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Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

R
Ja, Kätzchen
Die Ansprüche an Partnerschaft haben sich in den letzten 40 Jahren stark verändert.
Mit den gestiegenen Ausstiegsmöglichkeiten auf beiden Seiten.
Wenn man alleine glücklicher ist, wird es höchste Zeit.
Vor allen Dingen dann, wenn keine Hoffnung auf Besserung besteht.

Die hohen Scheidungsraten werden sicherlich mittelfristig dazu führen, dass das romantische aus der Ehe dahingehend raus genommen wird, dass von vornherein die Beendigung mehr in Betracht gezogen wird. Eheverträge Werden zunehmend geschlossen und Abhängigkeiten werden vermieden.
Männer werden bei der Frage nach Nachwuchs vermehrt im Vorfeld klären was im Fall der Trennung passiert.

So könnte jahrelanges, einsames leiden an der Seite eines anderen Menschen vermieden werden.

x 4 #11161


K
Ich denke, von dem "Ideal" der lebenslänglichen Ehe muss man sich eh verabschieden. Wenn man die drei großen Beziehungen im Leben hinkriegt, ist das doch schon gut (Jugendliebe, Familienehe und die Altersehe).

Ich bin ja grad dazwischen - die Familienehe ist vorbei, und für die Altersehe fühle ich mich noch viel zu jung zwinkern

x 1 #11162


A


Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

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Maus-89
"Altersehe"....Eine gruselige Vorstellung.
Keine Option für mich!

x 2 #11163


Ema
Zitat von Kaetzchen:
Zitat von Ema:
Wissen die ganzen Typen das eigentlich nicht, die in ihrer Ehe so unglücklich sind, dass sie sich Affären suchen?

Vielleicht muss denen das mal jemand stecken? zwinkern

Also, nicht wir - sonst vermuten sie eigennützige Motive Smile


Ich glaube, das ist der größte Denkfehler von den meisten Frauen - die Männer sind ja gar nicht unglücklich in ihrer Ehe/Beziehung. Ihnen fehlt was, ja, aber sie sind trotzdem nicht unglücklich. Unglücklich in schlechten Beziehungen sind nur Frauen.
Neulich las ich von einer Studie, das Ergebnis war: Männern geht es in einer unbefriedigenden Beziehung immer noch sehr viel besser als ganz ohne Beziehung. Bei Frauen ist es genau umgekehrt, Frauen geht es alleine sehr viel besser als in einer unglücklichen Beziehung.

Dafür spricht ja auch, dass die meisten Beziehungen von Frauen beendet werden (auch die meisten Scheidungen werden von Frauen eingereicht). Durch wirtschaftliche Unabhängigkeit ist das möglich geworden. Mein Ex-Mann hätte sich auch niemals von mir getrennt. Dabei war er genauso wenig glücklich wie ich, nur ich habe halt deutlich mehr darunter gelitten als er.


Na ja. Weiß nicht. Unglücklich genug, um sich eine Beziehung außerhalb zu suchen sind ja offenbar schon ziemlich viele. Obwohl das ziemlich Stress macht, also auch irgendwie unbequem ist.

Definiere "nicht unglücklich".
Ich weiß nicht, so einfach erscheint es mir dann doch nicht.

x 1 #11164


K
Ema, ich glaube einfach, dass Männer und Frauen andere Bedürfnisse in Beziehungen haben. Und ich glaube, dass Frauen viel eher "unglücklich" sind in einer Beziehung, weil ihnen Beziehungen viel wichtiger im Leben sind als den meisten Männern.
Ich glaube, ein Mann würde eine Frau verlassen, wenn sie seine berufliche Karriere behindert, oder seinen Status gefährdet oder seinen Ruf ruiniert oder so was. Aber nicht wegen fehlender Nähe, fehlendem S. oder fehlender Aufmerksamkeit.

Das machen aber wiederum Frauen, weil denen diese Dinge wichtig sind in Beziehungen. Und wenn die fehlen, der Mann aber gleichzeitig nicht mehr "gebraucht" wird (als Versorger, Beschützer etc) dann gehen Frauen halt.

Die meisten AF fragen sich, warum der Mann in einer "unglücklichen" Ehe bleibt. Weil die Ehe aus seiner Sicht gar nicht unglücklich ist, sondern mindestens noch "in Ordnung".

Mein Ex-AM hat mal zu mir gesagt: wir sind ein gutes Team, der Alltag funktioniert.
Ich: und Liebe?
Er: ich glaube, Fremdgänger werden sowieso nicht geliebt. Von niemandem. Aber sie bleibt trotzdem und das ist gut.

Umgekehrt konnte er nie verstehen, warum ich meinen Mann verlassen hatte, obwohl auch bei uns der Alltag ganz prima geklappt hat und wir auch ein sehr gutes Team waren. Wir hatten sogar noch Nähe, gemeinsame Unternehmungen, Urlaube usw (hat er alles nicht). Als ich sagte, dass mein Mann seine Anziehung verloren hatte und deshalb meine Liebe "gestorben" ist, konnte er das gar nicht nachvollziehen und meinte: aber die Anziehung verschwindet doch immer irgendwann, das ist doch normal? Deshalb beendet man doch keine Beziehung?

Öhm ... doch. Mir war es jedenfalls lieber, als fremdzugehen.

x 3 #11165


H
Zitat von Rappi:
Geht das wohl wieder vorbei - diese Einsamkeit in der Ehe? Im Grunde ist es doch dies, was am allerschlimmsten für jeden Menschen ist.
Mein Mann sagte mal, dass ihm auch die Nähe fehlt.
Trotzdem kommen wir nicht zueinander.

Ich finde das auch anstrengend wenn man immer nur verstandsmässig "arbeiten" muss um eine Beziehung vernünftig weiter führen zu können. Das Gefühl muss doch auch noch stimmen. Und das stimmt dann erstmal nur allzu gut in der Affäre...


Rappi, du solltest vielleicht erst Deine Affäre "verdauen", bevor Du an Deiner Ehe bastelst. Die Affäre nimmt Dir die klare Sicht. Und gegen die Anfänglichen Hochgefühle einer Affäre kann keine eingefahrene Ehe anstinken.
Überstürze nichts und werde Dir über Gefühle klar. Redet miteinander.
Mein Mann hat meinen Kollegen und AM auch immer ausgeblendet. "Was hab ich mit dem zu schaffen"? Erst lange nachdem wir getrennt waren könnten wir richtig darüber reden. Heute ist er ein wirklich guter Freund...ich weiß auch, dass vieles in meiner Ehe gut war und mir mein AM niemals hätte geben können: Sicherheit, Vertrauen, Beständigkeit, Treue.
Mir fehlte auch Nähe, weiß aber heute auch, dass ich oft mich zurückgezogen hab, weil ich mich oft nicht verstanden gefühlt hab und dann schlichtweg keinen Bock hatte.
Vielleicht hätten wir es mit guter Unterstützung geschafft...

x 1 #11166


H
Zitat von Ema:
Wissen die ganzen Typen das eigentlich nicht, die in ihrer Ehe so unglücklich sind, dass sie sich Affären suchen?

Vielleicht muss denen das mal jemand stecken? zwinkern

Also, nicht wir - sonst vermuten sie eigennützige Motive Smile


Ema, indes glaub ich das viele Männer (auch einige Frauen) die Affären eingehen gar nicht unglücklich sind.
Warum machen denn viele die Ansage zu Beginn, dass sie sich nicht trennen von der EF. Viele suchen den Kick....oder noch nen Kick oder weiß der Teufel.

Mein EXAM hatte vor mir eine kurze Affäre. Er sagte dazu: Ich bin nicht unglücklich mit meiner LG. Sie ist der liebste Mensch den ich kenne, aber wir haben eben kaum noch 6.
Mir sagte er anfangs, er habe keine Probleme mit ihr. Er habe sich einfach nur in mich verliebt. Er könne seiner LG nichts "vorwerfen"....
Heute sagt er, er sei unglücklich.
Ich glaub das ist der größte Fehler, den wir AF machen, zu denken, dass er ja bei uns viel viel glücklicher sei. Das "Unglück" hat glaub ich in den wenigsten Fällen mit der Beziehung zum Partner zu tun, sondern einzig mit der Beziehung zu sich selbst.

x 7 #11167


Ema
Zitat von hanna111:
Zitat von Ema:
Wissen die ganzen Typen das eigentlich nicht, die in ihrer Ehe so unglücklich sind, dass sie sich Affären suchen?

Vielleicht muss denen das mal jemand stecken? zwinkern

Also, nicht wir - sonst vermuten sie eigennützige Motive Smile


Ema, indes glaub ich das viele Männer (auch einige Frauen) die Affären eingehen gar nicht unglücklich sind.
Warum machen denn viele die Ansage zu Beginn, dass sie sich nicht trennen von der EF. Viele suchen den Kick....oder noch nen Kick oder weiß der Teufel.

Mein EXAM hatte vor mir eine kurze Affäre. Er sagte dazu: Ich bin nicht unglücklich mit meiner LG. Sie ist der liebste Mensch den ich kenne, aber wir haben eben kaum noch 6.
Mir sagte er anfangs, er habe keine Probleme mit ihr. Er habe sich einfach nur in mich verliebt. Er könne seiner LG nichts "vorwerfen"....
Heute sagt er, er sei unglücklich.
Ich glaub das ist der größte Fehler, den wir AF machen, zu denken, dass er ja bei uns viel viel glücklicher sei. Das "Unglück" hat glaub ich in den wenigsten Fällen mit der Beziehung zum Partner zu tun, sondern einzig mit der Beziehung zu sich selbst.


Ja. Vielleicht gibt es die, die echt nur einen Kick suchen.
Ich denke, die sind in der Minderheit. Oft bedeutet das Aufrechterhalten der Affäre einen unglaublichen Stress. Den nehmen sie auf sich. Warum? Nur für einen Kick? Erscheint mir halt nicht so überzeugend.

Aber ich denke, genau wie du, dass das Unglücklichsein nicht in der Beziehung zum Partner liegt. Oder nicht nur, auf jeden Fall.

Umso gravierender, wenn es in der Beziehung zu sich selbst liegt. Wobei diese sich wiederum häufig im Partner spiegelt.

Von meinem ExAm weiß ich, dass ein Teil von ihm sich seit Jahren nach einem ganz anderen Leben sehnt. Er traut sich aber nicht. Und ein anderer Teil ist fest in dem Leben verwurzelt, das er aktuell führt.

Seine Zerrissenheit spielt sich also zuallererst in ihm selbst ab. Seit Jahren schon.
Er will zum Beispiel ein Leben, das weniger vom Gerede und der Gunst der anderen abhängt (typische Dorfstruktur halt).
Seine Frau ist fest in diesen Strukturen verwurzelt und hat ein Interesse daran, Ausbruchsversuche zu unterbinden.

Ich repräsentiere durch meinen Lebensstil, meine Herkunft und meine Persönlichkeit die andere Seite.

Das meinte ich: Der Konflikt liegt in ihm und wird durch einen entsprechenden Partner nur gespiegelt.

Deshalb meinte ich vorhin auch, es kommt darauf an, wie man Unglücklichsein definiert. Sicherlich leidet er nicht den ganzen Tag nur in seiner Ehe.

Und all das ist natürlich nur ein Beispiel.

#11168


R
Ja, aber
Der der die Anziehung verliert kann nix dagegen tun, oder?

Dann kommt es doch darauf an, welche Priorität man dem beimisst.
Für die Meisten wird Anziehung wesentlich sein.

Viele gehen fremd. Eine Sackgasse.
Andere widmen sich dem Thema
Anziehung.

x 2 #11169


K
Na ja, Liebe ist ja letztlich nichts anderes als Anziehung. Geistige, körperliche und emotionale. Und die kann natürlich zum Teil verloren gehen, oder sogar komplett.

Weil Menschen sich verändern und entwickeln. Und dann finde ich vielleicht gewisse Dinge, die mich früher angezogen haben, plötzlich abstoßend. Oder der Partner verliert seine anziehenden Eigenschaften. Oder man fühlt sich nicht mehr wohl mit dem Partner, weil es keine Nähe mehr gibt und der Partner einem fremd geworden ist.

x 1 #11170


Ema
Jo. Ich weiß nur, dass ich mit diesem Blödsinn und der Zerrissenheit anderer Leute nie wieder was zu tun haben will. Zumindest nicht in dieser Form.

Weiß nur noch nicht, wie ich das umsetzen soll. Kann ja schlecht jedem, der ein paar echt freundliche Worte mit mir wechselt (so war das ja in den ersten zwei Wochen) die verbale Pistole auf die Brust setzen und sagen: Hömma, bist du eigentlich verheiratet oder irgendwie sonst fest vebändelt? Wenn ja, dann zieh Leine! Aber pronto!

Ich meine, wie supersympathisch kommt man denn da rüber?
Außerdem habe ich hier gelernt, dass manche sogar dann noch die Dreistigkeit besitzen, einem frech ins Gesicht zu lügen.

#11171


Y
Zitat:
Weiß nur noch nicht, wie ich das umsetzen soll. Kann ja schlecht jedem, der ein paar echt freundliche Worte mit mir wechselt (so war das ja in den ersten zwei Wochen) die verbale Pistole auf die Brust setzen und sagen: Hömma, bist du eigentlich verheiratet oder irgendwie sonst fest vebändelt? Wenn ja, dann zieh Leine! Aber pronto!


wieso? Kann man doch echt fragen, ganz ruhig und freundlich. Natürlich nur wenn ein Mann einen deutlich und konstant anflirtet. Heißt ja nicht, dass man ihn gleich ehelichen will aber dass man kein Interesse hat, wenn vergeben...Ich hab`s neulich gemacht. Ist für mich einfach Zeitverschwendung, mit jemandem ewig auf Anbändelungsebene zu sprechen/schreiben, um dann zu erfahren, dass er verheiratet ist.

x 2 #11172


R
Zitat von Kaetzchen:
Na ja, Liebe ist ja letztlich nichts anderes als Anziehung. Geistige, körperliche und emotionale. Und die kann natürlich zum Teil verloren gehen, oder sogar komplett.

Weil Menschen sich verändern und entwickeln. Und dann finde ich vielleicht gewisse Dinge, die mich früher angezogen haben, plötzlich abstoßend. Oder der Partner verliert seine anziehenden Eigenschaften. Oder man fühlt sich nicht mehr wohl mit dem Partner, weil es keine Nähe mehr gibt und der Partner einem fremd geworden ist.


.....und all das ist unausweichlich?

Ich glaube hier werden wir dazulernen.
Männer und Frauen werden besseres Wissen haben, was es heißt attraktiv zu sein.
Und das das hohe Priorität hat.

#11173


finita
Zitat von hanna111:
Zitat von Ema:
Wissen die ganzen Typen das eigentlich nicht, die in ihrer Ehe so unglücklich sind, dass sie sich Affären suchen?

Vielleicht muss denen das mal jemand stecken? zwinkern

Also, nicht wir - sonst vermuten sie eigennützige Motive Smile


Ema, indes glaub ich das viele Männer (auch einige Frauen) die Affären eingehen gar nicht unglücklich sind.
Warum machen denn viele die Ansage zu Beginn, dass sie sich nicht trennen von der EF. Viele suchen den Kick....oder noch nen Kick oder weiß der Teufel.

Mein EXAM hatte vor mir eine kurze Affäre. Er sagte dazu: Ich bin nicht unglücklich mit meiner LG. Sie ist der liebste Mensch den ich kenne, aber wir haben eben kaum noch 6.
Mir sagte er anfangs, er habe keine Probleme mit ihr. Er habe sich einfach nur in mich verliebt. Er könne seiner LG nichts "vorwerfen"....
Heute sagt er, er sei unglücklich.
Ich glaub das ist der größte Fehler, den wir AF machen, zu denken, dass er ja bei uns viel viel glücklicher sei. Das "Unglück" hat glaub ich in den wenigsten Fällen mit der Beziehung zum Partner zu tun, sondern einzig mit der Beziehung zu sich selbst.


Sehr ähnlich wie bei mir. Alles prima in der Ehe, nur halt kein 6 mehr.
Das sind aber auch irgendwie Wahrnehmungsstörungen, denn als ich unfreiwiliig Konversation der beiden mitbekommen habe, sind mir die Haare zu Berge gestanden. Gegenseitige Abwertung, Machtkämpfe.
Wenn Mann das als alles wunderbar ansieht, muss man sich echt nicht wundern, warum sie bleiben.
Meiner wollte ja auch mal ein freies Leben führen und tun und lassen was er wollte. Ich glaube, er beneidete mich immer um meinen selbstbestimmten Lebensstil.
Und wenn sie am Ende unglücklich sind, dann wahrscheinlich deshalb, weil sie mal kurz an der grossen Freiheit schnuppern durften, durch ihre selbstgewählten Gitterstäbe.
Das ist bestimmt nicht bei allen so, aber bei den hier vielfach beschriebenen scheint das doch überwiegend der Fall zu sein.

x 2 #11174


Y
Zitat:
.....und all das ist unausweichlich?


wieso sollte das denn unausweichlich sein?

#11175


A


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