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Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

K
eine Therapeutin hat mich in der 3. Reha so was von herablassend provoziert, dass ich
eine "Stinkwut" auf sie hatte. Sie brach die Therapie ab, brach damit meine Reha ab. Mit
dieser Stinkwut fuhr ich heim...
...es sollte sich erst später zeigen, dass die Therapeutin in meinem Sinne gehandelt hatte,
den ich damals noch nicht nachvollziehen konnte. Mit der "Stinkwut" im Bauch habe ich
das geklärt, was mir die Therapeutin "auf´s Brot geschmiert" hatte. Es brauchte viele Wochen
und Monate. bis ich "verstand", dass meine "Stinkwut" auf die Therapeutin projiziert war - nicht
auf die Tatsachen, die ich zu klären hatte und "schon gar nicht" auf mich selbst. Die Stinkwut
lag allein in mir begründet... ich hatte "Anpassungsschwierigkeiten" mit dem, was mir die
Therapeutin "rechts und links" um die Ohren gehauen hatte, womit sie mich bis aufs Blut
gereizt hatte.
Im nächsten Jahr war ich wieder in der Reha-Klinik, wieder bei der gleichen Therapeutin in
Behandlung. Meine "Stinkwut" hatte sich zwar gelegt, aber so richtig begriffen hatte ich immer
noch nicht.
Im Laufe der Jahre erst kam zum Tragen, was diese Therapeutin "rausgekitzelt" hatte - durch
ihre "Provokationen", die sie als Therapieansatz sah, um mich selbst aus dem Schneckenhaus
zu holen. Diese Therapeutin war ein "Drachen", die mehr erkannt hat und mich daher "nackig"
machte...auf ihre Art.
1 weitere Therapeutin hat das gleiche mit mir "veranstaltet", mir meine damaligen "Anpassungs-
Schwierigkeiten" im Umgang mit MEINEN Wahrheiten rechts und links "gegeben". Sie schrie
mich an, bis ich auch sie "verstanden" hatte, was sie mir wirklich sagen wollte.

Beide Therapeutinnen sollten sich im Laufe der Zeit als wahre "Engel" erweisen. U.A. habe ich
den beiden zu verdanken, wie wichtig "Auseinandersetzung" mit sich selbst ist...und ich schreibe bewusst NICHT... "sein kann"!

@ Bina

deine Therapeutin will dir nichts. Sie will dir "nur" helfen, dass du dich auseinandersetzt. Sie hat
ggf. schon mehr über dich erfahren, als du selbst von dir weißt, ohne dass du auch nur ein Wort
darüber berichtet hast...
...und was du ihr berichtet hast, ist evtl. nur die Spitze DEINES "Eisberges". An den Fakten
orientiert sie sich, Davon weiß sie...durch dich. Alles Andere liegt in DIR begründet - dafür ist
NICHT dein AM verantwortlich zu machen.

Daher macht es wenig Sinn, diese Therapie bei DER/DEM Therapeut/in abzubrechen. Du nimmst
das Problem - dein Problem - mit, verlagerst nur, weil die Reizpunkte bleiben (werden?). Setze dich lieber mit dir selbst auseinander...sei EHRLICH/ER zu dir selbst, lass DEINE "Katze aus dem Sack", sei unvoreingenommen, ....formuliere, was du WIRKLICH willst...und arbeite darauf hin, was schwer genug ist... "einfach" hast du bereits hinter dir...

x 3 #12466


S
Zitat von kuddel7591:
Der Patient/Klient hat schon ein Mitspracherecht und sollte davon Gebrauch machen - auch wenn
die/der Therapeut/in sagt, sie/er arbeite nach einem bestimmten Konzept. Den "Mund aufmachen" kann hilfreich/er sein....und wenn es DANN zu einem Therapeut/innen-Wechsel kommt, ist das allemal auch noch in Ordnung....schließlich geht es um den Patient/Klient....so meine Meinung....


@kuddel7591

das mit dem Mitspracherecht sehe ich das auch so.
Nur am absoluten Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung ist der Patient meistens völlig uninformiert, was da auf ihn zukommt. Deine Frageliste für @ Bina fand ich sehr hilfreich."Was will und brauche ich für mich selbst". Was erwarte ich von einer Therapie.

Für mich habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass die Gesprächs/Verhaltenstherapie mir nicht mehr soviel bringt, wie am Anfang.
Ich hatte schon einmal berichtet, dass ich in einer Klinik nach tiefenpsychologisch fundertem Verfahren behandelt wurde.

Mir hat das damals viel mehr gebracht, als die reine Gesprächstherapie.
Die ausführliche Bearbeitung zugrunde liegender Ursachen aktueller Konflikte und Störungen, die aus der weiteren Vergangenheit, insbesondere aus der frühen Kindheit der Patienten stammen, spielt bei den tiefenpsychologisch fundierten Verfahren keine zentrale Rolle.
Ebenso werden weitreichende Regressionen vermieden.
Die psychoanalytischen Konzepte von Unterbewusstsein, Widerstand, Übertragung und Gegenübertragung werden von tiefenpsychologisch fundierten Therapeuten beachtet, bilden jedoch nicht den Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit.

In der therapeutischen Praxis arbeiten Patient und Psychotherapeut zielorientiert. Die Ziele und Schwerpunkte werden vor und während der Behandlung miteinander besprochen.

x 3 #12467


A


Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

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K
@ Santosha

Zitat:
Zitat: "In der therapeutischen Praxis arbeiten Patient und Psychotherapeut zielorientiert. Die Ziele und Schwerpunkte werden vor und während der Behandlung miteinander besprochen."


In der Form verliefen die Therapien auch bei mir. Um es mal etwas süffisant zu sagen: erst wurde
ich "eingenordet", um eine Linie zu finden, was schwer genug war. Immer wieder musste ich "eingenordet" werden, weil...
Aber egal - es sollte später so sein, dass es eine Art Teamarbeit war...ein beidseitiges "Geben und Nehmen". Denn es ist ja so... Therapeut/innen "nehmen" auch sehr gern - nein, "Monetäres" ist nicht damit gemeint.

x 3 #12468


Y
Das Einordnen dient zum Großteil der Zuweisung eines Diagnosecodes, der von der Krankenkasse zur Administration ihres Abrechnungsverfahren verwendet wird. Bürokratisches Prozedere.

x 2 #12469


B
Zitat von Yonda:
@bina

Mal davon abgesehen, wie die Aussage deiner Therapeutin zu beurteilen ist, ist mE sehr bedeutsam, wie du darauf reagierst. Wie war deine sofortige Reaktion, als du das hörtest? Hast du geschwiegen? Gabst du Widerworte? Was tatest du?

Ich versuche mal eine "Analyse":
Du kriegst "es um die Ohren gehauen", schluckst erstmal, nimmst es mit nachhause, ärgerst dich und schmollst (dein inneres Kind steht bockig da und stampft mit dem Bein auf). Bist dir aber nicht sicher, ob du dich ärgern darfst, denn sie ist ja eine Therapeutin (Respektsperson mit Kompetenz). Du konterst mit eigenem Wissen um Beratung. Du wertest sie ab, sie ist wohl doch nicht kompetent genug ("die Tante da hat mir nix zu sagen!"). Du willst dich nicht klein machen lassen. Dann fragst du deine Peer-Group, die Leute in deinem bevorzugten Thread, nach Unterstützung. "Darf ich mich ärgern? Darf ich mich wehren?"

Wie steht es hier um deine Konfliktfähigkeit? Um Selbstbehauptung? Um die Fähigkeit, die eigene Emotion (Ärger) zuzulassen und diese sogar zu kommunizieren?

Du kannst die Therapeutin natürlich sofort wechseln, boykottieren, sabotieren. Du brächtest dich aber um eine wichtige Erfahrung zum Thema Konfliktfähigkeit, Artikulieren von Gefühlen und Selbstbehauptung.

Geh doch in die nächste Stunde und beobachte dich selbst. Konfrontiere deine Therapeutin mit deiner Wahrheit und schaue, was sie daraus macht. Das ist in dem geschützten Rahmen einer Therapie leichter möglich als in der Arbeitswelt. Und in Partnerschaft sowieso. Du kannst die Therapie dann immer noch bei ihr abbrechen.

Provokation ist durchaus eine therapeutische Technik, wenn der/die PatientIn derartig herumeiert und sich nicht zeigt. Dann KANN man durchaus mal versuchen, eine vitale, authentische Emotion zu provozieren. Und Wut ist schon ziemlich vital. zwinkern



Ich habe sofort gekontert, dass ich mich nicht grausam und eiskalt finde.

#12470


NovaScotia
Ich schleiche mich mal dazwischen, auch wenn ich die letzten Posts interessiert gelesen habe, da man ja nie weiß, ob man nicht auch mal therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen soll/muss.

Meine Frage geht aber in eine ganz andere Richtung.
Vielleicht kann mir jemand erklären, warum ein AP immer und immer wieder betont, dass das wichtigste während und/oder nach Beendigung der Affäre, der freundschaftliche Kontakt sei?
Das man regelrecht die Panik spürt davor, dass man den Kontakt komplett abbricht.
Alles nur wegen ein paar Stunden "Spaß"? Und obwohl geklärt ist, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann, geben wird.

#12471


Maus-89
Ich denke es dient dazu die Schuldgefühle des AP zu minimieren. Es ist ihm klar, das er seinen AP zutiefst verletzt und ihn dann auch noch alleine lässt. Dieses "komm lass uns Freunde bleiben", ob in der Affäre als auch in der Ehe/Partnerschaft ist eine Art von "Wiedergutmachung", "Entschuldigung", die der zurückbleibende Partner nicht so besonders "erbaulich" findet.

x 1 #12472


NovaScotia
Unter dem Aspekt habe ich das noch nicht betrachtet. Danke für den Gedankenanstoss.

In dem Sinne beruhigt sich in dem Falle der AM eher selbst mit seiner Aussage, ihm sei die Freundschaft wichtiger als alles andere.
Nur kann das in den wenigstens Fällen funktionieren, zumindest wenn zu viel Gefühl mit ins Spiel kommt.
Sollte dem AM und gleichzeitigen EM doch eigentlich vorher klar sein, oder?

x 1 #12473


K
In welcher Form eine Verbindung zwischen getrennten AP möglich ist, hängt ganz sicher
vom Grund der Trennung ab. Es gibt nun mal "einvernehmliche" Trennungen, wie es
schmutzige Trennungen gibt. Eine einvernehmliche Trennung kann auch einen "wirklichen"
Schlussstrich bedeuten, einen "sauberen" Schlussstrich bedeuten und die Verbindung ist
dann auch endgültig beendet, um loszulassen, um wieder neu anzufangen (für sich allein),
um ggf. später wieder eine Partnerschaft anzustreben. Ich denke, dass es nicht zielführend
ist, eine Empfehlung auszusprechen, dass ein freundschaftliche Verbindung nach einer
Trennung aufrecht erhalten werde sollte.

x 1 #12474


Konrad
@NovaScotia
Zitat:
Alles nur wegen ein paar Stunden "Spaß"? Und obwohl geklärt ist, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann, geben wird

An die Paar ( Waren es 2?) Stunden Spass erinnert er sich aber und genau wie in der Werbeindustrie ist es leichter einen Bestand-Kunden zu Binden als einen Neuen zu gewinnen.
Der Betrüger fragt also genauso wie die Unternehmen höflich nach, ob Er es den ab und an mal wieder bei dir versuchen darf,
der schönen Stunden wegen. Is doch Lieb, oder?

#12475


NovaScotia
lustig
Jetzt musste ich doch mal lachen.
Den Vergleich mit einem Kundenbindungsprogramm verstehe ja sogar ich zwinkern
Nein, im Ernst, so was in die Richtung konnte ich mir ja selbst denken.

Nun, bin ja selbst Schuld, das ich mich nach 15 Jahren der Werbung drauf eingelassen habe.
Da es, wie es Kuddel geschrieben hat, einen "hoffentlich" einvernehmlichen Schlussstrich geben soll, wird es auch erstmal keine weitere Freundschaft geben können.
Was später mal sein wird, wird die Zukunft zeigen.....

#12476


S
@NovaScotia

eine Freundschaft zwischen zwei Menschen, die intensive S..ualität miteinander teilten ist m. E. ein schwieriges Unterfangen.
Der Wunsch danach, ist rein menschlich gesehen, für mich völlig ok. Nur wie will man das umsetzen.

Gerade wenn es sich um AP handelt.
Eine Affäre zu beenden ist für mich was völlig anderes, als eine Ehe zu beenden. Nicht leichter und nicht schwieriger, aber völlig anders
Nach einer Ehe kann ich mir eine Freundschaft zu einem späteren Zeitpunkt durchaus vorstellen. Wenn beide Partner eventuell wieder neue Beziehungen haben.
Die alten Erinnerungen an den früheren Ehepartner sind trotzdem noch vorhanden und freundschaftliche Kontakte evtl. noch erwünscht.

Bei einer Affärentrennung kommt es erstmal auf den Grund der Trennung an und ob die Trennung von beiden Seiten gewünscht war.
In einer Affäre hat die S..ualität einen höheren Stellenwert. Der Alltag wird oft zu einem "Höhenflug" für nur wenige Stunden.

Um eine Freundschaft danach noch beizubehalten, braucht es sehr viel Kraft und sobald von einer Seite Verliebtheit/Liebe im Spiel war, halte ich den Wunsch nach Freundschaft danach sowieso für eine Illusion.

Wie soll das denn aussehen. Alle paar Wochen mal ein B. miteinander trinken....nee das kann ich mir nicht vorstellen. Dagegen

x 4 #12477


K
Gesagt zu bekommen "Entweder alles oder gar nichts", als es während und erst recht nach "meiner" Affäre in eine Freundschaft übergeleitet werden sollte, sprach Bände. Eine Freundschaft nach einer beendeten Affäre zu wollen - es ist der Gedanke dabei, wie das zustande kommen und erhalten werden kann, weil ja immer noch ein/e Dritte/r im Hintergrund ist.
Nach langen Überlegungen war dann klar - "Freundschaft" ist nicht drin, weil ein "Zurücksetzen" der Verbindung zu einem AP in eine Freundschaft nicht möglich ist. Wenn da mehr als ein "Affären-Da-sein" war, Verliebtheit bereits überwunden, gar Gefühle und Liebe eine Rolle spielten, ist ein "Zurück-führen" in eine Freundschaft aus meiner Sicht nicht sinnvoll. weil.... Nicht mal eine "Freundschaft plus" ist m. E. gegeben, weil...

Von vornherein eine Freundschaft abzulehnen - das war bei mir nicht gegeben. Ich habe lange für eine Freundschaft plädiert. Mit dem Satz "Alles oder gar nichts" brachte dann Zweifel auf....und es war richtig, sich gegen eine Freundschaft zu entscheiden.
Aber schon eine Rückführung im Verlauf einer Affäre in eine Freundschaft im Hinterkopf zu haben, deckt schon Zweifel auf, ob die Affäre überhaupt noch Bestand haben kann/wird. Kommen diese Gedanken auf, sind das Vorläufer für das Ende einer Affäre. Dann macht es auch keinen Sinn mehr, die "bestehende" Affäre wieder bei Null beginnen zu lassen. Das Ende bahnt sich schleichend an - mit dem "nicht-wahrhaben-wollen", dass es das Ende sein/werden wird.

In einer Ehe/Partnerschaft/"regulären" Beziehung ist das etwas anderes - wenn es mal "kracht", ist das normal. Es wird sich wieder versöhnt, was bekanntlich viel schöner ist, als....! zwinkern Und beide Partner nehmen ihre Verbindung zueinander wieder auf...

Ein KRACH in einer Affäre - wenn dann einer der beiden sagt, dass "es das war" (mit der Affäre).
hat der Andere das so hinzunehmen, weil es innerhalb einer Affäre keine Verpflichtungen gibt.
Wer gehen will, geht....so bitter das für beide AP sein mag. Kein AP kann den anderen AP auf irgendetwas "festnageln", weil .....es keine gesetzlichen Grundlagen gibt...

Ideal wäre aus meiner Sicht... das Ende einer Affäre ist einvernehmlich. Beide AP bedanken
sich für die gemeinsame Zeit, für die gemeinsamen schönen Stunden, Tage, Wochen, Monate,
Jahre und gehen auseinander - OHNE Ressentiments dem Anderen gegenüber, der gemeinsamen
Zeit während der Affäre gegenüber, vergeben einander, entschuldigen sich beim Anderen und bei sich selbst, um loszulassen.

Das ist zweifelsohne anders, wenn ein Ex-AP im näheren Umfeld bleibt....als Arbeitskolleg/in z. B.!
Distanz zu wahren wird unerlässlich sein. Einen "geschäftsmäßigen" Umgang zu betreiben, wird schwierig genug sein...auf kollegial/freundlichen Umgang hinarbeiten zu MÜSSEN, wird der einzige Weg sein, um nicht WEGEN einer solchen Situation (Ende einer Affäre zu einem Arbeitskollegen)
den Arbeitsplatz aufzugeben.

Es wird kein "rotes" Rezept geben - das werden "grüne" Rezepte sein, die jeder selbst ausstellen und "bezahlen" muss.... zwinkern

x 1 #12478


K
Um aus einer Affäre eine Freundschaft zu machen, müsste man ja zumindest erstmal die Heimlichkeit verlassen. Denn eine Freundschaft, von der ein Ehepartner z.B. nichts weiß, kann ja nie eine Freundschaft sein. Wie soll denn das gehen? Freundschaften gedeihen im Schatten genauso wenig wie Liebe.

x 7 #12479


B
Das habe ich auch immer geantwortet, wenn mein Am eine Freundschaft für immer wollte.

Heimliche Freundschaft ist Fortführung der Verletzung, heimlich geliebt zu sein.

Freundschaft und heimlich geht nicht zusammen!

x 4 #12480


A


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