mein dritter Weg bestand darin, radikal auszusteigen.
@Ema
mein dritter Weg (der Weg 2 + ist)
habe gekündigt (AM war Kollege) bin aus der "gemeinsamen" Stadt, in der ich 16 Jahre gelebt und gearbeitet habe ausgezogen und bin ans Meer gezogen (ohne einen neuen Job dort zu haben)
dort ne kleine Wohnung auf Zeit gemietet, meine Sachen in der alten Stadt eingelagert - habe meine Wunden geleckt und dann bin endlich wieder zu mir gekommen.
(und das ist jetzt natürlich in irrer Zeitraffer zusammen gefasst ...)
Mein Vorteil: keine Kinder, guter Ausbildung/Qualifikation und auch schon länger schwelte das Gefühl, ich will noch mal woanders hin. Das ist ein "Privileg", welches viele natürlich nicht haben.
Für mich war das ein Segen (im nachhinein)
Keine Ahnung wie es gewesen wäre, hätte ich ausgeharrt, aber ich hatte schlussendlich das Gefühl, ich muss die Reißleine ziehen, sonst gehe ich unter und komm vielleicht nicht mehr hoch.
Jetzt bin ich "dankbar" für diese Zeit, auch wenn sich das total bekloppt anhört. Ohne dem ganzen Horror wäre ich nicht die, die ich jetzt bin (unbesiegbar

ich weiß jetzt, ich überlebe alles) und würde vielleicht immer noch halbherzige Pläne machen, ohne sie umzusetzen. Wer weiß.
sich das wundervolle und kurze Leben tatsächlich von und mit MÄNNERN "versauen" zu lassen, das ist einfach nur verrückt. Aber ich weiß, dass sich die Perspektive so verschieben kann, das man glaubt, von einem anderen ist das eigene Lebensglück abhängig.
so, hoffe das war nicht allzu "Zeigefinger hoch" ...
es geht vorbei Leute, auch wenn ihr das nicht glaubt und schon gar nicht hören wollt. Irgendwann schüttelt ihr den Kopf und fragt euch "WHAT THE F.U.C.K?"