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Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

K
Apropos "Kopfkreisel"...

...in ein solches Karussell zu geraten - es ist sehr schwierig, das wieder langsamer drehen zu lassen, um irgendwann wieder aussteigen zu können. Es ist sehr schwer, aber nicht unmöglich. Es geht sehr vielen so...nicht nur auf Kummer, Liebeskummer, Trennungsschmerzen bezogen.

"Der sanfte Umgang mit sich selbst in Zeiten des Kummers.

Es kostet Kraft, mit Veränderungen und Verlusten zurechtzukommen. Der Kummer zehrt an einem, manchmal an und über den Rand der Erschöpfung hinaus. Manche Menschen haben das Bedürfnis, sich in der Phase der Umwandlung, in der Zeit des Leidens, zu "verpuppen" - sich vollkommen zurückzuziehen, um (wieder) zu sich zu finden.
Sich müder als sonst zu fühlen, die Leistungsfähigkeit geht zeitweise "den Bach runter, Rückzug in die Geborgenheit der eigenen 4 Wände, des Schlafzimmers, sind evtl. Folgen des Kummers, des Leids, des Leidens, der Schmerzen.

Kummer wiegt schwer. Er kann den Boden unter den Füßen wegziehen, kann "zu Boden schmettern"!

Mit sich Nachsicht zu üben ist vollkommen in Ordnung in Zeiten des Kummers, der Angst des Leidens, des Verlustes. Die Regeln der inneren "sich wehrens", um auf dem Weg /wieder) zu
sich finden zu können - sind diese einzuhalten? Sicher nicht so einfach, aber machbar. Sicher
muss auf sich selbst Rücksicht genommen werden - "was nicht geht, geht nicht", was nicht
zugelassen werden kann, wird nicht zugelassen. Nicht mal "Gewohntes" zu vollbringen, sollte zugestanden werden. Eigene Erwartungen an einen selbst brauchen nicht erfüllt zu werden -
weil es oft einfach gar nicht möglich ist.

Mehr Ruhe, Schlaf, Trost - sich nehmen, sich holen, sich erbitten. In den Zeiten bedürftiger zu
sein, kaum/nichts "geben" zu können, ist unter den Umständen normal. Zu akzeptieren, dass
die Situation momentan so (mies) ist, gilt es in der Phase zu akzeptieren und anzunehmen,
auch auszuhalten.

Einen Kokon um sich zu spinnen, einen Schutzschild zu tragen, sich zu schützen, nach innen,
wie nach außen, ist vollkommen in Ordnung. Sich diesem Prozess zu stellen und darauf vertrauen, dass neue Kraft entsteht, daran zu arbeiten, da "mitzumachen", sich den Fragen stellen, auch
wenn es nicht immer Antworten darauf gibt, nicht alles verstanden werden wird, kann eine
Möglichkeit sein.

Es braucht Zeit, die sich genommen werden muss. Es braucht Zeit, bis die Flügel wieder zu
wachsen beginnen, um wieder zu sich zu kommen, um wieder bei sich zu sein, freier zu werden.

Lass dir helfen, in Zeiten des Leidens, des Kummers, des Verlustes, der Veränderung deine
veränderten Bedürfnisse anzunehmen."

Das klingt beim 1. Lesen sehr theoretisch. Diese Zeilen habe ich mehrfach gelesen. Da steht
so viel drin, was einem nach eigenem Empfinden als vollkommen außergewöhnlich erscheint
und doch ist es völlig normal, wie Frau/Mann nach Verlusten, bei Kummer, bei Trennungs-
schmerzen reagieren - auch wenn jeder Verlust, jeder Kummer, jeder Schmerz Frau/Mann
anders berührt, bewegt, andere Auswirkungen hat.

Diese Zeilen haben mir nach dem Ende der Affäre sehr geholfen....aber auch zuvor schon, als
es um ganz andere Dinge ging.

x 4 #12646


V
@kuddel7591
Vielen Dank für diese Zeilen. Danke. Sie berühren mich sehr. Es ist so wahr.

#12647


A


Thread für Affären Frauen und Männer zur Unterstützung

x 3


V
Zitat von Ema:
Bei mir geht es mit dem Kopfkreisel so weit, dass ich inzwischen nicht einmal mehr sicher bin, ob er sich auch verliebt hat oder ob ich mir auch das nur eingebildet habe.

Damit hatte ich in den ersten 31/2 Wochen nach der Trennung auch zu kämpfen, zusätzlich zum Liebeskummer. Gehts noch? kopf gegen die wand Das macht einen echt irre in der Birne.
Inzwischen hat sich das wieder ein Stück gebessert, der Mann liebt mich, nicht so wie ich ihn, aber doch, er liebt mich. Es gibt so viele Erinnerungen an Situationen, in denen er unglaublich liebevoll mit mir war, vor allem dann, wenn wir zusammen waren. Und da rede ich nicht nur vom S.. Egal ob wir im Museum waren, in einer Ausstellung, beim Essen, im Kino, beim Bummeln oder was wir auch immer gemeinsam unternommen haben.

Zitat von Ema:
Schlimm. Es ist, als würde man in einem dicken Nebel stehen.
Das ist insofern wichtig, als es auch unsicher macht, welche Gefühle angemessen sind. Ich empfinde zum Beispiel immer noch keine Wut, was sicher anders wäre, wenn ich wüsste, dass jemand mich mit voller Absicht missbraucht hat.

Wut ist ein Gefühl, mit dem ich sowieso schon nicht recht umgehen kann. Aber wehe, ich sehe bei anderen Ungerechtigkeiten oder einer meiner Lieben leidet, …
Ich stocher da auch im Nebel, weiß noch nicht recht wohin mit mir. Traurig sein, ok, Liebeskummer haben, auch ok, die Zeit dafür muss ich mir wohl geben. Aber dann? Was folgt der Trauer?
Andererseits, was heißt da "angemessen"?

Zitat von Ema:
Alles, was ich sicher weiß, ist das, was ICH gefühlt habe. Auch mich stört deshalb übrigens das Wort Affäre.
Und seit ich hier lese, bin ich auch nicht mehr sicher, was ich von dem, was er mir je erzählt hat, noch glauben soll und was nicht.
Auch das ist schlimm.
Es ist, als sei überhaupt nicht klar, was es eigentlich ist, über das ich hinwegkommen muss. Mit welcher Art von Realität und Verletzung ich es eigentlich zu tun habe.

Das wird sich zeigen, ganz sicher. Für dich, für mich, für uns alle. Ich glaub dran, sonst verzweifelt ich noch.

Zitat von Ema:
Wie gesagt, es hilft mir der Gedanke, dass es ein in irgendeiner Form ohnehin gebrochener Mensch sein muss, der einem anderen so etwas antut.
So oder so. Denn eins ist sicher: ER wusste genau, woran er ist. Er wusste, was ich fühle. Daran habe ich nie irgendeinen Zweifel gelassen.

Eins zu eins mein Thema. Mein (Ex-)AM (ich tu mich immer noch schwer, das (Ex" zu schreiben) wusste immer wie ich empfinde. Nie ein Zweifel darüber, was in mir vorgeht. Er hat sich auch geöffnet, aber nicht so sehr wie ich. Er hat sicher mit seiner Situation gekämpft, immer wieder, er hat sich ja da auch mir anvertraut. Inzwischen ist mir auch irgendwo klar, dass er keinen Weg aus dieser Zerrissenheit finden konnte. Durch mein Gehen ist das jetzt für uns beide wieder möglich. Ich hoffe es auch sehr für ihn.
Ich habe in deinen Beiträgen gelesen, du wärst eigentlich gerne mit ihm befreundet, weil du ihn als Mensch magst. Und genau so gehts mir auch. Mein AM ist mir als Mensch so wichtig, dass ich das erste Mal in meinem Leben das Bedürfnis habe, nach angemessenem Abstand und gründlicher Verarbeitung der ganzen Geschichte wieder den Kontakt zu suchen, damit wir als Freunde neu beginnen können. Das ist übrigens auch sein inniger Wunsch. Dieses Bedürfnis ist auch ein Zeichen dafür, dass der Mann mir nicht bewusst schaden wollte.

Zitat von Ema:
Und dass meine Wahrnehmung und mein Instinkt mich so im Stich gelassen haben, dass ich jetzt gar nichts mehr weiß, das ist etwas was mir jetzt zusätzlich zu schaffen macht und womit ich fertigwerden muss.

Das geht mir auch so, ich werde mir über die Mechanismen und die Dynamik in unserer Beziehung bewusster, fange an klarer zu sehen, und damit wächst jetzt erst einmal das "Belastungsniveau" für mein Nervenkostüm. Aber manchmal habe ich schon Zutrauen dazu, dass es besser wird, mit jedem Tag ein bisschen. Irgendwann, wenn das schlimmste vorüber ist.

Zitat von Ema:
Auch hier hilft mir die Idee, dass mein Instinkt mich vielleicht gar nicht im Stich gelassen hat. Dass irgendetwas in mir WOLLTE, dass ich genau diese Erfahrung mache. Vielleicht tatsächlich, um irgendwelche uralten Wunden in mir zu bearbeiten, an die ich sonst nicht herangekommen wäre, weil ich ihre Existenz schon lange nicht mehr wahrgenommen habe.
Und sie sind zweifellos da. Das ist sicher. Und sie tun verdammt weh.

Auch das ist etwas, das mit durch den Kopf (und den Bauch) geht, und ganz ehrlich? Das hat was tröstliches an sich, ich fühl mich nicht mehr so hilflos, sondern habe eine Aufgabe gestellt bekommen, mit der ich zurecht kommen musste und mit deren sich anschließenden Konsequenzen ich es weiterhin muss. Aber ich kann wieder handeln, das befreit.
Ich habe schon vor mehreren Monaten beschlossen, eine Therapie zu machen, weil ich gemerkt habe, da werden alte Sachen wieder an die Oberfläche gespült, Dinge, die ich nie genauer anschauen wollte weil sie zu schmerzhaft sind. Ich habe jetzt die Chance gründlich aufzuräumen, bei mir, in meinem Leben, und wenn ich bisher zu viel Angst davor hatte, dann sag ich jetzt, ich hab die letzten 2 Jahre "überlebt", dann schaffe ich auch das. Es geht um mich, endlich um mich, das habe ich jetzt begriffen.

x 2 #12648


Ema
@Vya

Mit Wut als "angemessenem" Gefühl, meine ich nicht unbedingt, dass man tobt und schreit und den anderen beleidigt.
Aber wenn ich weiß, dass jemand mir absichtlich schaden will, dann ist Wut durchaus in diesem Sinne angemessen, als sie helfen kann, sich innerlich zu distanzieren.
Es ist ein Gefühl, dass sehr hilfreich sein kann, um eine innere Grenze zu setzen, in der Art von: So bitte nicht mit mir!
Das muss man nach außen gar nicht mal unbedingt ausdrücken.

Wenn ich aber nicht weiß oder mir nicht sicher bin, ob mein Gegenüber absichtlich böse Spiele mit mir spielt, ob es mir absichtlich schaden will und es ihm egal ist, ob es verbrannte Erde hinter sich zurücklässt, dann ist die Sache ganz anders.

Wenn ich den Eindruck habe, dass da jemand selbst hoffnungslos verloren ist und mit sich und der Welt nicht zurechtkommt, dann kann ich keine Wut empfinden.

Wut ist ein Gefühl, das mir persönlich schon oft geholfen hat, mich aus unguten Beziehungen oder Situationen zu lösen. Und je weniger man es nach außen sieht, desto größer ist es oft bei mir.
Ich werfe dann dem anderen nicht irgendwas an den Kopf, sondern nutze es für mich als starke Energie. Um mich gefühlsmäßig zu lösen oder auch mich physisch zu entfernen.

Die Wut hat mir oft geholfen. Insofern vermisse ich sie im Moment.

So habe ich das gemeint...

x 1 #12649


V
Zitat von Ema:
@Vya

Mit Wut als "angemessenem" Gefühl, meine ich nicht unbedingt, dass man tobt und schreit und den anderen beleidigt.
Aber wenn ich weiß, dass jemand mir absichtlich schaden will, dann ist Wut durchaus in diesem Sinne angemessen, als sie helfen kann, sich innerlich zu distanzieren.
Es ist ein Gefühl, dass sehr hilfreich sein kann, um eine innere Grenze zu setzen, in der Art von: So bitte nicht mit mir!
Das muss man nach außen gar nicht mal unbedingt ausdrücken.

Wenn ich aber nicht weiß oder mir nicht sicher bin, ob mein Gegenüber absichtlich böse Spiele mit mir spielt, ob es mir absichtlich schaden will und es ihm egal ist, ob es verbrannte Erde hinter sich zurücklässt, dann ist die Sache ganz anders.

Wenn ich den Eindruck habe, dass da jemand selbst hoffnungslos verloren ist und mit sich und der Welt nicht zurechtkommt, dann kann ich keine Wut empfinden.

Wut ist ein Gefühl, das mir persönlich schon oft geholfen hat, mich aus unguten Beziehungen oder Situationen zu lösen. Und je weniger man es nach außen sieht, desto größer ist es oft bei mir.
Ich werfe dann dem anderen nicht irgendwas an den Kopf, sondern nutze es für mich als starke Energie. Um mich gefühlsmäßig zu lösen oder auch mich physisch zu entfernen.

Die Wut hat mir oft geholfen. Insofern vermisse ich sie im Moment.

So habe ich das gemeint...

Oh sorry, meine Frage war rhetorisch. Entschuldige bitte, das war missverständlich. Ich habe dich ganz genau verstanden und sehe das wie du. Wut kann gesund sein, es geht gar nicht ums Toben oder so. Und auch ich kann keinen Menschen gegenüber wütend sein, der selbst hilflos ist. Und ich finde es s VH ganz gesund, Wut kann helfen sich abzugrenzen.

#12650


H
Zitat von Ema:
Es ist, als sei überhaupt nicht klar, was es eigentlich ist, über das ich hinwegkommen muss. Mit welcher Art von Realität und Verletzung ich es eigentlich zu tun habe.


Liebe Ema,
du hast mal eben einen Satz rausgehauen der das aussagt, wofür mir lange die Worte fehlten. Genau so ist es.
Ich hab mich damals (hey, ich kann schon "damals" sagen! Glücklich ) immer gefragt: Um WAS geht es hier eigentlich so wirklich? Das "Liebeskummer" diese Sache nicht im Ansatz trifft, war mir schon klar.
Ich finde es klasse, dass Du zu der Erkenntnis gekommen bist: Ich konnte es nicht ändern. Ich hatte ab einen gewissen Punkt keinen Einfluss. Es "musste" passieren...
Mit sich zu hadern, was man anders hätte machen können, bringt nämlich recht wenig.
Wichtig ist JETZT.
Ich hab bis vor gar nicht allzu langer Zeit auch steif und fest behauptet, dass ich ihn wirklich über alles geliebt habe.
Indes bin ich mir auch nicht mehr sicher. War es Liebe? Oder wirklich die pure Bedürftigkeit? Mittlerweile sehe ich so viele Facetten und mir wird immer klarer, dass unter diesem Umständen eine aufrichtige, ehrliche Beziehung auf Augenhöhe niemals machbar gewesen wäre. Ich sah auch irgendwie das, was ich sehen WOLLTE.
Ich sah nicht diesen "kranken" Menschen, der absolut unfähig war sich zu entscheiden. Ich sah nicht mich, die genauso "krank" war nach seiner Zuwendung und Nähe und ebenso unfähig war sich zu lösen aus diesem kranken Konstrukt.
Problem ist einfach, dass wir zu Beginn immer noch viel zu sehr auf den anderen schauen. Bei uns selbst aber "spielt die Musik".

Und "verzeiht" der Katze den Fauxpas mit "Willi". Man muss glaub ich auch sehen, dass ihre Affäre (ich sag das jetzt mal so @kaetzchen) noch einen etwas anderen Charakter hatte als die meisten hier beschriebenen. Sie sagte klar, dass sie diesen Mann nicht geliebt hat. Das hat von den anderen bisher noch keiner gesagt. Da fällt es einem sicher auch leichter sich mit anderen Männern "abzulenken. Ebenso haben viele hier viele JAHRE an Leidensweg hinter sich. Viele haben ihr bisherigesLeben aufgegeben für den anderen.

Ich denke, was wir aus der "Affäre" lernen müssen oder können, hat wenig mit dem AP zu tun. Der ist sehr "austauschbar". Aber das kann man wirklich erst mit sehr, sehr viel Abstand erkennen.

x 8 #12651


V
Wo ist denn jetzt all der Mut und die Zuversicht hin? Im Moment bin ich so traurig, ich vermisse ihn so sehr. traurig Ich will, dass dieser Wahnsinn endlich aufhört! seufzen / traurig

x 1 #12652


C
Zitat von Vya:
Wo ist denn jetzt all der Mut und die Zuversicht hin? Im Moment bin ich so traurig, ich vermisse ihn so sehr. traurig Ich will, dass dieser Wahnsinn endlich aufhört! seufzen / traurig


Ich frage mich für mich mittlerweile, ob dieses Gefühl von Vermissen nicht vielmehr daher kommt, dass er die Wunde bei mir heilen soll.
Ich habe für heute unser Treffen abgesagt. Ich muss erkennen, dass ich manipuliert werde. Liebe ist was anderes. Liebe ist nicht feige. Und Liebe ist nicht zerrissen. Das, was er so inbrünstig Liebe nennt, ist ?, aber keine Liebe.

x 2 #12653


V
Zitat von Cremetussi:
Ich frage mich für mich mittlerweile, ob dieses Gefühl von Vermissen nicht vielmehr daher kommt, dass er die Wunde bei mir heilen soll.
Ich habe für heute unser Treffen abgesagt. Ich muss erkennen, dass ich manipuliert werde. Liebe ist was anderes. Liebe ist nicht feige. Und Liebe ist nicht zerrissen. Das, was er so inbrünstig Liebe nennt, ist ?, aber keine Liebe.

Das ist natürlich eine Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Sicherlich hat er mich manipuliert, aber bestimmt nicht in böser Absicht. Was anderes ist mein Gefühl, ich liebe ihn und vermisse ihn. Ich weiß, die ganze Geschichte hätte keine Zukunft, auch ohne Affäre. Für meine Wunden bin ich selbst zuständig, ich will ja noch nicht einmal, dass er mitbekommt, wie ich leide.
Trotzdem ist da dieser blöde Liebeskummer. Naja, 4 Wochen sind ja auch noch keine Zeit. traurig

x 1 #12654


Assi07
4 Wochen ist wirklich noch keine Zeit ... Smile
Ich will dich nicht demotivieren, aber heute ist mein 6 Monats - Tag und seit gestern geht es mir wieder sehr schlecht. Hab mich unglaublich über ihn geärgert und muss leider immer mehr erkennen, was für ein mieser Typ er eigentlich ist. Wenn man nicht mehr lieb und nett ist, fallen bei vielen die Manipulations-Masken, leider so auch bei meinem ExAM. Ich hoffe, es wird dadurch endlich leichter ...

x 3 #12655


S
Zitat von Ema:
Wenn ich aber nicht weiß oder mir nicht sicher bin, ob mein Gegenüber absichtlich böse Spiele mit mir spielt, ob es mir absichtlich schaden will und es ihm egal ist, ob es verbrannte Erde hinter sich zurücklässt, dann ist die Sache ganz anders.

Zitat von Ema:
Wenn ich den Eindruck habe, dass da jemand selbst hoffnungslos verloren ist und mit sich und der Welt nicht zurechtkommt, dann kann ich keine Wut empfinden.

Zitat von Ema:
Auch mich stört deshalb übrigens das Wort Affäre.
Und seit ich hier lese, bin ich auch nicht mehr sicher, was ich von dem, was er mir je erzählt hat, noch glauben soll und was nicht.
Auch das ist schlimm.
Es ist, als sei überhaupt nicht klar, was es eigentlich ist, über das ich hinwegkommen muss. Mit welcher Art von Realität und Verletzung ich es eigentlich zu tun habe.



@Ema

ich will das Wort A.ffäre für meine Beziehung auch nicht mehr hören. Es passt nicht .
Ich habe deine letzten Posts gestern Nacht gelesen und konnte echt nicht mehr schlafen. Alles erinnert mich an mein eigenen Seelenleben.

Du hast alles so klar ausgedrückt, dass ich persönlich kaum noch was hinzufügen kann. "Wenn jemand mit der Welt überhaupt nicht mehr zurecht kommt und ich den Eindruck habe, dass das jemand hoffnungslos verloren ist, dann kann ich keine Wut empfinden"

Gestern habe ich den ganzen Tag mit ihm verbracht. Es ist "unser" Tag in der Woche. Er merkte, dass ich wieder nachdenklicher, etwas kühler war, als es sonst immer meine Art war.
Er ist dann wie ein kleines Kind, dass sich wünscht, dass ich da bin, der ihn in die Arme nimmt und nur liebt.

So oft habe ich meine tiefsten Gefühle erklärt, was soll ich denn noch sagen. Er verdreht mir die Worte, wenn sie ihm nicht behagen. Dann beginnt wieder meine Verwirrung, weil ich nicht durchdringe in seinen Verstand.
Vom Herzen her, steht er voll zu mir, nur seine Zerrissenheit hindert ihn Veränderungen zuzulassen.

Und kann man mit so einem Menschen überhaupt jemals glücklich und zufrieden leben? Warum komme ich nicht los von ihm?

Wenn er spät am Abend zurückfährt, dann sieht er mich an, als ob er total verzweifelt wäre. Fragt, ob ich mich in der kommenden Woche wieder mit ihm treffe, oder ob ich wieder alles in Frage stelle.
Die Angst, mich zu verlieren ist für ihn existenziell. Der leidet Höllenqualen.

Aber wie sieht es in uns aus, die wir das mitmachen? Hätte er vor ca. 2 Jahren eine konstruktive Entscheidung für sein eigenes Leben getroffen, würden wir heute wahrscheinlich zusammen in einer Wohnung leben.
Da habe ich ja noch nicht gewusst, was mit ihm los ist.

Auch zum jetzigen Zeitpunkt sucht er immer wieder neue Ausreden. Gestern meinte er, er hätte Sorgen, dass ich gegenüber seiner EF nur "gewinnen" will und er dann gar keinen mehr hat, wenn er sich für mich entscheidet.
Was für ein Schwachsinn?

Ich weiß auch nicht mehr weiter, möchte ihn jedoch nicht ganz verlieren. Ich glaube er könnte eine positive Veränderung für sich erreichen, wenn diese ebenfalls manipulative EF ihn nicht ununterbrochen bearbeiten würde. Er findet keine Ruhe....und lässt es zu.

LG an alle
Santosha

#12656


Ema
Zitat von Assi07:
4 Wochen ist wirklich noch keine Zeit ... Smile
Ich will dich nicht demotivieren, aber heute ist mein 6 Monats - Tag und seit gestern geht es mir wieder sehr schlecht. Hab mich unglaublich über ihn geärgert und muss leider immer mehr erkennen, was für ein mieser Typ er eigentlich ist. Wenn man nicht mehr lieb und nett ist, fallen bei vielen die Manipulations-Masken, leider so auch bei meinem ExAM. Ich hoffe, es wird dadurch endlich leichter ...


Was ist denn passiert, Assi? Warum hast du dich geärgert? Welche Masken sind gefallen?

Interessiert mich sehr. Auch ich habe einiges erfahren, was ich lieber nicht gewusst hätte...
Oder vielleicht auch doch.

x 1 #12657


Ema
Zitat von Santosha1951:


@Ema

ich will das Wort A.ffäre für meine Beziehung auch nicht mehr hören. Es passt nicht .
Ich habe deine letzten Posts gestern Nacht gelesen und konnte echt nicht mehr schlafen. Alles erinnert mich an mein eigenen Seelenleben.

Du hast alles so klar ausgedrückt, dass ich persönlich kaum noch was hinzufügen kann. "Wenn jemand mit der Welt überhaupt nicht mehr zurecht kommt und ich den Eindruck habe, dass das jemand hoffnungslos verloren ist, dann kann ich keine Wut empfinden"

Gestern habe ich den ganzen Tag mit ihm verbracht. Es ist "unser" Tag in der Woche. Er merkte, dass ich wieder nachdenklicher, etwas kühler war, als es sonst immer meine Art war.
Er ist dann wie ein kleines Kind, dass sich wünscht, dass ich da bin, der ihn in die Arme nimmt und nur liebt.

So oft habe ich meine tiefsten Gefühle erklärt, was soll ich denn noch sagen. Er verdreht mir die Worte, wenn sie ihm nicht behagen. Dann beginnt wieder meine Verwirrung, weil ich nicht durchdringe in seinen Verstand.
Vom Herzen her, steht er voll zu mir, nur seine Zerrissenheit hindert ihn Veränderungen zuzulassen.

Und kann man mit so einem Menschen überhaupt jemals glücklich und zufrieden leben? Warum komme ich nicht los von ihm?

Wenn er spät am Abend zurückfährt, dann sieht er mich an, als ob er total verzweifelt wäre. Fragt, ob ich mich in der kommenden Woche wieder mit ihm treffe, oder ob ich wieder alles in Frage stelle.
Die Angst, mich zu verlieren ist für ihn existenziell. Der leidet Höllenqualen.

Aber wie sieht es in uns aus, die wir das mitmachen? Hätte er vor ca. 2 Jahren eine konstruktive Entscheidung für sein eigenes Leben getroffen, würden wir heute wahrscheinlich zusammen in einer Wohnung leben.
Da habe ich ja noch nicht gewusst, was mit ihm los ist.

Auch zum jetzigen Zeitpunkt sucht er immer wieder neue Ausreden. Gestern meinte er, er hätte Sorgen, dass ich gegenüber seiner EF nur "gewinnen" will und er dann gar keinen mehr hat, wenn er sich für mich entscheidet.
Was für ein Schwachsinn?

Ich weiß auch nicht mehr weiter, möchte ihn jedoch nicht ganz verlieren. Ich glaube er könnte eine positive Veränderung für sich erreichen, wenn diese ebenfalls manipulative EF ihn nicht ununterbrochen bearbeiten würde. Er findet keine Ruhe....und lässt es zu.

LG an alle
Santosha



Ach, Santosha1951,

ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin ja selbst weit davon entfernt, das alles zu verstehen und zu verarbeiten.

Vieles von dem, was du schreibst, habe ich so oder ähnlich von ihm gehört oder erlebt.

Er ist selbst zutiefst verunsichert. Voller Angst. Er zieht dich in Zweifel, deine Liebe, sich selbst.
(Falls er dich nicht einfach manipuliert, ich weiß das alles nicht).

Ich glaube, egal was es ist und wie es für ihn ist: Versuche, nicht darüber nachzudenken. Richte deine Gedanken auf dich. Warum tust DU das alles? Nicht er.
Wo ist DEINE Angst, DEINE Unsicherheit, DEIN Zweifel?

Ich weiß, das ist verflucht schwer. Ich versuche es jeden Tag. Immer wieder.Und immer ein bisschen mehr.
An MICH denken. MICH verstehen. Nicht IHN.

Ich habe den Kontakt Ende Oktober beendet und den riesigen Fehler gemacht, in all der Zeit ständig auf sein Facebook-Profil zu spähen (Wir sind da schon lange nicht mehr 'befreundet' aber er hat sehr viel öffentlich gepostet).

Damit habe ich meine Gedanken fast genauso stark nur auf ihn gerichtet wie zu der Zeit, als es noch Kontakt gab.
Und er hatte mich genauso in der Hand (ob absichtlich oder nicht).

Erst vor ein paar Tagen habe ich auch damit aufgehört. Das ist schwer, es ist wie eine Sucht.
Und gerade deshalb denke ich, der einzig richtige Weg kann nur sein, die Gedanken auf sich selbst zu richten. Was ist mit MIR? Nicht mit ihm.

Inzwischen würde ich jedem raten, der auch nur im Ansatz in so eine Geschichte geschliddert ist: Zieh dich raus! Zuerst räumlich! Brich den Kontakt ab (jeden Kontakt, auch indirekten)!
Befass dich mit dir selbst! Was geht in DIR vor?

Wenn es wirklich die große Liebe ist, dann wird sie das schon überstehen.
Wenn du nur benutzt und manipuliert wirst (ob mit Absicht oder nicht), dann hast du eine Chance, das zu erkennen.

Zieh dich raus! Für eine ganze Weile! Wenn dir an ihm liegt, dann kannst du das ja so kommunizieren: Ich verliere mich gerade selbst und muss zu mir kommen. Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht und brauche Zeit!

Mehr kann ich dir nicht sagen. Ich glaube, anders geht es nicht.
Schau auf DICH! Nicht auf ihn.

x 3 #12658


Assi07
@Ema ... und all die anderen ...

Ich kenne diese Zerissenheit des AMs auch, allerdings war diese Zerissenheit in dem Moment, als seine EF drauf kam, Geschichte. Plötzlich wußte er ganz genau was er wollte, keine Leiden und keine Zerissenheit mehr von ihm zu sehen. Als er noch die Affäre wollte, war er der ärmste überhaupt.
Er verhält sich in der Schule sehr empathielos mit gegenüber, genaueres will ich hier nicht öffentlich sagen. Ich hab ihn mehrmals darauf angesprochen, er ändert nichts. Ich habe den Eindruck es ist ihm mittlerweile egal, was ich fühle. Er sagt zwar, das ist nicht so, aber ich hab ihm heute auch indirekt gedroht, er meint ich reagiere über. Mag auch sein, bin halt emotional noch sehr angeschlagen, aber dass er meine Gefühle so wenig respektiert tut nun nochmals weh. Es ist nichts zu erwarten von ihm. Das ist nochmals ein Schlag, den ich verarbeiten muss. Aber ich habe beschlossen nun auch nicht mehr nett zu sein und auch keine Rücksicht mehr zu nehmen. Es fällt mir schwer, aber ich will mich nicht mehr als Opfer fühlen.

x 2 #12659


K
Affären sind leider nur eine momentane Ersatz-Befriedigung von eigenen Bedürfnissen
und gleichzeitig eine Befriedigung der Bedürfnisse des AP - egal ob AF oder AM.

Kommt die "Frage aller Fragen", ob und wann die/der AP sich zu entscheiden gedeckt,
kippen meist die Affären, weil die Bedürfnisse "plötzlich" nicht mehr in DER "Konzentration"
vorhanden sind!? Gesinnungswandel? Plötzlich ein VerantwortungsBewusstsein?

Nicht allein der AP ist dafür "zuständig", dass eine Affäre plötzlich kippt, auch der AP,
der eine Entscheidung herbeigeführt wissen will...

x 2 #12660


A


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