erfahrungen der einzelne Mensch im Lauf seines Lebens so gemacht hat. Ich meine, schwerwiegende Erfahrungen, bedeutsame Erfahrungen, entscheidende Erfahrungen.
Ich weiß es natürlich nicht, aber ich könnte mir denken, dass es einen Unterschied macht, ob jemand meinetwegen schon einige Male in seinem Dasein dem Tod näher war als dem Leben oder ob das Schlimmste, das jemandem bislang passiert ist, meinetwegen ein abgebrochener Zahn oder eine untergriffige Beleidigung oder ein falsches Weihnachtsgeschenk oder eine versemmelte Prüfung oder sogar auch ein "Betrug" usw. ist.
Wahrscheinlich prägt unser individuelles Bewusstsein weniger die Erkenntnis, sondern die Erfahrung. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Und Erfahrungen sind teurer als Erkenntnis und vor allem ja nicht bewusst bestimmbar.
Das wirklich Blöde am Leben ist, dass man erst dahinterkommt, wie wenig tatsächlich wichtig und wie endlos vieles völlig unwichtig und wurscht ist, wenn es zu spät ist.
Aber natürlich: Was dem einen Lappalie ist, kann dem anderen Tragödie sein. Aber selbst das ändert nichts daran, dass es bei allem, was es auch sei, einen destruktiven und einen konstruktiven Umgang gibt. Und lehrreicher, förderlicher ist immer der konstruktive Umgang, ob Du das nun glaubst oder nicht bzw. ob das Deine Nerven aushalten oder nicht.

Aus irgendeinem Grund ist mir dazu unpassenderweise nun noch ein Satz von Viktor Frankl eingefallen, der mir nicht erst einmal hilfreich war: "Wer ein 'Warum' zum Leben hat, erträgt fast jedes 'Wie'".
Oder auch: "Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. Und in diesem Raum liegt unsere Freiheit und Macht."

x 1 #395


W
Zitat von Heffalump:
Ne Zeitlang dachte ich wirklich, du bist n cooler Hund, aber ich revidiere.

Ja, so kann man sich täuschen! Smile
Und das zeigt doch, wie trügerisch die eigene Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung ist.
Nichts hält, was man sich davon verspricht.

#396


Heffalump
Zitat von whynot60:
die eigene Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung ist.


Was du da machst, macht gern ein Männchen, das über den Damen steht.
Zuerst stichst du in ein Wespennest, dann hast du das VÖLLIG anders gemeint, wie geschrieben und wenn das alles nichts hilft, dann haben die Damen einen Knick in der Optik.

Das erinnert mich so an meinen Ex. Schlampig in der Ausführung. Zum Glück für uns, outet ihr euch immer selbst

x 6 #397


CanisaWuff
Zitat von Laetitia2024:
Ich kenne einen Fall von jahrelangem Voyeurismus bei einem heute 58-jährigem Mann, der ein sehr liebloses Elternhaus und einen extrem strengen Vater ...

Ist das Dein Partner, von dem Du schreibst?

#398


CanisaWuff
Zitat von Heffalump:
das über den Damen steht.

Das ich Dich korrigieren?

Ein Männchen, das denkt über den Frauen zu stehen.

😉

x 2 #399


Laetitia2024
Zitat von CanisaWuff:
Ist das Dein Partner, von dem Du schreibst?

Nein.

#400


M
Zitat von Akelei76:
Also ich kann nur für mich sprechen: Ich verdamme ihn nicht.

Nochmal: die Frage an uns alle war: Soll ich verzeihen (impliziert, die Beziehung weiterführen).

ICH sage FÜR MICH: Nein.

Ich schließe mich dem an und sage, dass Du das im Forum auch äußern darfst.

Die TE hat eine Frage gestellt und die wird von usern unterschiedlich beantwortet. Und warum sollte man ihr dann nicht raten, sie solle sich einen Mann suchen, der solche Handlungen nicht macht? Hinzu kommen ja noch seine Lügen, denn er hat ja lange Zeit geleugnet, dass es stimmt, dass er ein Filmchen gedreht hat. Sogar gegenüber dem Menschen, dem er vertrauen sollte. Erst als es klar war, dass es stimmt, hat er klein beigegeben.

Und so einen Mann braucht man nicht an seiner Seite, denn solche Handlungen und dann noch Lügen obendrauf sind schon heftig. Und angesichts dessen finde ich "mildernde Umständ" hier auch nicht angebracht. Die TE will ja vermutlich einen Mann und kein "Männchen".

Der Typ ist 24 und keine 14, wirkt aber alles andere als erwachsen.

x 2 #401


Löwenzeh
@Lina300
Haben unsere Meinungen dir weitergeholfen?
Und wie geht's dir aktuell?

#402


Blümchen75
@Löwenzeh sie schreibt jetzt auf URBIA und hat dort die selben Antworten bekommen wie hier auch.
Auch dort antwortet sie nicht auf die Kommentare.
Sie wird schon für sich eine Lehre draus gezogen haben...

x 1 #403


AnnaLüse
Zitat von FrauDrachin:
Erstens finde ich es genauso grenzüberschreitend, davon auszugehen, dass Leute von Handlung xy bestimmt ein Trauma haben, wie ich es grenzüberschreitend finde zu sagen, dass Erlebnis z viel zu harmlos ist, um davon traumatisiert zu sein. Das Erleben der betroffenen Person ist das einzige, was zählt.


Das ist so richtig und wichtig! Welches Ereignis bei einem Menschen eine Traumafolgestörung auslösen kann, hängt nicht nur von dem eigentlichen Ereignis sondern so sehr von individuellen Faktoren (was hat der Mensch bis dahin schon erlebt usw.), aber auch von der Unterstützung ab, die ein Mensch in der Situation bzw. hinterher erlebt. Deshalb kann man das einfach nicht verallgemeinern. Auch wenn man Wahrscheinlichkeiten bestimmen kann, müssen die aufgrund der weiteren Faktoren eben auch nicht zutreffen.

Wie schlimm eine Tat war, kann man daher auch nicht wirklich daran festmachen, wie schlecht es dem Opfer danach geht.

Zitat von FrauDrachin:
Ich bin aber eben immer noch dafür, die Tat und die Identität der Person zu trennen.

Grundsätzlich? Ich verstehe den Gedanken, finde ihn bei diesem Thema und grundsätzlich bei s. Gewalt aber unfassbar schwierig.

#404


A


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