kuddel7591
Gast
...in ein solches Karussell zu geraten - es ist sehr schwierig, das wieder langsamer drehen zu lassen, um irgendwann wieder aussteigen zu können. Es ist sehr schwer, aber nicht unmöglich. Es geht sehr vielen so...nicht nur auf Kummer, Liebeskummer, Trennungsschmerzen bezogen.
"Der sanfte Umgang mit sich selbst in Zeiten des Kummers.
Es kostet Kraft, mit Veränderungen und Verlusten zurechtzukommen. Der Kummer zehrt an einem, manchmal an und über den Rand der Erschöpfung hinaus. Manche Menschen haben das Bedürfnis, sich in der Phase der Umwandlung, in der Zeit des Leidens, zu "verpuppen" - sich vollkommen zurückzuziehen, um (wieder) zu sich zu finden.
Sich müder als sonst zu fühlen, die Leistungsfähigkeit geht zeitweise "den Bach runter, Rückzug in die Geborgenheit der eigenen 4 Wände, des Schlafzimmers, sind evtl. Folgen des Kummers, des Leids, des Leidens, der Schmerzen.
Kummer wiegt schwer. Er kann den Boden unter den Füßen wegziehen, kann "zu Boden schmettern"!
Mit sich Nachsicht zu üben ist vollkommen in Ordnung in Zeiten des Kummers, der Angst des Leidens, des Verlustes. Die Regeln der inneren "sich wehrens", um auf dem Weg /wieder) zu
sich finden zu können - sind diese einzuhalten? Sicher nicht so einfach, aber machbar. Sicher
muss auf sich selbst Rücksicht genommen werden - "was nicht geht, geht nicht", was nicht
zugelassen werden kann, wird nicht zugelassen. Nicht mal "Gewohntes" zu vollbringen, sollte zugestanden werden. Eigene Erwartungen an einen selbst brauchen nicht erfüllt zu werden -
weil es oft einfach gar nicht möglich ist.
Mehr Ruhe, Schlaf, Trost - sich nehmen, sich holen, sich erbitten. In den Zeiten bedürftiger zu
sein, kaum/nichts "geben" zu können, ist unter den Umständen normal. Zu akzeptieren, dass
die Situation momentan so (mies) ist, gilt es in der Phase zu akzeptieren und anzunehmen,
auch auszuhalten.
Einen Kokon um sich zu spinnen, einen Schutzschild zu tragen, sich zu schützen, nach innen,
wie nach außen, ist vollkommen in Ordnung. Sich diesem Prozess zu stellen und darauf vertrauen, dass neue Kraft entsteht, daran zu arbeiten, da "mitzumachen", sich den Fragen stellen, auch
wenn es nicht immer Antworten darauf gibt, nicht alles verstanden werden wird, kann eine
Möglichkeit sein.
Es braucht Zeit, die sich genommen werden muss. Es braucht Zeit, bis die Flügel wieder zu
wachsen beginnen, um wieder zu sich zu kommen, um wieder bei sich zu sein, freier zu werden.
Lass dir helfen, in Zeiten des Leidens, des Kummers, des Verlustes, der Veränderung deine
veränderten Bedürfnisse anzunehmen."
Das klingt beim 1. Lesen sehr theoretisch. Diese Zeilen habe ich mehrfach gelesen. Da steht
so viel drin, was einem nach eigenem Empfinden als vollkommen außergewöhnlich erscheint
und doch ist es völlig normal, wie Frau/Mann nach Verlusten, bei Kummer, bei Trennungs-
schmerzen reagieren - auch wenn jeder Verlust, jeder Kummer, jeder Schmerz Frau/Mann
anders berührt, bewegt, andere Auswirkungen hat.
Diese Zeilen haben mir nach dem Ende der Affäre sehr geholfen....aber auch zuvor schon, als
es um ganz andere Dinge ging.
Das macht einen echt irre in der Birne.
Ich will, dass dieser Wahnsinn endlich aufhört! 