Zitat von Ro_Lina: Aber auf emotionaler Ebene etwas dagegen tun gelingt mir nicht, als würde etwas blockieren...
Du blockierst dich selbst. Dein Kopf ist wahrscheinlich das Problem weil du in ihm etwas Altes, dich schädigendes abgespeichert hast, was aus bisher unerlöster Angst immer wieder an die Oberfläche kommt, dein Autopilot startet deshalb immer wieder neu und das macht sich mit Angstsymptomen bemerkbar.
Einige Traumatherapeuten sind der Ansicht nicht alle Gefühle müssen gefühlt werden, es kann, solange du dahindrängst, dieses aber noch nicht verkraften kannst, zu einer Retraumatisierung führen. Vielleicht kann dir das Video von Dami Charf dazu hilfreich sein ?
Zitat von Ro_Lina: Ich selbst muss das Loch schließen, ich selbst muss dem kleinen Kind in mir die Liebe, Sicherheit und Geborgenheit geben, sie es so so dringend will und braucht.
Aber ich empfinde einfach keine Selbstliebe, ich find mich nicht schön und besonders. Ich empfinde mein Leben nicht als erfüllend und vollständig.
Was ich damit sagen will, bei mir hängt es nicht am Kopf, es hängt am Fühlen. Und ich komme einfach nicht an diese Gefühle ran...
Ja, du kannst dich "nachpampern" fürsorglich und verständnisvoll mit dir umgehen, bewusster leben ist die Lösung. Werde dir bewusst was du alles für dich tust, damit du dich wohlfühlen kannst, das fängt schon morgens an, z.B. duschen, eincremen, jegliche Art von Körperpflege die hilft dich frisch und gut zu fühlen, Bewegung in der Natur, Musik hören, singen, usw. all das tust du, auch das gehört zur Selbstliebe, wird meist nur nicht so bewusst wahrgenommen.
Zitat von Ro_Lina: wenn die "Hilfe" von außen kommt, wird das Loch immer nur abgedeckt, aber darunter bleibt dieser tiefe kindliche Mangel da.
Und spätestens wenn die helfende emotionale Bindung/Beziehung zu diesem Menschen dann wegfällt, ist es nur umso schlimmer als vorher.
Stimmt, diese Einsicht kann dir helfen, andere können, sofern sie zu uns passen, ein Geschenk für uns sein, aber sie sind nicht für dein Glück verantwortlich und wir alle ändern uns, dann kann es zu einer Trennung kommen.
Zitat von Ro_Lina: Weißt du was mich traurig macht an deiner Nachricht?
Dass es mir wieder bewusst macht, dass das noch ein langer Weg wird. Der dann zwar (hoffentlich) am Ende dazu führt dass ich glücklich und zufrieden sein kann.
Aber: Es hilft mir nicht fürs hier und jetzt und nicht dabei zu verhindern dass diese Chance mit Bob vielleicht zerbricht
Du darfst dir die Erlaubnis geben, dich froh und gut zu fühlen, denn das ist dein Geburtsrecht, egal was andere oder du selbst dir immer gesagt oder getan oder nicht getan hast.
Glück verfliegt so schnell wie es gekommen ist, Lebensfreude ist immer noch da, nur tief in dir verschüttet, diese kannst du wieder freigraben.
Dafür zu sorgen sich des Lebens - trotz allem- immer wieder erfreuen zu können ist unsere Lebensaufgabe, in uns und um uns herum ist alles da, was wir dazu brauchen. Weil aber auch die ganzen unterschiedlichen auch unangenehmen Gefühlsnuancen mit zu unserem Menschenleben gehören, gehören diese auch dazu, gäbe es diese nicht könnten wir das Eine vom Anderen nicht unterscheiden. Eine Kunst ist zu lernen uns mit diesen alten Emotionen von Schmerz und Angst nicht immer wieder zu identifizieren weil sie der Vergangenheit angehören.
Du stehst nicht mehr am Anfang, hast schon einige Schritte getan, gehe jetzt weiter, zu heilen ist ein Prozess, der geschieht, der dich langsam immer besser fühlen läßt.
Deine Psyche zeigt dir über deinen Körper wenn du etwas ändern musst.
Achtsamkeit hilft dir dabei und dazu musst du in dir, in deinem Körper sein, auch wenn er schmerzt, sich eng, kalt oder heiss, anfühlt.