@ Bina
Zitat:Ysabell, du brauchst mich von nichts überzeugen.
ja, ich weiß. Darum schrieb ich ja auch, dass ich mich wie ein Co benehme, wenn ich Dich zutexte- dass das Problem dann also bei mir liegt. Meinte das ernst. Du hast mich ja nicht gerufen.
Zitat:Ich sehe schon ganz klar.
Im Grunde schon ewig.
Hab allerdings nicht entsprechend gehandelt.
Richtig!
Das könnte auch Dein Mottenkistenmann sagen. "Nur" nicht entsprechend gehandelt.
Kätzchen
Zitat:Und wenn die Abhängigkeit dann übermächtig wird und das gesunde Maß verlässt, bleibt man in einer ungesunden Verbindung, viel länger, als einem gut tut. Ob der Partner nun verheiratet ist, oder Alk oholiker, Dr süchtig, ein Narzisst, Borderliner, ein Schläger ... was auch immer, egal. Toxische Verbindungen gibt es ohne Ende. Und jede Affäre ist eine toxische Beziehung, sofern intensive Liebesgefühle im Spiel sind. Es ist halt nicht leicht, da rauszukommen. Und je mehr man von einer abhängigen Persönlichkeit in sich trägt, umso schlimmer wird es.
*stimm zu*
Zitat:Hier werden oft Muster aktiviert, die tief in einem vergraben waren und die in normalen, gesunden Beziehungen ja gar nicht erst ausbrechen.
Es ist nicht das, was man ist oder in sich trägt. Es ist die "Beziehung" an sich, die so gefährlich ist. Völlig normale, an sich bindungsfähige, gesunde Menschen geraten in solche Konstrukte und lernen sich plötzlich ganz neu kennen, weil in ihnen Dinge hervorgerufen werden durch die Konstellation, die sie so überhaupt nicht kannten von sich.
das kann sein. Ich habe mir darüber wirklich noch keine Meinung gebildet.
Denke aber dass das-
Zitat:Das hatte aber nichts mit mir und meinen Unzulänglichkeiten zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit dem "System" Affäre.
nicht in jedem Fall zutrifft (nicht auf Dich bezogen, sondern sozusagen als Gesetz).
Ich selbst habe doch auch schon Unglück in der Liebe erlebt, wahnsinnige Ängste erlebt und habe gewiss nicht immer besonders weise gehandelt. Aber es brachte mich nicht weiter, so lange ich meinen Blick einzig auf die Schwächen des Mannes richtete.
Zudem gibt es auch Affairenpartner, die sich nie in solch eine Anhängigkeit begeben und wenn ein Mensch immer wieder toxische Beziehungen hat (egal, ob Affaire, Narz, Schläger...), dann liegt das Problem natürlich nicht in der Art der Beziehung, sondern in ihm selbst.
Werfe ja auch niemandem seine Abhängigkeit vor, nur kommt man ja nicht weiter, wenn man sich nicht mal den eigenen Anteilen zuwendet.
Selbst wenn man total gesund ist und einen "nur" das System Affaire in so eine Anhängigkeit gebracht hat, wird man da meines Erachtens kaum rauskommen, wenn man sich nicht selbst reflektiert, nicht an sich arbeitet und sich statt dessen als Opfer, also ohnmächtig erlebt.
Ich rege mich auch nicht über die Opferhaltung auf weil sie einen Täter impliziert, den ich verteidigen will, sondern weil Opfersein bedeutet, nichts an seiner Lage ändern zu können.
Wie schon in vielen Threads erwähnt, halte ich für total gesund, einfach mal zu erzählen, auch Dampf abzulassen...aber wenn dann mal ein anderer User darauf hinweist, dass man selbst auch Verantwortung für die Misere trägt, wird dieser User nicht selten in die Ecke Moralapostel oder giftige betrogene Ehegattin gedrängt (natürlich ist es nicht immer so einfach. Ich übertreibe, um es anschaulich zu machen). Und das ist es, was mich stört. Mehrmals wurden hier Angriffe oder moralinsaures Gift heraus gelesen, wo ich es nicht wahrnahm.
Jeder Hinweis auf Eigenverantwortung wird sofort vehement von sich gewiesen.
Zitat:Damit ich als die "Überlegene" aus der Affäre aussteigen konnte, denn als Unterlegener kann man das nicht, es geht einfach nicht.
Hm, das bezweifle ich. Warum sollte man nicht auch als Unterlegene aus einer Affaire gehen können?- so beschi*** es sich natürlich anfühlt.
Ich denke schon, dass es geht, nur will man diese Niederlage und Ohnmacht natürlich ungern in Kauf nehmen. Ich bin jedenfalls schonmal als zunächst gefühlt unterlegene aus einer Beziehung gegangen.
Vielleicht liegt hierin sogar eine Grundmotivation, den Affairenmann nicht loszulassen? Man hat schon so viel gekämpft und will einfach nicht verlieren?
Vielleicht kann es sogar ein gutes Lernprogramm sein, mal zu verlieren?
Zitat:und das ist ja das, was ich und viele andere hier den AM vorwerfen, tut es nicht, weil er eben egoistisch ist. Er wäre der einzige, der das rigoros beenden könnte (und müsste!). Dann könnte die AF, die Unterlegene, sich mit ihrem Liebeskummer abfinden und das Ganze verarbeiten, wie bei jeder normalen Trennung auch. Aber es sind ja die AM, die immer wieder ankommen, die jammern, die wehklagen, die sich anklammern, die nicht loslassen wollen. Obwohl sie es müssten und vor allem auch als einzige KÖNNTEN! Das ist doch die Crux an der Sache.
aus in vorigen Beiträgen erwähnten Gründen kann ich das nicht so einseitig sehen.
Nein, gerade die verliebten Affairenmänner befinden sich emotional ebenfalls in einer verzweifelten Position und ich sehe nicht mehr oder weniger Egoismus als auf Seite des unbebundenen Affairenteils.
Und demzufolge, was Du im obigem Absatz schreibst, sind wieder nur die gebundenen Affairenpartner die einzig Verantwortlichen und auch die einzigen, die imstande sind, die Situation zu verändern. Damit machst Du ja alle ungebundenen Affairenleutchen zu verantwortungslosen und somit ohnmächtigen Menschen. Das ist doch Wahnsinn Kätzchen. So einseitig ist nie.
Zitat:Und wenn sie auf diesem Weg jetzt gerade am Pfosten "Mein Ex ist ein Oberar... und ich bin stinksauer auf ihn" ist, dann ist sie da halt gerade. Der Pfosten steht wohl auf jedem Trennungsweg irgendwo rum, da gehen wir alle dran vorbei

Und irgendwann kommt der nächste Pfosten. Und so weiter. Aber sie ist auf dem Weg, meiner Meinung nach.
ähnliches schreibe ich ja auch oft. Ist auch richtig. Dennoch ist ja die Frage, was danach bleibt: Einsicht, wie es so weit kommen konnte? Oder aber die Ansicht, man wurde nur verar***, ist Opfer, grenzenlos enttäuscht, werde nie wieder vertrauen? Irgendwann ist der Schmerz wohl vorbei aber wenn so eine Haltung das Resultat eine Affaire ist, finde ich das katastrophal für die Betroffenen und es ist mMn nur möglich, wenn man nicht seine Verantwortung an alledem mit einbezieht.
Will auch echt nicht weiter stören aber mir schien es doch blöd, hier reinzuplatzen und dann nicht mehr auf die Reaktionen meines Beitrags zu reagieren.