ysabell
Gast
Du hast neulich angedeutet, dass Du kürzlich Dinge über Deinen Ex-Am erfahren hast, die Dich all das nochmal ganz anders betrachten lassen, wenn ich Dich richtig verstanden habe? Was ist passiert?
@bina
Du schriebst gestern, wie schlecht es Dir geht...
Spontan fragte ich mich, ob es mittlerweile wirklich "nur" der Schmerz über das, was geschah ist..., oder ob es nicht vllt. einfach daran liegt, dass er seit einigen Wochen Dein einziges Lebensthema ist, zu sein scheint? Mir selbst geht`s immer elend wenn ich zu lange nicht bei mir bin, nichts für mich tue. Warum auch immer. Kann Liebeskummer und das Gedankenkreisen um eine Person sein, kann die Pflege eines Menschen sein...Wenn man sich über einen langen Zeitraum nur mit anderen beschäftigt, läuft man irgendwann leer. Das ist ein noch viel schrecklicherer Zustand als bloßer Liebeskummer.
Zitat:glaube, jeder - naja - 90% der Menschen, die sich auf eine Affäre einlassen kommen aus dysfunktionalen Familien und haben eher ein unterdurchschnittlich entwickeltes Selbstwertgefühl.
Wie oft lese ich "davor war ich total selbstbewusst, stand im Leben etc. pp) das mag so gewesen sein, aber das hat ja nicht mit dem Bewusstsein von Selbstwert zu tun, sondern einfach damit, gut zu funktionieren.
Darum ist eben all das konzentrieren auf den Anderen so komplett sinnlos.
(und natürlich herrlich einfach, sich nicht mit seinen eigenen Defiziten zu beschäftigen, sondern mit denen der Anderen - auf so tönernen Füssen zu stehen, da ist jede Selbstreflexion halt echt gefährlich - viel besser zu denken: DU BIST SCHULD, dass ich am Boden liege usw. usf - was es halt alles an Selbstbeschiss hergibt)
Affären sind ne kranke, selbstzerstörerische Konstellation für kranke Menschen ...
es gibt ja Leute, die immer irgendwie geartete destruktive Beziehungen haben oder sich stets nur für S. ausnutzen lassen uvm., aber ob man das von Menschen sagen kann, die einmal eine Affaire hatten? Ich glaube nicht.
Ein ganz bewusster Grund, weshalb ich mich bsw. nicht auf eine Affaire einlassen würde, liegt gerade darin, dass ich aus einer mehr als dysfunktionalen Familie komme und weiß, dass ich mir so etwas emotional nicht leisten kann. Gerade weil so viel falsch lief, darf ich mir nicht noch mehr davon geben.
Natürlich spielen auch noch viele andere Dinge mit hinein. Ich kann es bsw. kaum in Worte fassen, wie schräg, wie unvorstellbar für mich die Idee ist, geheim gehalten zu werden usw.
Konrad, ich schwanke noch..., würde aber sogar sagen, nö, da war nicht viel mit Zuneigung. Mein Glück war wohl mein Bruder und andere Männer, zu denen ich eine sehr innige Beziehung hatte. Dadurch ist mein in der Tiefe positives Männerbild wohl unverbrüchlich, auch wenn ich natürlich auch schon unmögliche Typen kennengelernt habe.
Vor vielen Jahren habe ich mal gemerkt, dass ich mich eher Männern vorbehaltlos öffnen kann und hatte damit meistens Glück.
Meine Aufgabe bestand darin, so auch Frauen begegnen zu können. Da gabs nicht so die tollen Vorbilder. Auch darum habe ich mir damals ganz bewusst eine weibliche Psychologin gesucht. Das war eine gro´ße Herausforderung für mich. Hat mir sehr viel gebracht. Nach einigen Jahren hatte ich plötzlich viel innigere Frauenfreundschaften mit Knuddeleien und so
@Hanna
ja, ein wenig ähnlich bei mir. Alle waren ja schon sooo belastet. Da kann doch nicht auch noch ich aufmucken. Als Teenie konnte ich nichtmal die Stimme erheben. Immer im Mauseton gesprochen. Hab das dann ganz bewusst geübt. Erst lauter sprechen, dann auch schreien, Rhetorikkurs usw.
Manchmal denke ich: was für ein mühseliger Weg! Andere machen dies und jenes und ich muss erstmal lernen, meine Stimme zu gebrauchen. Im doppelten Sinne.
@assi
wie geht es Dir heute?
@finita
Zitat:Ich geniesse heute sogar manchmal die Angst, die meine emotionalen Ausbrüche verbreiten.und habe gelernt, das gezielt einzusetzen.
Verstehe...Ich auch. Allerdings sind es bei mir keine Ausbrüche. Kann echt Spaß machen

Hanna! Eine große Wahrheit beiläufig ausgesprochen ...