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Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

earthgirl
Zitat von Binaneu:
Hanna, sie hat gesagt, dass ICH eiskalt und grausam sei.

Erstens , finde ich das FALSCH, sie kennt mich viel zu wenig und schätzt mich augenscheinlich völlig falsch ein, zweitens finde ich das absolut unprofessionell und finde, das ist ein absolutes NO GO.

finde ich schwierig, so einzuschätzen.

wem gegenüber bist du eiskalt und grausam laut therapeutin?
in der wievielten therapiestd. hat sie dir das gesagt?
und es kann tatsächlich eine provokation sein, um eine reaktion bei dir auszulösen, etwas aufzumachen.
wie läuft die therapie überhaupt für dich? vertraust du der therapeutin? oder besser jetzt vielleicht, hast du ihr vertraut? wie nah seid ihr zu deinem themen gekommen? wieviel blockiertes ist in dir?

x 3 #12451


V
@Binaneu
Kann es sein, dass sie gemeint hat, du seist zu dir selbst eiskalt und grausam?

x 1 #12452


A


Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

x 3


G
Zitat von Binaneu:
Im übrigen finde ich mich in keiner Weise kalt und grausam.
Und sehe jetzt, dass, was ich ihr sage, augenscheinlich völlig falsch ankommt.


Ich kann Dich natürlich nur oberflächlich beurteilen, auf Grund meiner Lektüre Deiner Beiträge. Aber ich hätte Dich jetzt niemals als kalt oder grausam eingeschätzt. Eher so, wie ich in meinem eigenen thread eingeschätzt wurde...zu lieb, insbesondere dem AM gegenüber. Grausam bist Du wohl wenn überhaupt wirklich nur zu Dir selbst, weil Du Dich wie viele AF auch selbst verloren und verlassen hast in der Affäre. Ein schreckliches Gefühl und das kann eine Depression auslösen welche unbedingt in einer Therapie angesprochen werden muss. Aber so?

x 3 #12453


K
Gehört dazu, det mit der eigenen Meinunug.

#12454


MiriZini
@Binaneu

Meine Meinung zum Therapeutenlapsus:
da hilft wohl nur nochmal hin und nachhaken und zwar zu Deiner eigenen Entlastung.
Wenn sie Dir sagt dass sie das loswerden musste weil es ihre emotionale Meinung über Dich ist dann kannst Du beruhigt gehen weil das ihr Film ist und nicht Deiner.
Und wenn sie Dir sagt dass es ein überlegter Versuch ist um bei Dir Dinge zu bewegen via Provokation dann kannst du auch beruhigt sein weil Du sie dann netterweise informieren kannst dass das ein Griff ins K.lo war denn sie hat versagt und Dich verletzt, mehr nicht.
Will sagen lass das mal schön bei ihr. Ich finde dass man sich so etwas nicht sagen lassen braucht wenn man nicht als Hannibal Lector in einem Film die Hauptrolle spielt.
macht man nicht, sowas. My opinion

x 3 #12455


B
Ich bin, ihrer Meinung nach, zu einer dritten Person eiskalt und grausam.
Das ist , in meinen Augen, definitiv falsch, da ich mit dieser Person ein freundschaftliches Verhältnis pflege.

Ihre Meinung hat sie aufgrund einiger weniger Aussagen meinerseits gebildet.

Da ich schon vorher nicht das Gefühl hatte, dass die Therapie mir weiter hilft, was SICHER AUCH an mir liegt, überlege ich halt nun, dort abzubrechen und evtl.jemand anderes zu suchen.
Muss mich bei der KK mal schlau machen.

Leider sind aber ja die Wartezeiten sehr lang.

Vielleicht stimmt zur jetzigen Therapeutin schlicht die Chemie nicht.
Sie sagte zwar ausdrücklich, sie würde mich nicht verurteilen, aber genau DAS kommt bei mir an.

Naja..Ich überlege noch, aber von meiner Seite ist das Vertrauen jetzt eigentlich zerstört.

#12456


K
@ Binaneu

Flucht vor dir selbst, meiden von Auseinandersetzung mit dir selbst, wegschieben von
Verantwortung mit dir selbst, Reizthemen als "Angriffe" zu sehen, Konfrontation mit dir
selbst vermeiden.

Was erhoffst du dir von einer weiteren Therapie mit anderer/m Therapeut/in? Was meinst
du, was dabei rauskommen wird?

Sieh das mal aus Sicht der/des jetzigen Therapeut/in. Was soll aus deiner Sicht geschehen?
Kein GUTER Therapeut sagt dir, was DU zu machen hast, wie du dich zu verhalten hast - da
wirst du selbst drauf kommen müssen. Übernehme endlich Verantwortung für DICH.

Was willst du wirklich....du mauerst dich ein in deinem Schneckenhaus! Die/der Therapeut/in
reizt dich bis aufs Blut, dass du endlich erkennst, dass du in DEINEM Schneckenhaus sitzt.
Es wird dir NICHTS nutzen, die Therapeuten zu wechseln. Ändere DEIN Konzept. Sprich mit
der/dem Therapeut/in. Wenn DU etwas veränderst, wird das die/der Therapeut/in auch machen
müssen.

x 2 #12457


B
Kuddel, da ich mich selbst mit Beratung einigermaßen auskenne, kann ich beurteilen, dass der jetzige Vorwurf völlig unprofessionell war.

Dass ich ansonsten in meiner Therapie noch nicht weiter bin, als ich es bin, weiß ich, liegt an mir!

Vielleicht bin ich zur Zeit auch nicht therapiefähig.
Ich habe schon einmal eine Therapie gemacht, wegen was völlig anderem, die sehr erfolgreich war.

Es hat sicher mit MIR zu tun.
Trotzdem finde ich, was jetzt war, unabhängig davon ein Nogo.
Für mich zumindest.

Übrigens erwarte ich nicht, dass mir jemand sagt, was ich tun soll und will das auch gar nicht.
Ganz bewusst mache ich KEINE Verhaltenstherapie.

x 3 #12458


J
mal vorausgesetzt dass diese Worte auch so gefallen sind, dann finde ich das mehr als bedenklich - eiskalt und grausam, aber das ist natürlich nicht als "Verurteilung" zu verstehen - als bitte ...
und das in der doch noch recht wackeligen Verfassung, in der Du Dich noch befindest.
Nicht in Ordnung.

Wartezeiten sind lang, ja -
bei mir war es damals (aus anderem Grund, nicht Partnerschaft) so akut, das ich sehr schnell einen Termin bekam - nach einigen Sitzungen wusste ich dann auch, warum dieser nun noch freie Therapieplätze hatte Smile
selber bin ich dann da weg und hab es auch ohne geschafft aus dem Abwärtsstrudel - ich weiß, dass Therapien vielen Menschen helfen/geholfen haben, für mich war das nix.
Vielleicht in Deinem Fall doch besser warten auf eine passendere/kompetentere Person

x 3 #12459


H
Schwer was dazu zu sagen. Objektiv gehört sich eine solche Aussage nicht. Man muss ggf. berücksichtigen in welchem Zusammenhang sie das gesagt hat und was sie damit bewirken wollte. Vll ist es auch ein Riesenmissverständnis was auf jeden Fall noch mal angesprochen werden sollte.
Was möchtest Du in / mit der Therapie erreichen? Vielleicht solltest Du das für Dich noch mal klären.
Ich habe auch erst deutliche Erfolge Post-therapeutisch gemacht. Auch noch lang 1 Jahr danach. Währenddessen trat ich oft auf der Stelle. Zweifelte und Ver-zweifelte an mir.
Meine hat mir oft gesagt, dass ich im Außen nach Lösungen suche. Etwas müsse sich extern ändern, damit ich "heilen" kann. Oft benutzte ich auf meinem AM bezogen den Satz: Das kann er nie wieder gut machen.
Nein. Er kann das nicht. Aber ich.
Oder Du Bina.
Am Ende begreift man eh, dass man sich nur selbst helfen kann.

x 3 #12460


A
Glücklich Wenn es nicht passt mit dem Therapeuten, ist es besser zu wechseln. Ist wie mit der Friseurin.....
Oder wie mit dem Mann...

Eigentlich doch alles ganz einfach!

x 1 #12461


K
Zitat von Binaneu:
Kuddel, da ich mich selbst mit Beratung einigermaßen auskenne, kann ich beurteilen, dass der jetzige Vorwurf völlig unprofessionell war.

(...)



@ Binaneu

in welcher Form von Beratung kennst du dich "einigermaßen" aus? Und wenn du "beurteilen"
kannst, dass der Vorwurf der/des Therapeutin "unprofessionell" war, gehst du mit Erwartungs-haltungen in die Therapie....die Methodik betreffend
Wenn jetzt die/der Therapeut/in nach einem vollkommen anderen Konzept vorgeht, als es dir
geläufig ist - weil nur "einigermaßen auskennend" - drückst du eine Erwartungshaltung aus.

Warum bist du voreingenommen, was deine Therapie angeht?
WAS erwartest du konkret von der Therapie?
WAS erwartest du konkret von der/dem Therapeut/in?
Was für ein Konzept hat die/der Therapeut/in?
Was für ein Konzept hast du?
Was bist du bereit, von dir aus einzubringen?
Was bietest du an Feedback - im Rahmen einer Therapiestunde?
Wie gehst du aus einem Therapiegespräch?
Waren bisherige Thera-Stunden Monologe deinerseits oder Dialoge?
Wie stellst DU dir eine Therapiestunde konkret vor?
Was hält dich ggf. davon ab, deine Vorstellungen klar darzulegen?
Was hält dich (immer noch) davon ab, dich (noch) mehr zu öffnen?
Was hält dich davon ab, die "Sau" ggf. so richtig rauszulassen?
Was meinst du, ist die beruflich/professionelle Vorgabe der/des Therapeut/in?

Eines steht fest - mehr als die Steigbügel zu halten, um auf das "Pferd des Lebens" zu steigen, kann dir kein/e Therapeut/in, keine Therapie halten - zu Hause (im tägl. Leben) wirst du allein reiten (müssen)....

x 2 #12462


S
Zitat von Binaneu:
Es hat sicher mit MIR zu tun.
Trotzdem finde ich, was jetzt war, unabhängig davon ein Nogo.
Für mich zumindest.


Liebe Bina,

egal ob du zur Zeit therapiefähig bist oder nicht, eine professionelle Therapeutin sagt dir nicht, was du zu tun und zu lassen hast.
Sie weist dich evtl. empathisch auf bestimmte Dinge hin.

Ich habe es in meiner damaligen SHG selbst öfter erlebt, dass Leute ihre Therapeuten wechselten, weil die Chemie einfach nicht stimmte.

Ganz am Anfang meiner eigenen Therapeutensuche war ich bei einer Internistin, die in ihrer Praxis auch als Psychotherapeutin arbeitete. Ich bekam erstmal 5 Sitzungen genehmigt, um überhaupt feststellen zu können, ob wir "miteinander können".

Ich kann nur sagen, es war ein Desaster. War noch so unwissend und begann, nach ihrer Aufforderung, zu erzählen. Sie schaute mich nicht einmal an. Schrieb ab und zu was in ihr Heft und zum Ende hin, nach einer knappen Stunde, fragte sie mich total überheblich "ja, und was wollen sie jetzt von mir".

Ich bin völlig desillusioniert nach Hause gegangen, habe geheult wie ein Schlosshund und habe die nächsten Termine abgesagt.

Später habe ich dann meine jetzige Therapeutin gefunden und bin seit Jahren sehr zufrieden. Da stimmt auch unsere gemeinsame Chemie. Das Vertrauen muss einfach da sein, sonst läuft nichts.

LG
Santosha knuddeln

x 4 #12463


K
Zitat Santosha1951

Zitat:
"War noch so unwissend und begann, nach ihrer Aufforderung, zu erzählen. Sie schaute mich nicht einmal an. Schrieb ab und zu was in ihr Heft und zum Ende hin, nach einer knappen Stunde, fragte sie mich total überheblich "ja, und was wollen sie jetzt von mir".


@ Santosha

2 Therapeuten in einer Akut-Klinik hielten mich an, in einen Dialog mit ihnen zu treten. Das klappte
auf Anhieb, auch wenn mir der "Chef" total unsympathisch war.
Der Therapeut in einer Reha-Klinik meinte: "Legen Sie mal los!" Es folgten 6 Wochen lang Monolog auf Monolog...2 mal pro Woche. Es kam nichts von ihm.
Ein Jahr später - gleiche Klinik, gleicher Therapeut. Er empfing mich mit den Worten: "Was war im letzten Jahr nicht in Ordnung?" Aus einem Brief an die Klinik-Leitung hatte er erfahren, was aus meiner Sicht "nicht in Ordnung" war. Es folgten 3 Wochen Reha-Aufenthalt mit IHM als Therapeut - im Dialog. Das war der Schlüssel...beim gleichen Therapeut. 2 mal wöchentlich - bei Bedarf ein 3. Mal - ging die sogenannte Post ab.
Alle folgenden Reha-Aufenthalte waren ebenso mit psychologischer Betreuung...und jeweils als Dialog....nach dem Prinzip: Zitat Santosha - "....eine professionelle Therapeutin sagt dir nicht,
was du zu tun und zu lassen hast." Auch über die Rehas hinaus gab es Gespräche....als Dialog mit einem Feedback von mir zu Beginn jeder Therapiestunde. Kurioserweise kam ich mit dem Therapeut,
der mir anfangs total unsympathisch vorkam, jetzt sehr gut klar....wieder in der Akut-Klinik.

Der Patient/Klient hat schon ein Mitspracherecht und sollte davon Gebrauch machen - auch wenn
die/der Therapeut/in sagt, sie/er arbeite nach einem bestimmten Konzept. Den "Mund aufmachen" kann hilfreich/er sein....und wenn es DANN zu einem Therapeut/innen-Wechsel kommt, ist das allemal auch noch in Ordnung....schließlich geht es um den Patient/Klient....so meine Meinung....

x 2 #12464


Y
@bina

Mal davon abgesehen, wie die Aussage deiner Therapeutin zu beurteilen ist, ist mE sehr bedeutsam, wie du darauf reagierst. Wie war deine sofortige Reaktion, als du das hörtest? Hast du geschwiegen? Gabst du Widerworte? Was tatest du?

Ich versuche mal eine "Analyse":
Du kriegst "es um die Ohren gehauen", schluckst erstmal, nimmst es mit nachhause, ärgerst dich und schmollst (dein inneres Kind steht bockig da und stampft mit dem Bein auf). Bist dir aber nicht sicher, ob du dich ärgern darfst, denn sie ist ja eine Therapeutin (Respektsperson mit Kompetenz). Du konterst mit eigenem Wissen um Beratung. Du wertest sie ab, sie ist wohl doch nicht kompetent genug ("die Tante da hat mir nix zu sagen!"). Du willst dich nicht klein machen lassen. Dann fragst du deine Peer-Group, die Leute in deinem bevorzugten Thread, nach Unterstützung. "Darf ich mich ärgern? Darf ich mich wehren?"

Wie steht es hier um deine Konfliktfähigkeit? Um Selbstbehauptung? Um die Fähigkeit, die eigene Emotion (Ärger) zuzulassen und diese sogar zu kommunizieren?

Du kannst die Therapeutin natürlich sofort wechseln, boykottieren, sabotieren. Du brächtest dich aber um eine wichtige Erfahrung zum Thema Konfliktfähigkeit, Artikulieren von Gefühlen und Selbstbehauptung.

Geh doch in die nächste Stunde und beobachte dich selbst. Konfrontiere deine Therapeutin mit deiner Wahrheit und schaue, was sie daraus macht. Das ist in dem geschützten Rahmen einer Therapie leichter möglich als in der Arbeitswelt. Und in Partnerschaft sowieso. Du kannst die Therapie dann immer noch bei ihr abbrechen.

Provokation ist durchaus eine therapeutische Technik, wenn der/die PatientIn derartig herumeiert und sich nicht zeigt. Dann KANN man durchaus mal versuchen, eine vitale, authentische Emotion zu provozieren. Und Wut ist schon ziemlich vital. zwinkern

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A


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