Zitat von frischgeföhnt:@Rapture44
Ich weiß nicht, wie die anderen es es sehen, aber der Gedanke daran, dass Ehen nach einem Betrug wieder oder trotzdem glücklich sind, quält mich keineswegs. Warum? Verstehe ich nicht. So denke und fühle ich nicht. Ich bin da wirklich Gönner.
Das gilt natürlich auch für die Ehe meines Exams. Dann hat bei ihm doch alles Sinn gemacht und er eind richtige Entscheidung für sich getroffen
Neid oder Missgunst sind mir eh ein wenig fremd..
Für mich ist aber zugegebenermaßen einfach, so zu denken, denn sie besitzen ja nichts, was ich haben möchte. Für mich wäre ein längerer Betrug immer dss Ende der Beziehung. Immer.
Das ist schön, daß dir Neid und Missgunst eher fremd sind.
Mir auch.
Was ich nicht verstehe, du schreibst, daß für dich ein langer Betrug das Ende einer Beziehung wäre.
Hättest aber den Af-Mann nicht von dir gestoßen, wenn er sich nach den vielen Jahren noch für dich entschieden hätte. Er ist doch auch zweigleisig gefahren und hat möglicherweise auch dich betrogen mit der angeblichen Ex-oder noch Ehefrau.
Der Affärenmann der das tut wird scheint es von einigen hier idealisiert. Ein Mann der mal die Ehe bricht wird von manchen hier verteufelt. Seltsam anmutig.
Was mir auch so in den Sinn gekommen ist bei diesen Geschichten.
In den meisten Fällen ist es doch oft so, Geliebte weint sich die Augen aus, Ef weint sich die Augen aus, wenn sie merkt er ging fremd.
Aber er, weint er?
Meistens nicht(spreche hier nicht von allen), sondern was ich hier meinte gelesen zu haben.
Wenn ein Mensch weint, dann fühlt er die Liebe um den anderen Menschen.
Den Schmerz zwar auch des Betrugs oder des Gefühls der Ablehnung oder nicht gut genug seins.
Aber auch Liebe. Wer nicht weinen muß, der liebt den anderen möglicherweise gar nicht.
Und der Affärenmann weint ja meistens um keine der anderen Frauen. Er fühlt keinen Schmerz oder eine Bedrohung. Und ich glaube auch, daß die meisten Männer, die die Ehe brachen, einer Af Hoffnung machten, schonmal tief verletzt worden sind von einer Frau. Von einer vorherigen Liebe, oder von der eigenen Mutter? Das ist jetzt meine Deutung. Muß nicht auf jeden Fall zutreffen.
Und wenn er in der Situation des Leidenden wäre, dann würde er sich wieder an diese Wunde zurückerinnern müssen die ihm so weh tat.
Die er nie ganz überwunden hat. So?
Er fühlt keine Liebe und somit auch keinen Schmerz.
Ob Liebe immer mit Schmerz zu tun hat?
Nein, sicher nicht.
Liebe an sich ist ein schönes und heilendes Gefühl.
Es bereichert und verschönert das Leben.
Aber man(n) Frau kann eben auch verletzt werden.
Und wenn man liebt dann fühlt man diesen Schmerz eben meist sehr tief.
die meisten Ehebrecher oder Ehebrecherinnen haben vor diesem Schmerz wohl sehr grosse angst.
Und das hat eine ursache oft.
In einem früheren Schmerz, einer Wunde aus der Vergangenheit die wohl noch nicht ganz verheilt ist.
Denn, nur der wo andere verletzt ist meist selber ganz tief verletzt worden.
Ich habe das auch in meinem Leben schon bemerkt.
Wurde ich ungerecht zu anderen, dann nur, weil ich zuvor verletzt wurde.
Bzw dann viel eher.
Wurde ich gut behandelt, war Liebe geben und Lachen sehr einfach.
Die Kunst liegt darin unserer Verletzungen nicht weiterzugeben.
wenn man es sehen kann, kann man dagegen lenken.
Aber viele Psychos sind eben noch nicht so weit, manche haben auch einfach nicht das psychologische und therapeutische Wissen.
Und was sie nicht wissen, können sie meist eben auch nicht bearbeiten und angucken.
Einsicht ist der Weg zur Besserung.
Aber Wissen eben auch oft!
Ich wünsche euch einen guten Tag.