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Starke Depressionen / ich verstehe nichts mehr

C
@Sonnenschein85 Ja, wie bereits gesagt lehnt sie jegliche Professionelle Hilfe ab
Es ist schon ein Wunder wenn sie überhaupt mal darüber spricht, egal mit wem.

#91


C
@merretich das klingt wirklich interessant, aber müsste der Arzt der das verordnet nicht wissen? Ich meine sowas wird doch in einer Akte geführt und zu einem Psychiater und so weiter geht sie ja eh nicht.

#92


A


Starke Depressionen / ich verstehe nichts mehr

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Sonnenschein85
Zitat von crz3e:
@Sonnenschein85 Ja, wie bereits gesagt lehnt sie jegliche Professionelle Hilfe ab Es ist schon ein Wunder wenn sie überhaupt mal darüber spricht, ...

Ja. Das ist oft so. Man denkt man schafft es alleine oder ist komplett teilnahmslos. Es kann zudem sein, dass allein der Gedanke sich Hilfe zu holen enormen Stress auslöst bei ihr.

#93


N
Sie hat dir klar gesagt, dass sie schwer depressiv ist und suizidal.

Da hättest du rennen sollen. Die Aussicht auf ein bisschen Therapeut spielen, Helfersyndrom ausleben und dafür hin und wieder mal drüberrutschen zu dürfen, war aber zu verlockend.

Fakt: Auf Suizidversuche folgen meist Suizide. Du wirst sie nicht retten können. Dich selbst vielleicht schon noch.

#94


W
Zitat von crz3e:
Einziges Problem jedes Mal wenn ich gefragt habe „Wie geht’s dir“ bekam ich als Antwort „sch.“ Oder „schlecht“.
Irgendwann hat sie mir dann gebeichtet das sie in ihrer vorherig Beziehung misshandelt wurde und auch schon vor dieser Beziehung einen Suizidversuch hatte. Insgesamt hatte sie 2 Stück.

Ich fürchte, wenn jemand sein Leben auf Depresisonen aaufgebaut hat, wirst Du wenig Chancren haben. Ihr Leben ist auf das Negative fixiert, das ist sozusagen ihr Lebensmodell, und daran wirst Du auch nichts ändern können. Sie wird auch an Dir das Negative ausgraben und sich bestätigt fühlen.
Ich fürchte, da wirst Du wenig Chancen haben. Tut mit leid.

x 2 #95


C
@naturist nochmal wir hatten keinen Sexuellen Kontakt? In keiner Weise unsere Treffen fanden draußen statt an öffentlichen Plätzen. Ich weiß nicht woher diese Notgeile Gedanken kommen

#96


C
@whynot60 Du hast recht, die Chancen sind hier wohl aussichtslos, aber ich wollte eigentlich nur einen Menschen nicht stehen lassen weil er psychisch krank ist.
Den Gedanken fand und finde ich unfair, aber scheinbar ist das wohl das beste.
Wie ich hier lese aus Erfahrungen und allem scheint sowas wohl fast nie zu funktionieren.

x 1 #97


Z
So ist es. Es funktioniert eigentlich nie. Oder mit großen Schäden dann auch beim Gegenüber. Stichwort Co-Depression, absolute Hilflosigkeit, dabeizusehen zu müssen, wie der Betroffene sich weiter verschlechtert, u.Dich oft mit in die Spirale zieht.
Was anderes ist es, wenn jd nach zig Ehejahren in die Krise rutscht. Auch schlimm, aber da kennt man sich besser, hat das ein oder andere schon erlebt u ist gefertigten in der Beziehung. Ich will das nicht beschönigen, um Gottes Willen. Gegen psych. Erkrankungen hat man kaum eine Chance, man steht als Ggü viel zu oft da und denkt: what? Es war doch gerade noch alles ok?! Und genau dann, wenn Dein Nervensystem auf grün ist, weil alles gut miteinander, dann ist es bei dem Depressiven oder Angsgestörten auf rot. Denn dann ist es gefährlich. Weil Nähe Gefahr. Bindung Gefahr. Wenn Du das als Partner öfter mitmachst u dieses Muster erkennst, u.nach der schönsten Begebenheit u Treffen schon denkst: Ach morgen ist sie/er wieder anders.....ist das für Dich absolut nicht gesund. Und so kommt das eigentlich früher oder später bei jedem. Denn sowas verbessert sich nicht. Du kennst sie noch nicht lange, es gibt keine gegenseitige Verantwortung. Deshalb finde ich, solltest Du dringend loslassen.

#98


A
Der Gedanke, jemanden, der psychisch krank ist, nicht alleine zu lassen, mag ehrenvoll klingen. So läuft das aber nicht. Manche Menschen muss man allein lassen, helfen kann man ihnen nicht.

Hinterfrag dich, warum du dich auf diese Sache eingelassen hast. Warum du auf hier und da mal ein Treffen im öffentlichen Raum ohne Nähe und Zärtlichkeit eingestiegen bist, anstatt eine ganz normale, gesunde Beziehung zu suchen.

x 1 #99


M
Zitat von crz3e:
@merretich das klingt wirklich interessant, aber müsste der Arzt der das verordnet nicht wissen? Ich meine sowas wird doch in einer Akte geführt und zu einem Psychiater und so weiter geht sie ja eh nicht.

Nein man muss selber den Beipackzettel lesen. Da stehen oft zig Nebenwirkungen drin und wer etwas
nimmt, haftet auch selbst dafür, wenn das dann eintritt. ich habe oft Klienten, die mit irgendwelchen
unerklärlichen Beschwerden von Facharzt zu Facharzt rennen...und wenn wir dann gemeinsam die UAWs
von Dauermedikation nachlesen und fragen, wann die Beschwerden begonne haben, passt plötzlich alles zusammen.
Es gilt auch nicht für alle Antibiotika- aber für bestimmte schon, insbesondere wenn eine Prädisposition
vorliegt wie hier, ist es wichtig, bei jedem Medikament selber nachzuschauen (sogar Blutdrucksenker
können depressiv und antriebslos machen!)

#100


alleswirdbesser
Zitat von crz3e:
Du hast recht, die Chancen sind hier wohl aussichtslos, aber ich wollte eigentlich nur einen Menschen nicht stehen lassen weil er psychisch krank ist.

Aber wolltest du eine Freundschaft aufbauen und sie unterstützen oder ging es dir um eine Beziehung? Und wenn, dann nur eine platonische?

#101


W
Zitat von crz3e:
Du hast recht, die Chancen sind hier wohl aussichtslos, aber ich wollte eigentlich nur einen Menschen nicht stehen lassen weil er psychisch krank ist.
Den Gedanken fand und finde ich unfair, aber scheinbar ist das wohl das beste.
Wie ich hier lese aus Erfahrungen und allem scheint sowas wohl fast nie zu funktionieren.

Ja, einen Menschen stehen zu lassen, "nur" weil er psychisch krank ist, ist natürlich auch immer eine Frage des Gewissens.
Ich würde ja als erstes mal wegkommen von diesem "psychisch krank", sondern es eher so sehen, dass solche Menschen nach anderen Regeln und Kriterien "funktionieren". Und die Frage ist dann, kommt man mit dieser "Andersartigkeit" des Wesens zurecht oder nicht. Auch Liebe darf und kann nicht alles tolerieren, sondern es gibt Grenzen des Selbstschutzes, ansonsten ist das Ergebnis nur, dass man selber zerstört wird. Und das kann es auch nicht sein.
Wobei es natürlich auch darauf ankommt, um welche "psychische Krankheit" es sich genau handel, also, grob unterschieden. um eine aggressive oder depressive. Bei ersterer besteht im Extremfall ja sogar Gefahr um Leib und Leben, bei zweiterer ist das nicht der Fall, da kann man eher versuchen, den anderen, so weit es geht, zu tragen.
Das sage ich, weil mir dazu gerade eine ganz wunderbares Buch eingefallen ist, "Seelenfinsternis", von Piet Kuiper (der übrigens selber ein hochrangiger Psychiater und Psychoanlaytiker war). Und der ist irgendwann in einer hochgradige Dpression gestürzt, über viele Jahre, und nicht einmal Lithium als letztes Mittel konnte ihn da rausholen.
Jedenfalls ist seine Frau trotz allem an seiner Seite geblieben, bei aller Tristigkeit des Lebens.
Aber in dem Fall war das eben mit keinerlei Gefahr für das eigene Leben verbunden. Während es auf der anderen Seite aber halt auch "Abweichungen" gibt, die diese Gefahr in sich bergen.
Ich muss aber auch sagen: Ich habe auch Menschen erlebt, die man durchaus nicht als "psychisch krank" einstufen kann, aber die, für mich, dennoch dermaßen unmöglich sind, dass ich keine zwei Minuten am Stück mit ihnen verbringen wollte. Das wäre mir die reinste Qual. Und mir wäre da sogar noch eine "psychisch Kranke" lieber, so es nicht ausartet, als so mancher Normalfall.
Es kommt, zuletzt gesagt, einfach darauf an: Tut Dir ein Mensch gut oder nicht ("psychisch krank hin oder her).

#102


Worrior
Es gibt Menschen die andere Menschen mit solchen mentalen Problemen anziehen wie ein Magnet, sie sogar regelrecht suchen.
Deren Beweggründe mit solchen Menschen dann in eine Beziehung zu gehen sind m. E. keineswegs selbstlos und hat auch wenig mit Liebe zu tun.
In der Märtyrerrolle des aufopfernden Helfers scheinen sie sich gut zu gefallen, können damit selbst einen Opferstatus implizieren als gescheiterter Retter.
In dieser Auffassung werde ich gestärkt da sich solche Leute immer wieder solche mental angeschlagenen Menschen suchen mit denen sie zusammen gehen.
Es geht keinesfalls darum dem Belasteten zu helfen oder um Liebe.

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C
@Worrior Ich verstehe den Ansatz, aber ich kann wie gesagt nicht für jemand Retter spielen der sich sowieso nicht helfen lassen wollte zu keinem Zeitpunkt und das habe ich respektiert.
Ich bin einfach wie gesagt nur in einen Schock geraten von dem plötzlichen Umschwung.
Ich hätte gerne auch gewartet ob sie sich meldet wenn es ihr wieder besser geht, aber das ist denke ich eigentlich dumm.
Ich bin nur der Überzeugung das man jemand erst dann wirklich gerne hat wenn man für die Person leidet und auch in einer schweren Phase nicht wegläuft, nicht retter spielen sondern einfach da bleibt.

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Z
Das habe ich auch mal so gesehen. Und wir kannten uns sehr lange u.intensiv. Ich bin geblieben. Mit erheblichen Verlusten auf meiner Seite. Der andere Part ist weg. Von jetzt auf gleich war ich unsichtbar u.zuviel. Jetzt hat er andere Kaftquellen u Leute, die supporten. Mal länger mal kürzer. Sowas ist auch ein Muster. Wahrscheinlich auch Selbstschutz derer, denn was wäre, wenn man auf das hinterlassene Schlachtfeld zurückblickt? Noch mehr Depression?
Heute idt der 1.1. Ich will mit all dem abschließen. Und würde mich nie wieder auf sowas einlassen.
Selbstschutz geht vor Fremdschutz.

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