Begonie
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Der Alltag als Alleinerziehende lässt für Glücksgefühle oft keinen Raum mehr, denn man muss tatsächlich alles allein durchstehen und organisieren.
Die Arzttermine in der Schwangerschaft, die Begleiterscheinungen, die ja auch schwer sein können, später dann Arzttermine mit dem Kind und diverse Kinderkrankheiten. Jeden Winter ziemlich sicher zumindest eine Erkältung und die ganzen Pläne und Konstrukte, die man gemacht hat, kommen ins Wanken. Ganz davon zu schweigen, wenn man ein krankes Kind bekommt, das gibt es ja auch.
Man trifft solche Entscheidungen in einer heilen Fantasiewelt voller Illusionen, aber die Realität sieht doch ganz anders aus. Kind will nicht in die Kita, hat Probleme mit sich und anderen Kindern, wird womöglich aggressiv und damit steht man dann alleine da. Hinter vorgehaltener Hand dann so Kommentare wie, das ist der Balg der Alleinerziehenden, die schon in der Schwangerschaft allein war und offenbar keinen Mann hat, den je Jemand gesehen hat.
Viele bedenken nicht, was sie diesem Kind damit antun, das in der traurigen Gewissheit aufwächst, das es eben keinen Vater hat wie alle anderen. Und dann kommen die Fragen: Mama, alle haben Väter, wo ist denn meiner? Selbst bei gescheiterten Ehen gibt es den Vater ja noch.
Ja, es ist möglich, Kinder allein zu bekommen und groß zu ziehen, aber man beschließt damit, dass dieses Kind keinen Vater braucht. Das Kind wächst zwangsläufig mit einer Leerstelle auf. ich finde das egoistisch.